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Mehr Gewicht durch Vitamin D-Mangel

Lesezeit: 1 Min.

Kurze Sonnenbäder und regelmäßig Fisch auf dem Speiseplan sorgen für Vitamin D – und das hält schlank, wie Forscher nun herausgefunden haben wollen.

Kaiser Permanente, eine amerikanische Non-Profit-Organisation im Bereich der Gesundheitsfürsorge, hat eine Studie durchgeführt, die die Auswirkungen eines niedrigen Vitamin D-Spiegels auf das Gewicht unter die Lupe genommen hat.

Teilgenommen haben 4.600 Frauen im Alter von 65 Jahren. Der Beobachtungszeitraum betrug viereinhalb Jahre. Dabei sind die Forscher zu dem Ergebnis gekommen, dass zu wenig Vitamin D im Blut zu Gewichtszunahme zu führen scheint.

Während des Beobachtungszeitraumes nahmen die Frauen mit einem niedrigen Vitamin D-Spiegel durchschnittlich zwei Pfund mehr an Gewicht zu, als die, die keinen Vitamin D-Mangel hatten.

Die Studie mag einen Zusammenhang herstellen zwischen einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung und einer Gewichtszunahme. Ausreichend Vitamin D ist aber auch in anderer Hinsicht wichtig für den Körper. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nervosität und Konzentrationsstörungen können Symptome eines Vitamin D-Mangels sein. Bei älteren Menschen kann ein Vitamin D-Mangel möglicherweise das Schlaganfall-und Herzinfarktrisiko erhöhen. Dies sind allerdings bislang nur Beobachtungen, die durch weiterführende Studien belegt werden müssen.

Vitamin D wird auch als Sonnenvitamin bezeichnet, weil der Mensch neunzig Prozent davon durch Sonneneinstrahlung aufnimmt. Damit ist Vitamin D streng genommen kein Vitamin, sondern ein Prohormon, das der Körper zum größten Teil selbst bildet.

Vitamin D reguliert den Kalziumhaushalt und ist wichtig für die Knochen. Deshalb sollten gerade ältere Menschen auf ausreichend Vitamin D achten. Durch zusätzliches Vitamin D lässt sich die Anzahl der Stürze von Menschen über 65 Jahren verringern.

Auch die Muskeln profitieren von einem ausgeglichenen Vitamin-D-Haushalt. Forscher haben herausgefunden, dass man bei sportlichen Aktivitäten leistungsfähiger ist und mehr Energie hat, wenn genug Vitamin D vorhanden ist.

Am leichtesten sorgt man für ausreichend Vitamin D, indem man kurze Sonnenbäder nimmt. Dreimal die Woche zehn bis fünfzehn Minuten reichen schon aus. Über die Nahrung kann man nur zehn Prozent des Vitamin D-Bedarfs decken. Am besten sollte zweimal die Woche Fisch auf dem Speiseplan stehen, aber auch Eier, Milchprodukte, Shiitake- oder Steinpilze enthalten Vitamin D.

Aber Vorsicht, eine Selbstversorgung mit Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sollte man mit dem Arzt abzusprechen. Eine Überdosierung kann Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen auslösen.

U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 21.08.2012
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