Probleme nach Gallen OP

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anonym  sagt am 19.07.2010
Hallo,

ich habe im Oktober die Gallenblase enfernt bekommen. Danach haben sie dann noch eine Fruchtzuckerallergie festgestellt.
Bekomme immer mehr Probleme mit Essen und den Schmerzen. Liege mittlerweile alle 2 -3 Wochen flach, weil es so schlimm ist. Lt. Arzt gibt es nur ein Pulver das man vor der Hauptmahlzeit in Wasser auflöst und dann trinkt. Hilft nicht wirklich.
Werde mich jetzt an einen Heilpraktiker wenden, vielleicht kann der ja helfen.
Die Ärztin hatte mir im Auklärungsgespräch vor der OP gesagt, dass die Galle heute kein Funktion mehr hätte! Ich merke es!!

Grüße
 
Nanny_Ogg85  sagt am 19.07.2010
Hast du dich danach schon mal an einen anderen Arzt gewendet, zwecks zweiter Meinung? Vllt. ist ja auch was schief gelaufen? Eigentlich dürfte das nämlich nicht so schlimme Probleme geben danach. Man dürfte nur zu fettiges Essen merken (wird halt alles gleich durchrutschen, aber kann man mit leben).
Wünsche dir eine gute Besserung.
 
anonym  sagt am 20.07.2010
Meine Schwägerin ist auch Ärtzin und sie hat auch keine andere Lösung. Nur sie kann mich nicht behandeln, da sie in Frankreich praktiziert.
Es wurde schon eine Darmspiegelung, ein großes Blutbild und ettliche Ultraschallaufnahmen gemacht. Es kam nichts dabei raus.
Ich weiß, dass ich nicht zu fettig, zu heiß, zu kalt und zu scharf essen darf. Aber die Probleme sind trotzdem da und ziehen sich über 5 - 6 Tage bis es langsam wieder normal läuft.

 
cleo_254  sagt am 20.07.2010
Hallo, bin 24 und mir wurde vor 5 Tagen, also am 15.07., die Gallenblase entfernt. Ich hatte keine Koliken, aber desöfteren Beschwerden mit den typischen Oberbauchschmerzen und starke Darmkrämpfe und Durchfälle nach dem Essen. Hatte also quasi die Beschwerden, die viele jetzt nach der OP haben, bereits vorher.
Bei mir waren 51 Steine in der Galle und die Flüssigkeit selbst glich laut Arzt schon eher Gallen-Schlamm.
Mir gings bereits am OP-Tag wieder super. Hab mich schon im Aufwachraum auf die Ellbogen gestützt und meinen Bauch begutachtet und war nachmittags bereits auf Station spazieren (die OP war von 11:50-12:30 Uhr).
Am ersten Tag nach der OP bekam ich bereits richtiges Mittagessen, und durfte mich frei im Krankenhaus-Park bewegen.
Am 2.Tag wurde ich dann nach der Visite entlassen.

Bin jetzt seit 3 Tagen zuhause, kann soweit alles essen und habe eigentlich auch keine Schmerzen. Morgen werden vermutlich die Klammerpflaster entfernt, die Wunden sind bereits gut verheilt.
Habe laut Arzt lediglich einen Bluterguss im Bauchnabelbereich unter der Haut, der die ersten zwei Tage zu leichten Unterleibschmerzen führte. Ansonsten habe ich nur Probleme mit diesem Blähbauch, vor dem einen vorher ja niemand gewarnt hatte. Sehe derzeit auch aus wie im 6. Monat schwanger, was ich sehr ärgerlich finde.
Und man spürt förmlich das Gas. An der Stelle, an der sich die Galle befand, habe ich manchmal ein komisches Gefühl - kein Schmerz, sondern eher so einen Druck. Meine Hausärztin meinte, das wäre das Gas, dass sich durch das verbliebene Loch gerne dort sammelt. Zumindest hoffe ich das ;-)
Bin bis jetzt also sehr zufrieden und hoffe, dass sich bei mir keinerlei Beschwerden mehr einstellen werden, so wie einige das hier beschrieben haben.
Ich kann nur jedem raten, sich die Gallenblase entfernen zu lassen, solange man keine Beschwerden hat - sofern man von den Steinen weiß. Ich denke mal, dass der Körper dann vielleicht besser damit klarkommt, weil nichts entzündet ist und man auch sonst gesund ist.

P.S.: war zwar sehr ausführlich, aber ich wollte für die, die diese OP noch vor sich haben, auch mal einen positiven Bericht schreiben. In der Hoffnung, dass ich den nicht in ein paar Tagen wiederrufen muss ;-)
 
Kate77  sagt am 20.07.2010
Wie lange wart ihr, wegen der Gallen OP; krankgeschrieben?
 
Nanny_Ogg85  sagt am 20.07.2010
Ich war damals noch in der Schule, bin dann einfach nach ner Woche wieder hin, aber durfte nichts anstrengendes machen - einen Monat lang! Und ihr anderen?
 
anonym  sagt am 21.07.2010
Ich war eine Woche im KH, nach dem KG noch eine Woche krankgeschrieben. Aber hatte auf der Arbeit gemerkt das es nicht ging und bin dann noch eine Woche zu Hause geblieben. Hatte dann für 8 Wochen Sportverbot usw.
 
Nuri09  sagt am 23.07.2010
Habe meine Gallen OP im März diesen Jahres gehabt und auch mir wurde erzählt es würde hinterher alles wieder ok sein u.s.w.Naja, bei mir ist es nicht so. Kann immer noch nicht wieder voll Sport machen und mit dem Essen geht es so. Was mir geholfen hat ist eine Ernährungsberaterin. Die baut mich jetzt wieder Stück für Stück auf. Von den Ärzten hört man immer nur das es ungewöhnlich ist "so lange" noch Probleme zu haben, aber die Beraterinn sagt etwas ganz anderes. Ich finde auch das einem viel zu wenig erzählt wird, was nach der Entfernung so im Körper vorgeht. Das Schmerzen z.B. von der Ausdehnung der Gallengänge kommen können. Bin auch immer wieder mal echt ängstlich wenn es mir nicht gut geht und dann froh, wenn ich lese das ich bei weitem keine Ausnahme bin, sondern das es eher ganz normal ist.
 
SlodkaCytryn  sagt am 30.07.2010
Hallo -js-
Ich werde meine Gallenblase am 4.08.10 bekommen.
Gut das du diese posetive Seite geschrieben hast, denn habe mir schon überlegt, nach vielen negativen Erzählungen,meine Gallenblase drinnen zu lassen, den dieser eine Schmerz, was ich schnell mit Medikamente loswerde, dann nicht mehr spüre, wär mir das dann viel lieber. Aber dein Bericht lässt mich an was posetives denken, das es gut ausgehen kann. Ich werde auch gleich nach etwas längerem Aufenthalt fragen, nicht nur 2-3 Tage KH aufenthalt.
 
Nanny_Ogg85  sagt am 01.08.2010
Hallo SlodkaCytryn,

danke, dass du erwähnt hast, dass du überlegt hast, die Gallenblase drin zu lassen und die Probleme mit Schmerzmitteln zu behandeln. Ich denke nämlich, dass zu wenige hier reinschreiben, die keine oder kaum Probleme haben nach der Entfernung. Natürlich ist es eine Umstellung und bei eingen dauerts länger, als bei anderen. Aber letztendlich sind die Probleme, die man bekommt, wenn man eine entzündete Gallenblase drinlässt und nur die Schmerzen behandelt, schlimmer, als wenn man sie rausnimmt. Das kann lebensgefährlich werden und vielen ist das einfach nicht bewusst.
Mein Vater ist deswegen gestorben und da ist er sicher nicht der erste und einzige. Das sollte man auch berücksichtigen. Wenn es also nötig ist, dass sie rauskommt, sollte man, je nach Schweregrad der Entzündung, überlegen, ob man nicht lieber den Ärzten vertraut.

LG
 
Nuri09  sagt am 02.08.2010
Hallo Nanny_Ogg85,

da kann ich dir nur recht geben, denn auch wenn bei mir die ganze Umstellung lämger dauert, würde ich sie mir wieder rausnehmen lassen, wenn es sein muss. Wie du schoin schreibest, es kann sehr gefährlich werden wenn man sie drinn läßt. Man muss halt hinterher nur wissen, was so im Körper abgehen kann, damit man sich nicht wundert, wenn es einem hinterher nich sofort wieder gut geht und dann erst recht angst bekommt.
 
Laurie  sagt am 03.08.2010
Ich wurde am 26.07. operiert. Am Tag der OP hatte ich schlimme Bauchschmerzen.Kam kaum aus dem Bett.Am 2.Tag war es auch noch ziemlich heftig,aber jetzt wird es jeden Tag besser.Der Arzt meinte das käme von der Bauchmuskulatur.Husten, Niesen oder Lachen taten auch ziemlich weh.Selbst gähnen war schmerzhaft.
Ich hatte vor der OP über eine Woche lang Bauchschmerzen im Oberbauch. Übelkeit und Rückenschmerzen hatte ich auch.Außerdem bekam ich ständig Schweißausbrüche.Nachdem das auch mit Tabletten nicht weg ging hat der Arzt Ultraschall gemacht.So erkannte er die Gallensteine und die Entzündung.
Die OP ist jetzt eine Woche her und es geht mir jeden Tag besser.Wurst und Obst kann ich noch nicht essen,dann bekomme ich Durchfall.Aber sonst geht es.Durchfall ist auch eigendlich nicht das richtige Wort.Mann rennt halt nur zum Klo und das Frühstück kommt wieder raus.Ab und an hab ich schmerzhafte Blähungen.Der Arzt meinte,es würde etwa 4 Wochen dauern bis der Körper sich an die neue Situation gewöhnt hat.Was man essen kann muß man selber raus finden.
Meine Mutter und meine Tante haben beide schon lange die Gallenblase raus und damit keine Probleme.
Ich hab übrigens 4 Löcher im Bauch.In einem war ein Schlauch,das wurde auch nicht zugenäht.
Donnerstag gehe ich zum Hausarzt zum Fäden ziehen und am Wochenende fahre ich mit meinem Mann in den Urlaub.
Ich denke mal das viele hier reingeschrieben haben weil sie Probleme haben.Deswegen kommt hier der Verdacht auf,das die OP immer nur Nachteile mit sich bringt.Mir geht es jetzt auf jeden Fall besser und ich würde das deswegen immer wieder machen.
 
Canaanez  sagt am 11.08.2010
Hallo ich liege im Moment im Krankenhaus und habe hoellische Angst wurde am Freitag operiert gallenblase war entzuendet plus Stein ,aber heute ist Mittwoch und meine Drainage ist immer noch drin weil pro tagnoch 100-200ml Wundsekret plus Blut reinlaufen ist das normal was kann man dagegen tuen ? Die blutwerte wararen ok sagen die arzte hier aber das war es auch schon bitte kann mir jemand hier eine Info geben ?
 
bohu  sagt am 13.08.2010
Die Gallenblase wurde Ihnen entfernt.Sie vertragen das Gemüse schlecht,ausser gekochte Tomaten und rohen, geraffelten Karottensalat.
Wenn Sie etwas schlecht vertragen haben, nehmen Sie Kaiser Natron,
am besten eine Tablette.
 
Galenloser  sagt am 13.08.2010
Mir wurde auch die Gallenblase entfernt und ich hatte zuanfangs keine Probleme mit dem Stuhlgang, konnte alle essen kein Problem. Nach 6 Monaten allerdings bekam ich öfters Durchfall. Morgens die tase Kaffee hatte ich gar nicht mehr vertragen. Bis ich einen Tipp bekam und täglich 1 Flasche Fachinger Wasser trinke. Man sagte mir ich hätte evtl. durch die fehlende Gallenblase zuviel Magensäure.Fachinger hat ein sehr hohen Gehalt an Hydrogencarbonat 1850mg/l und neutralisiert die Säure. Mein Stuhlgang wurde wieder fester und seit dem habe ich wenig Probleme. Probiert es aus, ein Versuch ist es wert. Grüße
 
karola  sagt am 16.08.2010
Wenn ich das hier lese, bekomme ich ein mulmiges Gefühl....
Ich bin nun schon länger krankgeschrieben, da ich vor Rückschmerzen (Kreuz-Lendenwirbelbereich)nicht lange sitzen, stehen, laufen oder nachts schlafen kann. Ich bin unkonzentriert, müde, leicht gereizt und so wurde nach Verdacht auf Bandscheibenvorfall mit reichlich Untersuchungen (Röntgen,MRT u.a.)und erfolgloser Akupunktur, beim Ultraschall festgestellt, dass ich "steinreich" bin. Mein Arzt empfiehlt nun die Entfernung der Gallenblase und ist sicher, dass die Rückenschmerzen daher kommen!! Mich macht das nun sehr unruhig -- die Schmerzen sind wie beim Hexenschuss oder eingeklemmten Ischiasnerv und das soll nun die Gallenblase schuld sein??? Auch der Reflux der Magensäure und das Sodbrennen mit dem ich Last habe, wird dann ohne Gallenblase noch schlimmer????? Hat hierzu jemand Erfahrungen oder von dieser Art "Schmerzen" gehört?? Danke im Voraus
 
Knobler  sagt am 22.08.2010
Ich hatte über Monate Probleme und Schmerzen auf der rechten Seite ohne das irgendwas festgestellt wurde. Anfang August wurden dann bei mir beim Hausdoc Gallensteine entdeckt. Warum diese nicht früher entdeckt wurden weiß ich nicht. Schließlich wurde schon des öfteren Ultraschall bei mir durchgeführt. Bin dann ins KH um mich untersuchen zu lassen. Die Gallensteine wurden dort bestätigt. Man fragte mich wie ich zu einer OP stehe. Meine Antwort: "Wenn eine OP notwendig ist, dann so schnell wie möglich."
Am 16.08. war es dann soweit. Und ja, ich hatte tierische Angst. Es war schließlich mein erster stationärer Aufenthalt in einem KH mit OP unter Vollnarkose. Nach der OP im Aufwachraum und in der ersten Nacht hatte ich schon starke Schmerzen. Ich bekam aber starke Schmerzmittel so das es zum Aushalten war. Es ist wichtig zu sagen wenn man Schmerzen hat. Es nützt nichts wenn man versucht den Held zu spielen. Weil Schmerzen sind nicht gut für den Heilungsprozess. Insgesamt habe ich am Bauch 4 Schnitte. Ein etwas größeren am/im Bauchnabel der genäht wurde und 3 kleinere rechts unter den Rippen.
Am 19.08. wurde ich dann aus dem KH entlassen.
Nun, wie geht es mir heute?
Den Umständen entsprechend gut. Ich habe noch Schmerzen um den Bauchnabel herum. Kann mich noch nicht so richtig bewegen, und husten, niesen und lachen gehen auch schlecht. Der Stuhlgang ist unterschiedlich. Mal fest, dann wieder weicher oder auch mal Richtung Durchfall. Aber ich denke, dass muss sich erst mal alles noch einspielen. Am 26.08. bekomme ich dann die Fäden am Bauchnabel entfernt. Ansonsten nehme ich im Moment nach Bedarf Novalgin Schmerztabletten. Ich würde wieder einer OP zustimmen. Weil ich hatte einfach keinen Bock mehr auf diese ständigen Schmerzen. Und jetzt kann es ja hoffentlich nur noch besser werden. Übrigens: Ich bin männlich und 38 Jahre ALT.
 
Aeryn  sagt am 24.08.2010
Hallo,

um ehrlich zu sein bin ich etwas erleichtert zu lesen, dass auch andere Probleme nach der Gallen OP haben.
Ich bin 27 und meine Gallenblase wurde letztes Jahr am 20.10.2009 entfernt.
Im Juni 2009 hatte ich das erste mal Beschwerden. Diese traten alle 2-3 Wochen mal auf. Die Schmerzen waren so stark, dass ich kaum atmen konnte, nicht liegen, sitzen oder stehen konnte.
Ein mal bin ich wirklich ohnmächtig von den Schmerzen geworden. Gut war, dass ich zu Hause war und im Bett lag. Ich bin insgesamt 3 mal zum Notarzt gefahren, da die Schmerzen nicht auszuhalten waren, meist nachts. Beim dritten mal wurde endlich festgestellt, dass meine Gallenblase entzündet war und Steine zu sehen waren. Ich habe mich wirklich gefreut, dass endlich etwas gefunden wurde. Mir wurde von den Internisten nämlich immer was anderes gesagt oder man könne nichts finden.
Am nächsten Tag wurde ich direkt operiert. Nach der OP hatte ich schlimme Schmerzen, die aber dank Schmerzmittel in den Griff zu kriegen waren. Nach 4 Tagen wurde ich entlassen und nach 2 Wochen habe ich das erste mal wieder richtig fettig gegessen. Das war überhaupt kein Problem. Erst 2 Monate nach der OP gings los. Direkt nach dem Essen Durchfall, teilweise Magenschmerzen. Ärzte wussten keinen Rat also hab ich es mit Flohsamenschalen versucht. Diese halfen auch aber ich hatte dann immer ein leichtes Druckgefühl im Magen.
Also hab ich diese wieder weggelassen. Nach wie vor habe ich ab und zu Durchfall. Aber seit ca. 3 Monaten bekomme ich in unregelmäßigen Abständen Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, als würde dort etwas festsitzen. Man merkt dies bei jeder Bewegung und Atemzug. Ich habe absolut keine Ahnung was das sein soll, denn es kommt und geht. Der Schmerz hält sich meist ca. 3 Tage und dann ist wieder alles gut. Wenn ich das gewusst hätte, dass man nach dieser bescheuerten OP so viele Beschwerden entwickelt, hätte ich mir das 10 mal überlegt. Am schlimmsten finde ich aber die Fragezeichen in den Gesichtern der Ärzte wenn man ihnen von den Beschwerden erzählt. Die scheinen wirklich alle keine Ahnung zu haben. Ich hoffe alle hier werden bald beschwerdefrei sein und wieder ein normales Leben genießen können.
 
violetas  sagt am 05.09.2010
Mir wurde die Gallenblase im Okt 2009 entfernt. Ich wurde bereits abends am OP-Tag nach Hause entlassen, sollte mich aber noch eine Woche schonen (nicht so viel bewegen, kein Sport, nichts heben usw.). Nach der OP ging es mir schnell wieder gut, bei mir hat es 2 Tage gedauert, bis das Gas aus dem Bauch wieder entwichen war (dieses Gas verursacht einen Blähbauch und leichte - aber erträgliche - Schmerzen). Mit dem Essen sollte man die ersten Wochen aufpassen, kein Fett, nichts Schwerverdauliches (z.B. Hülsenfrüchte, Paprika). Ich esse eigentlich seit der zweiten Woche nach der OP wieder alles, was ich nicht so gut vertrage ist Gurke und extrem Fettes. Wenn ich so etwas esse, bekomme ich direkt nach dem Essen Bauchschmerzen und Durchfall (aber nur kurzfristig, der Durchfall ist nach 1 - 2 Toilettengängen erledigt). Ich habe für mich herausgefunden, dass ich keine riesigen Portionen essen sollte, sondern lieber kleinere und dafür öfter. Das bedeutet nicht, dass ich nur noch Miniportionen esse. Aber wenn ich satt bin, hör ich auf und esse nicht weiter, weil es so gut schmeckt...

Wenn man diese ganzen Kommentare hier vor einer Gallen-OP liest, kann man schon Panik bekommen. Ich habe allerdings eher den Eindruck, dass hier fast nur Betroffene reinschreiben, bei denen die OP nicht optimal verlaufen ist und die nach der OP eine lange Umstellungszeit haben. Aber das ist normal: Einer, dem die Galle entfernt wurde und der danach keine Probleme hat, befasst sich mit diesem Thema nicht mehr, schreibt also auch nicht in dieses Forum.
 
Callada  sagt am 14.09.2010
Hallo.

Mir wurde meine Gallenblase Anfang November 2006 entfernt. Damals war ich noch 15 und galt als ziemlich jung für Gallensteine. Diese sind übrigens schon mit etwa 14 diagnostiziert worden, aber mein Arzt meinte, dass man da noch warten könnte. Naja, im Schüleraustausch haben dann übelste Koliken (ich hatt schon sehr oft welche, aber mit der Zeit wurden sie immer schlimmer) begonnen und bin dort ins Krankenhaus gekommen. Obwohl man ihnen gesagt hat, dass ich diese dummen Gallensteine hatte, haben sie ohne Kontrastmittel geröngt - man hat sie also nicht gesehen. Ich bekam eine Infusion und Tabletten. Eineinhalb Wochen habe ich mich dann mit Schmerzmittel durch jede Minute gequält, nichts mehr gegessen... Wieder zu Hause bin ich umgehend ins Krankenhaus gekommen und dann auch operiert.
Direkt danach ging es mir realtiv gut, aber es lies nicht lange auf sich warten, bis mir nach jeder Mahlzeit schlecht war, ich höllische Bauchschmerzen hatte oder Durchfall hatte. Dann ging ich nochmal zu meinem Internisten und es wurde nochmal ein Ultraschall gemacht um sicher zu stellen, dass nicht noch ein Stein im Gallengang war. Nein, negativ.
Dann hat man mich auf eine Lebensmittelunverträglichkeit getestet, aber alle Lebensmittel standen in keinem Verhältnis (z.B. gemeinsame Bestandteile, hoher Fettgehalt,...) zueinander.
Nun ja, bis heute gibt es mal bessere Phasen, wo ich normal essen kann und mal schlechtere Phasen, wo ich mich wieder direkt nach dem Essen mit Bauchschmerzen, Überlkeit und/oder Durchfall quälen muss.

Ich hoffe dennoch, dass es euch allen besser gehen wird.
 
Nanny_Ogg85  sagt am 16.09.2010
huhu -js-,
ja kommt leider manchmal vor, dass man schon so jung probleme damit hat. bei mir fing es mit den koliken an, als ich fast 12 war. danach hat es noch 6 jahre gedauert, bis ein arzt auf die idee gekommen is, sich mal meine galle anzuschauen.
ich drück dir die daumen, dass es sich im laufe der jahre bessert.
 
Ilski  sagt am 21.09.2010
Hallo!
Also, nach all den negativen Berichten hier, muss ich jetzt mal was positives schreiben.
Ich hatte Ende Juli mal wieder eine Gallenkolik und hab mich wie üblich um den Arztbesuch gedrückt, weil ich Angst vor ner OP hatte. Auf einmal wurde ich gelb am ganzen Körper und bin letztendlich doch zum Arzt. Ich hatte einen eingeklemmten riesen Gallenstein, der per (ERCP) (Art Magenspiegelung unter Narkose) entfernt werden sollte. Hat leider nicht funktioniert. Die Gallenflüssigkeit konnte nicht mehr abfließen und ich wurde immer gelber. Mein Billirubin lag bei 19,8 statt bei 0,2-1. Ich konnte wochenlang nicht operiert werden, weil ich so schlechte Blutwerte hatte. Nach insgesamt 4 ERCP wurde ich nach Wochen endlich laprokopisch operiert. Die OP dauerte über 3,5 Stunden und ich verlor sehr viel Blut. Ich hatte seit Jahren eine chronisch entzündete Gallenblase. Die OP liegt heute 3 Wochen zurück und ich bin soooo froh, dass ich operiert wurde. Ich kann jedem nur empfehlen sich schnellstens operieren zu lassen. Die Schmerzen, die ich nach der OP hatte und auch immer mal wieder noch verspüre sind ein Witz gegen das, was ich durchgemacht habe.
Zu eurer Beruhigung: Ich kann alles essen, inzwischen schlafe ich ich ohne Schmerzmittel auf der Seite und auf dem Bauch und bin einfach nur glücklich, dass ich endlich alles hiner mir habe.
Insgesamt habe ich über 3 Wochen im KH gelegen. Wäre ich vorher zum Arzt gegangen, hätte ich mit viel Leid ersparen können.
Am Tag der OP konnte ich schon alleine aufstehen und zur Toilette über den Gang gehen.
Glaubt mir, es ist einen reine Routine-OP und Komplikationen sind sehr selten.
Lasst euch hier bloß keine Angst einjagen. Alle die ich kenne, die auch diese OP hatten, haben überhaupt keine Probleme.
Natürlich zwickt es hier und da einmal, aber schließlich ist man ja operiert worden.
Wartet nicht zu lange mit der OP, es ist halb so schlimm! Koliken sind tausendmal schlimmer´!
 
Mary2010  sagt am 23.09.2010
Hallo Ihr lieben Geschädigten,
ich habe schon einige Laparoskopien hinter mir - Unterleib - und mit
den Narben keine Probleme gehabt, auch nicht mit dem Gas. Jetzt steht mir im Oktober auch die Entfernung der Gallenblase bevor. Wenn man sich
vorher etwas informiert und vom Verdauungssystem etwas Ahnung hat, weiß
man, was da vor sich geht. Auch wenn die Ärzte sagen, die Blase wäre nicht unbedingt notwendig, irgentwohin müssen die Säfte ja, wenn nicht in die Gallenblase, dann eben gleich in den Darm, und das verursacht dann sicherlich Schmerzen und Durchfall. Ich denke, dass eine Diät vor
einer geplanten OP ganz sinnvoll ist, und dann erstmal Schonkost, ist eben eine OP am Verdauungssystem. Mal sehen, was sich bei mir ergibt,
passieren kann immer etwas. Ich wünsche Euch weiterhin gute Genesung und guten Appetit.
 
Aschda  sagt am 02.10.2010
Gallen-OP im Sept. 2010

Ich hatte seit einem halben Jahr immer wieder Probleme mit der Galle, bei der ersten Untersuchung im Frühjahr wurde Gallengries festgestellt. Die Ärztin meinte mann müsse das beobachten. Im letzten halben Jahr wurde es immer schlimmer. Mal nach dem Essen, manchmal auch nachts. Vor drei Wochen wurde ich dann in die Klinik mit unerträglichen Bauchschmerzen eingeliefert. Nach einer weiterern Sonographie sagte mir der Arzt, daß die Gallenblase einen Stein enthält und ich mir diese umgehend durch eine OP entfernen lassen sollte. Die OP kam dann schneller als geplant (bereits 6 Tage später, da ich wieder unerträgliche Schmerzen hatte. Einen Tag später hatte ich bereits die OP und dachte jetzt ist alles wieder gut. Denkste. Einen Tag vor meiner Entlassung (3 Tage nach der OP) bekam ich noch im Krankenhaus höllische Bauchschmerzen. Ich bekam dann eine Schmerztablette und alles war gut. Nach 2 Tagen Erholung zu Hause, musste ich wieder mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gefahren. Hölllische Bauchschmerzen, Schweißausbrüche und starke Übelkeit waren die Ursache. Im gleichen Krankenhaus wurde ich dann nach der Chirugie in die innere Medizin verlegt und untersucht. Sono, CT, Gynäkologie, Magenspiegelung. Die Chirugen erwägten den Blinddarm zu entnehmen, da dieser angeblich entzündet ist, auch die Entzündungswerte im Blut waren ziemlich hoch ( bei 70),die Internisten meinten es wäre vielleicht die entzündliche Magenschleimhaut oder etwas Gallensaft der bei der OP vielleicht noch im Bauchraum ist. Ich wurde dann 5 Tage lang flüssig ernährt und ging schmerzfrei und mit einem angeblich normalen Entzündungswert von 30 (lt. Arzt normal nach einer OP die eine Woche her ist)auf eigenen Wunsch nach Hause. Mein Fazit, eine Gallen OP zieht weite Kreise.
 
chip  sagt am 07.10.2010
Wenn man sich im Internet informiert ist die Frage, wer einem Auskunft gibt. Wenn die OP gut verläuft (so wie bei meiner Frau), und die Beschwerden schnell abklingen, dann hat man keinen Grund mehr, sich in OP- oder Gallen-Foren rumzutreiben. Wenn jedoch Probleme auftreten, sucht man u.a. dieses Forum auf.
Darum sollte man sich klar machen, daß dies ein toller Ort ist, um bei Problemen den Rat anderer, die auch Probleme haben oder hatten, einzuholen. Aber es ist kein guter Ort, um sich auf eine OP vorzubereiten. Denn das Stimmungsbild ist eher negativ, da eben vorwiegend Leute mit Problemen hier schreiben.
Ich wünsche darum allen, die Probleme nach der OP haben, gute Besserung. Und all jenen, die auf die OP warten sei gesagt, es kommt eben meistens zu keinen Problemen, auch wenn es hier evtl. anderst aussieht.

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