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Den gesetzlichen Kassen fehlen vier Milliarden Euro

Beiträge der Gesetzlichen Krankenkassen werden wahrscheinlich steigen

Das Jahr neigt sich nun recht schnell dem Ende entgegen. Passend zum Jahreswechsel gehen die Experten davon aus, dass im Jahr 2010 die Beiträge der Gesetzlichen Krankenkassen wieder einmal erhöht werden, denn aktuellen Schätzungen wird den gesetzlichen Kassen im Jahr 2010 ein Betrag von 4 Milliarden Euro fehlen. Vier Milliarden Euro "nur" deshalb, weil das Defizit eigentlich bei 7,5 Milliarden Euro liegt, jedoch durch einen Bundeszuschuss in Höhe von 3,9 Milliarden Euro fast halbiert wird. Gingen die Experten bislang von einem Defizit von 3,6 Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen aus, zeigt sich den letzten Berechnungen nach nun doch ein Gesamt-Defizit von 4 Milliarden.

Während die Bundesregierung ihre Pflicht in dieser Thematik erfüllt sieht, ruft sie nun die Gesetzlichen Kassen dazu auf, selbst ihren Beitrag zu leisten, der unter anderem die Begrenzung der Ausgaben beinhalten soll. Viele Fachleute sehen in Zusatzbeiträgen für die Versicherten keine gute Entscheidung, da die Einnahmen von Krankenhäusern, Ärzten und auch der Pharmaindustrie fast ungebremst ansteigen. Zu Lasten des einzelnen Versicherten, dem durch einen Zusatzbeitrag wieder mehr Geld fehlen wird und das Monat zu Monat. Belastungen, die sicherlich nicht ohne Auswirkungen bleiben werden.

Viele Politiker sehen bei einer möglichen Gesundheitsreform die Tatsache, dass weder Ärzte, Krankenhäuser oder auch der Pharmaindustrie "Freibriefe" erteilt werden können und die Fokussierung dahingehen sollte, die Ausgabenseite weitaus mehr zu beachten als es bislang der Fall war. Manche gesetzlichen Krankenkassen, verfügen noch über Reserven, doch weitaus mehr der Krankenkassen zeigen statt Reserven regelrecht "leere Depots" auf. Folglich werden viele der Versicherer ab dem 1. Februar die Defizite dadurch ausgleichen oder zumindest angleichen wollen, in dem sie von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge einfordern. Noch sind hier keine Details an die Öffentlichkeit gedrungen, allerdings ist es mehr als wahrscheinlich, dass bei dem erwarteten Finanzloch von vier Milliarden Euro dieser Schritt auf die Kassenmitglieder zukommen wird.

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Letzte Aktualisierung am 23.12.2009.

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