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Nasennebenhöhlenentzündung durch Tumor?

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tanni  fragt am 28.09.2009
Hallo,mein HNO-Arzt sagt ich brauche eine Operation der Nasennebenhöhlen. Er hat mit einem Ultraschallgerät die Nebenhöhlen angesehen. Kann man so bereits ausschließen, dass ein bösartiger Tumor für die Nebenhöhlenentzündung verantwortlich ist. Welche Untersuchung ist dafür gegebenenfalls notwendig und welche Symptome hat so ein Tumor. Wie häufig kommt ein Tumor in der Nebenhöhle vor?
Vielen Dank im Voraus!
 
Ela2171  sagt am 09.10.2009
Hallo tanni,

ich bin gestern nach der Entfernung eines Tumors aus dem Krankenhaus entlassen worden und bin jetzt durch Zufall auf diese Seite geraten.

Hat man bei dir denn schon einen Tumor diagnostiziert? Oder vermutet man einen?

Ich war ständig erkältet, hatte Halsschmerzen, Bronchitis und recht heftige Fieberschübe. Dieses Jahr wurde es ganz extrem. Die Tage, an denen ich mal gesund war, kann ich bald an einer Hand abzählen.
Im Mai schickte mich meine Hausärztin zu einem HNO, der mittels Ultraschall eine Verschleierung der linken und eine Entzündung der rechten Nebenhöhle diagnostizierte. Er meinte, das Ganze sei auf ein hyperaktives Immunsystem zurückzuführen.
Ich bekam Kortison, damit ich mal zur Ruhe käme und sollte in einem Monat noch mal zu ihm kommen, zwecks weiterer Untersuchungen.
Eine Woche nach Absetzen des Kortisons bekam ich wieder so ein grippiges Gefühl. Innerhalb von 3 Stunden stieg das Fieber auf knapp 41°C, sodass mein Mann mich ins KH brachte.
Die Blutwerte waren zu diesem Zeitpunkt vollkommen in Ordnung. Erst am nächsten Tag stieg der Entzündungswert drastisch an und ich hatte keinerlei Schmerzen.
Aufgrund der Vorgeschichte und durch meine wohl etwas "näselnde Sprache" entschied der behandelnde Internist im KH Kopf und Lunge Röntgen zu lassen. Und siehe da, die rechte Nebenhöhle war dick vereitert. Wir haben es dann 3 Tage mit Antibiotikum versucht, aber nachdem meine rechte Gesichtshälfte anschwoll, sollte der HNO freitags eine Spülung vornehmen. Da ich panische Angst hatte, wurde das Ganze unter Vollnarkose gemacht. Mein Glück, da der Eiter wohl schon fest war und Siebbeinzellen, Keilbeinzellen, sowie die Stirnhöhlen mitbetroffen waren. Es wurde eine längere OP.
Nach der OP ging es mir ein paar Wochen richtig gut. Ende August ging es wieder mit Fieber und Gliederschmerzen sowie ein wenig Schnupfen los. Diesmal wurde durch Ultraschall eine Entzündung der linken Nebenhöhle diagnostiziert. Wieder Antibiotikum (zum 8. Mal alleine in diesem Jahr), aber ohne Erfolg.
Danach wurde ein CT gemacht und da stellte man fest, dass ich einen Tumor in der linken Nebenhöhle hatte. Er füllte fast die ganze Nebenhöhle aus. Auf den Röntgenbildern von vor zwei Monaten war er allerdings nicht zu sehen.
Letzten Donnerstag wurde er entfernt. Der Tumor ist untersucht worden und wies keine bösartigen Zellen auf.
Nur anhand der CT-Bilder konnte man mir nicht sagen, ob er gut- oder bösartig war. Ich denke also, dass es nur durch Gewebsproben möglich ist.

Jetzt nach der OP merke ich erst, dass ich schon sehr lange einen Druck in der linken Gesichtshälfte hatte. In der Stirn und im Auge. Aber die Beschwerden hatte ich aufs Auge geschoben (z.B. durch Übermüdung)
Das Atmen klappt wesentlich besser.

Weitere Beschwerden waren häufig Zahnschmerzen auf der linken Seite, ohne dass der Zahnarzt etwas finden konnte und ich bekam immer mal wieder so Niesattacken. Dann lief die Nase und das linke Auge tränte .... und nach einer halben Stunde war alles wieder weg. Dies hatte ich auf eine Allergie geschoben.

Wie es sich weiter entwickelt, muss ich noch sehen.
Zur Zeit habe ich noch recht starke Schmerzen und auch noch immer etwas Probleme mit dem Auge. Aber es ist ja auch erst eine Woche her.

Ich konnte dir zwar jetzt nur meinen Erfahrungsbericht schreiben, aber ich hoffe mal, dass es dir ein bischen weiterhilft.

Soviel ich weiß, ist die Gefahr, dass die Tumore bösartig sind sehr gering.

Ich drück dir die Daumen!!!!!

Ela



 
rosie  sagt am 22.04.2010
hallo,
da ich im april an den nebenhöhlen operiert werde, und schon seit jahren chronische beschwerden habe, hat mir der bericht doch ein wenig die angst genommen.
gute besserung,
gruß, rosie
 
Ela2171  sagt am 22.04.2010
Hallo rosie,

dann ist die Sache ja noch ganz frisch.

Wichtig ist, dass du Geduld hast...
Ich musste zwei Wochen meinem Bericht noch mal nachoperiert werden, da die Wunde in der Nebenhöhle nicht ausheilen wollte (Ist wohl nicht Standard - ich habe mir nur alles mitgenommen, was zu kriegen war ;o) )
Danach habe ich noch fast drei Wochen lang Antibiotikum und Schmerzmittel geschluckt. Ich war unleidlich.

Aber dann - von einem Tag auf den anderen - ging es besser.
Heute geht es mir so gut, wie lange nicht mehr.
Ich hatte im Februar noch mal eine Erkältung, mit Fieber, Schnupfen und Husten, aber die klang ohne Probleme ganz normal wieder ab.

Ich spüle wohl noch recht regelmäßig meine Nase und ich benötige noch relativ oft morgens ein Nasenspray. Aber ich habe keine Schmerzen mehr und mein gesamtes Allgemeinbefinden hat sich um 180° gebessert.

Ich drück dir die Daumen, dass es dir gut geht und wenn du magst, kannst du ja mal Bericht erstatten, wie es dir geht.

LG
Michaela
 
Paul_Panter  sagt am 24.04.2010
Hallo Ela,
danke für deinen ausführlichen Bericht. Ich finde es schade, dass du zum einen erst recht spät zum HNO überwiesen wurdest und der HNO recht spät ein CT angefordert hat, auf dem sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tumor diagnostizieren bzw. ausschließen lässt.
Schön, dass es dir jetzt besser geht.
Meine Geschichte kannst du ebenfalls in diesem Forum nachlesen. Mich würde noch interessieren, welche Nebenwirkungen die OP hatte. Wurde durch die Nase operiert? Falls ja, ist die Nasenschleimhaut gut verheilt? Wie heftig und wie lange waren die Schmerzen? Habe mehrfach gehört, dass nach solchen OP die Beschwerden sich nicht bessern und es häufig zu Entzündungen der KH kommen soll.
Mein OP-Termin steht am 26.04.2010 und ich überlege noch, ob ich es machen lassen soll, zumal sich die Beschwerden unter dem 2. Antibiotikum bessern.
VG Paul
 
Ela2171  sagt am 25.04.2010
Hallo Paul!

Ich habe immer und immer wieder Entzündungen gehabt.
Alleine letztes Jahr habe ich - bis zur OP im Oktober - acht mal Antibiotikum genommen. Und immer ging es mir für kurze Zeit wieder besser.
Ich habe jetzt leider deinen Bericht noch nicht gelesen, werde das aber gleich sofort nachholen.


Meine Ärztin hatte schon früher mal das Thema HNO angeschnitten, ich hatte auch einen Termin, aber dann ging es mir (wie dir jetzt) wieder besser und ich habe den Termin abgesagt.
Die erste OP habe ich nur dem Chefarzt der Inneren im Krankenhaus zu verdanken.
Und danach war ich selber soweit, dass ich von mir aus sofort den HNO konsultiert habe.
Manchmal hatte ich schon den Eindruck, dass man mich für einen kleinen Simulanten hielt...
Als die Diagnose des Tumors gestellt wurde, war ich sogar ein wenig erleichtert, weil ich froh war, dass sie was gefunden hatten.

Aber nun zu deinen Fragen:

Die OP konnte zum Glück durch die Nase gemacht werden.

Das mit dem Abheilen hat bei mir sehr lange gedauert. Ich musste drei Wochen nach der OP auch noch mal nachoperiert werden, da es nicht richtig klappte. Aber das ist nicht Standard!!!

Ich habe auch zwei Wochen nach der 2. OP mit Nesselfieber im Aachener Klinikum gelegen.
Nach diversen Untersuchungen ist man jetzt soweit, dass sich wahrscheinlich zusätzlich ein Infekt eingeschlichen hatte, der auch letztendlich zu dem Nesselfieber geführt hat.

Die Schmerzen waren in den ersten drei Wochen sehr stark. Nach der 2. OP wurde es langsam besser. Ich bin dann wohl auch noch zu einem Osteopathen gegangen, der mir sehr gut geholfen hat.
Alles in allem hat es so 5-6 Wochen gedauert.

Wichtig ist, dass du deine Nase gut pflegst. Ich habe regelmäßig (anfangs 2x täglich nach zwei Wochen nur noch 1x täglich) die Nase gespült, Nasensalbe 2x täglich benutzt und regelmäßig Nasenspray gebraucht (auch wenn die Nase nicht verstopft war), damit die Belüftung funktioniert.
Aber das sagt dir den HNO auch alles.

Ich habe auch gehört, dass es nach einer OP oftmals schlimmer wird.
Aber mir blieb keine andere Wahl als operiert zu werden und nach dem heutigen Stand der Dinge, würde ich es jederzeit wieder machen lassen.
Ich hatte im Februar eine Erkältung, hatte auch etwas Schnupfen, aber das war es. Letztes Jahr im Februar hatte ich bereits 2x Antibiotikum bekommen.
Ich rieche viel besser, der Druck im Kopf und im Auge ist weg (okay, das sind Dinge, die ich erst nach der OP richtig zu würdigen weis, weil sie mir vorher nicht bewusst waren)und mein ganzes Allgemeinbefinden ist viel besser geworden.
Also: Augen zu und durch!!!!

Puuh, jetzt ist das wieder so ein Roman geworden...

Falls du dich für die OP entscheidest, drücke ich dir ganz fest die Daumen!!!!
Und halt mich bitte mal auf dem Laufenden, wie es dir geht!

LG
Ela


 
nose  sagt am 22.12.2012
Hallo,
ich hatte vor 2 Tagen eine operativen Eingriff in Vollnarkose, meine linke Nsennebenhöhle und noch so ein par andere Feinheiten waren voll. Außerdem war festgestellt worden, dass meine Nasenmuscheln zu groß sind und die Belüftung dadurch ungünstig ist.
Noch habe ich mit Rotz und Schnodder zu tun, aber ich bin froh, dass ich endlich nach einer jahrelangen Odysse mit Problemen, die hier auch schon von anderen geschildert worden, endlich die Problematik erkannt wurde. Ich verspreche mir nach Abheilung der Wunden und Verkleinerung der Nasenmuscheln sowie der Entfernung einer Blse an der re Seite der Nasenscheidewand(Laune der Natur)deutliche Verbesserung des Allgemeinzustandes und die Verbannung der Schmerzmittel, die ich fast täglich nehmen musste, um meiner Arbeit nachgehen zu können.

In diesem Sinne

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