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Symptome und Diagnose einer Sinusitis

Lesezeit: 3 Min.

Symptome der Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Nasennebenhöhlenentzündungen können zu recht unterschiedlichen Beschwerden führen. In der Regel bemerkt der Patient einen Druck im Bereich der Nebenhöhle, oftmals bestehen Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen. Dann hängt es davon ab, welche der Nasennebenhöhlen betroffen sind. Der Druck beziehungsweise der oft pochende Schmerz wird stärker, wenn der Kopf nach unten gehalten wird (z. B. in gebückter Haltung). Die Beschwerden bei der akuten Sinusitis bestehen meist über ein bis zwei Wochen.

Die Sinusitis betrifft eine, mehrere oder alle Nasennebenhöhlen. Die Kieferhöhle ist besonders oft betroffen, daneben können die Siebbeinhöhle (die aus vielen Kammern, den Siebbeinzellen, besteht), die Stirnhöhle oder die Keilbeinhöhle entzündet sein. Die Schmerzen sind nicht immer ganz genau einzuordnen, geben aber schon einen Hinweis, welche Höhle betroffen sein könnte. Bei der Kieferhöhlenentzündung tritt der Schmerz eher im Oberkiefer- und Stirnbereich in Erscheinung, bei der Stirnhöhlenentzündung eher nur an der Stirn und eventuell in der Augenregion. Die Siebbeinzellenentzündung führt ebenfalls zu Stirnschmerzen und auch die Augen- und Nasengegend kann schmerzhaft sein. Die Entzündung der Keilbeinhöhle führt eher zu Schmerzen im Inneren des Kopfes.

Zusätzlich zu den eigentlichen Beschwerden der Sinusitis besteht oft noch eine Erkältung. Die Nasenatmung ist häufig beeinträchtigt. Unter Umständen bestehen Fieber und Krankheitsgefühl. Auch kann eitriges, gelbes bis leicht grünliches Sekret aus der Nase abgehen. Ein Husten kann bestehen.

An Komplikationen der Nasennebenhöhlenentzündung ist vor allem die Ausweitung der Entzündung auf umliegende Gewebe zu nennen. Gefährlich wird es, wenn die Entzündung durch den Knochen hindurch auf die Hirnhaut oder sogar das Gehirn übergeht (Meningitis beziehungsweise Enzephalitis). Die Kopfschmerzen nehmen in dem Fall oft noch deutlich zu, und Betroffene sind sehr geschwächt, unruhig und lichtempfindlich. Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann auch auf die Augenhöhle übergreifen und dort eine so genannte Orbitaphlegmone verursachen, die zu Schäden am Auge und weiteren Komplikationen führen kann. Warnzeichen für die Entzündung der Augenhöhle sind z. B. eine dortige Schwellung und Rötung, Schmerzen, teils auch schlechtes Sehen und Minderbeweglichkeit des Auges. Bei Kindern besteht die Gefahr, dass sich die Nasennebenhöhlenentzündung in Richtung Mittelohr oder zur Ohr-Rachen-Verbindung (Eustachische Röhre) ausweitet.

Ist die Nasennebenhöhlenentzündung chronisch geworden, dann stehen etwas andere Beschwerden im Vordergrund. Sie sind auch meist nicht so ausgeprägt wie die Symptome einer akuten Sinusitis. Zu Kopfschmerzen kann es bei der chronischen Form immer wieder kommen. Patienten mit chronischer Sinusitis fühlen sich oft schlapp und müde. Es gibt im Übrigen zwei unterschiedliche Definitionen von chronischer Sinusitis: Einige Fachleute sehen eine Sinusitis als chronisch an, wenn sie mindestens acht Wochen geht, während andere Mediziner erst ab drei Monaten Dauer von einer chronischen Form sprechen. Auch wenn die Sinusitis mehr als vier Mal im Jahr wiederkommt, wird sie als chronisch bezeichnet.

Diagnose der Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

Wenn die Beschwerden über drei Tage bestehen oder es zusätzlich zu Fieber kommt, dann sollten sich Betroffene zum Arzt begeben. In einem Untersuchungsgespräch (Anamnese) erkundigt sich der Arzt beim Patienten nach den genauen Beschwerden. Er fragt auch, ob es schon vorher Erkrankungen gab und ob z. B. erst ein Schnupfen bestand, aus dem sich die Sinusitis entwickelt haben könnte.

Dann wird der Patient HNO-ärztlich untersucht. Wichtig ist die Betrachtung der Nase von innen, die Rhinoskopie. Das ist eine Form der Endoskopie, also eine Untersuchung mit einem optischen Gerät (Endoskop beziehungsweise Rhinoskop). Der HNO-Arzt kann unter anderem beurteilen, ob die Öffnungen der Nasennebenhöhlen frei sind oder verlegt sind.

Der Arzt muss im Gesicht testen, ob bestimmte Nervenaustrittspunkte schmerzhaft sind (das ist ein Hinweis auf Nasennebenhöhlenentzündungen). Um Erreger (Bakterien) nachweisen zu können, wird ein Abstrich aus der Nase genommen. Um ein allergisches Geschehen als Ursache auszuschließen, kann ein Allergietest durchgeführt werden.

Der Arzt gewinnt weitere Informationen über den Zustand der Nebenhöhlen, indem eine Ultraschalluntersuchung oder ein Röntgen durchgeführt wird. Ebenfalls hilft eine Computertomographie (CT) bei der genauen Beurteilung des Befundes und Unterscheidung von anderen Krankheiten.

Differenzialdiagnose

Symptome, die bei einer Sinusitis auftreten, können auch bei anderen Erkrankungen vorkommen. Ein schmerzhafter Nerv im Gesicht (Trigeminusneuralgie), dessen Ursache oft unbekannt ist, ist eine der möglichen anderen Diagnosen. Manchmal kommen die Beschwerden von den Zähnen her, ohne dass die Nasennebenhöhlen betroffen sind. In Ausnahmefällen kann es sich um Tumore an den Nasennebenhöhlen handeln.

Letzte Aktualisierung am 31.03.2016.
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