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Neer-Plastik - Funktion, Ablauf der OP zur Dekompression

Lesezeit: 1 Min.

Funktionsweise und Ablauf der Akromioplastik (Operation nach Neer)

Die Neer-Plastik (Akromioplastik, subakromiale Dekompression) erfolgt in den allermeisten Fällen über eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung). Dazu werden mehrere kleine Einschnitte an der Schulter getätigt, um Zugänge für die Instrumente sowie die Operationskamera zu schaffen. Die kleine Kamera sendet Bilder aus dem Inneren der Schulter an einen Bildschirm, so dass der Operateur Sicht auf diesen Bereich erhält. Für den Eingriff wird eine Vollnarkose eingeleitet oder eine Regionalanästhesie (Betäubung eines Schulter-Arm-Bereiches).

Die Maßnahmen innerhalb der arthroskopischen Operation richten sich nach dem Befund. Vielfach wird erst in der Spiegelung der Schulter gesehen, welche Veränderungen vorliegen. Teile des ungünstig geformten Knochens (z. B. Ausziehungen) können in der Operation abgetragen beziehungsweise geglättet werden. Dazu wird eine Art Fräse (Shaver) eingesetzt. Das Gelenk wird dann gespült, um die abgelösten Knochenteilchen aus der Schulter befördern zu können.

Im eigentlichen Sinne wird als Akromioplastik oder Neer-Plastik eine solche Korrektur des Knochens der Schulterhöhe (Akromion) bezeichnet. Im Rahmen der Operation an der Schulter erfolgen häufig aber auch weitere Maßnahmen. Meist wird bei einem Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom) auch der Schleimbeutel unter dem Schulterdach verkleinert beziehungsweise entfernt. Schleimbeutelgewebe bildet sich im Laufe der Wochen nach dem Eingriff wieder nach. Verknöcherungen/Verkalkungen der Sehnen können in der Operation ebenfalls abgetragen werden. Sehnen und Bänder werden, falls notwendig, durchtrennt, beispielsweise ein Band an der Vorderseite des Schulterdaches (Ligamentum coraco-acromiale). Vor allem bei Gelenkverschleiß (Arthrose) am Schultereckgelenk ist es oft notwendig, zusätzlich einen Teil des Knochengewebes vom Schlüsselbein abzutragen. Bisweilen wird auch ein Stückchen vom Oberarmknochen abgefräst.

Nach den eigentlichen Operationsmaßnahmen wird in einigen Fällen eine Drainage eingelegt, um überschüssige Flüssigkeit und Blut aufnehmen zu können. Der Schlauch kann nach ein bis zwei Tagen wieder entfernt werden. Außerdem werden die Schnitte am Ende der Operation vernäht.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 15.09.2017
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