Folgen Sie uns auf  

Was ist nach einer Tympanoplastik Typ 1 (Trommelfellperforation) OP normal ?

48 Beiträge - 20031 Aufrufe
?
chaosfamilyx3  fragt am 09.01.2011
Nach dieser OP treten Ohrgeräusche (knacken, summen, rauschen)auf manchmal hört sich alles so blechern an oder es ist gar nichts mehr zu hören.Wie lange dauert der Heilungsprozess in der Regel? Was ist überhaupt nach dieser OP alles zu erwarten?
 
anaareju  sagt am 08.04.2011
Gute Frage, würde mich auch interessieren. Ich wurde vor 2 Wochen operiert und jedes mal
beim Schlucken höre ich laute Geräusche im Ohr. Ich habe Angst dass die OP nicht klappt.
 
2bitmarv  sagt am 03.05.2011
Ich wurde bereits das zweite mal operiert und kann jedem nur anraten extrem kritisch mit diesem Thema umzugehen. Beim ersten mal hat man versucht mittels Fettgewebe (Entnahme hinter dem Ohr) das kleine Loch zu verschliessen. Ergebnis: Gewebe abgestossen, Zunge einseitig taub, 10% Hörverschlechterung, eintritt eines Tinnitus. Nach 9 Monaten: Zunge wieder etwas besser. Zweiter Versuch - OP ein Jahr später mittels Fasziengewebe entnommen aus dem Tragus. Ergebnis: Gewebe abgestoßen, Hörverlust über 60%, eine bleibend einseitig taube Zunge, Tinnitus noch lauter. Das Loch ist jetzt riesengroß im Gegensatz zu Anfangs. Ich ärgere mich darüber, das ich den Herren in Weiß mehr vertraut habe als meinem eigenen Bauch. Im Grunde hatte ich nur ein winziges Loch, dafür aber 100% Hörvermögen. Nur weil ich unbedingt mal wieder beim Schwimmen untertauchen wollte, und mir die Herren die Gefahr eines Cholesteatoms einredeten, habe ich mich breitschlagen lassen. Jetzt habe ich echte Verluste und wenn ich mal wieder richtig Stress habe, wird der Tinnitus fast unerträglich laut (6000Hz Ton). Ich kann jedem nur raten, das Für und Wider sehr genau abzuwägen, bevor man einer solch scheinbar nebensächlichen OP zustimmt. Mir jedenfalls hat man es leider gründlich versaut! Eine OP ist eine OP und das ist NIEMALS ein "kleiner Eingriff". Ich würde mich im Leben nur noch für eine OP im Kopfbereich entscheiden, wenn mein Leben davon abhängt.
 
lovesdivided  sagt am 06.02.2012
Mein Arzt teilte mir mit, dass nach der Operation eine Art "knacken" normal sei. Egal ob beim normalen schlucken, essen, Lachen oder was auch immer. Ich bin ja auch in gewisser Art und Weise ein Schisser wenns um sowas geht. Wurde vor 3 Wochen am linken Ohr operiert (Tympanoplastik Typ 1). Ich hab generell Angst davor, wenn der Arzt die Tamponade und die Silikonfolie aus dem Ohr zieht, dass es heißt das meine Perforation nicht ganz oder nur teils verheilt ist. :/
Aber! Kopf hoch! Immer positiv denken!
Wenn man ganz schlimme bedenken hat, oder sich eben vergewissern möchte ob das alles normal ist, kann man sich immer an seinen Arzt halten! :D
 
JohannesMe2  sagt am 20.03.2012
Wie sieht es aus mit der Narbe hinter dem Ohr ?
Kann da jemand was etwas zu sagen ?
 
ramzitaleb  sagt am 25.03.2012
ich habe op gehabt im trommelfell vor ein monat ich habe immer problem beim waschen meiner haare abrer es kommt ein bischen wasser im ohr.ich habe abgst.was soll ich wachen
 
Kathrino  sagt am 14.11.2013
Hallo lovesdivided,
Ich hatte die gleiche OP Tympanoplastik TypI vor drei Wochen und habe keinerlei Beschwerden, höre aber nicht besser als vor der OP! Würde mich über Erzählungen zu deinem weiteren heilungsverlauf freuen!!!
Weiß jemand, wann sich das finale Hörvermögen beurteilen lässt? Sollte nicht nach einigen Wochen wenigstens eine Verbesserung zu erkennen sein?

Danke für eure Antworten!
 
neppo  sagt am 16.11.2013
Wenn man das Bisherige so liest, dann habe ich richtige Angst vor meiner bevorstehenden Tympanoplastik- OP. Sind denn alle Operationen mißlungen ?
Das kann wohl kaum sein, oder?
 
franjinha  sagt am 05.06.2014
Hallo ich hatte vor 3 tagen eine tympanoplastik typ 3.
Momentan habe ich noch narbenschmerzen und mit der zunge schmecke ich nichts mehr ich kann den geschmack nur mehr mit der rechten backe itentifizieren. Geht das jemals wieder weg oder muss ich jetzt damit leben? Mir konnte es der arzt nicht genau sagen, jetzt hab ich ziemlich angst.
Wenn ich gewusst hätte das ich nach der op 3 wochen lang nichts auf den linken ohr höre hätte ich mich wsl dagegen entschieden... Ich hoffe das alles gut wird heist für mich abwarten und tee trinken... :/.
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 05.06.2014
Bei Ihnen wurde die Corda tympani (ein Mittelohrnerv der Geschmacksfasern für die vorderen 2/3 der Zunge führt) entweder stark gedehnt (dann erholt sie sich wieder!) oder durchtrennt. Selbst dann erfolgt aus Gründen die wir immer noch nicht vollständig verstehen in aller Regel nach gewisser Zeit eine Kompensation und der Geschmackseindruck normalisiert sich wieder. Bleibende Geschmacksstörungen sind gottseidank extrem selten.
Das Hörvermögen nach Typ III Tympanoplastik ist, auch nach Entfernen der Ohrtamponade, für einen Zeitraum bis zu 6-8 Wochen eingeschränkt, da sich die in die Paukenhöhle eingebrachten Gelatineschwämmchen erst vollständig resorbieren müssen bevor die wieder hergestellte Gehörknöchelchenkette reibungslos funktioniert.
Ein Bisschen Geduld und gute Besserung wünscht Ihnen
Ihr Dr. Michael Schedler
 
anne1111  sagt am 24.08.2015
http://tympanoplasti[Link anzeigen]/

Hier habe ich alle meine Erfahrungen und Empfindungen meiner bereits 3. Tympanoplastik aufgeschrieben! :)
 
Marzocchi  sagt am 26.11.2015
Hallo Kathrino, ich hatte vor 3 Wochen auch eine Tympanoplastik 1 und Entfernung der Gehörgangsexostosen. Vor 4 Tagen wurden die Tamponagen und die Silikonfolie vor dem Trommelfell entfernt. Leider höre ich deutlich weniger als vor der OP und bin aktuell höchst unzufrieden mit der Hörergebnis. Hat sich Dein Hörvermögen im Laufe der Zeit verbessert?
 
Kathrino  sagt am 26.11.2015
Hallo Marzocchi,
vorab: du hast das schlimmste hinter dir! :-)

Ich habe noch eine ganze Zeit nach der OP unter einer verminderten Hörleistung gelitten, obwohl die Ärzte in Hörtests nicht einmal besonders große Defizite feststellen konnten. Auch ein gewisses Fremdkörper- oder "Andersartigkeits"-Gefühl im operierten Ohr hat mich lange gestört.
Tatsächlich hat es sich mit der Zeit gegeben. Ich habe nach 6-8 Monaten sogar noch einmal den Arzt gewechselt, der mir dann ausgezeichnete Hörleistung attestierte, obwohl ich so unzufrieden war. Nach circa 12 Monaten, würde ich sagen, hat sich aber alles eingespielt und ich höre wie vorher. Ein wenig unterschiedlich fühlt es sich immer noch an, womöglich bin ich was das angeht auch besonders sensibel, aber es ist nicht mehr störend. Ich mache viel häufiger das Bedürfnis nach einem Druckausgleich als früher (also dieses in die zugehaltene Nase pusten),was problemlos klappt. Und auch was Wasser & Co. angeht bin ich wieder vollends dabei. Nur ans Tauchen würde ich mich nicht wagen. Wobei ich das ohnehin nicht vor hatte. ;-)
Ich wünsche dir viel Geduld und bin mir sicher, dass sich auch bei dir im Laufe der Zeit wieder alles normalisiert. Und würde mich freuen, hier mal wieder von dir zu lesen! Alles Gute!
Kathrino
 
Marzocchi  sagt am 27.11.2015
Hallo Kathrino,

vielen herzlichen Dank für die prompte Rückmeldung - das gibt mir ein weing Hoffung das Besserung in Aussicht ist.

Deinen Angaben zu Folge haben wir die ähnlichen Symptome insbesondere mit dem permanenten Druckausgleich ausüben.

Ich habe das Problem mit dem Tinnitus, Hörverlust in den mittleren und oberen Frequenzbereich und Kacken im linken Ohr seit 2008. Über die Jahre haben die Probleme auch zugenommen. Ich habe seitdem diverse Ärtze und Kliniken konsultiert, ohne wirkliche Verbesserungen. Mein Leidensdruck war entsprechend hoch, da ich ein audiophiler Typ (Film und Musik Liebhaber) bin und vor allem mein Sport Windsurfen und Kiten zukünftig weiter betreiben möchte.

2012 hatte ich meine erste OP zwecks Entfernung der Gehörgangsexostosen und Gehörgangserweiterung, ohne hörbaren Erfolg. 2013 war die zweite OP zwecks Nasennebenhölenabtragung um eine Tubenfunktionsstörung auszuschließen. Im November 2015 wurde erneute Gehörgangserweiterung, Tympanoskopie sowie Tympanoplastik Typ 1 in Intubationsnakose durchgeführt.

Nach der OP hatte ich starke Schmerzen und es trat regelmäßig Blut aus dem Ohr heraus. Der Tinnitus wurde auch hörbar stärker, ist aber nach einer 10 tägigen Kortisonbehandlung mit Tabletten auf den Zustand wie vor der OP wieder zurück gegangen - trotzdem immer noch sehr nervig und drückt aufs Gemüt. Nun wurde die Tamponage und die Sikikonfolie entfernt und eine Verbesserung der Hörfähigkeit ist NOCH nicht eingetreten. Das sei aber nach Rücksprache mit dem Arzt und Operatuer normal und man muss sich ca. 4-6 Wochen gedulden, da die Wunde noch heilen muss. In der Regel wird ein verbessertes Hörergebnis erst nach 6-12 Monaten eintreten, so hoffe ich auch. in 2 Wochen gehe ich nochmal in die Klinik um einen ersten Hörtest zu machen.

Ich hoffe das alles wieder gut wird.

Liebe Grüße aus Frankfurt

P.Marzocchi
 
Caprice  sagt am 05.12.2015
Hallo an alle Leidensgenossen,
heute möchte ich meine Erfahrung in Sachen Tympanoplastik mal kundtun.
Ich wurde am 3.11.15 am linken Ohr operiert. Ich bekam eine Tympanoplastik-Revision Typ III. Laienhaft ausgedrückt bekam ich ein komplett neues Trommelfell, eine Gehörknöchelprothese und eine Gehörgangserweiterung.
Ich habe mich zu dieser OP entschieden, da ich unter dem Hörverlust links doch zunehmend gelitten habe. Man stelle sich vor, dass ich weder mit dem linken Ohr telefonieren konnte noch es mitbekommen habe, wenn eine von mir links sitzende Person mir irgendwas erzählt hat. Somit gab es die Alternative Hörgerät oder OP.
Ich bin 38 Jahre und hatte diese OP (Typ I) schon mal 1994. Allerdings ohne Erfolg.
Die jetzige OP verlief super und auch hinterher ging es mir sehr gut. Ich hatte keinerlei Beeinträchtigung, weder Geschmacksverlust noch Gesichtslähmung noch irgendetwas anderes.
Wurde dann am 6.11.15 planmäßig entlassen. Alles gut... Am 3.12.15 hatte ich den Termin zur Entfernung der Ohrtamponade. Mein Prof. ist super zufrieden mit dem Operationsergebnis. Und auch ich merkte sofort eine Hörverbesserung. Ich bin total happy...
Jetzt muss ich mir regelmäßig eine Lösung ins Ohr tropfen. Am 28.1.16 habe ich Termin für die ganzen Tests. Ich bin mal gespannt, wie es schwarz auf weiß aussieht.
Die Narbe hinter meinem Ohr ist sehr gut verheilt. Lediglich ein Taubheitsgefühl am oberen Ohrrand habe ich noch. Da sagt aber der Arzt, dass es bis zu sechs Monaten dauert bis sich die Hautnerven erholen.
Mein Hören ist noch etwas blechern. Da hoffe ich das sich das mit der Zeit noch gibt. Ohrgeräusche habe ich keine.
Mir ist aufgefallen das wir in einer ganz schön lauten Welt leben. Aber ich denke daran gewöhne ich mich.
Ich bereue es jedenfalls nicht diese OP gemacht zu habe.
Ich möchte aber noch sagen, dass man sich den Operateur und die Klinik sehr genau aussuchen sollte. Ich war auch weiter weg von zu Hause, habe aber auf Empfehlungen und mein Bauchgefūhl gehõrt.
Ich würde mich freuen von jemanden zu hören, dem es so ergangen ist wie mir.
Und zum Schluss wūnsche ich allen, die es noch vor sich haben alles Gute. Und sage: denkt positiv!
Lg Caprice
 
Marzocchi  sagt am 06.12.2015
Hallo Caprice,

freut mich das alles zu Deiner Zufriedenheit gelaufen ist. Meine Tympanoplastik ist jetzt 4 Wochen her und vor 10 Tagen ist die Tamponage und Silikonfolie entfernt worde. Aktuell höre ich schlechter als vor der OP. Außerdem musste ich seit gestern feststellen, dass ich noch immer Luft durch das Ohr blasen kann. Habe morgen ein Termin in der HNO Poliklinik, bin mal gespannt was der Operatuer daz sagt. So wirklich zufireden bin ich aktuell nicht. War bei Dir die Gehöhrknöchelkette nicht in Takt oder warum würde Typ III durchgeführt? Da wird doch diese Titan Prothese PORP oder TORP eingestezt oder?

Schöne Grüße,
Patrizio Marzocchi
 
Caprice  sagt am 06.12.2015
Guten Abend Marzocchi,

das tut mir sehr leid für dich, das du trotz des Eingriffs noch immer Probleme hast und offenbar auch keine Hörverbesserung eingetreten ist. Bitte gib mir Bescheid was dein Operateur dazu sagt. Würde mich sehr interessieren.
Meine Gehõrknõchelkette wurde schon 1994 teilweise durch Prothesen ersetzt. Diese waren aber ohne Funktion und wurden jetzt durch die Tübinger Titanprothese Torp 3,5 mm ersetzt.
Ich drūck Dir die Daumen für deinen Termin morgen.
Lg Caprice
 
Marzocchi  sagt am 08.12.2015
Hallo!

Gestern wurde ein Hör-/Sprachtest durchgeführt. Beide Ergebnisse liegen unter den Werten wie vor der OP. Des Weiteren habe ich noch immer ein kleines Loch im Trommelfell, weil ich noch Luft durchblasen kann. Am 23.12.15 gehe ich nochmal zur Überprüfung in die Klinik, wenn es bis dahin nicht besser geworden ist muss das Trommelfell nochmal hochgeklappt werden um zu schauen was das Problem ist. BIn schon ein wenig depremiert.....
 
Caprice  sagt am 08.12.2015
Hallo Marzocchi,
das ist natürlich sehr schade, dass es immer noch diese Probleme gibt.
Das du jetzt deprimiert bist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Wahrscheinlich hast du noch relativ gut gehört vor deiner OP? Bei mir war fast nix mehr da und so ist es bei mir ein riesen Fortschritt, das ich wieder hören kann.
Ich hoffe für Dich, das es bis zum 23. eine Verbesserung gibt. Drück dir die Daumen! Und Kopf hoch...
Lg Caprice
 
Chrissi14  sagt am 17.01.2016
Hallo,
mir steht sehr wahrscheinlich auch eine Tympanoplastik rechts bevor.
Erst schauen sie sich per OP die Gehörknöchelchen an und entscheiden dann.

Links bin ich seit Kind an massiv schwerhörig, damit bin ich aber aufgewachsen und daran gewöhnt. Damalige OP's schlugen fehl, nie konnte was gemacht werden. Erst hieß es, laut meiner Eltern, dass von den Gehörknöchelchen nur noch Splitter da sind und dann waren sie ganz weg.

Rechts die OP steht nun im Vordergrund, weil ich durch heftiges Erbrechen (auch noch durch die Nase) im Oktober wahrscheinlich auch was davon hinters Trommelfell bekommen habe. Die Folge war eine Mittelohrentzündung mit starker Höreinschränkung und Druck im Kopf und Ohr. 5 Tage Kurzwellenbestrahlung und Durchpusten brachten nichts. Es erfolgte Überweisung zur Abklärung in HNO-Klinik. Der Termin war Anfang Dezember.
Trotz, dass ich das Gefühl hatte, wieder viel besser zu hören nach meiner eigenen Weiterbehandlung mit Inhalieren, Sinupret und Meerwassernasenspray = schlechte Hörtests = OP angeraten, die jetzt in 4 Wochen stattfinden soll.

Ich habe große Angst, dass die OP es nur schlechter macht anstatt besser und ich dann ganz aufgeschmissen bin, weil es ja beide Ohren betrifft. Mit einem Hörgerät kam ich damals nicht klar, möchte auch keins. Musik zu hören ist mir sehr wichtig, wenn ich das nicht mehr könnte, wäre es sehr schwer für mich.

Meine letzte OP auf dem linken Ohr war vor 20 1/2 Jahren, also schon über mein halbes Leben her.

Wer kann mich gegebenenfalls beruhigen oder aufklären?
 
Marzocchi  sagt am 17.01.2016
Hallo,
10 Wochen nach der OP ist es jetzt noch schlechter als vor der OP.
Angeblich liegt es an den Vernarbungen auf und um den Trommlfell. Dies kann mit einer weiteren OP entfernt werden. Das wäre dann mein vierter Eingriff. Das muss ich mir noch schwer überlegen, bevor ich garnichts mehr höre. Jede OP hat bei mir nur Verschlechterungen gebracht, ich bin hier serh skeptisch geworden. Muss aber in Deinem Fall nicht so sein. Musst Dir nur im klaren werden wie hoch Dein Leidensdruck ist. Viel Glück!
 
Caprice  sagt am 19.01.2016
Hallo Chrissi14,
meine erste OP links war 1994 (also auch 21 Jahre her). Die zweite OP war, wie bereits oben ausführlich beschrieben, am 3.11.2015. Ich kann nur positives berichten. Die Methoden haben sich verändert und auch die Materialien sind viel besser geworden.
1994 hat man mein Trommelfell nur geflickt, jetzt habe ich ein komplett neues TF bekommen. Es ist super angewachsen und erfüllt wunderbar seinen Zweck. Die Prothese die ich jetzt im Ohr habe ist aus Titan und auch völlig anders konstruiert wie meine ersten Prothesen für Hammer und Amboss.
Ich spreche hier ausdrücklich nur für mich und meine Erfahrung. Ich bin super glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben...
Gleichzeitig sage ich aber auch: schaut Euch die Klinik und vorallem den Operateur an. Lesst im Internet darüber nach... Nicht unbedingt die Klinik um die Ecke wählen, sondern eine die einen guten Ruf hat.
Und wenn möglich und noch nicht geschehen, hol dir eine zweite Meinung ein.

Letzten Endes ist es eine Entscheidung die man selber trifft. Es hängt immer davon ab, wie eingeschränkt man ist und wie sehr einen das "nicht hören" stört.

Ich bereue es nicht! Habe am 28.01.16 meine ganzen Tests. Ein erster Hörtest noch im Dezember ist super ausgefallen.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. Wenn du noch Fragen hast, dann meld dich einfach.

Lg Caprice
 
Chrissi14  sagt am 09.02.2016
Hallo Marzocchi und Caprice,

sorry dass ich erst so spät antworte!

Nächste Woche Dienstag werde ich stationär aufgenommen. Es wird dann noch einmal ein Hörtest gemacht und auch ein CT der Felsenbeine.
Ich hab schon ganz schön Schiss, dass das nach hinten losgeht und ich dann auf beiden Ohren nix mehr höre. Das linke ist ja eh schon immer kaputt. Ich höre zwar noch was auf diesem Ohr, kann aber nichts verstehen und kann nicht orten, wo eine Stimme oder ein Geräusch genau herkommt.

Auf meinem rechten Trommelfell soll auch schon eine Narbe sein, wahrscheinlich von einer unbehandelten Mittelohrentzündung vorher. Ich gehe nur sehr selten mal zum HNO-Arzt.

Darf ich euch fragen, in welcher Stadt ihr diese OP machen lassen habt? Gerne auch per PN. Schreibe euch dann auch, wo ich operiert werde.

Mein Leidensdruck: Naja, ein Ohr ist ja schon nahezu taub und hat keine Gehörknöchelchen mehr. Ich möchte nicht, dass es beim anderen Ohr auch so kommt. Die Ärzte wollen ja operativ nach den Gehörknöchelchen schauen und gegebenenfalls eine Tympanoplastik durchführen. Mein Trommelfell ist ansonsten in Ordnung. Da ich auch unter Depressionen und Co. leide, wäre eine missglückte OP ziemlich fatal für mich. Das ist halt meine größte Angst!!!

Caprice, ich wurde mit 6, 12 und 15 Jahren am linken Ohr operiert und man konnte damals nie was machen, so hieß es. Das rechte kam eben im Oktober dazu.

Zu der jetzigen Klinik (war da auch mit 6 und 12 Jahren) kann ich nicht viel sagen, finde keine Infos dazu. Wenn du magst kann ich dir ja mal den Link zur Klinikseite senden?!

Das "Nicht Hören" auf dem linken Ohr stört mich nicht, da ich ja so aufgewachsen bin. Rechts höre ich zwar nach meiner weiteren Eigenbehandlung wieder besser, aber ich weiß halt nicht, was mit den Gehörknöchelchen passiert ist und evtl. noch passieren kann. Sie können sich ja durchaus nach und nach auflösen, war ja links auch so.

Marzocchi, wie ist es bei dir nun weiter gegangen?
Und Caprice, wie waren deine Tests Ende Januar?
Ich hoffe, dass es bei euch beiden positiv verlaufen ist!


Liebe Grüße
Chrissi
 
Marzocchi  sagt am 10.02.2016
Hallo Chrissi,

ich wurde in der UGKM operiert.

Ich bin auch mit dem Ergebniss nicht zufrieden, ist nach 3 Monaten schlechter vom Hörergebniss als vor der OP. Werde mir eine dritte Meinung von einer anderen Klinik einholen.

Viel Erfolg bei Dir und nicht aufgeben.

Gruß,
Patrizio
 
Caprice  sagt am 10.02.2016
Hallo Chrissi,

ich habe mich in der Uniklinik Halle vom Professor Dr. Plontke operieren lassen. Auch auf Empfehlung einer Bekannten, die mit ihrem Ergebniss sehr zufrieden ist. Sie hatte vor der OP beidseitig Hörhilfen und benötigt diese nach der OP an beiden Ohren nicht mehr.
Meine ganzen Tests sind durchweg positiv ausgefallen. Habe jetzt annähernd das Hõrvermögen links wie rechts. Ca.75% Hörleistung.
Mein Prof. und seine Ärzte sind total zufrieden und ich bin es erst recht.

Schick doch mal den Link zu der Seite deiner Klinik und den Namen des Operateurs. Interessiert mich mal...
Ich hoffe natürlich, das alles klappt. Und du im Anschluss an die OP ein paar Sorgen weniger hast.
Drück dir die Daumen. Lass auf jeden Fall was hören...
Und: Solange du noch nicht in Narkose liegst kannst du immer nein sagen!!!

Lg Caprice

Ihre Antwort

Haben Sie bereits ein Benutzerkonto? Anmelden (Login)


Ja, ich möchte Antworten per E-Mail erhalten

Ich stimme den Nutzungsbedingungen und den Datenschutzbestimmungen zu.

War dieser Artikel hilfreich?

Fachwissen Trommelfell, Loch »
Trommelfell, Loch
Trommelfell Erkrankung (Trommelfellperforation)
Ein Riss im Trommelfell muss operiert werden, wenn er sich nicht von alleine verschließt