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OP Tränenwege - Ablauf der Behandlung

Lesezeit: 1 Min.

Wie ist der Ablauf vor einer Operation an den Tränenwegen?

Eingriffe an den Tränenwegen geschehen meist stationär (mit Aufnahme auf eine Klinikstation). Die Patienten werden häufig einen Tag vorher aufgenommen. Manchmal lässt es sich aber auch anders regeln (z. B. Voruntersuchungen in der Vorwoche und der Patient kommt direkt zur OP).

Vor jeder Operation an den Tränenwegen geschieht eine ausführliche Untersuchung. Zur Diagnose gehören die Anamnese (Gespräch zwischen Arzt und Patient) und die allgemeine augenärztliche Untersuchung. Speziell bei Störungen der Tränenwege erfolgt eine Tränenwegsspülung. Der Untersucher spritzt über die Tränenpünktchen mit einer feinen, abgerundeten Kanüle eine Flüssigkeit, um Informationen über das Hindernis zu gewinnen. Er kann herausfinden, ob es sich um eine Einengung oder eine komplette Verlegung handelt und an welcher Stelle sie liegt. Vor der Tränenwegsoperation ist ebenso eine Röntgen-Kontrastmitteluntersuchung (Dakryozystographie) der Tränenwege und eine Ultraschalluntersuchung notwendig. Anhand der Untersuchungsergebnisse wählt der Operateur die genaue Methode aus, mit der die Tränenwege operiert werden. Außerdem erfolgen allgemeine Untersuchungen wie eine Blutentnahme. Der Narkosearzt (Anästhesist) muss ebenfalls mit dem Patienten sprechen und ihn gegebenenfalls untersuchen, da die Operation eine Vollnarkose erfordert. Sowohl Operateur als auch Anästhesist klären über die Maßnahmen auf und der Patient muss jeweils eine Einverständniserklärung unterzeichnen.

Vor einer Operation aus der Tränenwegschirurgie müssen Patienten einige Besonderheiten beachten. Gerinnungshemmende Medikamente müssen vor der Operation weggelassen oder ersetzt werden. Die Medikamenteneinnahme muss unbedingt mit dem Arzt besprochen werden. Der Patient muss den Arzt über mögliche Allergien sowie weitere Medikamente informieren, die er einnimmt. Zur Operation muss der Patient nüchtern sein, also einige Stunden vorher nichts essen und nichts trinken. Genaueres wird das Personal noch einmal bekanntgeben. Patienten sollten außerdem schon vor dem Eingriff wissen, dass sie sich danach nicht die Nase schnäuzen dürfen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 08.02.2016
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