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Routineeingriff Kaiserschnitt

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Meist findet die Geburt unter örtlicher Betäubung statt

Nach wie vor ist die vaginale Geburt der weit überwiegende Regelfall in heutigen Geburtseinrichtungen. Doch bis zu einem Fünftel der Geburten finden mittlerweile mit Kaiserschnitt statt, was diese Art der Niederkunft zu einem Routineeingriff werden lässt. Zirka die Hälfte der hierzulande durchgeführten Kaiserschnitte wird im Vorfeld geplant. Dabei findet die Geburt etwa eine Woche vor dem ursprünglich errechneten Termin statt. Die werdende Mutter sucht die Klinik dann bereits am Tag vor dem Eingriff auf und lässt sich über alle Risiken und die Durchführung der Operation unterrichten. Als Vorbereitung auf den Kaiserschnitt werden unter anderem die Schamhaare vollständig entfernt. Denn oberhalb der Schamgrenze liegt am Tag darauf der Schnittverlauf.

Routineeingriff Kaiserschnitt
Routineeingriff Kaiserschnitt

In der Regel wird ein Kaiserschnitt nicht unter Vollnarkose durchgeführt. Stattdessen greift der Narkosearzt meist zur Peridural-Anästhesie (PDA),bei der die Frau den Geburtsvorgang einerseits live miterleben kann und andererseits die anschließende Erholungsphase wesentlich kürzer ist als bei einer vollständigen Narkose. Trotz der guten Vorbereitung und der Tatsache, dass Kaiserschnitte mittlerweile zum Alltag gehören, ist die OP-Situation für die werdende Mutter mit einer gehörigen Portion Angst verbunden. Hier ist es hilfreich, wenn der Kindsvater bei dem Eingriff anwesend ist und für Beruhigung und Entspannung sorgen kann.

Bei dem Kaiserschnitt wird dann zunächst die Bauchdecke quer entlang der Schamhaargrenze aufgeschnitten. Anschließend öffnet der Operateur die Gewebeschichten und die darunter liegende Gebärmutter. Das darin liegende Neugeborene wird herausgenommen und die Nabelschnur durchtrennt. Wenige Minuten nach der Geburt kann die Mutter ihr Kind in die Arme schließen und wird somit auch von der weiteren Prozedur abgelenkt, bei der der Arzt die Wunde vernäht und eine Drainage zum Abfluss der Wundflüssigkeit legt. Fand der Kaiserschnitt unter Vollnarkose statt, wacht die Mutter in einem Nebenraum des Operationssaales kurze Zeit später wieder auf und kann dann auch ihr Neugeborenes in Empfang nehmen. In beiden Fällen vergeht bis zum ersten Stillen des Kindes nur eine geringe Zeitspanne.

Schmerzen verspürt die frisch gebackene Mutter nur in den ersten Stunden nach Abklingen der Narkose, bereits nach einer guten Woche können Mutter, Vater und Kind die Heimreise antreten. Die bis zu 15 Zentimeter lange Narbe im Bauchbereich heilt in den meisten Fällen sehr schnell und verschwindet praktisch nach wenigen Monaten.

Letzte Aktualisierung am 27.09.2010.
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