Eine Magensaftanalyse ist eine Untersuchung der sauren Flüssigkeit, die vom Magen gebildet wird. Der Magensaft wird über eine Magensonde gewonnen. Bei der Untersuchung können die Menge des Magensaftes, der pH-Wert und die Bestandteile bestimmt werden. Mit der Magensaftuntersuchung können Erkrankungen wie beispielsweise eine zu geringe Säureproduktion oder auch eine Tuberkulose festgestellt werden.
Die Magensaftuntersuchung - wann wird sie durchgeführt?
Die Magensaftanalyse erfolgt zur Feststellung von Erkrankungen, bei denen es zu einer Veränderung in der Magenflüssigkeit kommt. Die Magensaftuntersuchung kann dazu dienen, die Ursache von Beschwerden im Magen beziehungsweise mit der Verdauung zu ergründen.
So kann unter anderem gemessen werden, ob ein zu hoher Säuregehalt im Magensaft vorliegt. Die Folge davon kann eine Magenentzündung (Gastritis) oder ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sein. Ein erhöhter Magensäuregehalt besteht unter anderem bei dem seltenen Zollinger-Ellison-Syndrom. Dabei handelt es sich um einen Tumor, der über die gesteigerte Herstellung des Hormons Gastrin zu einer starken Säureausschüttung im Magen führt.
Auch ein zu geringer Säureanteil im Magensaft kann durch die Analyse festgestellt werden. Der Grund dafür kann unter anderem eine chronische Entzündung im Magen sein. Die verminderte Magensäure kann zu einer Art der Blutarmut, nämlich der so genannten perniziösen Anämie, führen. Des Weiteren ist das Risiko, an Magenkrebs (Magenkarzinom) zu erkranken, gesteigert.
Ebenfalls kann eine Magensäuremessung dazu dienen, eine genaue Diagnostik bei einem Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (Refluxkrankheit) zu ermöglichen.
In der Magensaftanalyse können sich auch Veränderungen der Sekretmenge zeigen. So kann z. B. nach einer Magenentfernung oder Teilentfernung beurteilt werden, ob dies Auswirkungen auf die Produktion des Magensaftes hat. Insbesondere dient die Magensaftanalyse jedoch der Feststellung von Tuberkulose, indem im Magensekret die Tuberkel-Bakterien nachgewiesen werden.
Letzte Aktualisierung am 23.07.2010.