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Probleme nach Gallen OP

382 Beiträge - 406475 Aufrufe
 
Selina1311  sagt am 15.06.2012
Hallo :)
Danke für deine schnelle Antwort!!
Ich hab schon überlegt ob das vom Kaffee oder so kommt.. kann aber irgendwie auch nicht sein..
Also die Schmerzen kommen wenn ich merke das ich mal "groß" muss.. und wenn ich das auf Toilette bin sind die am stärksten ...
Ist das bei dir auch so?
Ich hatte deinen Beitrag weiter oben gelesen.., echt heftig.. was genau haben die denn gemacht?
Und hast du versucht die Ärzte zu verklagen?

ICh hoffe auch das die Schmerzen nicht immer wieder kommen ,,, dachte ja eigentlich ich habe sie nicht mehr..

Dir auch Gute Besserung!!
 
Petra_NRW  sagt am 15.06.2012
Guten Abend zusammen,

wie gut kann ich Euch verstehen. Bestens. Ich bin am 25.12.2011 Nachts als Notfall hier ins Krankenhaus gekommen. Nachdem ich das letzte Jahr über öfters über Schmerzen geklagt habe und selbst auch auf der Arbeit zusammengebrochen bin. Laut Notarzt "Nehmen Sie mal ein paar MCP Tropfen - es ist der Magen" dann geht es wieder.

Selten so gelacht......

Am 25.12.2011 wurde akute Gallenblasenentzündung festgestellt und dann ein Tag später Not OP. Laprokospie. Danach ging es mir schlechter. Sylvester wurde ich auf die Intensivstation verlegt. Am Dienstag wurde mir ein Stand in den Gallengang gelegt. Samstag Schmerzen ohne Ende. Um 17:00 Uhr wieder NOT OP - dieses Mal wurde mir mal eben der Bauch ca. 15 cm aufgeschnitten. Danach wieder Intensiv. Von Woche zu Woche ging es langsam besser. Insgesamt 120 Infusion, 4 CT's - glaubt mir ich habe wörtlich dem Oberarzt gesagt "Bitte geben Sie mir eine Spritze ich kann und will nicht mehr".

Aus den 4 Tagen (dies hatte man mir am 25.12.2011 gesagt) wurden 5 Wochen.

Ende Januar endlich nach Hause - ich war nur noch ein Schatten meiner Selbst. Meine Schmerzen kamen intervallmäßig. Im März habe ich dann versucht wieder zu arbeiten. Doch ich konnte nur höhstens 2-3 Stunden sitzen. Nach 2 Wochen hielt ich es nicht mehr aus. Hier im Krankehaus sagte man mir, wir müssen das im Auge behalten damit Sie keine Hernie (http://d[Link anzeigen]) bekommen. Nachdem ich den Arzt gewechselt hatte - Vertrauensverlutst - sagt mir mein neuer Arzt, Sie bekommen keine Hernie (Narbenbruch - Bauchdeckenriß) sie haben schon eine. Also unverzüglich nach Duisburg Johanniterkrankenhaus . Die 3. Operation mit Netzimplantation 15 cm x 30 cm. Nach 14 Tagen konnte ich nach Hause. Jedoch muss ich für mehrere Monate ein Narbenbruchband tragen. Darf nichts schweres heben, keine hektischen Bewegungen und ich habe soooooooooo die Schn..... voll.

Zwischenzeitlich habe ich auch die Kündigung erhalten (angeblich wegen Umstrukturierung) soll jedoch ein Re-Integrationsplan unterschreiben (Vertrauensarzt der Firma) ansonsten wollen die mein Gehalt einfrieren. Als ob ich nicht schon genug mitgemacht habe, kommt nun noch der Rechtsstreit. Habe am Montag Termin mit dem Vertrauensartz der Krankenversicherung (neutraler Arzt). Auch die Krankenversicherung hat gesagt "Um Gottes Willen nichts unterschreiben - wenn Sie krank sind - sind Sie krank"

Habe gestern alle OP Berichte erhalten, dort konnte ich nachlesen, dass man bei der 2. NOT OP mit der Zange abgrutscht ist und man hat in die Leber stochen. 2 Sätze weiter steht wörtlich " Es traten keine Blutungen auf und es gab auch keine Komplikationen" Deshalb hänge ich hier mittlerweile 6 Monate mit Schmerzen und ein total eingeschränktes Leben (wo ist meine Lebensqualität hin). Ich kann den Tag auch nur gut überstehen, da ich 2 - 3 am Tag Ibupropfen 800 nehme. Dann halten sich die Schmerzen im Rahmen.

Jetzt seht Ihr, dass ich Euch absolut gut verstehen kann und nachvollziehen wie es Euch geht.

Klagen will ich aber nicht, denn irgendwann will ich ein "normales Leben" führen - will endlich damit abschließen.

Eine Krähe pickt niemals die Augen einer anderen Krähe aus.

Wir hören uns .

Gruss

Petra (53)
 
Selina1311  sagt am 16.06.2012
Das ist echt der Wahnsinn!
Tut mir auch wirklich Leid ...
Wenn ich eure Geschichten lese kann ich froh sein , dass ich nur 1 OP hatte auch wenn bei der was " schief" gegangen ist...
Ich find furchtbar was bei solchen ROUTINEOPs alles " daneben " gehen kann!!!
 
Selina1311  sagt am 16.06.2012
Das ist echt der Wahnsinn!
Tut mir auch wirklich Leid ...
Wenn ich eure Geschichten lese kann ich froh sein , dass ich nur 1 OP hatte auch wenn bei der was " schief" gegangen ist...
Ich find furchtbar was bei solchen ROUTINEOPs alles " daneben " gehen kann!!!
 
HDFatBob  sagt am 16.06.2012
Hallo Petra und an alle,

ist ja fürchterlich, was man mit dir gemacht hat !! Dafür gehören eigentlich einige in den Knast ! Wenn man bedenkt, dass jeder verklagt werden kann (Autowerkstatt, Vertreter....usw) , der Mist gebaut hat und man vor jedem Gericht sein Recht bekommt (meistens) ist es eine Schande, was in unserem "Rechtsstaat" alles abgeht. Da spielen aufgeblasene Weißkittel Halbgott und versauen dir in wenigen Augenblicken dein gesamtes Leben und bereiten dir unendliche Schmerzen aber verklagen ?? Fehlanzeige!! Dieses Pack hüllt sich in einen Mantel des Schweigens und unendlicher Unschuldsbeteuerungen. Mit dem sogenannten Aufklärungsbogen hat man denen einen Freibrief zur "Verstümmelung" gegeben. Die haben ja noch nicht mal soviel Ehrgefühl und "Eier" einen Fehler zuzugeben. Dies ist für mich die unterste Stufe des Menschen- zu dieser Meinung gelangte ich nun nach so langer Zeit voller Schmerzen und Leiden und unzähligen Arzt- und Krankenhausbesuchen. Jeder Arzt sagt, dass es sich definitiv um Chirurgenpfusch handelt- aber keiner will es schriftlich geben. ist schon komisch. Ich wünsche dem Chirurgen und dem "Professor" die qualvollste Krankheit an den Hals !Wenn sie dann vor Schmerzen schreien dann gebe ich-genauso wie sie selbst- den Tipp doch einfach Autogenes Training zu machen, da sie sich den Schmerz ja nur einbilden..... manche unserer Ärzte sind wirklich nicht mehr mit Worten zu beschreiben. Die sind für mich inzwischen die unterste Stufe des Menschseins.....

Ich bete für uns alle und hoffe, dass wir irgendwann mal wieder etwas schmerzfreier leben können. Was ich diesen Ärzten wünsche, kann sich jeder denken...

Gruß
 
Cornelia198  sagt am 17.06.2012
Hallo Selina,

wo genau sitzen die Schmerzen denn? Im Bereich der Narbe oder weiter unten im Bauch?

Meine Erfahrung ist, daß einem auf Wochen nach der OP immer noch alles wehtut, der ganze Bauch ist noch sehr empfindlich. Versuch mal, wenn du auf die Toilette mußt, tief in den Bauch zu atmen. Es könnte sein, daß das eine Verkrampfung ist, die sich erstmal lösen muß.

Was Nahrungsmittel angeht: dadurch, daß jetzt deine Gallenflüssigkeit ohne Speicherung direkt in den Darm abläuft und die ganze Zeit so "vor sich hin" tröpfelt, muß dein Darm sich ganz schön umstellen. Bisher kriegte er die Gallenflüssigkeit ja immer in einem Schwall, wenn Nahrung da vorbeikam. Also teste mal aus, was es sein könnte, das du nicht mehr so gut verträgst. Die üblichen Verdächtigen sind: Alkohol, Kaffee oder andere "reizende" Sachen, fettige Lebensmittel.

Wenn du seit dem 31.05. nur viermal Stuhlgang hattest, dann könnte ich mir denken, du hast vielleicht eine Verstopfung, und die Schmerzen kommen davon. Wenn sie nur beim Stuhlgang auftreten, würde ich das erstmal als momentanes Problem sehen und abwarten. Wenn´s gar nicht weggehen will, sprich mit deinem Hausarzt.

Und warum soll dein Stuhl flüssig werden? Weich ist doch völlig OK, oder?
 
bigtrixi  sagt am 17.06.2012
Hallo sybillen
du schreibst du hattest Jahrelang immer wieder Probleme.
Bei mir ist es das gleiche. Hinzukommt das ich noch viele
Allergien habe, aber immer wieder (so 4-6 Wochen) wie Gallenkoliken
der ganze Oberbauch brennt und ist steinhart. Vor der Ope wurde ein
CT und MRT gemacht da hätte man doch sehen können ob ein Stein durchgerutscht ist oder nicht.
Heute braucht man viel Glück damit man einen Arzt findet der weiß wo man ansetzt und ein weiterhilft.
 
bigtrixi  sagt am 17.06.2012
Hallo sybillen
du schreibst du hattest Jahrelang immer wieder Probleme.
Bei mir ist es das gleiche. Hinzukommt das ich noch viele
Allergien habe, aber immer wieder (so 4-6 Wochen) wie Gallenkoliken
der ganze Oberbauch brennt und ist steinhart. Vor der Ope wurde ein
CT und MRT gemacht da hätte man doch sehen können ob ein Stein durchgerutscht ist oder nicht.
Heute braucht man viel Glück damit man einen Arzt findet der weiß wo man ansetzt und ein weiterhilft.
 
webi  sagt am 21.06.2012
Hallo,
ich bin überrascht, dass es so viele Menschen gibt, die genau wie ich Probleme nach einer Gallen-OP haben. Vor 2 Jahren wurde nach einer Bauchspeicheldrüsenentzündung der festsitzende Gallenstein entfernt und eine Pappilotomie sowie anschl.(nach 1 Woche) die laparoskopische Entfernung der Gallenblase durchgeführt. Seitdem habe ich ständig Schmerzen unterschiedlicher Art und Stärke. Mal ist es ein brennender Schmerz, der den gesamten Oberbauch betrifft, mal brennt die Stelle, wo einst die Galle saß. Ganz schlimm empfinde ich aber den Druckschmerz, der sich über den gesamten Bauchraum (Ober-und Unterbauch) erstreckt. Ich kann keine Hosen mit Knopfverschluss tragen, weil ich beim Sitzen den Druck des Knopfes, den ich vor der OP nie gespürt habe, jetzt als sehr schmerzhaft empfinde. Also trage ich seit neuestem nur noch den Schlabber-Look, weil es etwas hilft.
Untersuchungen, Ultraschall - (ERCP) - Magenspiegelung, waren o. B. Mein Arzt mein, ich muss Geduld haben, manchmal dauert es eben etwas länger. Sind 2 Jahre nicht schon lange genug??
 
Berserker  sagt am 22.06.2012
Hallo
Ihr nennt genug Gründe die Galle nicht entfernen zu lassen. Nur finde ich keine Klinik oder Arzt der die Steine zertrümmert. Wahrscheinlich bekommen die Kliniken nicht genug Geld von der Kasse für diese Behandlung. Ich hoffe ich muss nicht in die Not OP ^^
 
HDFatBob  sagt am 22.06.2012
Hi Berserker,

wenn die Steinme nicht zu viele sind und es nach ärztlichem Ermessen vertretbar ist dann nimmt normalerweise jede Uniklinik die Zertrümmerung vor. Du musst natürlich darauf bestehen. Das mit dem Geld kommt der Realität sehr nahe.......Aber bitte nur dann, wenn wirklich kein Notfall oder sonstige absolute Notwendigkeit besteht !! Ich für meine Fälle würde nie (!!!!!!!) wieder die Gallenblase entfernen lassen !! Es sei denn ein absoluter Notfall läge vor. Ich drück Dir die Daumen. Denk aber immer dran, dass Du es hier mit Ärzten zu tun hast, die in erster Linie an ihren Geldbeutel denken und nicht unbedingt darauf aus sind, jemandem zu "helfen". Das ist das traurige an diesem System...Moral und Anstand kannst Du lange suchen...
 
kris-2  sagt am 22.06.2012
Hi,
auch wenn es hier um Probleme nach einer gallen-OP geht, vielleicht ist es ja auch mal ganz nett einen positiven bereicht zu lesen - davon gibt es hier nicht viele aber statistisch gesehen sind die gelungen und folgenferien gallen-OPs ja ganz deutlich in der Überzahl (wenn ich mich recht erinnere sind deutlich über 95% der OPs ohne einschränkende Folgen.)
Das macht jeden Fall, bei dem es Probleme gibt nicht besser. Und alle denen wünsche ich von herzen gute Besserung und vielleicht wäre es ohne OP hier wirklich besser gewesen. Aber keien OP birkt auch Risiken, wenn man bereits mehrere Koliken hatte.
es war für mich aber für die Abwägung der Risiken vor der OP relevant zu wissen, was denn die jeweilogen Risiken sind.
Mir ging es nach der OP recht gut. Die ersten Stunden war ich natürlich noch ein wenig wacklig. Morgens operiert, abends die erste Mahlzeit. das Krankenhaus in dem ich war hat in dem bereich vile erfahrung und einen sehr guten Ruf, also glaubte ich das Ansage, dass ich keien Schonkost bräuchte und gleich wieder alles essen dürfe. Das hat auch bisher (OP im Januar) noch nie zu Problemen geführt. Ich habe weder bauschmerzen, noch Krämpfe, noch muss ich mich übergeben oder habe Blitzdurchfälle.
das einzige, was sich verändert hat ist, dass ich morgens - wenn sich in der Nacht eben viel ungenutzte Galle angesammelt hat, regelmäßig mein "großes Geschäft" erledige, dass meist etwas weicher als normal aber nie als Durchfall. Damit kann ich sehr gut leben.
ich esse wirklich alles, von pommes über Pizza (neben all den gesunden Dingen, die ich auch esse ;-)

Also, es kann wirklich auch alles gut gehen und zu wissen, die Krämpfe nie wieder einfach so spontan zu bekommen, ist viel wert. Auch als Mama von zwei kleinen Kindern. so eine Gallenkolik auf dem Spielplatz ode rnachts mit den Zwergen allein zu Hause mag ich mir gar nicht vorstellen.
 
Berserker  sagt am 25.06.2012
Hallo HDFatBob

Danke für deine Nachricht. Bei mir besteht kein Notfall. Ich habe aber seit 3 Monaten Schmerzen. Ich halte es langsam nicht mehr aus. Ich habe nun eine Klinik gefunden, die eine ERCP Behandlung anbietet. Da ich hier ja off topic bin, werde ich meine Geschichte in diesem Thread [Link anzeigen]
weiterführen.
Ich wünsche allen gute Besserung
 
Karovil  sagt am 06.07.2012
Hallo,
bei mir wurde die Gallenblase am 25.06.2012 per Schlüsselloch-Methode entfernt. Die OP verlief ohne Komplikationen. Nachdem ich aus dem Aufwachraum auf Station in mein Zimmer gebracht wurde bin ich auch gleich im Beisein der Schwester zur Toi gegangen. Danach durfte ich dann alleine. Die ersten 2 Tage (von 5) im Krankenhaus habe ich mit leichten Schmerzen verbracht. Seidem nehme ich auch keine Schmerzmittel mehr. Am OP Tag konnte ich auch schon wieder Abendbrot essen. Schonkost, aber das war egal. Nach fast 24 Stunden ohne Essen hatte ich auch großen Hunger. Über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall konnte ich bisher auch nicht klagen. Was mich jedoch fast 2 Wochen nach der OP am meisten freut ist, dass die bei mir zuvielen Kilos purzeln. Vorher habe ich auch nicht viel gegessen und trotzdem nahm ich nicht ab. Mein Chirug erklärte mir, dass es auch kein Wunder sei, weil Diabethes eine Stoffwechselerkrankung und die fehlerhafte Gallenblase eine Verdauungsstörung ist. Danach würde sich das ändern. Und er hat Recht behalten. Ich bin sehr froh, dass ich die OP hab machen lassen!!! Ich hoffe, dass es so super bleibt. Macht Euch also nicht so viele Sorgen, es kann auch gut ausgehen.
 
Karovil  sagt am 06.07.2012
Hallo,
bei mir wurde die Gallenblase am 25.06.2012 per Schlüsselloch-Methode entfernt. Die OP verlief ohne Komplikationen. Nachdem ich aus dem Aufwachraum auf Station in mein Zimmer gebracht wurde bin ich auch gleich im Beisein der Schwester zur Toi gegangen. Danach durfte ich dann alleine. Die ersten 2 Tage (von 5) im Krankenhaus habe ich mit leichten Schmerzen verbracht. Seidem nehme ich auch keine Schmerzmittel mehr. Am OP Tag konnte ich auch schon wieder Abendbrot essen. Schonkost, aber das war egal. Nach fast 24 Stunden ohne Essen hatte ich auch großen Hunger. Über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall konnte ich bisher auch nicht klagen. Was mich jedoch fast 2 Wochen nach der OP am meisten freut ist, dass die bei mir zuvielen Kilos purzeln. Vorher habe ich auch nicht viel gegessen und trotzdem nahm ich nicht ab. Mein Chirug erklärte mir, dass es auch kein Wunder sei, weil Diabethes eine Stoffwechselerkrankung und die fehlerhafte Gallenblase eine Verdauungsstörung ist. Danach würde sich das ändern. Und er hat Recht behalten. Ich bin sehr froh, dass ich die OP hab machen lassen!!! Ich hoffe, dass es so super bleibt. Macht Euch also nicht so viele Sorgen, es kann auch gut ausgehen.
 
bella73  sagt am 06.07.2012
Meine Gallenblase wurde vor 14 Tagen entfernt. Die Op ist gut verlaufen und die Narben heilen gut. Allerdings habe ich wieder seit 2 Tagen Schmerzen im Bereich des Brustbeins die in den Rücken ziehen (oder auch umgekehrt??) Die Schmerzen fühlen sich wie ein Krampf an...bevor ich die Galle entfernt wurde, hatte ich ähnliche Probleme in diesem Bereich. Weiß jemand ob diese Schmerzen etwas mit der Gallen-Op zu tun haben??
Ansonsten essen kann ich bisher alles. Nur der Bauch, besonders der Bereich um den Bauchnabel ist sehr empfindlich. Manchmal hab ich auch rechts ein Stechen im Brustkorb.
Und weiß jemand wie lange es dauert bis das Gas vollständig aus dem Bauch verschwunden ist??
 
Timmmy  sagt am 12.07.2012
Hallo Leidensgenossen und -Genossinnen
Ich bin 50 und man hat mir im März 2012 die Gallenblase entfernt, wegen
heftigster Schmerzen. Gallensteine waren mir auch bekannt.
Nach drei Tagen wieder zu Hause und ich konnte sofort wieder alles essen.
Ich hatte nur leichte Schmerzen an den Op-Stellen, konnte natürlich noch keine engen Hosen anziehen.
Ansonsten KEINE Probleme, selbst das Sodbrennen, was ich vorher hatte
war weg, trotz Magenschleimhautentzündung und Reflux.
Also alles bestens, die leichten Schmerzen waren mal da und mal dort,
völlig zu vernachlässigen.
Vor drei Wochen bekam ich auf einmal wieder Schmerzen an der Stelle
wo mal die Gallenblase "wohnte".
Zusätzlich wieder vermehrt Sodbrennen und bei bestimmter Nahrung
EXTREME Blähungen, mein ganzer Verdauungstrakt gibt hörbare starke Geräusche von sich.
Die Ärzte meinen, die Schmerzen kommen möglicherweise von Verwachsungen und sie würden gerne aufschneiden und reinschauen ich hatte sogar schon einen Termin aber was haben Verwachsungen mit Blähungen zu tun. Ich hab den Termin erst mal abgesagt.

Hat auch jemand von Euch so extreme Blähungen nach der OP gehabt ?
Außerdem erbreche ich fast jeden Morgen einen Schwall dicker Galle.
Wäre schön wenn jemand die gleiche oder eine ähnlich Erfahrung
hatte und mir berichten könnte.

Gruß Tim
 
abadiania  sagt am 13.07.2012
Lieber Tim,
ähnliche Probleme habe ich nicht, da ich keine Probleme mit meiner eigenen Gallenblase habe. Ich würde Dir empfehhlen, dich für längere Zeit nach der parastofffreien Ernährung zu ernähren. In den ersten Wochen würde ich ausschließlich Obst, Gemüse und Salat essen (und sonst nichts). Beim Obst solltest Du darauf achten, möglichst säurearmes zu essen wegen der Sodbrenngefahr. Hefe solltest Du auf jeden Fall weglassen in jeder Form (auch im Brot). Ist am Anfang etwas anstrengend aber mit der Zet gewöhnt man sich daran. Am besten im Bioladen einkaufen. Geht am schnellsten, weil man Dich dort am besten beraten kann, was die infrage kommenden Lebensmittel betrifft. Auf diese Art und Weise habe ich schon alle möglichen "diffusen" Beschwerden wegbekommen, die die Ärzte nicht richtig einschätzen konnten. Bevor Du dich noch einmal aufschneiden läßt, würde ich dies auf jeden Fall probieren. Neue Schnitte setzen schließlich auch wieder neue Narben. Und was hat Erbrechen mit Narbenbildung zu tun? Nach Eingriffen wie einer Gallenblasenentfernung bekommt man oft Lebensmittelunverträglichkeiten, die man durch diese Art der Ernährung in den Griff bekommen kann. Mit der Zeit stellt man dann auch fest, was einem gut tut und was nicht und man kann das ganze wieder ein wenig lockern. Es erfordert zugegebenermaßen ziemlich viel Disziplin, aber das sollte einem die eigene Gesundheit schon Wert sen.

Viel Erfolg und liebe Grüße von Roswitha Nasser!
 
Brilli  sagt am 16.07.2012
Brilli, 16.7.2012
Hallo, komme gerade vom Internisten, da ich zum 3. Mal(wahrscheinlich)
Gallenkolik hatte. Ich habe mehrer Steine in der Galle. Der Arzt meinte,
das ich die rausnehmen sollte. Da meine Mutter nach der Gallen-OP immer
noch Schmerzen hatte, möchte ich es nicht so gern. Gibt es eine andere
Mothode? Bitte gebt mir Nachricht.
Gruß Brilli
 
Marla2  sagt am 16.07.2012
Ja die Steine drin behalten und die Schmerzen aushalten. Nicht zum Arzt gehen, wenn du sie dir nicht entfernen lassen willst. Ansonsten nur das essen was dir keine Schmerzen bereitet, also wenig Fett, starke Gewürze vermeiden und auch Süßigkeiten meiden. Andere Methode gibt es leider nicht. Nur eine Zertrümmerrung, doch die Rezidivrate ist extrem hoch und empfehle ich auf keinen Fall. Sicherer ist es die Gallenblase zu entfernen. Doch es kann dir die Enrscheidung keiner abnehmen. Es liegt bei dir!

Vlg Melanie
 
amles  sagt am 18.07.2012
Bei mir wurde die Gallesblase im April 2012 entfernt. Meine Durchfälle? sobald ich etwas schon im Mund habe, kann ich los rennen. Nur muss ich sagen, ich habe ein Kurzdarmsyndrom u. daher kenne ich ja Durchfälle... die ich aber sehr gut im Griff hatte...nehme dafür Mucofalk und Lopedium-Tropfen...aber das hilft jetzt überhaupt nicht mehr. Ernährungsumstellung alles schon ausprobiert....
Muss ich etwas besorgen oder Termine wahrnehmen, sieht es im Moment so aus...nichts essen und nur eine Tasse Tee zu mir nehmen.

Habe hier ja nun auch über das Medikament Colestyramin gelesen, werde wenn ich es nehmen darf ausprobieren. Mal sehen was mein Arzt sagt, ist ja verschreibungspflichtig.

Ich kann die Probleme und die Sorgen von allen hier gut verstehen.

LG amles

 
Ceyenne  sagt am 22.08.2012
Hallo Liebe Gleichgesinnte ich bin sehr überrascht wie viele Mensche so starke Probleme haben mit der Entfernung der Gallenblase.Ich habe letztes Jahre meine Gallenblase entfernt bekommen die ersten Tage nach der Op ein mega aufgeblähter Bauch der Druck unter dem Rippenbogen mehr als schmerzhaft.Auch Tage zu Hause nicht besser immer ist mir schlecht kann nicht alles essen oder trinken Kaffee geht gar nich mehr durchfall nach jeder Mahlzeit muss dazu sagen dass ich Morbus-Crohn habe Durfall so oder so.Jetzt seit Tagen schmerzen unter dem rechten Rippenbogen es sticht übelst war heute beim Arzt habe gefragt können es wieder Gallensteine sein er sagte es wäre möglich solle nocht warten vielleicht finden sie den Weg nach draußen...sehr Witzig schmerzen habe ich.Hat jemand einen Tipp zur Besserung?Gruß Maria
 
amles  sagt am 23.08.2012
Hallo Ceyenne,

auch ich habe MC und lag gerade wieder im KH wegen Darmverschluss.
Deshalb habe ich erst heute die Probleme von Dir gelesen. Ich gehe aber nach der Gallenoperation noch mehr. Bei mir haben sie auch erst gesagt, ich solle warten. War zweimal deswegen im KH...aber jedesmal bedeutete für mich...weiter warten.
Keine 8 Tage danach Rettungsdienst und darauf bestanden in ein anderes KH. Dort staunte man nur so als ich den letzten Bericht ihnen zeigte. Meine Gallenblase war größer als ein Wasserglas...tja was sie das andere Krankenhaus gesehen haben mag, ist für mich ein Rätsel.
Obwohl auch ich hier sehr überrascht war zu lesen, wieviele danach Probleme haben hat mich sehr erstaunt...dachte auch erst an MC....da einige kenne, die überhaupt keine Probleme nach der OP hatten.

Vielleicht solltest Du doch mal einen weiteren Arzt aufsuchen?

Alles Gute
amles

 
Idefix  sagt am 23.08.2012
Wenn man das hier liest gruselt es einen.Mir gibt es aber Hoffnung denn wer hier schreiben kann lebt noch.Selber bin ich gesund aber bei meinem Vater läuft gerade alles negative ab was hier beschrieben wurde.Morgen wird er zum dritten mal nach Gallen OP aufgemacht obwohl es heute Morgen noch hieß das jetzt entgültig alles in Ordnung wäre.Am Samstag ging das Telefon das man schnell kommen sollte da er intubiert werden müße nach tagelangem Intensivstationaufenthalt.Nun bekommt er nichts mehr mit.Wie geht man damit um wenn man sieht das Schwestern und Ärzte eigentlich nett und wirklich bemüht sind aber irgendwie etwas nicht rund läuft ? Wasser in der Lunge schwaches Herz und einen neuen Virus steht auch auf der Agenda.Es ist zum Kotzen.Man hat jetzt alles,Skepsis,Zweifel Verzweiflung aber kein Vertrauen mehr.Und ich dachte immer Stands gibt es nur im Bezug auf Durchblutung oder Herzgeschichten nicht wegen der Galle.
 
amles  sagt am 24.08.2012
Natürlich kann ich nichts zu dem allen etwas sagen, warum und weswegen das alles passiert ist. Aber zu der Frage wegen Stands....auch bei Galle kann das gelegt werden, wenn z.B. der Gallengang zu eng ist und die Gallenflüssigkeit nicht abfließen kann. Ich selber habe das hinter mir, es wurde bei der ECRP-Untersuchung festgestellt....wurde aber nach einem viertel Jahr wieder entfernt. Also nicht nur bei Herzgeschichten oder Durchblutungsstörungen. Haben sie denn gesagt wo sie den einsetzen?

Weiß man denn um welchen Virus es sich handelt?

Ich verstehe Deine Unsicherheit und auch Zweifel aber gebe bitte die Hoffnung nicht auf.

LG amles

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