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Welchen Einfluss hat Rauchen auf die Entwicklung und Verschlechterung einer COPD?

Lesezeit: 2 Min.

Rauchen verkürzt das Leben

Etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland greift regelmäßig zur Zigarette. Dass der Zigarettenrauch ungesund ist, ist allgemein bekannt, doch der Suchtfaktor spielt eine nicht geringe Rolle dafür, dass viele Menschen dieses Risiko auf sich nehmen. Schnell wird vergessen, welche Folgen das Rauchen für den Körper haben kann. Hierzu zählt unter anderem die unheilbare Krankheit COPD. Etwa 90 Prozent aller COPD-Patienten sind oder waren einmal Raucher. In der Folge davon leiden sie an verminderter Lungenfunktion, die die Lebenserwartung verkürzt und die Lebensqualität mindert.

COPD ist eine unheilbare Krankheit

COPD ist eine Erkrankung, die insbesondere die Lunge eines Menschen betrifft und aus der Zerstörung von gesundem Lungengewebe herrührt. Doch nicht nur die erkrankte Lunge stellt ein hohes Risiko für Betroffene dar, die Erkrankung hat auch Auswirkungen auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem. Durch die verminderte Lungenfunktion kann es zu Herzinfarkten und Schlaganfällen kommen, die chronisch entzündete Lunge schwächt den gesamten Körper und das Immunsystem, Betroffene leiden unter Sauerstoffunterfunktion. COPD ist eine Krankheit, die sich zumeist über mehrere Jahre entwickelt, wobei der Konsum von Zigaretten oder anderen Nikotinprodukten eine große Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf der Krankheit spielt.

Rauchen befördert eine Vielzahl von Giftstoffen in die Atemwege, die eine Reizung der Schleimhaut und die Abgabe von zähem Schleim bewirken. Die Reinigungsfunktion der Lunge und Atemwege kann dagegen nicht richtig ankämpfen und es kommt zu einem Entzündungsreiz an der Schleimhaut. Die Schleimhaut schwillt an und die Bronchien engen sich immer mehr ein.

Rauchen verstärkt die COPD Symptome

Viele Raucher kennen den allmorgendlichen Hustenreiz, hervorgerufen durch die durch den Rauch gereizte Lunge. Hierbei muss es sich noch nicht zwangsläufig um die Erkrankung COPD handeln. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass die Lunge bereits geschädigt wird. Besteht die Erkrankung COPD noch nicht, kann der Raucherhusten zurückgehen, sobald mit dem Rauchen aufgehört wird. Raucherhusten ist dennoch ein typisches Symptom für die verminderte Lungenfunktion infolge einer COPD. Patienten, die unter COPD leiden und trotzdem weiter rauchen, müssen davon ausgehen, dass sie die unangenehmen und gefährlichen Symptome wie Husten und Auswurf weiter verstärken.

Mit der COPD geht eine verminderte Lungenfunktion einher, was sich durch Atemnot in bestimmten Situationen äußern kann. Dies kann im Anfangsstadien der Erkrankung bei starker körperlicher Belastung vorkommen, im späteren Verlauf verspürt der Patient auch im Ruhezustand die Luftnot. Rauchen vermindert die Lungenfunktion und beschleunigt das Voranschreiten der Erkrankung COPD. Je länger geraucht wird, umso schlechter wird die Lungenfunktion. Wird mit dem Rauchen aufgehört, kann sich die Lungenfunktion etwas verbessern. Wer es dann noch schafft, standfest zu bleiben und dem Glimmstängel dauerhaft abzuschwören, hält seine Lunge besser intakt. Die jährliche Abnahme der Lungenfunktion wird bei Ex-Rauchern so reduziert, dass sie der von Nichtrauchern gleicht.

Erholung ohne Rauch?

Mit dem Rauchen aufzuhören, hat zahlreiche Vorteile. Durch den Rauch, der eingeatmet wird, kann die Lunge nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen und die Bronchien werden gereizt. Durch die gereizten Bronchien entsteht wiederum ein unangenehmer Hustenreiz. Dieser Überempfindlichkeit der Bronchien kann entgegengewirkt werden, wenn der Patient mit dem Rauchen aufhört. Der Hustenreiz kann sogar gänzlich nachlassen, wenn noch keine COPD besteht. Ist die Erkrankung allerdings schon im Gange, besteht die Möglichkeit, dass die Reizung der Bronchien verringert wird, allerdings wird weiterhin eine Überempfindlichkeit bestehen.

Im weiteren Verlauf der COPD kommt es durch die verschlechterte Lungenfunktion zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme im Blut. Daher ist es besonders im Endstadium der COPD meist notwendig, Patienten mit Sauerstoff zu versorgen. Durch das Rauchen fällt dem Körper die Sauerstoffversorgung noch schwerer. Insbesondere dann, wenn bereits eine Sauerstoffunterversorgung besteht, kann zusätzliches Rauchen lebensgefährliche Folgen haben.



D. Klimpel Denise Klimpel
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 31.05.2017
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