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Giftige Substanzen in gefälschten Medikamenten

Etwa 40% der Deutschen haben schon einmal gefälschte Arzneimittel gekauft

Angesichts der herrschenden finanziellen Engpässe, greifen inzwischen rund 38% der Deutschen zu gefälschten Medikamenten aus dem Ausland. Doch der Griff nach Arzneimittel gegen Erektionsstörungen, Übergewicht, Grippe oder auch deutlich schweren Erkrankungen, kann sehr rasch das Gegenteil dessen bewirken, was sich der Konsument davon verspricht. Gefälschte Medikamente können giftige Substanzen enthalten, die durchaus schwere Nebenwirkungen mit sich bringen können. Diese sind dann zumeist alles andere als harmlos und können aufgrund eines eingebrachten Rattengiftes auch ein tödliches Ende nehmen.

Zu diesem wichtigen Thema konnte eine Untersuchung der Pharmaindustrie die Tatsache ergeben, dass etwa 40% der Deutschen schon einmal gefälschte Arzneimittel erworben hat. Dank einem Gesamtanteil von 38% liegt die Bundesrepublik Deutschland weit über dem europäischen Durchschnitt, der bei circa 21% liegt. Die ausgegebene Summe für Medikamenten-Duplikate lag allein in einem Jahr bei rund 2,7 Milliarden Euro, wobei Schätzungen zufolge in Europa gesamt über 10 Milliarden Euro für gefälschte Medikamente den Besitzer wechseln. Bezogen werden hierbei die falschen Arzneimittel überwiegend über das Internet und mit 45% liegen Diät-Pillen auf dem obersten Rang. Gefolgt werden diese von Grippepräparaten mit einem Anteil von 35% sowie Mittel gegen Erektionsstörungen mit rund 25%.

Ein Kauf, der rasch zu einem Russischen Roulette werden kann, denn sehr häufig finden sich schädliche, weil giftige Substanzen in den gefälschten Medikamenten, die alles nur nicht der Gesundheit zuträglich sind. Ob Borsäure oder Rattengift, den Fälschern ist hier keine Substanz zu schade, um ihren Profit auf Kosten der unwissenden Konsumenten zu machen. Und mitunter selbst den Tod der Käufer einkalkulieren. Zudem kann es besonders bei einer Verwendung von selbst gekauften Grippemitteln zu einer Resistenz kommen, die dafür sorgt, dass bei einer richtigen Grippe die echten Medikamente ihre Wirkung verlieren.

Angesichts der im Dezember bekannt gegebenen Zahlen der beschlagnahmten gefälschten Pillen in Höhe von 34 Millionen, zeigt sich hier ein riesiger Markt auch und besonders unter den Schwarzen Schafen der Händler. Für Konsumenten heißt es folglich lieber auf Nummer sicher zu gehen und sowohl in das Impressum einer Versandapotheke zu sehen als auch lieber nicht zu bestellen, wenn der Anbieter außerhalb der EU seinen Sitz hat. Letzteres ist zudem auch aus einem anderen Grund wichtig: Der Handel von bestimmten Ländern nach Deutschland ist sehr häufig verboten.

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Letzte Aktualisierung am 22.02.2010.

Gefälschte Medikamente können giftige Substanzen enthalten

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