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Yersinien-Infektion

23 Beiträge - 13511 Aufrufe
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Gretel  fragt am 10.07.2009
Durch eine Blutentnahme stellte sich heraus,daß bei meinem Mann eine Infektion mit Yersinien vorliegt.Da ich schon seit langer Zeit unter morgendlichen Durchfällen leide,die ich aber bisher als "psychosomatisch" abtat,ließ ich mir auch Blut entnehmen.Meine Yersinien-IgA betrug 61.7 U/ml(Norm
 
nachtigall  sagt am 02.08.2010
YERSINIEN_ KOMPLIKATION!!!
Hallo, mein Mann liegt seit knapp 2 Wochen mit Diagnose Yersinien und Antibiotika in der Klinik. Hat HLA- B27 positiv und kann vor Schmerzen kaum noch. Massive Schwellungen in den unteren Extremitäten( speziell Kniegelenk - mehrfach punktiert) und Fußgelenke, ab und zu Daumengelenk (kommt und geht). Von allen Symptomen keine Besserung seit AB- Gabe. Schmerzen verschwinden nicht. Nimmt seit ca. 2 Wochen 3-5 Tramadol + Ibu 400 und hilft nur bedingt. Einzige Therapie sind die AB (erst Cefurax, dann Ciprofloxacin) und die Schmerzmittel. Keine Physio, keine Lymphdrainage, keine anderen Mittel. Ist mir deutlich zu wenig für die massiven, langanhaltenden Beschwerden. Er soll in 2 Tagen aus der Klinik nach Hause- krank bis auf Weiteres. Die Aussage reicht mir nicht. Er hatte in den letzten Wochen/ Monaten wohl auch eine EBV, Toxoplasmose, Cytomegalie, Chlam. pneumoniae, Harnwegsinfekt unklarer Genese. Was kann man noch tun??? Wie gehen die Schmerzen weg??? HILFE!!!
 
hape01  sagt am 02.11.2010
Hallo, ich denke das Problem der Yersiniose wird immer noch in der Dramatik unterschätzt und zu of "wegverhandelt". Ich habe das selbst erlebt! - Mit häßlichen Folgen wie jahrelanger Pseudoappendizitis, Thrombosen und anderen Problemen.
Als Antibiotikatherapie kann soweit, wie ich es mitbekommen habe, nur eine längere Therapie mit sehr gut membrangängigen Antibiotika helfen! Außerdem ist auf die Zerfallsprodukte der Yersinien zu achten - die können als (Super-)Antigene für erhebliche Probleme sorgen, wenn sie erneute Entzündungsreaktionen erzeugen.
Ich frage mich, ob nicht eine latente disseminierte Infektion mit Yersinien in der Gefäßwand kleiner Gefäße die Ursache für viele chronische Erkrankungen sein kann. Wenn intrazellulär infizierte Zellen zu immunpräsentierenden Zellen werden, ließe sich der schubweise Verlauf einiger gravierender chronischer Erkrankungen anscheinend damit erklären. Es fehlt nur die auf Fakten basierende Prüfung!

HaPe
 
VERITAS  sagt am 16.03.2013
Probieren Sie unbedinkt mit Propolis Tinktur vom Imker (weil von Apotheke nur fuer äuserliche Anwendung und zu teuer ) 3 mal täglich, in 1 Glas lauwarmes Wasser 2 Esslöffel Honig mit 20 Tropfen Propolistinktur,trinken.Anwendung dauert 14 tage.Ich hatte die Yersiniose auch und bin jetzt frei davon.Während der Propolis Einnahme kein Fleisch,keine Milchprodukte,Alkohol,Gewürze,sondern mehr kartoffeln,Möhren,Äpfeln,essen.Möglichst BIO.Propolis ist nicht nur das staerkste Naturantibiotika,sondern wirkt Immunsystem unterstützend.
 
NewHm  sagt am 09.06.2015
Hallo Veritas, danke, das ist vielleicht die Info nach der ich gesucht habe...
Frage: hattest Du die Yersiniose lange ? (meine dauert jetzt schon 4,5 Jahre an, aber bisher konnte sie nicht eindeutig bewiesen werden obwohl alle Symptome passen; ist inzwischen wohl eine chronische 'Pseudo-Crohn' - meine Einschätzung).
Wurde Deine per Analyse bestätigt (und falls ja, welche, wo) ?
Hattest Du seither einen Rückfall ?
Wie alt bis Du (ungefähr); ich bin 61 und hab auch schon ein 6-wöch. Heilfasten hinter mir das auch nicht geholfen hat.
Die Kur mit Propolis habe ich vor 5 Tage begonnen...
Danke im voraus für die Rückmeldung,
Mfg, NewHm
 
olba  sagt am 21.08.2017
Hallo NewHm,

bei mir wurde laut ELISA keine YErsinien nachgewiesen, jedoch passen auch alle Symptome.

Wuerde mich gerne mit Dir mal austauschen ueber Deine Erfahrungen.

Olaf
 
stephan23  sagt am 13.09.2017
Habe durch ein großes Blutbild folgende Diagnose bekommen.
Starker Nachweis von Yersinien Befall. Unheilbar Krank da viele Gelenke
Bei mir schon mit reaktiver Arthritis befallen sind.Der Prozess ist nicht mehr
Umkehrbar ,da die noch nicht befallenen Gelenke noch befallen werden.
Bekomme nur Ambulante Schmerztherapie verschrieben.Mit starken Schmerzmitteln bin ich fast Austheraphiert und bekomme in Zukunft
Morphium.
Das Urteil war für mich sehr erschütternd.
Stephan
 
olba  sagt am 13.09.2017
Hallo Stephan,

das hoerst sich richtig schlimm an... tut mir leid.

Dennoch die Frage, wenn Yersinien festgestellt wurden, ob Dein Arzt dagegen was unternimmt, sprich Antibiotika Dir verschrieben hat?
 
stephan23  sagt am 13.09.2017
Hallo Olba,ja die Ärztin hat mir​ was aufschwatzen wollen.Habe mich dann kundig gemacht das dieses Mittel sehr starke Nebenwirkungen erzeugen kann.
IDas Mittel soll ja nur lindern eine Heilung gibts ja nicht für mich.
Daher habe ich diese Rollkur abgelehnt .Was aber mir empfohlen wurde ist die Ambulante Schmerztherapie,die ich auch wahrnehme.
Stephan
 
olba  sagt am 13.09.2017
Hallo Stephan,

das die Folgen von Yersinen in Deinem Fall nicht mehr geheilt werden koennen, mag ja sein. Dennoch solltest Du die Ursache von dem Ganzen, naemlich die Yersinien, bekaempfen.

Olaf
 
stephan23  sagt am 13.09.2017
Nein das ist leider Falsch ! .Erklärung : Jeder Mensch kann im Laufe seines lebens Yersinien aufnehmen.
Diese werden aber wieder ausgeschieden zürück bleibt aber ein bestimmter Marker der nur durch ein großes Blutbild erscheint.
Was die Yersinien zurücklassen oder verursachen ist diese Verhängnisvolle reaktive Arthritis.
Stephan
 
olba  sagt am 13.09.2017
OK, bei der Erklaerung.

Wenn Du Dir da sicher bist, da Du die nicht mehr hast, dann sehr gut nachvollziehbar.
 
stephan23  sagt am 13.09.2017
Das hat mir die Ärztin in der Viriologie so erklärt.Eine früh Erkennung gibt es nicht.Yersinien werden zb. durch Genuss von rohen Fleisch übertragen,
Der Körper wehrt sich mit Bauchkrämpfen und Fieber dagegen und scheidet diese wieder aus.Mann müsste also bei jedem Durchfall und Magenkrämpfen ein großes Blutbild machen,also somit ausgeschlossen.
Bei mir ist man seit 3 Jahren darauf gestoßen.Bisher Spinalkanalstenose, Arthrose in verschiedenen Gelenken.War bei einen Neurologe.
Seit einen Jahr habe ich eine bestimmte Begleiterscheinung.
Fieber, Schüttelfrost, aufsteigende Schmerzen am ganzen Körper,man kann sich nur hinlegen wenn der Schub kommt.Man geht die Decke hoch.
Er hat mich vorigen Monat in die Viriologie überwiesen, Ergebnis positiver Nachweis Yersinien in Verbindung einer reaktiven Arthritis.(unheilbar).
 
hape01  sagt am 21.05.2018
Hallo Stephan,
Du weist aber, dass Yersinien im Muskelgewebe überleben und sich vermehren können? Sie können sich auch in Körpereigenen Zellen verstecken und die Immunabwehr aktiv manipulieren! Stuhlproben liefern dann keine positiven Ergebnisse für eine Infektion obwohl sie vorhanden ist.
Hier muss man strategisch über längere Zeit mit membrangängigen Antibiotika behandeln und dabei beachten, dass man die Mitochondrien nicht zu sehr mit der Antibiose schädigt.

Ich wünsche alles Gute

Hans-Peter
 
stephan23  sagt am 21.05.2018
Hallo Hape ,das mag alles sein.
Meine Infektion ist schon lange her .Diese hat sich manifestiert. Mit was ich mich nun Rumpflagen muss
ist eine reaktive Arthritis.Da ich auch noch eine Spinalkanalstenose habe und für die Chronischen Schmerzen Opiate einnehmen muss kann ich nicht noch irgendwelche Arztneimittel nehmen die sie in der Viriologie anbieten.Das wurde mir so gesagt.
Weiterhin wie ich's schon beschrieben habe.
Zur Zeit fängt es in beiden Schultergelenken an .
Sag mir einer was ich tun soll.
Und wenn das Urteil heißt unheilbar ,dann ist es so.
 
dohego  sagt am 19.09.2018
Guten Tag, ich bin neu hier.
Habe heute die Diskussion über Yersiniose gelesen und möchte gerne mit HaPe Kontakt aufnehmen. Ich kämpfe seit Jahren für eine Behandlung meiner chronischen Yersiniose mit Antibiotika, stoße aber leider bei Ärzten auf völliges Unverständnis. Im Gegensatz zu Stephan (den ich sehr bedauere) habe ich nicht resigniert, sondern bin der Ansicht, dass alles versucht werden muss, was nur einen Schimmer von Heilungschance verspricht. Ich finde es unverantwortlich und borniert, was man Stephan erzählt hat. Offensichtlich hat es ihn total deprimiert.
Meine konkrete Bitte an HaPe: Würdest Du dein Wissen über die Yersinien bitte mit mir teilen? In diese Richtung habe ich auch schon recherchiert, aber bisher nur rudimentäre Informationen erhaschen können. Mir sind die Überlegungen von Prof. Langer, Düsseldorf, bekannt. Am Helmholtz-Zentrum in Braunschweig forscht eine Frau Prof. Dersch an Yersinien. Es gibt aber von ihr bisher nur spärliche, sehr allgemein formulierte Ergebnisse. Weißt Du mehr? Und vor allem: Wer unter den Medizinern kennt sich mit der Erkrankung aus, nimmt sie ernst und ist bereit, eine Behandlung mit Antibiotika durchzuführen? Ich wohne im Rheinland, wäre dafür aber bereit, bis ans Ende der Welt zu reisen. (Habe mich seit Jahren um einen Termin bei Prof. Langer bemüht, werde aber von seinem Sprechstundenteam stets abgewiesen). Einfach hinzufahren, halte ich auch nicht für sinnvoll. Ich kann ja nicht im Vorzimmer "Terror" veranstalten. Das würde vermutlich auch nichts nützen.
Ich hoffe sehr, dass diese Nachricht dich erreicht und danke ganz herzlich im Voraus.
Dohego
 
hape01  sagt am 25.09.2018
Hallo Dohego,
ich habe Deine Anfrage gerade gesehen und möchte daher antworten.
Zu mir: Ich bin ein Ingenieur, der sich während des Studiums in der Mensa eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hatte. Da die Symptome aus meiner Sicht nicht so dramatisch waren und ich am nächsten Tag eine wichtige Prüfung zum Vordiplom hatte, habe ich nicht krank feiern und mich mit Medikamenten vollstopfen wollen.
Damit habe ich die Infektion anscheinend verschleppt und alle möglichen Folgeprobleme sollten sich einstellen. Das ging über Jahre und endete mit der Diagnose: "Sie haben MS! Da kann man nichts machen!".
Genau diese Antwort, mit der ich immer wieder ins Leere laufen gelassen wurde, hat dazu geführt, dass ich angefangen habe zu Lernen. Das Beschaffen von Fakten zu meinem Gesundheitszustand und die Einsicht in Diagnosen, waren ein echter Hindernislauf! Die Lebensmittelvergiftung habe ich in 1982 gehabt. Nach wenigen Monaten stellten sich dann etliche Komplikationen ein, die nicht wirklich spaßig waren. Die eine war die Symptomatik einer Pseudoappendizitis, die man immer wieder wegverhandelt hatte. Diese begann kurz nach der Lebensmittelvergiftung und dauerte bis in den November 1996! Ich hatte häufiger nach Antibiotika gefragt, sie aber nicht bekommen!
Was war 1996, dass die Pseudoappendizitis aufgehört hatte? Ich wollte für ca. 6Wochen eine Reise nach Afrika machen. Dafür muss man eine Malariaprophylaxe durchführen. Das ist normalerweise Resorchin. Da ich aber die Diagnose einer gesicherten MS hatte und stur darauf bestanden habe, die Reise durchzuführen, verschrieb mir meine Ärztin damals Doxycyclin 200mg als Malariaprophylaxe. Das war das Beste, was mir passieren konnte! Doxicyclin ist ein sehr gutes Antibiotikum, das auch innerhalb von Zellen eine gute Wirkstoffkonzentration erreichen kann, was Penizillin und viele andere Antibiotika nicht schaffen! Für die Behandlung von Yersinien ist dies aber wichtig, da diese Bakterien in Körpereigene Zellen eindringen und sich vor dem Immunsystem verstecken können.
Die erste Einnahme hatte dann auch nach relativ kurzer Zeit einer Herxheimer-Reaktion ausgelöst. Da ist eine Reaktion auf Zerfallsprodukte der abgetöteten Bakterien. Ich gebe zu, ich war damals am Verzweifeln und kurz vorm Suizid, weil ich das Gefühl hatte, dass keiner wirklich zuhören und verstehen wollte. Entsprechend hatte ich auch niemandem Bescheid gegeben, dass ich diese heftigen Reaktionen bekommen habe. Ich schlief einfach ein mit extremer, so noch nie erlebter Müdigkeit!
Sie sehen aber, dass ich noch schreiben kann! Es war also nicht das Ende! Die folgenden drei Tage habe ich gefühlt überhaupt nicht mehr schlafen können. Sie kennen vielleicht das Gefühl, wenn man eine schwere Krankheit überstanden hat und der Körper sagt: "Jetzt wird wieder gelebt!". Ich bin dann, nach wenigen Tagen, an die Elfenbeinküste geflogen. Dieser Zyklus, von ca 10 oder 11 Tagen, aus extremer Müdigkeit gefolgt von einer Phase mit extremer Energie setzte sich unter der dauerhaften Doxicyclin-Einnahme auch in Afrika noch mehrere Male fort. Dann hatte sich eine Situation eingestellt, wo die chronische Müdigkeit und Erschöpfbarkeit erheblich zurückgegangen sind.
Ich denke, es ist wichtig, dass die Antibiotikatherapie ausreichend lange dauern muss, damit man die Yersinien auch ausreichend reduzieren kann. Der Hintergrund ist der, dass meiner Meinung nach, Yersinien sich in einen "Dormant-Modus" versetzen können. Der Hintergrund ist der, wenn für diese Bakterien nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen, legt ein Teil der Bakterien sich schlafen. Dann zerstören sie sich nicht selbst durch unvollständige Teilung, weil Nährstoffe fehlen! Das Problem für den Menschen ist jedoch hier, dass das Antibiotikum wegen des reduzierten Stoffwechsels der Bakterien im Dormant-Zustand nicht mehr in ausreichender/wirksamer Menge aufgenommen wird.
Ein weiteres Problem scheint auch noch zu sein, dass die Yersinien in den Gefäßen zu Schäden und Durchblutungsstörungen führen können. Daher sollte man meiner Meinung nach versuchen, die Yersinien so früh wie möglich systematisch zu bekämpfen, wenn es zu einer komplizierten Infektion gekommen ist. Sonst sind schwere chronische Erkrankungen der Preis, den man als Patient bezahlen muss.

Soviel vorerst.

Ich muss morgen sehr früh aufstehen

HaPe
 
dohego  sagt am 26.09.2018
Hallo HaPe,
nur ganz schnell eine Rückmeldung: ich bin überwältigt! So ähnlich ist es mir auch ergangen. Ich könnte jeden Satz unterschreiben. Meine "Pseudoappendizitis" führte zum Herausrupfen des Blinddarms und 2 Jahre später auch der Gallenblase. Alles vergeblich, ist ja klar.
Vier oder fünfmal habe ich Doxyciclin genommen. Hat jedes Mal geholfen - für drei Wochen. Danach alles wie gehabt. Keiner ist auf die Idee gekommen, das mal länger zu verordnen. Leider mit der Folge: Doxy-Resistenz.
Kämpfe jetzt für die Verordnung von neuen AB. Ist noch nicht klar, ob ich damit durchkomme.
Nur so viel für jetzt, da unter Arbeitsdruck. Ich melde mich alsbald wieder. Wünsche trotzdem gute Besserung.
Ich freue mich sehr über unseren Kontakt. Zu mehreren ist man stärker als allein.
Herzlich
Doris (habe mein Pseudonuym vergessen)
PS: Falls das jetzt zweimal kommt, sorry, ich wurde kurzfristig aus dem thread rausgeschmissen.
 
dohego  sagt am 26.09.2018
Nachtrag an HaPe und alle anderen Leidenden:
Nicht aufgeben!
Laien haben die Arche gebaut - Experten die Titanic!
Dohego
 
hape01  sagt am 06.10.2018
Hallo Doris,
sorry, dass es etwas gedauert hat, bis ich mich wieder melde.
Ich habe leider zu wenig Leben um Alles mit 100% zu erledigen. Nein, keine Sorge, es geht mir gut! Es gibt nur zu viele interessante Dinge im Leben!
Du schreibst, dass sich bei "Deinen Bakterien" Resistenzen gegen Doxicyclin gebildet haben. Ich habe gegen Ende meiner Geschichte auch das Gefühl gehabt, dass die antibiotische Wirkung nachgelassen hatte. Das muss, meiner Meinung nach, jedoch nicht zwingend ein Indiz für die Entwicklung einer Resistenz sein!
Warum? Für mich stellt sich hier die Frage, ob es sich um echte Resistenzen handelt, oder um einen reduzierten Zugang des Antibiotikums zum Bakterium!
Der Unterschied ist für mich der Folgende: Wenn ein Bakterium eine Resistenz entwickelt hat, kann es diese Informationen bei der Teilung weitergeben, weil sie im "Genom" gespeichert ist. Wenn allerdings nur ein reduzierter Zugang des Antibiotikums zu den Bakterien vorliegt, kann das Antibiotikum nicht wirken, weil die Konzentration der wirksamen Substanzen im Antibiotikum nicht ausreicht! In diesem Fall wären die Nachkommen der Bakterien nach wie vor durch das Antibiotikum tödlich bedroht.
Und wie soll dass funktionieren? Forscher aus Südafrika und England (https://www.ncbi.nl[Link anzeigen]/) haben herausgefunden, dass sich einige Bakterien in einen "Dormand"-Zustand - Einen Schlafzustand versetzen können, wenn möglicherweise Umgebungsbedingungen dafür sorgen, dass z.B. nicht ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen, dass die Zellen sich teilen können oder das Immunsystem des Wirtes zu stark aktiviert werden würde. Dieser Schlafmodus sorgt dann dafür, dass diese Bakterien sich dem Immunsystem z.B. in körpereigenen Wirtszellen entziehen können, weil sie nicht durch Stoffwechselaktivitäten und Abfallprodukte auffallen! Das ist also ein evolutionärer Vorteil - spätestens wenn Fressfeinde und Aasverwerter das bakteriell verseuchte Gewebe fressen und der Millieuwechsel der Umgebung das Bakterium wieder "aufweckt".
Für den Wirtsorganismus hat der reduzierte Stoffwechsel der pathogenen Bakterien allerdings den Nachteil, dass sie schwer oder gar nicht entdeckt werden und Antibiotika nicht wirken können, weil sie schlicht und einfach nicht vom Bakterium aufgenommen werden.

Ich möchte diese Frage hier etwas verbreiten, weil ich glaube, dass sie der Schlüssel zu einigen chronischen Krankheiten ist. - Einige von denen fahren momentan unter der Flagge "Autoimmunerkrankungen"!
 
hape01  sagt am 06.10.2018
PS:
Den Vergleich mit der Arche finde ich gut :-)

Aber hier denke ich, es kommt auf das Zuhören und das Miteinander an!
Was nützen die genialsten Ideen, wenn ich sie nicht umsetzen kann, weil mir die geschickten Hände fehlen?
Das was von uns bleibt ist das, was wir geben und teilen!

LG HaPe
 
hape01  sagt am 11.11.2018
Hier noch ein Link zum Thema Yersinien, die sich verstecken:

[Link anzeigen]

über die Arbeit des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig

LG HaPe
 
dohego  sagt am 12.11.2018
Lieber HaPe,

ich muss mich viele Male entschuldigen, dass ich mich nicht schon früher gemeldet habe. Was soll ich zur Entschuldigung vorbringen? Es ging einfach organisatorisch vieles drunter und drüber bei mir in letzter Zeit.

Hab' vielen Dank für den Hinweis auf die Forschungen in Braunschweig. Die sind mir bekannt, ich habe sie schon in meinem ersten Beitrag erwähnt. Ich habe dort auch nachgefragt, denn was die herausgefunden haben, ist m. E. sehr relevant. Aber ich habe nie eine Antwort erhalten. Die Yersinien sollen sich laut Frau Prof. Dersch im Darmlumen in eine Schleimschicht hüllen und sich so den Abwehrzellen entziehen. Offensichtlich können aber zellgängige Antibiotika sie trotzdem erreichen, denn sonst würde ja das Tetracyclin nicht wirken.

Habe mehrfach meinen behandelnden Arzt gebeten, ja angebettelt, er möge sich doch mal mit Prof. Dersch in Verbindung setzen, um sie zu den Yersinien und Ihren Lebensbedingungen sowie ihrem Vermehrungszyklus zu befragen oder einen Assistenten darauf anzusetzen. Das hat er aber offensichtlich nicht nötig. Ich finde das höchst arrogant.

Ich bin so sauer auf die ganze Medizinerschaft. Ich halte die alle nur noch für geldgierig und zynisch. Einerseits schwätzen sie vom "mündigen Patienten", wenn sich aber mal einer kümmert und Informationen beisteuert, dann ist es auch nicht recht, dann fühlen sie sich bevormundet. Dein berechtigtes und nur allzu verständliches Streben gesund zu werden wird dann auch noch als Renitenz interpretiert.

So ist von meiner Seite von der "Yersinien-Front" leider nicht viel neues zu berichten. Ich hatte ja schon geschildert, dass ich um eine Antibiotikabehandlung kämpfe. Die habe ich auch erhalten, aber leider mit Mitteln, gegen die meine "lieben" Keime längst resistent sind. Was mich allerdings stutzig macht, ist die Tatsache, dass es ein wenig geholfen hat, d.h., eine leichte Besserung ist eingetreten. Weg sind die Beschwerden aber leider nicht.

Was Du über die Zuordnung zu Autoimmunerkrankungen schreibst, ist ja gerade das, was ich den Medizinern vorwerfe. Sie machen es sich zu einfach. Wenn Sie irgendwas nicht verstehen oder keine Zeit/Lust/Neigung haben, sich tiefer damit zu beschäftigen, dann suchen sie sich irgendein Etikett, das sie dem Patienten anheften. Der Prozess, den Du schilderst, zeigt ja ganz deutlich, dass es sich eben n i c h t um eine Autoimmunreaktion handelt, sondern sehr wohl um eine Reaktion auf das Bakterium.

Dass die Behandlung mit den Tetracyclinen bei mir vier oder fünf mal erfolgreich war und angeschlagen hat, ist für mich der stärkste Beweis, dass es sich um einen lebenden Keim handelt, den man auch bekämpfen kann. Nur leider wurde die Kurzzeit-Behandlung so oft wiederholt, bis die Resistenzen komplett waren. Ich war damals noch nicht informiert genug, um von mir aus auf die Idee zu kommen, das Medikament über einen längeren Zeitraum zu nehmen. Ein Arzt mit ein wenig Erfahrung hätte aber darauf kommen müssen. Das ist ja nun wahrlich nichts neues, dass Keime gegen Antibiotika Resistenzen bilden und man diese nehmen muss, bis alle Keime und deren Nachkommen eliminiert sind, weil die, die überleben, natürlich resistent geworden sind.

Ich habe mir eben noch einmal durchgelesen was Du geschildert hast. Da hast Du ja wirklich mit der längerfristigen Malaria-Prophylaxe ein riesengroßes Glück gehabt und dabei die Yersinien mit erwischt. Wie lange hast Du denn das Doxycyclin genommen? Und woher wusstest Du, dass Du Yersinien hattest und keine andere Infektion? Wie lange liegt das Ganze zurück? Gibt es die Ärztin noch, die dich behandelt hat? (Ich wusste allerdings gar nicht, dass man Doxy gegen Malaria verwendet und schon gar nicht zur Prophylaxe).

Ich stimme dem zu, was Du zu der Arche und den Umsetzungsmöglichkeiten sagst. Die geschickten Hände sind das eine, der Wille, wirklich zu helfen ist das andere. Und ein weiteres ist die Bereitschaft, neue Informationen aufzunehmen, auch mal etwas anders zu machen als der "Mainstream" und sich nicht nur an Altbekanntes zu klammern.

Zum Schluss noch: Ich bin zwar stinksauer, resigniert habe ich aber noch nicht. Wer nicht kämpft hat von vornherein verloren!

Herzliche Grüße
Doris

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