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Offene Wundheilung einer Steißbeinfistel - Pilonidalsinus

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chris68305  fragt am 06.11.2010
Hallo, mir wurde vor einer Woche ein Pilonidalsinus operativ entfernt.
Nach 4-5mal täglichem abduschen und Kompressenwechsel mit Betaisodona Salbe der 10x7x5cm großen offenen Wunde kommt es jetzt bei jedem schmerzhaften Verbandswechsel zu Nachblutungen da die Kompressen jedesmal verkleben trotz Unmengen dieser Salbe! Habe die Kompressen auch schon mit Kochsalzlösung angefeuchtet und ein Oleo-Tüll Gitter verwendet, trotzdem Nachblutungen bei Verbanswechsel! Was kann ich tun?
Dr. med. Völkel  sagt am 06.11.2010
Hallo,
wahrscheinlich bluten Sie deshalb jedes Mal beim Verbandswechsel, weil Sie es zu gut meinen! Sie müssen auf keinen Fall mehr als 1x täglich den Verband wechseln. Auch das Abduschen ist m.E. nicht hilfreich, denn dadurch verursachen Sie ebenfalls immer wieder kleine Verletzungen an der Wunde, so dass erneut die Blutgefäße aufgehen.
Meine Patienten, denen ich einen Pilonidalsinus operiere werden von uns verbunden und zwar höchstens 1x täglich. Wir duschen nicht aus, sondern machen einen Octineseptumschlag und verbinden anschließend meist mit einem Alginat wie z.B. Alphatüll. Dadurch granuliert der Wundgrund schnell und gut. Die Wunde braucht Ruhe und Druck, damit die Heilung rasch einsetzt.
Dr. Esther Völkel. Nürnberg
 
R-e-n-i  sagt am 13.12.2010
Hallo Dr. Völkel,
mein Sohn 17 J. hat auch so ein Pilonidalabzess. Es soll operativ entfernt werden, scheint walnussgroß zu sein.
Wir wissen nicht, ob wir uns für die offene Wundheilung entscheiden soll. Oder soll lieber gleich nach der OP zugenäht werden.
bleibt da eigentlich ein Loch? Wie kann man das verhindern?
Was sind denn da die Vor- bzw. Nachteile zwischen Zunähen und offen verheilen lassen.
Was sollten wir noch berücksichtigen?

Grüße
Reni

 
dosenkohl  sagt am 14.12.2010
Ich habe vor ein paar Tagen ebenfalls den Befund erhalten (Steißbeinfistel). Nun habe ich ein paar Bedenken bzgl. der Operation, da sich anscheinend der Heilungsprozess bei vielen als zeitintensiv und schwierig gestaltet.
Gibt es mittlerweile alternative Behandlungsmöglichkeiten (Laser etc.), die für die Entfernung der Fistel verwendet werden können? Ich möchte eben keinen Stress mit dem Arbeitgeber bekommen, wenn ich zu lange ausfalle.
Über ein paar Vorschläge würde ich mich freuen!

MfG

dosenkohl
 
pamuk  sagt am 19.12.2010
Hallo, bin am 09.12.2010 auch wegen Steißbeinfistel - Pilonidalsinus Operiert worden. Ich habe eine offene Wunde. ca. 4cm hoch und 3cm tief. ich dusche es einmal täglich ab und gehe seit dem täglich zum verbandswechsel zum Krankenhaus. die Ärzte sagen, dass es sich gebessert hat. es wird täglich auch im Krankenhaus ausgeduscht und neu tamponiert. die tamponade geht manchmal von alleine raus, aber dass ist nicht schlimm, sagen die Ärzte. In der 1. Woche habe ich nur rumgeheult von den schmerzen, aber jetzt kann ich mich ohne beschwerden bewegen und gehen. bin 3 wochen krankgeschrieben. wenn es mir schlechter geht dann noch länger. (ich möchte jetzt schon arbeiten gehen, aber das lange sitzen auf der arbeit wäre wohl nicht so gut sagen die ärzte). Nehme täglich 2-3 x ibuprofen 600mg. Keine angst haben davor. mann merkt sowieso nichts. vor 7 jahren hatte ich das schonmal, aber damals wurde es ohne betäubung aufgeschnitten und das eiter rausgeholt. loch war damals in einer woche schon zu. Ich hoffe es hat euch geholfen meine Infos. LG aus Kölle
 
Toni1983  sagt am 18.02.2011
Hallo, Bin schon 3- mal wegen Steissbeinfistel-Pilonidalsinus Operiert worden. Bei der ersten Operation heilte die Wunde nicht zu,6 Wochen lang hatte ich die Wunde 2 mal pro Tag mit der Dusche gewaschen und neu Kompressen reingelegt und neu verbunden. Die Wunde verheilte aber nicht, dann entschieden die Aerzte nochmal zu Operien zum 2 mal und entschieden mit einer speziellen Vacummpumpe die Wunde zu behandeln, dann ging sie endlich zu. Nach knapp 5 Monaten musste ich nochmal Operieren weil sich die Wunde wieder Ifiziert hatte und Eiter kam wieder raus. Jetzt hatt die Wunde 9cm höhe, 4.5cm breite und 4cm tiefe, ziemlich gross. Jetzt trage ich wieder eine Vacummpumpe und muss nochmal viel geduld haben. Ehrlich gesagt habe ich die schnauze richtig voll und frage Sie! Wieviel mal muss man so eine Operation machen um endlich ruhe zu haben?
 
Nanii  sagt am 28.02.2011
Hallo, Ich wurde am Freitag Not-operiert da ich eine extrem große Steißbeinfistel hatte.
Nach der OP konnte ich sofort wieder laufen, was vorher nicht möglich war.
Nach ungefähr einem Tag wurde die Tamponade entfernt, aber dadurch fing es an nachzubluten.
Seit gestern bin ich wieder zuhause. Ich soll die Wunde 3-4 mal Täglich ausspühlen und trage riesen-Binden die ich mehrals täglich wechseln soll.
Es ist wichtig das die Wundflüssigkeit abläuft, damit es von innen nach außen zuwächst.
Due Wunde ist bei mir leider sehr groß, da ich viel zu spät zum Arzt gegangen bin.
Naja, aus Fehler lernt man.
Jetzt, 3 Tage nach der OP, merkt man aber schon eine besserung.
Zusätzlich nehme ich schmerztropfen.
Ich hoffe mal das es in den nächsten Tagen wieder abheilt, da ich wieder Arbeiten möchte :)
 
Ben82  sagt am 29.03.2011
Hallo Zusammen,

ich habe eine Frage zur Sekundärwundheilung. Ich bin vor 11 Tagen operiert worden. Seit dem wurde die Wunde täglich mit Ligasano-Schaumstoff austamponiert. Heute war ich zum ersten mal bei meinem Hausarzt, der meinte es reicht, wenn man oben eine Kompresse reinsteckt, damit die Wunde nicht oben nicht zugeht. Ich bin mir dabei aber sehr unsicher ob dies ausreicht und die Wunde nicht komplett austamponiert werden muss. Die Wunde ist ca 7cm lang, 3-4 cm breit und 3cm tief. Sollte ich vll besser zu einem Chirurgen Wechseln?
Grüße
Ben
 
Maduselle  sagt am 17.04.2011
Um Gottes Willen, das haben sie mir auch gesagt, nach meiner OP! Ich bin am 19.März 2011 am Sinus operiert worden. Eigentlich war es eine kleine Entzündung, weil ich sie schnell bemerkt habe und nach knapp 2 Wochen zum Krankenhaus gegangen bin. Trotzdem hatte ich eine offene Wunde von 6,5 cm Tiefe, 6 cm Länge und 3 cm Breite.Schmerzhaft ist gar kein Ausdruck. Im Krankenhaus meinte man auch zu mir, das tägliches ausduschen und Mullbinden zwischenklemmen reichen würden. Fehlanzeige. Ich habe einen Chirurgen aufgesucht der die Wunde täglich mit Urgosorb Wundauflagen tamponiert. Und jetzt, nach einem Monat ist die Wunde fast zu. rankgeschrieben war ich 1 Woche und danach gings mir ohne Schmerzmittel auch wieder super, also keine Angst! Manches hört sich schlimmer an, als es ist. Trotzdem sollte man es nicht unterschäötzen und fachkundige Wundversorgung gewährleisten!
 
gitti123  sagt am 11.10.2011
Hallo zusammen,
ich bin vor ca. 3 Wochen ebenfalls daran operiert worden. Ich war 14 Tage krank geschrieben. Nachdem was ich hier alles lese, mache ich mir nun echt ein wenig Sorgen. Man hat mich aus dem Krankenhaus entlassen und gesagt ich solle es zweimal täglich kräftig ausduschen und damit wird es von selber zuwachsen. Das Loch ist ca. pflaumengroß übrigens. Nun bin ich zum Hausarzt um die Wunde kontrollieren zu lassen. Es hat sich anscheinend ein leichter Belag auf der Wunde gebildet. Hier wird nun immer über Nacht ein Hydrogel aufgetragen, welches die Wunde feucht hält und den Belag lösen soll. Dies funktioniert soweit auch ganz gut. Zur Desinfektion soll ich s.g. Silbergase zwischendurch daraufmachen. Die Wunde hat sich bisher nicht entzündet und schmerzt auch wesentlich weniger. Es hat nie jemand von einem täglichen Verbandswechsel o.ä. gesprochen. Sollte ich doch nochmal zu einem anderen Arzt gehen?
 
Diddi16  sagt am 28.10.2011
So jetzt muss ich mich doch auch mal zu Wort melden :).Vor ziercka 3 Monaten is mir etwas am steißbein wärend des Duschen aufgefallen, dachte mir erstmal nichts dabei, dan haben mich arbeits kollegen aber mit schlimmen krankheiten belabert so das ich zu dem Entschluss kam es doch einmal von jemandem ansehen zu lassen, Zuerst Hausartztin die meinte direckt zum Chirug.Schön und gut ich da gewessen diagnose SteißbeinFistel.Jetzt sagte der Artzt die Wunde sei nicht groß und eben offen, es kommt aber keine Flüssigkeit herraus, soweit ich es zumindest festellen kan,der Artzt sagte mir die Wunde bleibt nach der Op offen und heilt von alleine wieder, man muss aber bedenken ich habe am steißbein keine Schmerzen oder sonstige beschwerden gehapt bzw imnmer noch nicht, sollte man in diesem Fall trozdem eine Op machen? Bzw gibt es in diesem Punkt ne Rückfall Quote weil würde mir doch ungern meinen Hinter verunstallten lassen :).

mfg

Diddi 16
 
Maduselle  sagt am 28.10.2011
Such am Besten mal einen Chirurgen auf. Der kann dir bessere Verbände geben. Hat bei mir auch alles geholfen. Der kann die Wunde auch besser säubern.
 
Melegim01  sagt am 02.12.2011
Hallo,
İch wurde vor ca 1 woche ebenfalls operiert.muss jedentag zum arzt die kompressen wechseln.kedoch ist mir aufgefallen beim hinsetzen tropft etwas blau-grünes raus..die farbe wie schinmel.da wochenende ist konnte ich meine arzt nicht erreichen un habe angst.kann mir da jmd weiterhelfen? Lg
 
NESSA1987  sagt am 04.12.2011
Hallo zusammen ich bin gestern operiert worden hab jetzt ein 6 cm langes 3 cm breites und bis zum Steißbein tiefes loch das jetzt von unten her zuheilen muss ... ich soll zwei mal täglich ausduschen und wieder frischen verband drauf machen funktioniert alles soweit gut
Sieht schlimmer als es ist und schmerzen sind gleich null im Gegensatz zu vor der op :)
Kopf hoch und allen gute Heilung
 
Boxer  sagt am 05.12.2011
Hallo zusammen. Am Donnerstag habe ich die Steißbeinfistel Op vor mir :/ :/ :/ erlich gesagt bin ich sehr verwirt von den vielen Informationen die sich zum Teil sehr wiedersprächen :( . Ich bin leidenschaftlicher Boxer und würde gerne wissen wie lange ich mein Sport nicht mehr treiben kann?
 
Gast_69168  sagt am 06.12.2011
Mein Mann wurde gestern per Laser operiert. Seine Steißbeinfistel begleitete ihn seit 30 Jahren. Die ganzen Jahre hatte er sich gegen die radikale OP gewehrt. Der eher einfache Eingriff gestern mit einer Nachbehandlung von ca 3 Wochen ist im Vergleich zum extremen Ausschneiden mit monatelangem Versorgen der offenen Wunde ein Spaziergang. Bis jetzt kann er die alternative Methode nur jedem empfehlen. Mal sehen wie es in 3 Wochen noch aussieht.
Diese Privatklinik machte den Eingriff....
[Link anzeigen]
 
Gast_69168  sagt am 06.12.2011
Anscheinend wurde der Link nicht direkt angezeigt,
daher einfach [Link anzeigen] zum Suchen eingeben.
 
PeterBer  sagt am 07.12.2011
Wer ne Steißbeinfistel hat, ab in die Wallensteinklinik (privat) in Nürnberg!!! Kann auch ich nur empfehlen!! 2 Wochen heilungsdauer, keine große offene Wunde, trotzdem wurde das entzündete Gewebe vollständig entfernt und mit dem Laser verdampft. Hatte selbst 4 Fisteln (eine davon verlief in die linke Pobacke und wäre bei der herkömmlichen Operation nicht entdeckt worden!!!) und nach der OP absolut keine Schmerzen und war nach 2 Wochen wieder vollkommen einsatzbereit und gesund!!! Geht Euren gesetzl. Versicherung auf die Nerven, bis sie nachgeben. Es ist im endeffekt günstiger, schmerzarmer und kurzfristiger, als die herkömmliche Schlachtermethode!
 
Diana050484  sagt am 20.12.2011
Hallo, ich, weiblich 27 jahre, bin vor gut 7 Wochen am Sinus Pilonidalis opertiert worden und habe seit dem noch keine wirkliche Besserung festsellen können. nach der amublanten op sollte ich zum Hausarzt gehen und mich dort verbinden lassen. Alles schön und gut, jedoch klebten bei mir die Kompressen immer dermasen an, das es scherzhaft ohne Ende beim Verbandswechsel war und geblutet hat wie sonst was. selbst die verschriebenen Silikonkompressen haben nicht viel geholfen. nach gut 3 WOchen wurde ich wieder ins Krankenhaus überwiesen zum veröden der Gefäße. Das war im gegensatz zum Verbandwechsel ne richtige Wohltat. jetzt wurde ich die letzen 4 Wochen vom Krankenhaus mit Alginatkompressen verbunden und die Blutungen wurden auch endlich gestoppt. HEute war ich hoffentlich zum letzten mal im Krankenhaus zum verbinden, denn ab jetzt sollen wir es zuhause ausduschen. Prombt kleben natürlich heute wieder die Kompressen an und lassen sich nur unter enormen Schwerzen lösen. Kann denn das soo gesund sein??? Langsam aber sicher geht das echt an die Substanz. Kann mir jemand von euch sagen, wie lange das noch dauert bis der Sche... endlich zugewachsen ist? gibt es Wege den Heilungsprozell voranzutreiben??
 
Roman  sagt am 23.12.2011
Bei mir kamen die Schmerzen genau am 40.Geburtstag. Es war eine leichte rötliche Schwellung, welche sehr hart war. Nächster Tag sofort OP (4.Nov11). Entlassung aus Krhs, 1Tag später. Großflächiges ausschneiden der Wunde bis runter zum Knochen. Morgen sind es 7 Wochen her. Ich habe eine Fotodokumentation erstellt. Ausgeduscht wurde es konsequent 2x tgl. Damit keine Keime in die Wunde kommen, habe ich auch die Toilettenpflege meiner Frau überlassen, sie putzt mir auch den Hintern ab. Das Reinlegen der Kompressen ist eigentlich sehr schmerzlos, spüre da kaum was, zusätzlich wird die Kompresse mit Fixomull zugeklebt, weiter benutze ich auch Slipeinlagen meiner Frau als "Stoßdämpfer". Wundschmerz gab es eigentlich nie. Als Beifahrer im Auto war trotzdem sehr unangenehm. Anfangs war das be- u entlasten des Steißbeins schon unangenehm. Habe immer auf dem Bauch geschlafen, auf dem Rücken ging nicht. Vor 2 Tagen war die Wunde nur noch ein wenig größer als der Umfang eines Kugelschreibers. Da die Wunde in der Tiefe noch nicht komplett ausgefüllt war wurde diese heute mit Wasserstoffperoxyd desinfiziert und die Wundränder geweitet. Die Wundränder sind also weggeätzt worden. Ich habe 100% keinen Schmerz verspürt. Die haben mir gesagt, das wäre nur zur Desinfektion, meine Frau sagte die Wunde ist jetzt wieder deutlich größer.

Ich hoffe und bin frohen Mutes, dass die Sache bald überstanden ist. Mein Hausarzt ist früher Chirurg im Krhs gewesen und er sagt jedes Mal ... sieht toll aus, sehr gepflegt....

Ich denke man kann durch konsequentes einhalten der Pflege viel für den Erfolg der Behandlung beisteuern.

Im Bekanntenkreis habe ich erfahren, dass manche 4-5 Monate daran laboriert haben, bis es vollständig ausgestanden war... das sehe ich bei mir aber nicht.... jetzt 7 Wochen und ich gehe von max 4-5 Wochen Rest aus.... und meine Wunde war schon seeeehr groß.

Die Rückfallrate soll 4% sein.... bei offener Wundheilung... also nicht einschüchtern lassen... ich habe nach meiner OP auch "Schauermärchen" im Net gelesen....4-5 OP `s usw...Normal ist das sicher nicht, auch gehe ich 1x pro Woche zur Nachkontrolle

Gute Besserung allen Leidensgenossen
 
Catmummy  sagt am 23.12.2011
Hallo,

ich hatte zwar keine Steißbeinfistel, sondern eine offene Wunde mit anhängigem Abszess, nachdem mir am 16.März 2011 die Naht oberhalb des Bauchnabels nach eine Gallenblasenentfernung in Schlüsselloch-OP geplatzt ist. Die OP war übrigens am 11.03..
Seitdem ge und Keime bildeten, welche die Wundheilung verhinderten - trotz Vakuumpumpe.
Dazu muss ich erwähnen, dass ich Rheumapatientin bin und mit Arava, Kortison und Enbrel (2x 50mg/Woche), welche nicht Abgesetzt werden können.

Inzwischen bin ich 6x operiert worden und habe zwei offene Bauchwunden, die mit einer Vac-Therapie behandelt werden und durch einen Tunnel verbunden sind. Zudem trage ich seit der letzten OP vor 5Wochen einen Bauchgurt, da die Bauchdecke zu brechen drohte (einige Stellen wurden in der Tiefe mit "saniert" und anschließend mit Spezialnähten versehen. Beim Verbandwechsel kann ich diese mit einem Spiegel tief im Bauch sehen. Schon erschreckend!

Liege jetzt seit drei Monaten in der Klinik und kein Ende in Sicht - man hat in den Wunden und kurze Zeit danach am ganzen Körper den Krankenhauskeim "MRSA" entdeckt, welcher mir Isolation von den anderen Patienten einbrachte.
Habe nun seit 5 Wochen ein "Einzelzimmer" - und das auch über die Feiertage!

Wer kann mir Hoffnung fürs neue Jahr machen, wie lange dauert der Kampf gegen dieses Bakterium??
Bin langsam am verzweifeln!

Viele Grüße und frohe Weihnachten, sowie gute Besserung
wünscht alle Forenteilnehmern

Catmummy

 
Catmummy  sagt am 23.12.2011
Hallo nochmal,
so ist der Beitrag korrekt:

ich hatte zwar keine Steißbeinfistel, sondern eine offene Wunde mit anhängigem Abszess, nachdem mir am 16.März 2011 die Naht oberhalb des Bauchnabels nach eine Gallenblasenentfernung in Schlüsselloch-OP geplatzt ist. Die OP war übrigens am 11.03.
Seitdem bildeten sich immer wieder Abszesse und Keime, welche die Wundheilung verhinderten - trotz Vakuumpumpe und großzügiger operativer Ausräumung.
Dazu muss ich erwähnen, dass ich Rheumapatientin bin und mit Arava, Kortison und Enbrel (2x 50mg/Woche)behandelt werde, welche nicht abgesetzt werden können, da es sich um meine Basismedikamente handelt und das Rheuma extrem aggressiv auf Änderungen reagiert.

Inzwischen bin ich 6x operiert worden und habe zwei offene Bauchwunden, die mit einer Vac-Therapie behandelt werden und durch einen Tunnel verbunden sind. Zudem trage ich seit der letzten OP vor 5 Wochen einen Bauchgurt, da die Bauchdecke zu brechen drohte (einige Stellen wurden in der Tiefe mit "saniert" und anschließend mit Spezialnähten versehen. Beim Verbandwechsel (2x/Woche)kann ich diese mit einem Spiegel tief im Bauch sehen. Schon erschreckend!

Liege jetzt seit drei Monaten (hochgerechnet aufs Jahr sogar fast 6 Monate) in der Klinik und kein Ende in Sicht - man hat in den Wunden und kurze Zeit danach am ganzen Körper den Krankenhauskeim "MRSA" entdeckt, welcher mir Isolation von den anderen Patienten einbrachte.
Habe nun seit 5 Wochen ein "Einzelzimmer" - und das auch über die Feiertage!

Wer kann mir Hoffnung fürs neue Jahr machen, wie lange dauert der Kampf gegen dieses Bakterium??
Bin langsam am verzweifeln!

Viele Grüße und frohe Weihnachten, sowie gute Besserung
wünscht alle Forenteilnehmern

Manou
 
Krautesel  sagt am 26.12.2011
Gute Besserung Catmummy. Ich hoffe für dich, dass es wid bald besser wird. Einfach immer die Ärzte löchern und immer wieder fragen.

Jetzt zu mir: Letzten Mittwoch hatte ich starke Schmerzen beim sitzen und gehen. Am nächsten morgen wurde ich dann operiert. Meine Fistel ist ca. 4 cm lang direkt zwischen den Beinen, also eine sehr fiese Stelle. Ein Tag musste ich bleiben, und wurde dann schon entlassen. Mir wurde empfohlen nach den Feiertagen mal die Wunde anschauen zu lassen und jeden Tag mit Wasser auszuspülen. Mir kam das viel zu lange vor und bin gleich am nächsten Tag zum Hausarzt der mich sofort wieder ins Krankenhaus geschickt hat um die Wunde zu reinigen und anzuschauen, weil sie noch zu frisch ist. Seitdem wurde mir täglich im KH der Verband gewechselt allerdings sehr oberflächlich habe ich das Gehühl. Mit irgendeinem Tuch und danach wieder eine Kompresse rein. (immerhin meinen die ärzte die wunde sehe gut aus.) Sie ist jetzt 5 Tage alt aber die Schmerzen haben nicht groß nachgelassen, sind aber ertäglich. (nur sitzen geht garnicht). Ausserdem nehme ich 2-3 mal täglich Ibus die aber gegen die Schmerzen so gut wie nicht helfen. Ich hoffe das es bald sichtbare Verbesserungen gibt und die Wunde brav zuwächst....Die Kompresse rauszuziehenn tut immer HÖLLISCH weh weil sie anklebt denke ich. Morgen muss ich gleich fragen, wie man sie schmerzfreier entfernen kann und ob sie es unterlassen können sie immer so weit reinzustecken. Kann mir vorstellen das es auch schlecht für die Wunde ist, es unter schmerzen rauszziehen. Ich hoffe das lässt sich was machen. Habt ihr die Probleme mit der anklebenden Kompresse auch?

gruß
krautesel
 
iris  sagt am 24.01.2012
hallo meine frage ist ich werde jetzt am donnerstag auch an so einen ding opperriert wielange muss man denn im krankenhaus bleiben weil ich hab keine antwort bekommen von meinen arzt könnt ihr mir vielleicht helfen .
 
big-star  sagt am 30.01.2012
Hey ihr lieben.
hatte auch im Dezember direkt beim urlaubsbeginn nach der arbeit abends schmerzen am steißbein. hatte mir nicht viel bei gedacht, da ich dort öfters schmerzen hatte. allerdings war das sitzen dann wenig erträglich. naja hab mich dann im netz schlau gemacht, hab auch steißbeinfistel gelesen etc. aber weniger sorgen gemacht da die feiertage bevorstanden und in 3 tagen weihnachten war. ja dann vergingen die 3 tage und am 24.12. hab ich mir das im spiegel angeschaut und es war wirklich schon dunkel-violett. hab meine mama dann gerufen und sie hat michdirekt mit papa ins krankenhaus geschickt. dort wurde es untersucht, hatte höllische schmerzen beim sitzen liegen und gehen. diagnose: steißbeinfistel (wie ich geahnt hatte). er fragte mich dann ob ich heute direkt operiert werden will, ich hab es abgelehnt da nach mehreren jahren endlich mal wieder ein weihnachtsfest mit der gesamten familie bevor stand. also wieder nach hause und op termin auf den dienstag darauf. am sonntag den 25.12. als meine schwestern dann da waren, wurde ich morgens wach und hab direkt gemerkt dass etwas nicht stimmt. die wunde ging offen. wieder direkt die eltern geweckt und ab ins krankenhaus. dort wurde mir die wunde offen gedrückt, sodass der gesamte eiter ablaufen konnte. wieder die frage ob direkt operiert oder nicht, wieder abgelehnt, da die bescherung erst am 25.12. abends war und ich den abend mit der familie verbringen wollte. op termin wurde dann auf montag vorgezogen. montag dann ins krankenhaus und operiert worden, soweit alles gut, nach einer stunde war ich wieder fit. 2 tage noch zur kontrolle da gewesen und ich durfte nach hause. jetzt ist die wunde seit 5 wochen offen, anfangs keine schmerzen, jetzt wo sie fast zu ist und der druck von boxershort und hose und vom sitzen liegen direkt aufs wundfleisch drückt, fast nicht erträglich. bin seit silvester auch krank geschrieben da dort mein urlaub beendet war. die erste woche musste ich nicht zum arzt, konnte alles zu hause alleine machen, ab der zweiten dann jeden tag hin und wechseln, dritte woche nur 1x zur kontrolle und tamponage rein legen, zusätzlich einlagen bzw binden hinten in die boxxer geklebt damit ich es nicht direkt abkleben muss (!schmerzfreier als zubinden da nichts direkt drauf drückt!). jetzt die letzte woche nochmal soweit geschont und ruhig gelegen. heute ging ich dann wieder zur schule, die wunde ist aber noch offen. natürlich hab ich mir gedanken gemacht weils ein risiko ist im vollen bus zu fahren oder in der schule mal angerempelt zu werden. wie es dann auch sein musste passierte auch was. ne klassenkameradin kam von hinten und hat mit der hüfte ausgeholt, nicht dran gedacht dass ich operiert wurde, und sie mir hinten aufs steißbein gehauen. jetzt schmerzt es wieder wie hölle beim sitzen und gehen, blutet zwischendurch. morgen muss ich zur arbeit, bzw versuche es auszuhalten soweit es geht. bin in der ausbildung,4 wochen nun schon krank geschrieben und wollte eig dann wieder durchstarten, mache mir jetzt sorgen um meinen ausbildungsplatz aber auch gleichzeitig um meine gesundheit weil ich mich damit nun seit 7 wochen (von entdecken des dingen bis jetzt) rumschlage und ich halt auf der arbeit fehle. meine ärztin meinte "es sollte schon gehen dass du arbeiten gehst etc" wobei ich im gedanken habe, bin polsterer im raumausstatterbetrieb, ob die dünnen hautschichten die sich jetzt bilden nicht immer reißen wenn ich mich bücke etc. risiko dass ich stürze oder so ist ja auch da, wenn ich mich bücke und mit nem polsterstück wieder in den stand muss, und die sind bei weitem nicht immer leicht. muss ich irgendwie um meinen ausbildungsplatz bangen ? und reißen die hautschichten direkt bei starken bewegungen ? ich arbeite ca 8 3/4 stunden am tag, stehen normalerweise. geht auch teilweise in rückenschmerzen, welche dann direkt bis unten rein ziehen, hab ich heute gemerkt weil ich dann in den letzten beiden schulstunden als das passierte nicht mehr sitzen konnte und stehn blieb und dabei gebückt zeichnen musste etc. KANN bzw SOLLTE ich es so riskieren zur schule und zur arbeit zu gehen ? was würdet ihr machen ?

Danke und gute besserung an die anderen, die das selbe leid tragen :)

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Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis)
Eine Steißbeinfistel erfordert oftmals eine Operation

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