02.12.2009 - Nun ist sie wieder da die akute Erkältungs- und Grippezeit. Beide machen es angesichts der klimatischen Verhältnisse und den zahlreichen Übertragungsmöglichkeiten der Viren und Bakterien nicht einfach, jedem Angriff Stand halten zu können. Ob beim Händeschütteln, an Türklinken, dem Einkaufswagen oder an Haltegriffen in Bus und Bahn-Erreger finden sich an jedem dieser Ort und ein vorbeigehender Mensch mit Husten, lässt die Erreger oft genug fröhlich auf den nächsten Menschen hüpfen.
Durchschnittlich drei bis fünf Tage dauert die Infektionszeit bei einem grippalen Infekt, der oftmals schon in seinen Anfängen mit Antibiotika bombardiert wird ohne jedoch, dass dieses eine Wirkung aufzeigen kann. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und nicht gegen Viren, sodass eine Einnahme bei einem grippalen Infekt recht unsinnig ist, da dieser in 99% der Fälle durch einen Virus ausgelöst wird. Mit Kanonen auf Spatzen schießen, bringt schlussendlich keine raschere Genesung, sondern strapaziert nur die Darmflora, die dann wiederum bis zu drei Wochen nach der Antibiotika-Einnahme benötigt, um sich wieder auf ein gesundes Niveau zu regulieren. Weitaus sinnvoller ist es bei einem grippalen Infekt auf natürliche Hausmittel zurückzugreifen, die schon von unseren Großmüttern als Geheimwaffe zum Einsatz kamen.
Husten zum Beispiel, lässt sich hervorragend mit Zwiebelsirup lindern. Die in den Zwiebeln enthaltenen ätherischen Öl, sowie viele weitere gesunde Inhaltsstoffe, lindern einen Husten auf eine sanfte Art und Weise. Den Sirup kann man sehr gut selbst herstellen und bis zu einer Woche im Kühlschrank lagern. Für die Herstellung benötigt man zwei fein gehackte Zwiebeln, sechs Esslöffel Zucker oder Honig und einen halben Liter Wasser. Alles gut verrühren und mit geringer Hitzezufuhr etwa 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend durch ein Tuch oder Sieb abseihen und mehrmals am Tag einen Esslöffel von dem Sirup zu sich nehmen, wirkt fast schon wundersam auf die Atemwege.
Ergänzend bieten sich zudem die Kapuzinerkresse und Meerrettich in der Erkältungszeit an, da beide als natürliche Antibiotika sowohl antimykotisch als auch antiviral wirken. Bessert sich allerdings besonders ein Husten nach etwa einer Woche nicht wesentlich oder kommt ein grüner Schleimauswurf, Blut im Schleim oder Fieber hinzu, sollte man lieber einen Arzt aufsuchen, um mögliche zusätzlich Erreger ausfindig machen lassen zu können.
Letzte Aktualisierung am 11.12.2009.