Therapie bei Bone Bruise Tibiakopf links

4 Beiträge - 105 Aufrufe
?
Adam19  fragt am 17.06.2019
Hallo zusammen,

nach einem Sturz aus größerer Höhe, den ich mit meinem linken Bein abgefangen habe, habe ich (Belastungs-)Schmerzen in meinem linken Knie. Diese sind nun nach knapp 3 Monaten deutlich besser geworden: Von: Knie selbst beim kurzzeitigen Stehen nicht belasten wollen und immer möglichst locker gestreckt halten im Sitzen hin zu: im Alltag kaum noch spürbare Belastungsschmerzen (Bürojob), nach längerem Bewegen (mehrere Stunden Stehen/Laufen) aber noch spürbar.

Zwei Monate nach dem Unfall (also vor etwa einem Monat) wurde ein MRT erstellt.
Befund:keine Fraktur, flaues Spongiosaödem im hinteren Anteil des laterales Tibiakopfes,Differentialdiagnose: Überlastungsödem oder noch persistierendes Kontusionsödem

Bänder, Knorpel, Menisi, Weichteile o. B.

Mein behandelnder Arzt schlug mir folgende Therapie vor: Rahmenorthese zur Entlastung des betreffenden Kniegelenkspaltes für 4 Monate, Magnet-Resonanztherapie mehrere Sitzungen

Aus verschiedenen Gründen ging ich skeptisch aus der Sprechstunde, und fragte einen Bekannten (erfahrenen Orthopäden) nach seiner Meinung zur Therapie: Befund sei nicht so schwerwiegend, keine Orthese und Magent-Resonanztherapie notwendig, lediglich schmerzadaptierte Belastung.

Ich neige dazu, der Zweitmeinung größeres Gewicht zukommen zu lassen. Ist ein Verzicht auf die vorgeschlagene Therapie vernünftig?

Herzlichen Dank und Gruß aus dem hohen Norden.
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 18.06.2019
Ist es. Aus meiner Sicht gibt es keinen Nachweis, dass Ihnen dies nützt.
Allerdings nützt es dem Arzt, der die Therapie durchführt ;-).
Ist eine Osteoporose bekannt?
Ggf abklären lassen.
Ich würde mal einen Versuch mit MSM machen, hier berichten viele Patienten über eine deutliche Linderung der Beschwerden.
Grüße und gute Besserung aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tr
 
Adam19  sagt am 19.06.2019
Vielen Dank für diese klare Antwort.
Dass die Orthese wirksam sein könnte, erscheint mir nachvollziehbar, da Sie ja den betroffenen Gelenkspalt entlasten kann. Allerdings habe ich eine überwiegend sitzende Beruftätigkeit und spüre daher im Alltag keine Einschränkungen. Nur leichte Schmerzen bei Belastung. Dazu vermute ich, dass eine mehrmonatige Entlastung auch der Muskulatur/ des Bandapparates durch die Knieorthese nicht ausschließlich positiv ist. Geht hier sozusagen die Kosten/Nutzen-Rechnung auf?
Ist es in dieser Hinsicht sinnvoll und notwendig auf die Knieorthese zurück zu greifen?

Ich stelle nur explizit diese Frage wegen der o.g. Zweitmeinung (die das nicht für notwendig hielt) und der Tatsache, dass die Therapie von meinem Arzt ohne der vorherigen Frage nach meinem Befinden festgelegt worden war ...

Einen Befund hinsichtlich Osteoporose habe ich nicht. Mein Alter: 32/m

Vielen Dank
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 19.06.2019
Ich bin nicht so der Orthesenfreund...
Einen Nachweis, dass diese irgend etwas bringt, kenne ich nicht.

Jetzt antworten

Teilen