Youtube
Folgen Sie uns auf  

Welche Mittel aus der Homöopathie und Naturheilkunde werden bei einer COPD angewendet?

Lesezeit: 4 Min.

Unterstützende Therapie durch alternative Heilmethoden

COPD ist eine unheilbare Krankheit. Ist die Lungenfunktion durch COPD einmal eingeschränkt, gibt es keine Möglichkeit der vollständigen Heilung, es sei denn, der Patient erhält eine Spenderlunge. Weder in der Naturheilkunde noch im medikamentösen Bereich kann COPD vollständig bekämpft werden. Dennoch ist es möglich, zumindest die COPD Symptome zu lindern. Hier zeigen bestimmte Medikamente, zum Beispiel zur Atemwegserweiterung, die besten Effekte. Die Gabe von Sauerstoff kann vor allem im fortgeschrittenen Stadium notwendig sein. Auch in der Naturheilkunde und der Homöopathie gibt es zahlreiche Mittel, die das Wohlbefinden des Patienten bessern können. Diese Mittel aus der Alternativmedizin können vor allem im Anfangsstadium der Erkrankung gute Wirkung gegen die Symptome erzielen.

Nicht-medikamentöse Therapie der COPD

Die Symptome bei der Lungenkrankheit COPD können sehr vielfältig sein. Die Erkrankung äußert sich aber insbesondere durch vermehrten Husten, Auswurf und Atemnot. Letztere kommt zunächst nur bei starker körperlicher Belastung vor, später auch im Ruhezustand. Die Lungenfunktion bei COPD verschlechtert sich immer weiter, die Atemwege verengen sich und die Bronchien sind permanent gereizt oder entzündet. Besonders im fortgeschrittenen Stadium der COPD sind Medikamente und die Gabe von zusätzlichem Sauerstoff unverzichtbar. Insbesondere die Präparate, die die Atemwege erweitern, können lebensnotwendig sein, um eine Sauerstoffunterversorgung zu vermeiden. Wird der Körper mit zu wenig Sauerstoff versorgt, kann dies verheerende Folgen haben, unter anderem Herzkrankheiten oder das Absterben von Zellen, insbesondere im Gehirn. Um die Lebensqualität weitestgehend zu erhalten und der verkürzten Lebenserwartung entgegenzuwirken, sollte nicht auf eine medikamentöse Therapie verzichtet werden. Die nicht-medikamentöse Therapie sollte insbesondere im Frühstadium der COPD oder ergänzend zur medikamentösen Therapie im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt werden. Dabei haben sich einige Mittel bewährt, die die COPD-Symptome lindern und erfolgversprechend sind.

Symptom Atemnot

Die Atemnot muss nicht immer sofort mit atemwegserweiternden Medikamenten bekämpft werden. Besser ist es, sich auf ein mögliches Eintreten von Luftnot vorzubereiten und die Lunge durch Physiotherapie und leichten Ausdauersport zu trainieren. Das kann dazu beitragen, die Lungenfunktion zu steigern. Auch hat sich Salzluft bewährt, was insbesondere jenen Patienten zugute kommt, die sich gerne am Meer aufhalten. Es gibt aber auch einige Soleschwimmbäder und Thermen sowie Dampfbäder, in denen dies möglich ist. Auch Akupunktur sowie Brustwickel können die Lungen befreien und das Atmen erleichtern.

Homöopathie und Pflanzen für COPD-Patienten

Es gibt zahlreiche Pflanzen, deren Wirkung die Atemwege betrifft. Insbesondere gegen das unangenehme Symptom Husten kann hier auf zahlreiche pflanzliche Mittel zurückgegriffen werden. Zumeist sollen sie dafür sorgen, dass Patienten nicht immer wieder vom Husten geplagt werden. Der Nachteil ist jedoch, dass durch Hustenstiller auch Schleim schlechter abgehustet werden kann. Daher sind für die Behandlung von COPD-Patienten eher Pflanzen geeignet, die antibakteriell oder krampflösend wirken. Hierzu zählen verschiedene Hustensäfte auf pflanzlicher Basis, meist bestehend aus Thymian und Efeublättern sowie Salbei oder Eukalyptus.

In der Homöopathie konnten folgende Mittel die Symptome der COPD verbessern:

  • Antimonium tartaricum
  • Acidum formicicum
  • Antimonium arsenicosum
  • Hamamelis virginiana
  • Coccus cacti
  • Natrium sulfuricum

Es sollte unbedingt beachtet werden, dass in der Naturheilkunde und der Homöopathie zwar Möglichkeiten gegeben sind, die Symptome zu lindern, bei akuter Verschlechterung der Krankheit, den sogenannten Exazerbationen, jedoch nicht auf herkömmliche Medikamente verzichtet werden sollte.

Bachblüten

Unterstützend zur Therapie von COPD können Bachblüten eingesetzt werden. Bachblüten können sehr positive Eigenschaften auf den Körper haben, sind aber gleichzeitig auch wohltuend für die Seele. Gerade COPD-Patienten haben vermehrt mit Ängsten und Depressionen zu tun. Die unangenehmen Symptome, vermehrte Krankenhausaufenthalte und das Auseinandersetzen mit Lebenserwartung und Tod kann die Psyche eines Menschen stark belasten. Die Bachblüte Nummer 10 Crab Apple ist nicht nur gut für die Seele, sondern unterstützt auch die Reinigung der Bronchien. Für Entzündungen, die bei COPD nicht selten in der Lunge vorkommen, wird die Bachblüte Nummer 15 Holly erwähnt. Die Bachblüten Nummer 22 Oak und Nummer 23 Olive sind dafür bekannt, die Seele zu beruhigen, ein Energiegleichgewicht herzustellen und die Schleimhaut der Lunge zu verbessern. Um Husten sowie Schleim zu lösen, können die Blüten Nummer 27 Rock Water und 34 Water Violet eingesetzt werden. Beide sollen auch seelische Verspannungen lösen.

Schüßler-Salze bei COPD?

Schüßler-Salze können die Krankheit COPD nicht heilen, sie tragen aber dazu bei, die Symptome zu verbessern und das Immunsystem zu stärken. Hier sei das Schüßler-Salz Nummer 4 Kalium Chloratum erwähnt, dass die Schleimdrüsen der Atemwege mit Nährstoffen versorgt. Schüßler-Salze Nummer 6 und Nummer 10 helfen gegen zahlreiche Erkrankungen und verbessern die Ausscheidung schädlicher Substanzen. Für Entspannung der Atemwege sorgt das Schüßler-Salz Nummer 7 Magnesium Phosphoricum, während Nummer 14 und Nummer 20 den Reizhusten lindern. Auch das Schüßler-Salz Nummer 8 Natrium Chloratum hat einen positiven Effekt auf die Lunge, indem die Atemwege befeuchtet werden. Zu guter Letzt sei das Schüßler-Salz Nummer 21 erwähnt, das das Immunsystem generell stärkt.

Heilpflanzen und Ernährung

Eine Ernährungsumstellung bei der Lungenkrankheit COPD kann sehr vorteilhaft sein. Es sollte beachtet werden, dass der Körper durch die Erkrankung sehr viel mehr Energie benötigt. Daher eignen sich Nahrungsmittel, die viel Energie zurückgeben und bestenfalls noch eine antioxidative Eigenschaft haben. Hier seien Obst und Gemüse ebenso erwähnt wie Salate und Kräuter.

Aus Heilpflanzen wie Eukalyptus, Kampfer, Menthol, Tymian und Fichte können Salben, Öle oder Badezusätze hergestellt werden. Diese haben die Eigenschaft, die Atemwege zu befreien. Zur Herstellung von Tee zur Linderung der Symptome eignen sich Anis, Ysop, Pestwurz und Sonnenhut.

Ergänzend zur Behandlung aus der Homöopathie und Naturheilkunde sollte unbedingt darauf verzichtet werden, mit der Lungenerkrankung COPD zu rauchen. Bestimmte Bewegungsübungen können zudem die Lunge stärken.



D. Klimpel Denise Klimpel
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 17.06.2017
War dieser Artikel hilfreich?

Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu COPD

 
lunge   2 Antworten   Letzte Antwort
sagt Cati   vor 10 Monate  2151

Meine Mama hat COPD und seit einiger Zeit kann sie ihr Asthmaspray nicht mehr aufnehmen, da dies für sie zu viel Kraft beim Eintamen erfordert. Was ... mehr

?
schlaflose Nächte   Offene Frage
fragt Brandeinsatz   vor > 5 Jahre  1555

Es fing vor ca. 1,5 Jahren an, dass ich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause (55km) immer wieder einen dickflüssigen Schleim schlucken wollte.
Ich ... mehr

?
copd stufe 2   Offene Frage
fragt leonie58   vor > 5 Jahre  1738

welchen wert muss ich mit 61 jahren auspussten habe copd stufe2

Alle Beiträge anzeigen: Innere Medizin » COPD

Stellen Sie Ihre Frage

Haben Sie bereits ein Benutzerkonto? Anmelden (Login)
Bitte wählen Sie ein passendes Forum aus.
Bitte geben Sie einen Titel für Ihre Frage oder Anmerkung ein.


Ja, ich möchte Antworten per E-Mail erhalten

Ich stimme den Nutzungsbedingungen und den Datenschutzbestimmungen zu.

21 Fragen zu COPD
Arztsuche

Ärzte
Dr. dent. M. Konik
Kieferorthopäde
in 71384 Weinstadt-Endersbach
Dr. W. Krüger
Kieferorthopäde
in 38440 Wolfsburg
A. Müller
Kieferorthopäde
in 61118 Bad Vilbel
Alle anzeigen Zufall