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Ektropium, Therapie

Lesezeit: 1 Min.

Therapie eines Ektropiums

Das Ektropium lässt sich nicht ohne Weiteres beheben. Konservative (nichtchirurgische) Therapiemethoden werden lediglich zur Unterstützung durchgeführt. Eine Operation kann sinnvoll sein und ist die beste Methode, das Ektropium zu behandeln und somit zu beseitigen.

Wenn das Lid nicht regelrecht schließt und die Augenoberfläche trocken wird, können spezielle Tränenersatzmittel eingesetzt werden. Auch bestimmte Augentropfen oder Augensalbe werden oft gegeben. Geht das Lid gar nicht zu und besteht die Gefahr von schweren Schäden der Hornhaut, dann wird ein Verband angelegt. Meist ist dies dann ein Uhrglasverband, der das Auge weitgehend luftdicht abschließt und auf diese Weise feucht hält. Der Patient kann trotzdem sehen, da es sich um eine Art Kappe über dem Auge handelt, die durchsichtig ist.

Aus ästhetischen Gründen oder um den ungünstigen Zustand am Auge zu bessern, kann eine Ektropium-Operation durchgeführt werden. Die OP kann in der Regel bei örtlicher Betäubung vorgenommen werden, eine Vollnarkose ist bei manchen Umständen möglich. Die Schnitte werden so gesetzt, dass sie unauffällig entlang von vorhandenen Hautfalten oder am Lidrand laufen. Oft wird überschüssige Haut oder Gewebe entfernt, auch Narbengewebe wird herausgeschnitten. Die Schnittränder werden schließlich miteinander vernäht, was häufig etwas versetzt geschieht, um ein straffes Lid zu bekommen. Letztendlich ist das genaue Vorgehen abhängig vom Befund und davon, wie das Ektropium entstanden ist. Spezielle Operationsmaßnahmen wie Vernähen von Gewebe an die Knochenhaut der Augenhöhle oder Überführung von Ersatzgewebe zum Lid können in manchen Fällen erforderlich sein. Bei den Operationen müssen auch mögliche Komplikationen berücksichtigt werden. So können sich unter anderem Narben ergeben, die wieder zu einem erneuten verzogenen Lid (eventuell mit Ektropium oder, wenn das Lid in Richtung Auge gekippt ist, Entropium) führen können.

Prognose

Ein Ektropium wird sich ohne Behandlung in den meisten Fällen kaum wieder normalisieren. Es kann sogar im Laufe der Zeit noch stärker ausgeprägt werden, z. B. wenn dauernd Tränen aus dem Auge fließen, die weggewischt werden (Wischektropium). Es drohen fortschreitende Schäden am Auge, insbesondere an der Hornhaut, im Extremfall führt dies bis hin zu einer Erblindung. Mit einer Operation lässt sich ein auswärts geneigtes Augenlid oft gut beheben. Manche Fälle des Ektropiums geben sich von selbst wieder, wenn sie von bestimmten Gegebenheiten ausgelöst werden, die wieder wegfallen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 14.08.2015
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