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Zyste NNH/Verschattung Kieferhöhle

13 Beiträge - 36 Aufrufe
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sunnygirl54  fragt am 01.12.2018
Hallo,
bei mir wurde im Rahmen einer Panoramaaufnahme wegen Schmerzen unter einer Zahnbrücke im August 2018 eine Verschattung der Kieferhöhle festgestellt. 3 unterschiedliche Zahnärzte sahen dies überhaupt nicht, die anderen beiden, bei denen ich dann in Behandlung war, meinten es sei nichts.
Nun war ich wegen öfter auftretenden (seit Jahren übrigens) Missempfindungen im Bereich des Trigeminus, besonders durch Wind und Kälte, beim HNO, der im Ultraschall eine Zyste der NNH feststelle. Jetzt soll ich zur Abklärung zum CT.
Vorausschicken muss ich noch, dass ich wegen der o.g. Beschwerden im März 2017 ein Kopf-MRT hatte, bei dem nichts festgestellt wurde.
Wie schnell wachsen Zysten/Tumore im NNH-Bereich? Es sieht also nach etwas aus, dass vor 20 Monaten noch nicht da war?!
Ich würde mich über Infos dazu sehr freuen.
 
Nitropenta  sagt am 01.12.2018
Hallo Sunny,

hatte auch ne Zyste in der Kieferhöhle.
Der Zahnarzt hat die eindeutig auf dem Röntgenbild erkannt.
Warum deine Ärzte das nicht eindeutig erkennen, erschliest sich mir nicht.
Ein CT halte ich (kein Arzt) für übertrieben, denke da will einer Geld machen!
Lass dir das Röntgenbild aushändigen und geh zu einem Kieferchirurgen damit.
Erzähl ihm aber nicht gleich die ganze Geschichte, sonst ist er voreingenommen.

Grüße
 
sunnygirl54  sagt am 01.12.2018
Hi Nitropenta,
lieben Dank für deine Meinung zum CT.
Mich würde interessieren, wie deine Zyste behandelt wurde und von wem? OP?
LG
S.
 
Nitropenta  sagt am 02.12.2018
Hallo Sunny,

auf meinem Röntgenbild war die Zyste deutlich als weißer Fleck zu erkennen, die andere Seite war dunkel (ist schon 30 Jahre her, vielleicht sehen die heutigen Röntgenbilder anders aus).
Der Zahnarzt hatte mich damals ins Krankenhaus überwiesen, dort wurde operiert.
Das Zahnfleisch wurde dabei im oberen Bereich zur Nase hin aufgeschnitten, der Knochen "aufgesägt", so dass die Kieferhöhle frei lag. Nach Entfernung der Zyste wurde zugenäht, die OP dauerte ca 45min. bei örtlicher Betäubung.
In der folgenden Nacht kamen dann die Schmerzen und die Gesichtshälfte schwoll stark an.
Die 4 Schmerzmittel die ich in der Nacht bekam waren nahezu wirkungslos, denke da gibt es heute aber bessere Mittel.
Denke das wird immer noch so gemacht. Die Medizin ist leider geprägt von trägen Ärzten und veralteten Methoden. Der Fortschritt wird durch Krankenkassen und Erbsenzählern in den Verwaltungen komplett ausgebremst. Da verdient man lieber viel Geld mit CT's...

Wie geschrieben, lass dir das Röntgenbild geben und geh zu einem Kieferchirurgen damit.
Und lass dir nichts erzählen, es ist freie Arztwahl.

Grüße
 
sunnygirl54  sagt am 02.12.2018
bei dem heutigen Stand der Röntgentechnik hätte ich auch gedacht, dass man deutlicheres sehen kann außer nur einer Verschattung der Kieferhöhle bei der Panoramaaufnahme.
Die Zyste wurde ja nur im Ultraschall beim HNO gesehen.
Und meine Zyste sitzt wohl in der Nasennebenhöhle unterm Auge. Bin nicht sicher, ob dafür der Kieferchirurg noch zuständig ist bei OP. Scheinbar operieren sowas wohl HNO-Ärzte oder Kieferchirurgen.
Ja, du hast recht - es ist freie Arztwahl. Aber einen wirklich guten Arzt zu finden macht mir große Sorgen. Ich bin aus dem Raum Mainz und würde mich über Empfehlungen von ähnlich Betroffenen freuen.
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 03.12.2018
Guten Tag,

eine Veränderung in der Kieferhöhle kann von Zahnwurzeln ausgehen, aber auch aus der Schleimhaut der Kieferhöhle entstehen. Oft sind noch andere Anteile der Nasennebenhöhlen betroffen. Eine Schnittbildgebung ist daher zweckmäßig und das CT mit am besten geeignet. Alternativ kann auch eine DVT durchgeführt werden. Auf einem MRT ist der Knochen nicht zu beurteilen. In Abhängigkeit des CT-Befundes ist dann zu entscheiden, ob Sie eine Patientin für den HNO- oder Zahnarzt sind.

Viele Grüße

P. R. Issing
 
Nitropenta  sagt am 03.12.2018
... die Zyste war bei damals sowas von eindeutig auf dem Röntgenbild erkennbar, da hatten die Ärzte null Zweifel.
Der operierende Arzt im Krankenhaus wollte mir gleich ein oder zwei Zähne im hinteren oberen Bereich entfernen, mein Zahnarzt widersprach, denn die Zähne "lebten" (Test mit vereistem Wattestäbchen. Die Zähne hab ich nach über 30 Jahren immer noch...

Da bei Sunny das Röntgenbild nicht eindeutig zu sein scheint, könnte das natürlich auch was anderes sein?

Danke Herr Issing für den Beitrag
 
sunnygirl54  sagt am 03.12.2018
Hallo Herr Professor Issing,
herzlichen Dank für die ausführliche Erklärung zum besseren Verständnis.
Morgen habe ich jetzt einen CT- Termin, werde berichten und dann sehen wir weiter.

Viele Grüße
 
sunnygirl54  sagt am 07.12.2018
Lieber Professor Issing,
ja, CT ist jetzt durchgeführt:
Leichte Nasenseptumdeviation nach rechts mit etwas verdickter NNH-Schleimhaut, insbesondere der Conchae inferiores, beidseits.
In die Kieferhöhle links ragende Oberkieferzahnwurzel links.
CT-morphologisch keine Hinweis für eine akute oder chronische Sinusitis.

Daraufhin mit Bildern zur Zahnärztin zur CT-Begutachtung. Sie meint, dass die Röntgenärztin "das was da nicht hingehört" fälschlicherweise als Zahnwurzel interpretiert.
Deshalb direkt eine 3D-Aufnahme gemacht.
Darauf ist zu sehen, dass das "Gebilde", evtl. Wurzelrest oder Osteom, in die Kieferhöhle ragt.
Da die Beschwerden nicht ständig da sind und eigentlich "nur" bei Wind und Kälte kommen, dringend davon abgeraten, da etwas herauszuoperieren.

Ich würde mich freuen, dazu Ihre Meinung zu hören.
Viele Grüße
 
sunnygirl54  sagt am 07.12.2018
Sorry, noch eine Bemerkung.
Die Beschwerden sind im Bereich des linken Wangenknochens. Leichtes, meist vorübergenendes, Druckgefühl. Zusätzlich habe ich häufig Migräne, allerdings rechtsseitig.
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 10.12.2018
Guten Morgen!
Ihre Schilderung hört sich gut an. Danach würde ich von HNO-Seite auch nichts machen und den weiteren Verlauf abwarten.

Viele Grüße

P. R. Issing
 
sunnygirl54  sagt am 10.12.2018
Hallo Herr Professor Issing,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Kurze Nachfrage - von HNO-Seite nichts machen und von Zahnarztseite???

Viele Grüße
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 10.12.2018
...das bitte ich Sie, einen Zahnarzt zu fragen.

P. R. Issing

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