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Spondylolisthese (Wirbelgleiten) - Symptome und Diagnose

Lesezeit: 2 Min.

Welche Symptome können auftreten?

Im Kindesalter entwickelt sich das Wirbelgleiten als Folge einer Spondylolyse relativ langsam und meist ohne Symptome. Gleitet der Lendenwirbelkörper sehr stark nach vorne weg, lässt sich bei den betroffenen Kindern meist ein stark ausgeprägtes Hohlkreuz beobachten. In diesen Fällen haben die Kinder häufig auch schon Rückenschmerzen und können im Liegen die Hüfte mit gestreckten Beinen nicht gut beugen.

Bei Erwachsenen zeigt sich häufiger ein chronischer Verlauf, bei dem alters- und belastungsbedingte Veränderungen der Wirbelsäule einem Wirbelgleiten vorausgehen. Diese so genannten degenerativen Veränderungen verursachen meist schon vor Auftreten einer Pseudospondylolisthesis Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Tritt ein Wirbelgleiten auf, so ist die Wirbelsäule in diesem Abschnitt meist abnorm beweglich, jedoch nur unter Schmerzen.

Werden durch das Abgleiten des Wirbels die Nerven des Rückenmarks im Spinalkanal eingeklemmt oder verletzt, kann es zu Bewegungsstörungen, Lähmungen und Missempfindungen oder Gefühlsausfällen der Haut kommen. Diese Symptome treten bei einem Wirbelgleiten der Lendenwirbelsäule in den Beinen auf. Arme und Brustkorb sind nicht beteiligt.

Durch die Abnutzungserscheinungen beim Erwachsenen kommt es auch häufiger zu Bandscheibenvorfällen, bei denen die Bandscheibe aus ihrer ursprünglichen Position zwischen den Wirbelkörpern nach hinten gequetscht wird. Drückt die Vorwölbung der Bandscheibe dabei auf eine Nervenwurzel im Spinalkanal, verursacht dies Schmerzen und eventuell auch Lähmungen.

Diagnostik der Spondylolisthesis

Die Diagnose Wirbelgleiten (Spondylolisthese) wird in der Regel durch den Bericht des Patienten (Anamnese), die körperliche Untersuchung und Röntgenaufnahmen gesichert. Betroffene berichten von mehr oder minder starken Rückenschmerzen, die häufig die Alltagsbewältigung und Berufsausübung einschränken. Bei der Untersuchung eines Patienten mit Spondylolisthesis fällt eine unnormale Beweglichkeit der Wirbelsäule, meist mit Hohlkreuzbildung, auf. Die Beweglichkeit der Hüfte und aktive Bewegung der unteren Wirbelsäule ist meist durch die Schmerzen eingeschränkt.

Im Röntgenbild der Wirbelsäule zeigt sich in der seitlichen Aufnahme, dass der unterste Wirbelkörper gegenüber dem Kreuzbein nach vorne verschoben ist. Beim Erwachsenen kommt das Wirbelgleiten auch sehr häufig zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbelkörper vor. Je nachdem, wie weit der obere Wirbel gegenüber dem unteren verschoben ist, teilen Mediziner die Spondylolisthesis in vier Stadien nach Meyerding ein. Im Röntgenbild lassen sich häufig auch schon die Unterbrechungen des Knochengefüges bei der Spondylolyse (im Kindesalter) erkennen.

Zur genaueren Untersuchung der erkrankten Region der Wirbelsäule wird in der Regel eine computer- oder magnetresonanztomographische Untersuchung (CT bzw. MRT) durchgeführt. Bei diesen beiden bildgebenden Verfahren lassen sich die knöchernen Strukturen, Bänder, Gelenke und Nerven deutlicher beurteilen als im normalen Röntgenbild. So kann beispielsweise die Einklemmung einer Nervenwurzel oder ein Bandscheibenvorfall erkannt werden.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 30.08.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Symptome und Diagnose

Portrait Dr. med. Frank O. Steeb, Orthopädische Privatpraxis Dr. Steeb, Stuttgart, Orthopäde
Wibelgleiten   1 Antworten   Letzte Antwort
sagt Dr. Steeb   vor > 4 Jahre  358

Guten Morgen,
die Therapie und Prognose hängt vom Grad des Wirbelgleitens ab, diese wird in Grad 1 -4 nach Meyerding eingeteilt.
Befindet er sich ... mehr

?
fragt Jerry   vor > 6 Jahre  911

Ich bin 31 Jahre und von Beruf Lkw-Fahrer mit 40-to im In- und Ausland.
Der behandelnde Neurochirug hat mir mitgeteilt das ich eine Spondylolisthesis ... mehr

?
Wirbelgleiten   Offene Frage
fragt thimo   vor > 7 Jahre  972

Ich habe wirbelgleiten mit schmerzen das bereits bis zum fuß runter geht.
Die raten mir das eine op neue Bandscheibe oder mit den Schmerzen zu ... mehr

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