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Muskelzucken im Ohr - wie kann man es unter Kontrolle kriegen??

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Erik_1  fragt am 01.04.2018
Ich bin mehr und mehr am Verzweifeln. Seit 9 Montaten habe ich regelmäßig ein Zucken im linken Ohr (klopfendes Geräusch; wird anscheinend vom Muskel Stapedius erzeugt), das zumeist zwischen 10 Minuten und 1,5 Stunden anhält. Heute läuft es allerdings bereits seit 7 Stunden (!) und es ist kein Ende in Sicht.

Ich war schon bei zwei HNO Ärzten: Der erste meinte, das käme vom Stress, man könne nichts tun, der zweite hat mir zu einer Tubendilatation geraten, was ich dann auch gemacht habe. Bei der OP konnte der Arzt feststellen, dass ich links tatsächlich von einer Nebenhölen-P, die im Jahr 2009 durchgeführt wurde, eine verengte eustachische Röhre und Narben von der OP habe. Jedoch hat die Tubendilatation leider nichs gebracht, das Zucken kommt immer noch mehr oder weniger täglich. Seit Januar nehme ich Magnesium und Vitamin B, da ich gelesen hatte, dass es daran liegen könnte. Ein großes Blutbild hat ergeben, dass meine diesbzgl Werte aber in Ordnung sind, nur Vitmin D war sehr schlecht (was ja mit Nerven und Muskeln nichts zu tun hat).

Zu den Beschwerden: Zunächst sind sie immer nur bei Gähnen oder Aufstoßen aufgetreten. Nachdem ich beides mittlerweile mehr oder weniger unter Kontrolle gebracht hab (Gähnen abgewöhnt, Magentabletten fürs Afstoßen) kommt das Zucken nun aber von selbst, sowohl im Schlaf als auch wenn ich wach bin.

Ich hatte im Internet davon gelesen, dass man den Muskel durchtrennen lassen kann bzw. man das Zucken evtl durch Muskelrelaxans in den griff bekommt. Von beidem hatten mir die HNO Ärzte stark abgeraten.

Wie gesagt, ich bin sehr verzweifelt und freue mich über jeden Ratschlag (auch Tipps bzgl HNO-Ärzten, egal wo in Deutschland, die mit diesen eher selten Beschwerden Erfahrungen haben sind sehr sehr willkommen).
 
plopp  sagt am 16.06.2018
Hi Erik,
bei mir geht sieht es genau so aus. Leider bin ich mit einer Lösung noch nicht weiter gekommen, würde mich aber gerne mal mit dir austauschen, da ich schon einiges probiert habe und verschiedene Ideen habe. Bist du noch aktiv? Gruß
 
Erik_1  sagt am 18.06.2018
Hi, ja bin ich noch.
Nachdem ich beim Allgemeinmediziner vorgeschlagen hatte, mal ein großes Blutbild zu machen, zeigte sich, dass meine Vitamin D Werte total (also wirklich total) im Keller waren. Daraufhin hab ich 2 Monate lang hochdosierte Vitamin D Tabletten genommen. Außerdem habe ich parallel mit Sport aufgehört, weil ich den Eindruck hatte, dass es das ganze nur noch verschlimmert.
Durch diese Maßnahmen wurde es insgesamt deutlich besser - das Ploppen ist zwar noch mitunter da, vor allem beim Gähnen und Aufstoßen, aber nicht mehr so lange (mehr als 30minütiges Ploppen hatte ich jetzt schon mehrere Woche nicht, bis auf einmal, vor zwei Wochen - lustigerweise war das ein Tag, an dem ich extrem erschöpft war; es muss wohl irgendwas damit zu tun haben). Natürlich würde ich mir wünschen, dass es ganz weg ist, aber mit der aktuellen Situation komme ich recht gut klar - was mich immer richtig fertig gemacht hat, sind diese ewig langen Ausbrüche.
Kurz gesagt, mein Rat ist - falls das och nicht passiert ist - mach ein großes Blutbild.
Und was bei mir geholfen hat, wenn ich mal länger Ploppen hatte - möglichst tiefe Köpfhörer (die Dinger, die man ins Ohr reinsteckt) und dann Weltraumrauschauen (da gibts mehrere Apps). Wenn man sich dann auf das Ohr drauflegt hört man das Ploppen nicht mehr und kann schlafen.
Wie sind denn deine Erfahrungen? Erzähl mal!
 
plopp  sagt am 18.06.2018
Schön zu hören, dass es bei dir besser geworden ist.

Blutbild lasse ich eigentlich regelmäßig machen, da war nichts auffällig soweit. Vitamin D ist dabei schonmal gemacht worden, das war soweit auch in Ordnung. Achte auch darauf, dass ich regelmäßig in die Sonne komme.

Also ich kriege die "ewig langen Ausbrüche" auch "nur" noch 3-4 mal im Monat, was im Vergleich zu vor ein paar Monaten, wo ich sie ca. 3 mal die Woche für7-10 Stunden hatte ein echter Segen ist. Dennoch fühle ich mich an den Tagen, an denen sie kommen recht schlecht und hilflos.

Was mir geholfen hat ist anders Gähnen und Aufstoßen, das geht nicht immer, aber meistens und triggert so quasi das Zucken nicht. Schwer zu beschreiben, probiers einfach mal aus. Ist quasi so als wenn du das Gähnen und Aufstoßen nicht ganz zulässt sondern es leicht unterdrückst. Fühlt sich nicht besonders toll an, aber hilft.

Ich war bereits bei 2 verschiedenen HNO Profs. und beide vermuten einen Myoklonus des Musculus Stapedius oder Tensor Tympinii. Letzerer spannt das Trommelfell wohl und würde so durch Aufstoßen z.B. also wenn Druck in das Innenohr gelangt bewegt und könnte gereizt werden. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass wenn du deine Zuckungen hast, dass man das am Trommelfell eigentlich sehen können müsste. Ich hab das ganze mit einem auf Amazon gekauften USB Endoskop (knapp 30Euro) versucht aufzunehmen, jedoch sehe ich da keine Bewegung. Dies deutet wiederrum auf darauf hin, dass es entweder doch der Stapedius sein könnte oder aber etwas ganz anders. Z.b. irgendwas an bei der Eustachischen Röhre oder Gaumen Muskulatur, da gibts wohl auch was. Palatal Myoklonus oder sowas, am Gaumen sehen wir jedoch auch keine Bewegung.

Glücklicherweise hat eine der beiden HNOs verstanden, dass ich ein subjektiv riesen Problem im Alltag durch dieses Zucken habe und sie würde auch operieren, angeblich keine große Nummer, jedoch erst wenn wir eine sicheren Nachweis für einen bestimmten Muskel finden, der die Probleme bereitet. Das stellt sich gerade als schwierig heraus. Da die Zuckungen seit mehreren Monaten eigentlich eher Abends oder am Wochenende auftreten (Praxis zu...)

Wenn das Zucken erst einmal da ist, da habe ich eigentlich noch nichts gefunden, was wirklich hilft außer lautere Umgebungen aufsuchen oder zum Schlafen den kleinen Finger ins Ohr stecken und irgendwie so hinlegen, dass der erstmal drin bleibt. Alles irgendwie nicht so toll.

Ja, was mir sonst noch einfällt ist, dass ich seit schon 6 Monaten recht viel Magnesium supplementiere, das hat bis jetzt nicht wirklich was geändert. Achja, rein vom Gefühl her habe ich es auch öfter an Tagen an denen ich müde bin und oder recht viel Kaffee getrunken habe, bin mir da aber auch nicht so sicher.
 
Erik_1  sagt am 07.07.2018
HI,

danke für deine Schilderungen!

Also das Aufstoßen habe ich mittlerweile ganz gut unter kontrollieren (manchmal, vor allem wenn ich was kohelsäurehaltiges getrunken habe, kann ichs dann doch nicht so gut beherrschen), und auch das Gähnen habe ich gelernt zu unterdrücken. Aber auch das geht manchmal nicht so gut.

Was an meinen Nerven zehrt, ist, dass sich der Modus ständig ändert. Zu Beginn wars so, dass ich es nur beim Gähnen/Aufstoßen bekommen habe; dann habe ich es zwischendurch rein zufällig bekommen, unabhängig vom Gähnen/Aufstoßen; dann ein paar Wochen fast gar nicht mehr; und die letzten beiden Tage wars wieder da.

Ich teile deine Beobachtung, dass es wohl irgendwie mit Müdigkeit und Erschöpfung zusammenhängt. Gestern war ich zB beruflich sehr gestresst und hatte dann auch mehrmals das Zucken (also nicht regeömäßig, aber es kamen im Verlauf mehrerer Stunden manchmal einzelne Schläge). Und der letzte große Anfall, der mehrere Stunden dauerte, war vor einigen Wochen als ich auch einen stressigen Tag hatte. Das mit dem Kaffee dachte ich auch, weil ichs mehrmals schon im Internet gelesen hab. Ich hab mal versucht, ein paar Woche lang null Koffein zu mir zu nehmen, hat aber null Effekt gehabt. Merkst du einen Unterschied, wenn du gar keinen Kaffee trinkst?

Das mit der OP interessiert mich? Bitte berichte hier, wenn du das weiter verfolgst. Hast du denn mittlerweile eine Möglichkeit gehabt, das Zucken dem Arzt vorzuführen? Ich wollte es auch mal auslösen durch Gähnen, aber wenn man es forciert, dann scheint es nicht zu funktionieren...

Ja, wenn es mal läuft, gibt es in der Tat nicht viel was man tun kann. Aber wie gesagt, bei mir hat es sich bewährt, in-ear Kopfhörer richtig fest ins Ohr reinzuschieben und dann mit einer App Weltraumrauschen zu hören. Das übertönt das Zucken meiner Erfahrung nach, und man kann sogar einigermaßen damit schlafen weil es ja white noise ist.
 
plopp  sagt am 22.07.2018
Hi Erik,
ja bei mir ändert es sich auch!
Z.b, hatte ich bis auf heute die letzten 4 Wochen keinen Anfall mehr. Nur morgens einmal die Woche im Bett noch ca. 1h, ausgelöst durch Gähnen bzw. Stretchen oder sowas.
Die Verbindung mit Kaffee besteht bei mir nicht, habe das 6 Wochen lang getestet, null Kaffee getrunken, machte keinen Unterschied.

Leider gibts keine Neuigkeiten mit dem Arzt. Warte jetzt seit 3 Monaten auf den passenden Moment da mal vorbei zu gehen, aber immer sind die Anfälle nur morgens und nach 1-2h wieder vorbei oder am Wochenende oder wenn ich beruflich so eingebunden bin, nicht spontan da vorbei zu können, echt schade.

Gibt es bei dir was neues?
 
Erik_1  sagt am 27.07.2018
Hi,

ja bei mir gibt's leider auch nix Neues. Es geht gerade besser, was vielleicht daran liegt, dass ich auf Urlaub bin und etwas entspannen kann. Also ich kann festhalten, dass der Vitamin D Mangel es wohl definitiv verschlechtert hat (seit sich der Spiegel normalisiert hat, ist es weniger geworden), aber der eigentliche Auslöser war er wohl nicht. Auch Sport scheint die Sache verschlechtert zu haben. Aber das wars auch schon. In einem Forum wurde mal beschrieben, man soll richtig viel Magnesium zu sich nehmen, über mehrere Wochen, und auch den Durchfall nicht scheuen - ich hab mal versucht, über längere Zeit mehr Magnesium zu mir zu nehmen, aber das hat nix verändert.

Komischerweise hatte ich in den letzten Tagen 3 mal Zuckungen in meinem Oberschenkel (2x) und im Bizeps (1x) für mehrere Minuten, so wie es oft in den Formen beschrieben wird wenn man Magnesiummangel hat. Das hatte ich bisher noch nie.

Ich suche schon seit längerer Zeit nach HNO Ärzten, denen dieses Phänomen zumindest schonmal untergekommen ist und die das als Problem anerkennen. Wenn du oder wenn irgendjemand hier einen Arzt empfehlen kann (egal ob Kassen- oder Privat), dann bitte schreibt hier hinein. Es scheint wohl einen Michael Schedler zu geben, der in anderen Portalen immer mal wieder zu dem Thema postet; aber das wars auch schon...
 
plopp  sagt am 12.08.2018
Hi Erik,
die Erfahrung die ich gemacht habe ist, dass alle HNOs davon ausgehen, dass es der Tensor Tympanii ist oder der Stapedius. Leider war ich noch nicht beim Arzt an Tagen an denen die Episoden der Zuckungen aufgetreten sind, darauf warte ich noch immer.

Wie sieht es zeitweilen bei dir aus? Könnte dir 2 HNOs nennen, bei denen ich war und die mir gerne helfen würden, die müssten es aber vorher sehen. Vielleicht schreibst du mal deine Emailadresse, dann schick ich dir die.

Gruß
 
Erik_1  sagt am 30.09.2018
Hi!

Sorry, dass ich mich so lange nciht gemeldet hatte! Dachte, ich antworte dir leich hier, damit das für andere auch dokumentiert ist ;)

Bei mir ist das Ohr mittlerweile sehr sehr viel besser geworden, bis zu dem Punkt, dass e eigentlich so gut wie weg ist. Also manchmal ploppt es noch vereinzelt, aber Aufstoßen führt nicht mehr dazu, dass es eine Serie auslöst.

Ich weiß nicht, ob es damit etwas zu tun hat, aber vor etwas 1,5 Monaten war ich beim Neurologen und der hat mir Restless Legs diagnostiziert, die sich bei mir durch kleine - fast unbemerkbare - Zuckungen in den Beinen äußern. Seitdem nehme ich Restex - ein Dopamin-Ersatz - und die Plopps sind immer seltener geworden. Ganz sicher kann ich nicht sein, dass es da einen Zusammenhang gibt (der Neurologe meinte, es sei höchstens indirekt), aber auffällig ist es schon.

Mit dem Abschwächen beim Ohr, hab ich dafür manchmal in meinem Oberschenkel Zuckungen, die mehrere Stunden lang andauern. Es ist fast so, als würde die Erkrankung durch den Körper wandern. Aber ehrlich gesagt, ist das Zucken im Oberschenkel zwar lästig, aber keineswegs so krass wie das im Ohr. Ich ahb noch einen Termine beim Neurologen diesbzgl, mal schauen, ob man da nicht was machen kann.

Jedenfalls schlafe ich seitdem ich die Medikamente nehme viel besser. Vielleicht hat das auch einen positiven Einfluss gehabt.

Jedenfalls kann ich alles die ein ähnliches Problem haben raten, mal Restless Legs in Betracht zu ziehen und beim Neurologen vorzusprechen.

Wie geht's bei dir? hat sich verändert?
 
plopp  sagt am 03.10.2018
Hi! Garkein Problem, bin der sehr dankbar dass du dich nochmal meldest! Freut mich sehr, dass zu höhren! Vielleicht werde ich auch nochmal einen Neurologen aufsuchen! Habe sogar die Empfehlung eiens HNOs bekommen dort mal hin zu gehen! Das Zucken in verschiedenen Köpreteilen kenne ich übrigens auch! Hatte das jetzt auchz ein paar mal schon im Arm, Oberschenkel oder Bauch für mehrere Stunden.


Falls sich nochmal was tut, melde dich doch noch einmal! Ich geb die Hoffnung nicht auf, dass es auch bei mir mal "gut" wird. Verändert hat sich in der letzten Zeit nichts.
 
Erik_1  sagt am 09.10.2018
Wenn du dann mal beim Neurologen bist, musst du wohl mit dem Medikamenten ein bisschen rumexperimentieren. Bei mir hatten zB ein Medikament negative Folgen (vor allem das Zucken im Oberschenkel), sodass ich jetzt was anderes probiere. Da heisst es Geduld haben. Ein guter Neurologe sollte dafür sensibilisiert sein. Daher lohnt es sich, hier nicht zu irgendeinem Neurologen zu gehen, sondern zB über Freunde/Bekannte oder Jameda Erkundungen anzustellen.
 
Lilly76  sagt am 10.10.2018
Hallo Erik, Hallo Plopp,
Seid ihr noch aktiv? Ich habe eure Konversation in den vergangenen Monaten mitverfolgt und mich jetzt zum ersten Mal entschlossen, auch mal zu schreiben - bin das erste Mal in einem Forum aktiv und eigentlich auch nicht so überzeugt davon, weil ich finde, vieles, was man liest, vor allem (zumindest mir) noch mehr Panik bereitet. Ich (w, 41, zwei kleine Kinder, berufstätig) habe das gleiche wie Ihr und bin froh zu lesen, dass es scheinbar auch wieder besser werden kann...Aber bevor ich mehr schreibe, wollte ich erstmal wissen, ob es Euch noch gibt hier ;-)
Viele Grüße von Lilly
 
plopp  sagt am 10.10.2018
Wir haben ja hier erst vor ein paar Tagen geschrieben :) Mich gibts auf jedenfall noch und es ploppt munter weiter in meinem Ohr...
 
Erik_1  sagt am 10.10.2018
Ja, bin auch noch hier. Bei mir ploppts seit ~3 Wochen nicht mehr. Was ich aus meiner Erfahrung empfehlen kann: Großes Blutbild und auf neurologische Erkrankungen checken lassen. Mein HNO Arzt hat mir sofort zu einer sogenannten Tubendilatation geraten, die ich dann auch gemacht hatte, jedoch ohne dass das irgendeine nennenswerte Verbesserung mit sich gebracht hätte. Aber gut, das kann ja auch bei jedem anders sein.

Die letzte Option scheint eine OP zu sein, bei der man den Muskel im Ohr durchschneidet, wovon aber viele abraten. Ich habe bisher im Internet nur einen einzigen HNO-Arzt gefunden, der dazu rät.

Leider scheint das eine jener Erkrankungen zu sein, bei der die Medizin an ihre Grenzen gerät und man daher von Ärzten sowas hört wie, "Mehr Ruhe, weniger Stress".
 
Lilly76  sagt am 11.10.2018
Ja das haben die HNO-Ärzte auch zu mir gesagt. Ein Stress-Symptom, das durch die ängstliche Fixierung darauf noch schlimmer werden würde. Ich hatte es das erste Mal vor 6 Jahren und bin zu allen möglichen Ärzten gelaufen weil ich zuerst dachte, es habe mit Blutdruck, Arterien,Durchblutung oder so zu tun. Der HNO Arzt damals kannte das jedenfalls überhaupt nicht. Es ging dann auch immer wieder für Monate weg und ich hab mir keinen Kopf gemacht. Seit einigen Wochen jedoch ist es täglich da und das ist doch sehr belastend. Es fing damit an, dass mein Tinnitus schlimmer wurde und ich nicht gut damit zurecht kam und mich sehr darauf fixiert habe. Dadurch fing das Klopfen wieder an und dann noch eine Geräuschempfindlichkeit. Seitdem besteht mein ganzes Denken und Fühlen praktisch nur noch aus OHR: was macht es, wann geht es wieder los, wie lange wird es dauern etc. Ich möchte auch einfach wissen, was es eigentlich überhaupt IST. Wieso zuckt da ein Muskel über Stunden herum, warum wird das ausgelöst durch Gähnen etc. , warum gibt es so viele Leute mit den gleichen Symptomen und kaum Ärzte, die das kennen?? Ich verstehe es nicht. Es macht mir leider auch einfach Angst.
 
Erik_1  sagt am 12.10.2018
Ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Man ist dann einfach nur auf das Ohr fokussiert und fühlt sich so hilflos. Ich finde es echt krass, dass das von der HNO-Community so einfach bei Seite geschoben wird, bloß weil es nicht gleich einfache Lösungen gibt.
Wahrscheinlich ist das Problem aber auch, dass es eben nicht nur ein HNO Problem ist, sondern vielleicht durch unterschiedliche Faktoren (Neurologisch, evtl auch orthopädisch) verursacht wird. Und weil die Ärzte eben hoffnungslos überspezialisiert sind, kommen sie an das Problem einfach nicht ran.
Aber mach doch am besten Mal ein großes Blutbild und achte insbesondere auf Vitamin B/D und Magnesium. Und wie gesagt, eine neurologische Komponente gibt es vielleicht auch.
Und wenn es zu krass ist, wie gesagt, die OP-Option scheint es ja zu geben, aber da sind die Erfahrungsberichte noch zu uneindeutig meiner Meinung nach.

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