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Welche alternativen Behandlungen können bei einer Pseudarthrose durchgeführt werden?

Lesezeit: 2 Min.

Alternativmedizinische Verfahren können die Heilung einer Falschgelenkbildung unterstützen

Um die Ausheilung eines Knochenbruches abzuwarten, wird dem Patienten einiges an Geduld abverlangt. Schlimmer noch ist es, wenn der Knochen einfach nicht wieder zusammenwachsen will und eine Pseudarthrose (Falschgelenk) diagnostiziert wird. Alternativmedizinisch lässt sich die Heilung eines Knochenbruchs beziehungsweise die Behandlung einer Pseudarthrose unterstützen. Voraussetzung ist die fachgerechte Erstversorgung sowie Fixierung und Ruhigstellung der Fraktur, wozu in vielen Fällen eine Operation erforderlich ist.

Stoßwellenbehandlung (extrakorporale Stoßwellentherapie, ESWT)

Ursprünglich war die Stoßwellentherapie eine Methode, um Nierensteine ohne Operation zu entfernen. Inzwischen werden hochenergetische Stoßwellen auch eingesetzt, um eine Pseudarthrose zu behandeln. Die ambulant durchgeführte Therapie dauert nur wenige Minuten. Mithilfe eines Gerätekopfs, ähnlich wie bei einem Ultraschallgerät, werden die Stoßwellen ins Körperinnere übertragen. Dort stimulieren sie die Selbstheilungskräfte des Körpers und knochenbildende Hormone werden zum Wachstum angeregt. Es kann mehrere Wochen dauern, bis sich der Erfolg einer Stoßwellentherapie zeigt.

Nicht-invasive Magnetfeldtherapie

Auch eine nicht-invasive Magnetfeldtherapie kann dazu beitragen, die Heilung von Falschgelenken zu unterstützen. Sie kann bereits in den ersten Tagen nach der fachärztlichen Versorgung des Bruches angewendet werden. Die pulsierende Niedrigfrequenz-Magnetfeldtherapie regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an, die Neubildung von Gewebe und die Kalziumeinlagerung im Knochengewebe wird gefördert. Damit kann die Heilung eines Knochenbruches beschleunigt und Schmerzen können gelindert werden. Die Behandlung kann auch durch den Gipsverband hindurch erfolgen.

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein wesentlicher Bestandteil der chinesischen Medizin und wird mittlerweile auch von den gesetzlichen Krankenkassen bei vielen Krankheitsbildern als wirksam erachtet. In der chinesischen Medizin wird Krankheit als eine Störung des "Qi", des Fließens der Lebensenergie, definiert. Feine Akupunkturnadeln werden auf den Energiebahnen, den sogenannten Meridianen gesetzt, um den Energiefluss im Körper zu harmonisieren.

Akupunktur kann nicht reparieren, was zerstört ist und somit auch keine Pseudarthrose heilen. Was sich mit Akupunktur aber behandeln lässt, sind die Schmerzen, die die Falschgelenkbildung in vielen Fällen mit sich bringt.

Homöopathie

Mit homöopathischen Mitteln kann die Heilung eines Knochenbruches unterstützt werden. Vielen Menschen ist Arnica als Wundheilmittel bekannt. Arnica wirkt aber nicht nur äußerlich angewandt als Salbe bei Verletzungen. Arnica in der Potenz D 4 kann auch die Knochenheilung unterstützen. Ein weiteres wichtiges homöopathisches "Knochenmittel" ist Symphytum D 2. Es wird aus der Heilpflanze Beinwell hergestellt, die seit Jahrhunderten der Wundheilung dient. Dazu ist außerdem die Einnahme von Silicea D 12 zu empfehlen. Das auch unter dem Namen Kieselerde bekannte Mittel basiert auf feingepulvertem Bergkristall. Es wirkt aus Sicht der Homöopathie auf alle Körpergewebe und stärkt nicht nur den Bewegungsapparat, sondern auch das Immunsystem. Ein Besuch beim Homöopathen kann überdies helfen, weitere geeignete Mittel zu finden, die stabilisieren und auf den Patienten zugeschnitten sind.

Schüßler-Salze

Auch unter den Schüßler-Salzen gibt es einige kallusfördernde (für die Heilung von Knochenbrüchen günstige) Mineralienverbindungen. Kalzium fördert allgemein die Knochenbildung, deshalb ist bei einem Knochenbruch eine besonders kalziumreiche Ernährung zu empfehlen. Mit einer zusätzlichen Gabe der Schüßler-Salze 1, 2 und 3 lässt sich die Kalziumaufnahme und die Knochenheilung unterstützen. Schüßler-Salz Nummer 1, Calcium fluoratum, wird als förderliches Mittel für das Stütz- und Bindegewebe eingesetzt. Als besonders wichtig gilt hier Schüßler-Salz Nummer 2, Calcium phosphoricum, das auch als "Knochensalz" bezeichnet wird. Ferrum phosphoricum, Schüßler-Salz Nummer 3, soll positiv auf das Immunsystem wirken und für eine gute Sauerstoffaufnahme im Körper sorgen.

Erwachsene nehmen drei- bis sechsmal täglich eine bis drei Tabletten. Die geschmacksneutralen Tabletten lässt man auf der Zunge zergehen.



U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 17.01.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Falschgelenkbildung

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fragt 7doris7   vor ~ 1 Monat  96

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