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Offene Wundheilung einer Steißbeinfistel - Pilonidalsinus

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Elemenate  sagt am 25.05.2014
Hallo liebe Leidensgenossen.
Wie viele andere habe ich meine Steisbeinfistel zu lange hinaus gezögert.
Letztes Jahr im August wurden die Schmerzen so schlimm das gehen kaum noch möglich war. Also wurde ich ziemlich schnell operiert.
Da ich es so lange hinauszögerte hatte ich am Ende eine Wunde von etwa 14x7x7 und ein freiliegendes Steißbein.
Der erste Gedanke nach der Op war wow was für eine Erlösung keine Schmerzen keine bewegungseinschränkung. Was halt soweit mit der dicken Windel möglich war.
Ich musste eine Nacht zur Beobachtung bleiben und kam am nächsten Tag nach Hause.
Die erste Woche war sehr schmerzfrei. Ich musste täglich ausduschen und habe danach die Wunde mit einem Fön getrocknet und Kompressen eingelegt.
Nach zwei Wochen begann dann eine Woche lang ein ziemlicher Schmerz. Das ausduschen tat höllisch weh,anscheinend begannen die Nerven am Steißbein zu sprießen. (freiliegendes Steißbein soweit kommt es meist nur wenn man es ewig vor sich hin schiebt.) so ging es eine Woche dann war das Steißbein uberwachsen und alles nahm wieder schmerzfrei seinen Lauf. Meine Wunde wurde mehrmals gespreizt das sie falsch zu Zuwächsen drohte. Und Anfang 2014 konnte ich dann sagen die Wunde ist zu. Also nach etwa 4 Monaten. Doch es war nicht vorbei immer wieder kamen schmerzen und kleine Löcher öffneten sich, es kam eine Flüssigkeit, kein Eiter. Also wieder immer schön ausgeduscht und Kompressen eingelegt. Das passierte im Abstand von 4-5 Tagen zwei Monate lang. Dann war ein Monat Ruhe ich dachte es ist vorbei als ich wieder das Gefühl hatte die Fistel füllt sich. Ich weiß nicht was es war aber es öffnete sich wieder ein kleines Loch. Wieder selbes Spiel ausduschen, verbinden.
Jetzt sitze ich hier schon wieder leichten Druck bei der Wunde, kein entspanntes sitzen. Kann mir jemand sagen ob es normal ist das immer wieder druck und juckgefuhl auftritt und sich wieder ein kleines löchlein an der Wunde bildet und Art wundsekret oder gerinsel Austritt? Oder sind es Anzeichen das nicht anständig operiert wurde oder sich einfach wieder ein Fistelgang bildet?

Vielen Dank schon vornherein für die Antworten
 
DYRIZ  sagt am 13.10.2014
Hallo, auch ich bin vor 5 monaten operiert worden wegen der steisbeinfistel. Bemerkt habe ich sie im herbst 2013 schon, aber keine schmerzen gehabt oder anderweitiges, und auch nicht (hätte ich mal machen sollen) kontrollieren lassen. am 2.05.2014 bin ich ins krankenhaus 3 tage davor das erste mal schmerzen gehabt am steisbein jeden tag schlimmer (dachte erst an einen eingeklemmten nerven)am 3 tag (2.05.2013)dann mit höllenschmerzen ins krankenhaus konnte nicht sitzen liegen laufen nichts, sofort op gehabt glaube war keine 20 minuten bei der aufnahme. Op gut verlaufen wundenloch (ehr ein schnitt) 5 cm lang breite und tiefe für 2 fäuste platz. ersten 3 wochen keine schmerzen. ab der dritten woche hatte ich totale schmerzen, krämpfe im wundenloch man hat es nicht mehr ausgehalten habe wirklich geweint vor schmerzen da sie jed 3-4 minuten kamen mal dann wieder paar stunden nicht und dann wieder ruckartig. wieder ab ins krankenhaus. die chirurgin meinte es kommt daher daher das die nervenenden sich durch das heilen der wunde gegen das gewebe drücken. sie verschrieb mir novalgin 1000er die halfen dann über den zeitrum von 2 wochen mit den schmerzen klar zu kommen (bei einnahme bitte nicht stehen da mir davon sofort schwindlig wurde und ich mich nicht mehr auf den beinen halten konnte) jetzt ist die wunde ungefähr noch 1 cm groß von innen kaum noch offen aber habe jetzt nen anderes problem. beim sitzen kommt es oft vor das ich blute, leider nicht nur ein bisschen sondern wirklich häftig aber nur für 1-2 minuten und dann ist das vorbei. gerade beim gang auf die toilette passiert das gern mal 1x die woche. heute erst wieder nach 2 wochen pause. frage dazu war das bei jemand anderem vielleicht auch der fall? bin es echt leid mit dem teil so wie wir alle denke ich. kann jedem nur empfehlen geht so schnell wie möglich zum arzt damit, am besten sofort wenn es euch auffällt. die wunde wird dann nicht so groß und denke die Wundheilung läuft auch ziemlich besser ab als bei den leuten die zu lange warten. ich weiß selber das es nicht so super ist, gerade an einer so intimen stelle mir war es mehr als peinlich ins krankenhaus zu gehen aber die leute kennen das zu gut, und es muss jedem klar sein das der gang besser ist als zu warten wie ich! tut euch selber den gefallen. ich hoffe mir kann hier jemand antworten auch wenn der thread schon jahre alte ist. wünsche euch noch nen netten tag.
 
Sureface  sagt am 20.10.2014
Hallo leidensgenossen, hatte am 16.10 die 2. Op. Diesmal jedoch stationär. Jetzt 4 tage apäter kann ich fast schmerzfrei sitzen, jedoch unter zuhilfenahme von 3 kissen, 1 als basis und 2 kleinere zur stütze
Muss jedoch dazu sagen, dass die wunde nur etwa walnussgroß ist und das steisbein nicht freigelegt ist. Hin und wieder gibt es mal ein stechenden schmerzinpuls, jedoch bin ich die ganze zeit abgelegt weil ich mich am rechner beschäftigen kann. Da bekommt man das nicht unbedingt mit. Wunde wird alle 2 tage neu verbunden und ich hoffe, dass der scheiß dann nicht nichmal kommt
 
Julia87  sagt am 06.11.2014
Hallo an alle,
Habe mir all eure Erfahrungsberichte durchgelesen., da ich im Januar 2015 die steisbeinfistel entfernen lasse.habe bestimmt schon seid über 10 jahren ein kleines loch über dem steisbein das sich jedoch erst letztes jahr entzündet hat und anfing zu eitern.
Momentan schaut sich ein befreundeter wundmanager die fistel an und sorgt dafür das sie sich nicht mehr entzündet.
Jetzt meine frage an euch: hatte keiner von euch einen ambulanten pflegedienst der die Wundversorgung erledigt? Kann mir des net so ganz vorstellen wie ich des selbst machen soll.
Über antworten würde ich mich freuen
 
Sureface  sagt am 06.11.2014
Meine Fistel ist nun 3 wochen weg, noch in der heilung. Die ersten 2 wochen war der behandelnde arzt im urlaub daher hat der hausarzt alle 2 tage den verband gewechselt. Seit dieser woche übernimmt dies eine häusliche krankenpflege. Einfach den behandelnden arzt danach fragen
 
lena86  sagt am 25.12.2014
Hallo Herr Dr. Völkel,
mein Arzt sagte, ich soll jeden Tag die iruxol n Salbe auf die Kompresse auftragen und damit an die Wunde auflegen. Er meinte wenn ich duschen gehe, soll ich ruhig die Wunde ausduschen. Jetzt nach 2 Wochen hat sich meine Mutter das angeschaut und meinte, dass das innen drin gelb aussieht, also wie Eiter. Muss ich jetzt Angst haben? Es tut nicht weh, aber auf meinen Kompressen bildet sich immer sowas grünlich gelbes. Ich dachte das gehört wegen der Salbe zur Wundheilung? Lieben Gruß, lena
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 27.12.2014
@lena86
Hallo Lena,

ich antworte hier mal, da Frau Dr. Völke schon seit einiger Zeit nicht mehr in diesem Thread war.
Von Ferne anhand von Beschreibungen Wunden zu beurteilen, ist nicht gut möglich...

Ein paar Dinge kann man mit den üblichen Einschränkungen dennoch sagen:
Alle offenen Wunden sind mit Keimen, sprich Bakterien mindestens besiedelt-ob sie infiziert sind, dass heisst die Keime hier vor Ort den Kampf gegen die Abwehr teilweise gewinnen und in das Gewebe eindringen, ist von Ferne nicht zu sagen-eine zunehmende Rötung und Schwellung könnte jedoch dafür sprechen. Ob Iruxol das Beste ist, weiß ich nicht. Hier kocht leider jeder so sein eigenes Süppchen, aus unterschiedlichen Erfahrungen heraus. Wenn die Wunde nicht entzündet ist, wäre für mich in der ersten Phase mit starkem Nässen ein Schaumverband z.B. Allevyn das Beste-verklebt nicht, saugt auf.
Wenn die Sezernierung, also das Nässen dann nachläßt, könnte man auf ein Alginat in der Tiefe + ein Gelverband als Abdeckung wechseln-die Wunde heilt am besten, wenn sie warm-feucht und leicht sauer gehalten wird-quasi so wie unter einem Schorf auch.

Wenn die Wunde jedoch infiziert ist, gehört zunächst die Infektion behandelt-grün-gelbe Farbe legt nahe, dass zumindest Keime vorhanden sind, die auch eine Infektion machen können, z.B. Pseudomonas aeroginosa. In solchen Fällen sollte man die Wundbehandlung mit etwas antiseptischen durchführen, ob nun Kompressen mit z.B. einer PV-Iodlösung oder Jodgetränkter Gaze (z.B. Opraclean, is nicht angenehm) oder (wie früher) normaler Zucker mit Iodpaste, ist offen.

Wenn es im Moment eher darum geht, die (hoffentlich nicht infizierte) Wunde ohne viel Schmerzen und Nachbluten frei von den Kompressen und sauber zu kriegen, würd ich die Einweichzeit verlängern oder das Zeug so runterduschen, dass es am besten von selbst abfällt (und den nächsten Verband erst draufmachen, wenn es nicht mehr blutet und ein bisschen abgetrocknet ist).

Sorry, wenn ich mich nur sehr allgemein äussere, aber Wunden muss man sehen (und manchmal sogar riechen),um sie beurteilen zu können.

Gute Besserung aus soweit möglich guten Rutsch,
Ihr Tobias Radebold
 
xl-peter-lx  sagt am 16.01.2015
hallo leute auch ich melde mich mal wieder zu wort.... ich hatte jetzt 1,5 jahre ruhe und jetzt ist sie wieder da montag hab ich gespräch für die op....... zu der anderen frage ich hatte eine häusliche krankenpflege die jeden tag 1 mal vorbei kam und mich verbunden hat....
 
Nelly123  sagt am 17.04.2015
Keine sorge:)
Ich hatte vor 3 wochen ebenfalls eine operation wegen eines steißbeinfistels und meine wunde wird vom chirugen genauso versorgt.
Die wundversorgung kann man eigentlich so machen wie man möchte und sich wohl fühlt.wichtig ist nur, dass die wunde sauber ist.jeder meiner ärzte sagt was anderes und nichts ist mehr richtig oder falsch:D
Im krankenhaus haben sie mir zum ausspülen und einem hydrogel geraten.Hingegen macht mein chirug in die wunde diese "silberfolie".
Letztendlich lass ich die silberfolie drin bis sie von alleine rausfällt (meist nach 3 tagen) und spül dann die wunde 2mal täglich aus und leg eine saugkompresse drauf.Ab und zu spannt sie ein bisschen am Rand,aber das ist beim heilungsprozess ja normal.wenn das so ist creme ich sie etwas ein!:) ach ja und zum chirug geh ich einmal pro woche!
 
CaryAnn  sagt am 16.05.2015
Hallo Leute
Mein Freund wurde am 12.05 wegen einer Steißbeinfistel operiert am nächsten Tag konnte ich ihn wieder nach Hause mitnehmen. Am 14.05.15 wurde die Tamponade und das Pflaster entfernt und die Ärztin sagte wir sollen die Wunde 2-3x täglich ausspülen, jetzt lese ich hier das alle anderen hier immer Verbandswechsel haben, warum soll mein Freund dann bitte nur eine Binde tragen und keinen Verband? Ist das nicht zu gefährlich? Und wie Dusche ich ihm die Wunde am besten aus? Kann mir da Jemand helfen? Ich mache mir echt sorgen...

Gehabt euch wohl und gute Besserung
Cary
 
Alex1710  sagt am 23.05.2015
Ich würde daheim bleiben. Hatte die erste Woche auch keine Beschwerden aber dann hat mich die wunde zwei Tage ans bett gefesselt. Bin gespannt wie lange die Heilung dauert, Ärzte sagten unterschiedliches. Die einen meinen eine binde genügt, andere legen eine kompresse vor, ich klebe mittlerweile mit fixomull nacl0.9Lösung getränkte kompressen drauf. Sitzen und bücken geht halt gar nicht, laufen nur schwer. Allen mit dem gleichen Schicksal gute Besserung :) und allen denen es bevorsteht: schont euch besonders die ersten Wochen gut.
 
Alex1710  sagt am 23.05.2015
Nachtrag: Ich habe leider, trotz guten Wundzustands und Pflege, starke schmerzen die mit Tilidin und Metamizol gestillt werden müssen :/
 
Daniel16  sagt am 30.06.2015
Hallo,
mir wurde vor ca 4 Wochen eine Steißbeinfistel entfernt. Ich habe mich für eine plastische OP entschieden, da ich am 01.08. meine Ausbildungsstelle antreten möchte. Anfangs sollte ich alle paar Tage zum Arzt damit er das Pflaster mit Mull wechseln kann und nach 3 Tagen wurde mir die Drainage gezogen. Später konnte ich das zu hause machen. Es verlief alles gut, bis der untere Faden nach ca 2 wochen gerissen ist. Der Arzt meinte jedoch es sei nicht schlimm und es wäre ihm lieber, wenn das Wundsekret raus läuft, anstatt drin bleibt. Das kann ich verstehen. Jetzt kommt nicht mehr viel Wundsekret raus und es sieht auch gut aus (bis auf eine kleine Entzündung außerhalb der Wunde die durch einen übrigen Faden hervorgerufen wurde). Seit 2 Tagen habe ich ein leichtes Stechen und Druck auf der Wunde sobald ich sitze oder mein linkes Bein hebe. Ich hätte erst am Freitag einen Termin da der Arzt vor 2 Wochen sagte "Am 03. sollte die Wunder verheilt sein und wir sehen uns dann wieder". Jetzt frage ich mich, ob ich jetzt wieder zu ihm fahren soll oder ob ich warten soll. Es sind keine starken schmerzen. Hängt das mit der Wundheilung zusammen?

Danke, lg.
 
Juliia1987  sagt am 01.07.2015
Hallo Daniel 16 . Ich an deiner stelle würde auf jeden Fall gleich zum arzt gehen. Spreche aus Erfahrung. Wenn es nichts schlimmes ist hast du Gewissheit und wenn nicht dann ist es immer gut wenn mal Entzündungen etc so schnell wie möglich bemerkt.
 
MZMZ  sagt am 19.08.2015
Hallo zusammen,

da man im Internet viele Horrorgeschichten liest, die mir selbst vor der OP Sorgen gemacht haben, möchte ich hier meine POSITIVEN Erfahrungen teilen.

Kurz zu meiner Geschichte: ich hatte seit Monaten eine Fistel, die immer schlimmer wurde, welche ich dann am Montag vor 2 Wochen operieren ließ (recht großer Schnitt, ca 5 cm). Ich hatte leider eine ziemlich üble Nachblutung, woraufhin die Wunde verödet wurde. Danach war dann alles gut soweit.

Schmerzen hatte ich von Anfang an eigentlich überhaupt keine. Lediglich die Verbandswechsel waren unangenehm, da das Mull an der Wunde klebte. Tipp: vorher einweichen, zum Beispiel mit Octenisept.
Ich war täglich beim Arzt, mittlerweile klappt das Wechseln selbst auch ganz gut. Ich dusche die Wunde täglich mindestens 1-2 mal aus. Insgesamt war ich jetzt 3 Wochen krankgeschrieben, ab nächsten Montag gehe ich wieder arbeiten.

Die Wunde verheilt insgesamt sehr gut, weniger Blut, weniger Sekret von Tag zu Tag.

Schont euch gut! Ich habe mich wirklich diszipliniert und ausschließlich auf dem Bauch gelgen.
Ergänzend kann ich Arnica D12 (globuli) zur Unterstützung der Wundheilung empfehlen.
Und ganz wichtig: immer gut desinfizieren z. B. nach dem Toilettengang, dass die Wunde keimfrei bleibt!!!

Ich hoffe ich konnte ein wenig beruhigen, haltet gut durch und schon jetzt gute Besserung.
 
Nubbel  sagt am 20.08.2015
Hallo zusammen,

Bei mir war es letzten Freitag soweit.
Am Donnerstag gingen auf der Arbeit die Schmerzen an. Sitzen war kaum noch möglich.
Am Freitag morgen bin ich dann kaum aus dem Bett gekomme vor Schmerzen. Also direkt zum Hausarzt... Dort wurde drauf geschaut und ich wurde zum niedergelassenen Chirurgen geschickt. Dieser wiederum hat mich direkt ins KKH geschickt.
Nach einer kurzen Untersuchung in der NA wurde direkt ein OP Termin für den gleichen Abend gemacht.

Bei der Visite am nächsten Tag wurde mir gesagt, dass der Abzess etwa Kastaniengroß war und mir alles erfolgreich entfernt wurde. Die Blutungen waren bereits am zweiten Tag vorbei und Schmerzen hatte ich zu keiner Zeit.

Ich würde dann nach zwei Tagen Überwachung nach Hause geschickt und spüle die Wunde mindestens 3 mal pro Tag aus. Anschließend nehme ich Mullkompressen (Medicomp) und lege sie mir in die Po-Falte und stopfe es ein wenig in die Wunde. Darüber klebe ich dann fixierpflaster (Fixomull Stretch)

Im Moment macht mir nur die Flüssigkeit die sich in den Kompressen sammelt Sorgen. Farblich liegt sie im Weiß/Beigen Bereich mit kleinen roten Flecken. Von der Konsistenz her ist sie flüssig mit kleinen "Schleimklumpen".
Ich hatte noch nie eine größere Wunde geschweige denn eine OP und bin deshalb vllt etwas überempfindlich. ich habe deshalb für morgen früh einen Termin beim Hausarzt gemacht zur Kontrolle.

Aktuell bringt mich nur das Jucken zur Weißglut!
Ich will aber auch nicht zu nahe an der Wunde kratzen und beschränke mich auch die PO-Backen was so gut wie garnicht hilft.

Ich bin erst mal gespannt, was der Doc morgen sagt.
Ich hoffe ich kann ab Montag wieder arbeiten und in drei Wochen in den Urlaub fahren. Mir wurde nur gesagt, dass ich nach Möglichkeit nicht viel Sport machen sollte und das schwimmen tabu ist. Da ich nur nach Borkum fahre, sahen die Ärzte im KKH kein Problem darin.

Grüße

Nubbel
 
shlup  sagt am 08.09.2015
Hey,
ich bin am vor 5 Tagen ambulant an einer Steißbeinfistel operiert worden. Mein Arzt hat mir gesagt, dass die Tage nach der Op weitestgehend schmerzfrei verlaufen werden. Leider ist das bei mir nicht der Fall. Anfangs habe ich die Schmerzen mit IbuHexal und Navalminsulfon bekämpft. Als ich schließlich trotz einer Tagesgesamtmenge von 3200mg Ibu und 2500mg Novalgin weiterhin keine Schmerzlinderung mehr verspürt habe, hat mir mein Arzt Targin 100mg/8mg verschrieben von denen ich morgens und abends jeweils eine Tablette nehme. Das große Problem ist, dass wenn ich einer "falsche Bewegung mache, tief einatme oder husten muss zieht sich meine gesamte Wunde zusammen und verursacht höllische Schmerzen. Kann mir jemand erklären warum sich die Wunde zusammen zieht? Hat jemand Erfahrungen wie lange dieser Zustand andauert?
Vielen Dank für eure Antworten!!
Grüße Felix
 
Malvie  sagt am 08.11.2015
Hi. Habe jetzt zum 2. mal so eine op hinter mir. Vor vier tagen wurde mir dann ausserdem ein Abszess am steissbein und einer am inneren oberschenkel entfernt. Beide sind offen. Ich habe höchsten ein leichtes ziepen, wechsle alles selbst und brauche ganz bestimmt keine schmerzmittel. Ich glaube "man" sollte sich da nicht reinsteigern. Klar ist es beunruhigend, aber bitte die kirche im dorf lassen. So lange sich nichts entzündet, sollte man einfach den hygenie hinweisen folgen und geduld haben.
 
Sibo  sagt am 15.11.2015
Hi Leute!
Ich melde mich auch mal hier zu Wort.
Ich wurde vor einer 6 Tagen operiert. Ich hatte 5 Tage zuvor ziemliche Schmerzen am Steißbein das heißt nicht sitzen,liegen,gehen, stehen. In der Notaufnahme wurde dann die Steißbeinfistel diagnosiert. Gleich wenige Stunden nach meiner op konnte ich gehen und alles war prima. Der Chefarzt berichtete mir das die Fistel ziemlich groß sei, seitdem muss ich jeden Tag zum Hausarzt um die Wunde neu verbinden zu lassen. Das "Loch" ist so groß das eine Faust locker reinpassen würde. Man sieht bis zum Kreuzbein runter. Am Wochenende muss meine Mama dann mit dem verbinden dran glauben. Ohne Schmerzmittel geht bei mir aber nichts mehr, ich nehme tägliche 4-5 400mg Ibuprofen. Nachts kann ich kaum schlafen so enorm sind die Schmerzen. Aber die Wunde juckt oft und das ist ein gutes Zeichen
 
PrinzessinJe  sagt am 16.11.2015
Hallo alle zusammen,
ich wurde am Donnerstag letzte Woche operiert und seit Samstag wieder zuhause. An sich lassen sich die Schmerzen ganz gut aushalten, nur habe ich bei einigen Bewegungen an zwei Punkten ein Ziehen. Ist das normal?
LG
 
Yasii  sagt am 26.11.2015
Hallo zusammen,

Auch ich wurde vor mitlerweile zwölf Tagen im KH unter Vollnarkose operiert. Hatte einen Pflaumengroßen Abzess am Steißbein (direkt oben in der Pofalte). Habe am Mittwoch einen kleinen Knubbel am Steißbein gemerkt, der etwas wehtat. Vor einem Jahr hatte ich genau im gleichen Bereich auch schon so einen Abzess. Damit bin ich dann zum Arzt gegangen und der hatte mir dan einHallo zusammen,

Auch ich wurde vor mitlerweile zwölf Tagen im KH unter Vollnarkose operiert. Hatte einen Pflaumengroßen Abzess am Steißbein (direkt oben in der Pofalte). Habe am Mittwoch einen kleinen Knubbel am Steißbein gemerkt, der etwas wehtat. Vor einem Jahr hatte ich genau im gleichen Bereich auch schon so einen Abzess. Damit bin ich dann zum Arzt gegangen und der hatte mir dann ein Octenisept Gel verschrieben. Das hat aber nicht geholfen, es wurde nur noch schlimmer. Dann hatte der Arzt mir ein Antibiotika verschrieben. Das half dann auch. Der Abzess wurde kleiner und verschwand dann völlig. Ein Jahr später genau das gleiche wieder. Ich habe es erst wieder mit dem Octenisept Gel versucht. Hat aber leider nichts gebracht. Freitag habe ich mich dann dazu entschlossen nach der Arbeit zum Arzt zu fahren, da der Abzess wieder ganz schön groß geworden war und ich kaum noch sitzen konnte. Der Arzt hatte allerdings geschlossen. Dann habe ich mich dazu entschlossen in die Apotheke zu fahren und dort nach etwas zu fragen, was mir hilft. Die haben mir dann eine Zugsalbe (Ichtholan 20%) gegeben. Diese war Pechschwarz und hat nach Teer gestunken. Naja diese Salbe habe ich dann Freitag und Samstag drauf gemacht. Ich würde allerdings niemanden so eine Zugsalbe bei so einem Abzess empfehlen. Der Abzess wurde nur noch größer und schmerzte nur noch mehr. Samstag Nacht hab ich es dann gar nicht mehr ausgehalten und wir sind ins Krankenhaus gefahren, wo ich dann auch noch in der selben Nacht operiert wurde.
Und jetzt habe ich etwa ein 5cm langes, 2cm breites und 5cm tiefes Loch. Aus dem Krankenhaus wurde ich dann schon gleich am Montag wieder entlassen. Am Dienstag bin ich dann zu meinem Hausarzt, der sich die Wunde angeschaut hat und sie dann mit einer Kochsalzlösung ausgeduscht hat. Dann eine Kompresse reingestopf hat und mit etwas "Klebeband" befestigt. Genau die gleiche Prozedur soll ich zu Hause machen. Nur soll ich die wunde einmal am Tag unter der Dusche ausduschen. Und das brennt wie Sau. Ich weiß nicht ob ich da irgendwas falsch mache? Ich nehme lauwarmes Wasser und lasse es dann über den Rücken runter in die Wunde laufen. Meine Mutter wechselt mir jeden Tag die Kompresse. D.h. sie holt sie raus. Ich gehe duschen. Nach dem duschen macht sie eine neue Kompresse rein. Und das rein machen der neuen Kompresse tut seit zwei Tagen etwa höllisch weh. Ich muss richtig aufschreien und weinen. Gestern war ich sogar nochmal bei einem anderen Arzt (Chirurg)weil ich so Schmerzen hatte, aber der meinte es sieht alles super aus. Und so wie mein Hausarzt mir das empfohlen hat findet er das gut. Er meinte nur noch, dass ich mit der Kompresse duschen gehen soll und ich diese dann während des duschens selber entfernen soll. So soll es wohl leichter sein. Hab da aber irgendwie Angst vor. Hat da jemand Erfahrung mit? Das ganze geht mir so langsam echt auf die Psyche. Diese Schmerzen und die Angst vor dem täglichen Verbandswechsel...

Ich hoffe mir kann da jemand weiterhelfen. Und danke im Voraus ;)
 
james  sagt am 06.03.2016
Hallo Forum,
Nach dem durchlesen der vielen Antworten möchte ich über meine Erfahrung schreiben. Ich bin Anfang 40 und bemerkte eines Tages beim Duschen eine kleine (ca. 5 mm groß) harte Stelle am Steißbein. Ich hatte anfangs keine Schmerzen, bloß eines Tages nach ein paar Stunden sitzen auf einer harten Unterlage wurde die Kugel größer und war druckempfindlich, es tat ein bisschen weh. Zum Glück wurde es nach paar Tagen weniger. Und so ging das dann auch weiter, ungünstie Sitzposition, Kugel wächst, aufpassen, Kugel wurde kleiner. Nach ca. 1 Jahr ging ich damit zum Hausarzt, der mich an einen Chirurgen weiter reichte. Und der sagte, es müsse operativ entfernt werden und die Wunde würde eventuell groß und würde lange heilen. Er meinte auch, man solle es operieren solange es klein ist. Das war mir trotzdem zu viel aufeinmal. Ich wusste, dass die Op notwendig war und schob sie 1 Jahr vor mir her. Vorgestern wurde es während einer OP unter Vollnarkose rausgeschnitten. Laut dem Chirurgen war der Eingriff noch klein, so dass die Wunde zugenäht wurde, der Schnitt soll 5 cm lang sein. Der erste Tag war im Grunde schmerzfrei, selbst beim rausziehen der Drainage war nichts zu spüren. Kurze Zeit später kamen die Wundschmerzen, die sind jedoch gut auszuhalten. Die Nacht war ein wenig unruhig, die Schmerzen ließen im Laufe des Tages nach und sind kaum noch vorhanden. Die bisherige Entwicklung läßt mich auf einen günstigen Genesungsverlauf hoffen. Ich möchte jedem von Euch empfehlen den Eingriff so früh wie möglich vorzunehmen, die Kugel schwillt immer wieder ab, wird dennoch immer größer.
 
Malin_2220011  sagt am 16.06.2016
Hi !:)
Ich bin mittlerweile 18 und wurde vor 1 Woche zum 5. mal am Steißbein operiert.
Für mich die Hölle! Tamponade rausziehen schlimmster Schmerz den ich je hatte. Hat sich angefühlt, als würde mir jemand den halben Rücken rausreißen.
Bei jedem Verbandswechsel- weinen.
Was ich euch raten kann, achtet wirklich auf Hygiene. Kamillenbäder helfen super, auch xylonest bei Verbandswechsel. Haltet Ruhe und versucht möglichst wenig zu sitzen.
 
Jennyjenn  sagt am 03.07.2016
Hallo, ich wurde diese Woche Mittwoch unter Vollnarkose an einer Steißbein Fistel operiert.
Seid Freitag bin ich wieder zu Hause jedoch sind die schmerzen fast unerträglich, nachts kann ich nicht durchschlafen, da ich mich von einer auf die andere Seite Rolle (was unter starken schmerzen und in Zeitlupe passiert) da meine Hüfte wegen des vielen liegen schmerzt. Ich bin erst 29 und fühle mich so alt, bin in meinen Bewegungen komplett eingeschränkt, liege den ganzen Tag im Bett, weil da die schmerzen, trotz Schmerz Tabletten, am erträglichsten sind.
Ist das normal?
Ich bekomme jeden Tag eine Pflegekraft die 1x am Tag meine wunde spült, dann salbe und kompressen rein "stopft" und es dann mit einem wundverband am hintern verbindet. Die Pflegekraft sagt es sieht sehr gut aus, es ist nichts entzündet und blutet auch nicht.
Die wunde ist ca 6cm lang und auch 5-6cm tief.

Könnt ihr mir gute Schmerzmittel empfehlen, womit ich auch mal durchschlagen kann und keine 8-10 Tabletten am Tag von schlucken muss?

Danke für eure Antworten
 
Julia87  sagt am 03.07.2016
Hey jennyjenn. Ich habe nach meiner op tilidin und novamin sulfon verschrieben bekommen. Das tilidin sollte ich aber nur ein mal täglich nehmen. Hat eigentlich ganz gut geklappt. Das mit den schmerzen wird irgendwann besser. Ich hab die op schon 2 mal hinter mir

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