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Chronische Erschöpfung: dem Burnout vorbeugen

Lesezeit: 2 Min.

Stressfaktoren in Beruf und Privatleben gezielt aufspüren und ausschalten

Druck und Stress gehören in unserer heutigen, leistungsorientierten Gesellschaft für viele Menschen zum Alltag. Das betrifft nicht nur Manager und Führungspersönlichkeiten oder Personen der Zeitgeschichte und des öffentlichen Interesses. Nein, auch der Otto-Normal-Arbeitnehmer neigt inzwischen immer stärker dazu, sich ausgebrannt und überfordert zu fühlen. Burnout ist somit längst zur alle gesellschaftlichen Schichten überspannenden Volkserkrankung geworden. Die Ursachen für solche chronischen Erschöpfungszustände können zum einen aus der Persönlichkeit und Einstellung des Betroffenen resultieren. Wer sich selbst unter Druck setzt, immer denkt, er sei nicht gut genug und müsse stets noch mehr leisten, stößt schnell an seine Leistungsgrenzen.

Chronische Erschöpfung: dem Burnout vorbeugen
Chronische Erschöpfung: dem Burnout vorbeugen

Doch auch äußere Umstände begünstigen das Auftreten des Burnout-Syndroms. So kann beispielsweise ein schlechtes Betriebsklima mit ständigem Leistungs- und Konkurrenzdruck dafür sorgen, dass einzelne Menschen den Belastungen nicht mehr gewachsen sind. Mobbing ist nicht etwa ein Modebegriff, sondern kann eine echte gesundheitliche Gefahr für den Betroffenen darstellen. Doch auch ohne Leistungsstreben können Menschen dem Burnout zum Opfer fallen; nämlich immer dann, wenn der Alltagstrott keine Möglichkeit des Ausbrechens bietet und der Job es an Möglichkeiten vermissen lässt, sich weiterzuentwickeln. Somit können sowohl Über- als auch chronische Unterforderung dafür sorgen, dass der Körper Alarm schlägt und sich der Erschöpfung hingibt.

Ob man selbst betroffen ist, merkt man nicht immer gleich. Burnout-Patienten neigen dazu, die Symptome - gewollt oder ungewollt - zu übersehen und herunterzuspielen. Niemand gibt gerne zu, dass er an seine Grenzen gestoßen ist und einfach nicht mehr kann. Dabei gibt es zahlreiche erste Anzeichen eines herannahenden Zusammenbruchs, der sich, erkennt man diese rechtzeitig und reagiert entsprechend, durchaus vermeiden lässt. Mitunter können Jahre vergehen zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und dem tatsächlichen Burnout, dem Moment, in dem einfach gar nichts mehr geht und der Körper sich vollkommen verweigert. Wer rechtzeitig gegensteuert, kann Schlimmeres verhindern. Und das ist im Anfangsstadium nicht einmal besonders schwer: Schon eine gute Portion sportlicher Betätigung kann einen wertvollen Ausgleich zum stressigen und belastenden Arbeitsalltag schaffen und dem nahenden Burnout entgegenwirken.

Auch Entspannungstechniken wie Joga, ausgedehnte Saunabesuche oder das Ausleben in Vergessenheit oder Verdrängung geratener Hobbys sind Möglichkeiten, der schleichenden Entwicklung hin zur chronischen Erschöpfung entgegen zu steuern. Wer erste Anzeichen erkennt, darf sich ferner nicht der Außenwelt verschließen, sollte über seine Ängste, Sorgen und Nöte mit vertrauten Personen offen sprechen und soziale Kontakte pflegen. Zu diesen Anzeichen zählen neben dauernder Müdigkeit auch Faktoren wie Leistungsdruck gepaart mit der Angst, Zielvorgaben nicht erfüllen zu können und den eigenen Aufgaben nicht gewachsen zu sein. Das tägliche Aufstehen und der Gang zur Arbeit wird zur Überwindung und durch aufkommende depressive Stimmungen immer schwieriger zu bewältigen.

Im Job können Betroffene sich dem Burnout ganz bewusst widersetzen, indem sie Grenzen setzen, sich gegen übermäßige Arbeitsbelastung wehren und Anfragen bewusst ablehnen, die zu übermäßigem zusätzlichem Stress führen würden. Nach Feierabend sollte zudem ein klarer Schnitt gesetzt werden. Zu Hause sind berufliche Telefonate und E-Mails tabu! Die Freizeit gehört nicht dem Arbeitgeber. Auch nicht-dienstliche Stressauslöser sollten gezielt aufgespürt und bekämpft werden. Die gesamten Lebensumstände werden hierbei unter die Lupe genommen, auf ihren möglichen Zusammenhang mit dem aufkommenden Burnout hin überprüft und gegebenenfalls rigoros eliminiert. Dies alles um nichts Geringeres als der eigenen Gesundheit Willen.

Letzte Aktualisierung am 11.05.2011.
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