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Stiftung Warentest warnt vor Schlankheitsmitteln aus dem Internet

Lesezeit: 2 Min.

Schlankheitsmittel mit Gefährdungs-Potenzial für die Gesundheit

27.04.2007 - Alle Jahre wieder wenn die Temperaturen steigen und die Kleidung luftiger wird, nimmt ein Großteil der Übergewichtigen in Deutschland – und das sind immerhin fast 50% – den Kampf gegen die überflüssigen Pfunden auf. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich auf dem Weg zur Traumfigur auch Schlankheitspillen, die über das Internet vertrieben werden. Stiftung Warentest hat 16 solcher Präparate getestet und ist zu einem erschreckenden Urteil gelangt: bei 13 Schlankheitsmitteln ist das Gefährdungspotenzial für die Gesundheit mit hoch bis sehr hoch einzustufen und die Inhaltsstoffe der drei restlichen 3 Präparate sind noch nicht ausreichend ausgetestet um das Risiko für die Gesundheit abschätzen zu können.

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Die Inhaltsstoffe vieler dieser Pillen sind nicht neu. Ephedrin und Koffein sollen das Fett "schmelzen" lassen und Energieschübe liefern, die sich jedoch häufig durch Schweißausbrüche, Herzrasen und Schlaflosigkeit bemerkbar machen. Aufgrund dieser Nebenwirkungen und zudem suchterregender Eigenschaften ist Ephedrin in Deutschland verschreibungspflichtig. Auch Appetitzügler wie der Wirkstoff Sibutramin, dessen Einsatz in Deutschland ärztlich überwacht werden muss, fand Stiftung Warentest in einem Teil der im Internet erworbenen Präparate.

Deklariert war dieser Stoff auf den Packungen jedoch nicht, so wie in vielen Fällen auch die restlichen Angaben und Gebrauchsanleitungen fehlten oder lückenhaft waren. Zu den altbekannten "Wundermitteln" gesellen sich regelmäßig auch neue Inhaltsstoffe wie zur Zeit Guggulsterone und Hoodia, deren Gesundheitsgefährdungspotenzial noch nicht abschätzbar ist, die zum Teil aber auch gar nicht in den entsprechend beworbenen Produkten nachgewiesen werden konnten.

Durch seine Anonymität ist das Internet wie geschaffen für dubiose Geschäfte, die im Falle der Schlankheitsmittel nicht selten mit gesundheitlichen Risiken einhergehen. Die Werbeaussagen auf den einzelnen Homepages versprechen das Blaue vom Himmel herunter und treffen damit einen wunden Punkt vieler übergewichtiger Menschen. Manche sind ahnungslos bezüglich der Risiken, aber einige nehmen diese auch bewusst in Kauf, in der Hoffnung einen einfachen Weg zur Gewichtsreduktion gefunden zu haben. Doch diesen gibt es nicht.

Der sinnvollste und erfolgversprechendste Weg, überschüssiges Gewicht zu verlieren, ist auf den ersten Blick gesehen langweilig, langwierig und anstrengend: eine Veränderung des Lebensstils. Sie setzt voraus, dass jeder einzelne sich mit seinem Verhalten auseinandersetzen muss, um es dann an bestimmten Punkten, unter anderem der Ernährung und der Bewegung, zu modifizieren. Dabei können Diätassistenten und Ernährungswissenschaftler helfen. Wichtig ist die Individualität einer "Diät", denn eine Allgemeinlösung, die für alle gilt, gibt es nicht.
Letzte Aktualisierung am 28.08.2008.
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