Obligatorischer Urintest bei häufigem Verstopfen des Katheters ?

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Guschy71  fragt am 06.06.2019
Sehr geehrte Damen und Herren,
über mehr als 2 Jahre nutzte mein 95jähriger Vater einen suprapubischen Katheter ohne jegliche Probleme. Erst innerhalb der letzten 2 Monate verstopfte der Katheter ca. alle 14 Tage, was jedes Mal einen Besuch in der urologischen Praxis erforderlich machte. Dort wurde leider der Katheterwechsel vollständig an das geschulte Praxispersonal delegiert, mit der Folge, dass der Urologe nicht persönlich in Erscheinung trat. Mein Vater ist nunmehr verstorben. Als Todesursache wird von einer Urosepsis ausgegangen. Natürlich mache ich mir viele Gedanken, ob durch einen frühzeitigem Urintest in der Praxis sein Tod vermeidbar gewesen wäre. Meine Frage: Gibt es eine Leitlinie, die das häufiges Verstopfen des Katheters als Indikation für einen obligatorischen Urintest in der Praxis vorgibt?
Portrait Frank Schulenburg, Urologische Privatpraxis Alstertal, Hamburg, Urologe
F. Schulenburg  sagt am 10.07.2019
Eine Leitlinie direkt dazu gibt es nicht, aber spätestens beim zweiten Verstopfen nach kurzer Zeit hätte gezielte Ursachenforschung (MIT Arzt) durchgeführt werden sollen ...nach meiner Meinung
 
Guschy71  sagt am 10.07.2019
Hallo Herr Schulenburg, ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort !
Wenn es auch keine Leitlinie hierzu gibt, scheint es der behandelnde Urologe mit der Delegierbarkeit deutlich übertrieben zu haben.
Nochmals Danke !

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