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Kernspintomographie des Herzens - Ablauf

Lesezeit: 2 Min.

Was müssen Patienten im Vorfeld der Untersuchung beachten?

Vorbefunde, die von Interesse für den Arzt sein könnten, sollten vom Patienten mitgebracht werden. Vor der Kernspintomographie (MRT) sollte alles Metall vom Körper entfernt werden, also z. B. Schmuck, Piercings, Brillen, Zahnprothesen, Schlüssel, Geldstücke, Metallknöpfe und Ähnliches. Auch Karten mit Magnetstreifen, z. B. Krankenkassenkarten oder Kreditkarten, sollten abgelegt werden, damit die Informationen darauf nicht beschädigt werden.

Metall innerhalb des Körpers muss vom Patienten angegeben werden, also z. B. Prothesen oder Material zur Knochenheilung (Schrauben, Platten, Nägel). Menschen mit Herzschrittmachern, Arzneimittelpumpen oder dauerhaften Zugängen (Ports) dürfen sich nicht einer Kernspintomographie des Herzens unterziehen.

In der Kernspinuntersuchung kommt es zu teils sehr lauten Geräuschen wie Piepsen, Klopfen und Brummen. Daher sollte vom Patienten mitgeteilt werden, ob in diesem Sinne eine hohe Empfindlichkeit besteht. Ohrenstöpsel werden für die Untersuchung ausgegeben. Eine Ängstlichkeit vor engen Räumen sollte vom Patienten ebenfalls mitgeteilt werden. Ein Beruhigungsmedikament kann helfen, die Untersuchung problemlos durchführen lassen zu können.

Vor der Kernspintomographie des Herzens (Kardio-MRT) wird an einer Vene ein Zugang gelegt, so dass das Kontrastmittel und eventuell auch bestimmte Wirkstoffe (Adenosin, Dobutamin) injiziert werden können. Ebenso werden ein Blutdruckmessgerät sowie EKG-Elektroden am Patienten angebracht, bisweilen auch ein Ohrclip zur Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes.

Der Patient legt sich auf den Untersuchungstisch, der dann in das Kernspintomographie-Gerät („Röhre") hinein gefahren wird. Dann erfolgen die Aufnahmen des Herzens. Mit einer Lautsprecheranlage ist die Verständigung zwischen Personal und Patienten gewährleistet. In bestimmten Momenten muss der Patient auch Anweisungen befolgen, z. B. die Luft anhalten. Die Untersuchung des Herzens mit der Kernspintomographie nimmt bis zu einer Dreiviertelstunde Zeit in Anspruch.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die Kernspintomographie an sich ist ungefährlich, wenn die Vorkehrungen vor der Untersuchung richtig beachtet wurden. An der Stichstelle kann es zu kleinen Verletzungen, Infektionen oder Narben kommen. Durch die Medikamente können Nebenwirkungen ausgelöst werden, z. B. Angina pectoris (Brustenge mit Schmerzen), Atemnot, Blutdruckveränderungen und Herzrhythmusstörungen. Auf die Medikamente oder das Kontrastmittel kann der Patient unter Umständen allergisch reagieren.

Gibt es alternative oder ergänzende Untersuchungen?

Am Herzen gibt es einige Untersuchungen, die aufschlussreiche Ergebnisse bei verschiedenen Erkrankungen bringen können. Je nach den genauen Umständen können sie sich besser eignen als die Kernspintomographie (MRT). Eine Computertomographie (CT) ist der MRT in der Darstellung von Verkalkungen überlegen.

Mit einer Herzkatheter-Untersuchung können die Herzkranzgefäße insbesondere auf Engstellen beurteilt werden, auch ist dann manchmal gleich eine Behandlung über den Katheter möglich. Eine Ultraschalluntersuchung am Herzen (Echokardiographie) kann ebenfalls einige Veränderungen gut darstellen. Schließlich können auch diagnostische Maßnahmen aus der Nuklearmedizin durchgeführt werden, z. B. Szintigraphie.

Letzte Aktualisierung am 19.05.2016.
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sagt lajjla   vor 4 Tage  3930

Hallo Zusammen,
mein LDL ist 294! Kann mir denn bitte jemand seine Erfahrungen sagen von Dr. Horvarth, eine Adresse oder Tel.Nr. geben ?
Vielen ... mehr

 
sagt manuelabln31   vor 14 Tage  106

Nein ! Die Ärztin hat mir bevor ich das herzrasen hatte , Tromcardin verschrieben das ist ein diätisches Mittel fürs Herz also Kalium Magnesium ... mehr

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Konstriktive Perikarditis   Offene Frage
fragt Teneriffa55   vor 21 Tage  25

Hallo, ich hoffe hier finde ich jemanden der sich mit meiner Diagnose ein kleines bisschen auskennt und mir meine Angst vor einer eventuellen OP ... mehr

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