Die Elektrokardiographie (Elektrokardiogramm, EKG) ist eine Untersuchung des Herzens. Beim EKG werden die Herzströme gemessen, die normalerweise bei der Herztätigkeit entstehen. Zur EKG-Ableitung werden verschiedene Elektroden an der Haut des Brustkorbs, der Arme und Beine befestigt. Bei gesundem Herz ist im EKG eine typische Zackenkurve mit regelmäßigem Muster zu sehen, bei Krankheiten ist die EKG-Kurve oft auf eine bestimmte Weise verändert.
Das EKG - wann wird es durchgeführt?
Im Elektrokardiogramm können Veränderungen der Frequenz und des Rhythmus des Herzschlags sowie Auffälligkeiten in der Reizleitung innerhalb des Herzens gesehen werden. Bei vielen Krankheiten des Herzens kommt es zu Störungen der Erregungsausbreitung in dem Organ, durch welche eine geregelte Herztätigkeit möglich ist. Somit ist die Elektrokardiographie oft angezeigt, um im Verdachtsfall eine Herzerkrankung festzustellen oder den Verlauf zu beurteilen. Sinnvoll kann ein EKG auch als Untersuchung bei einer Routineüberprüfung der Gesundheit sein, da die Messung relativ einfach ist und keine Komplikationen auftreten können.
Im EKG können sich vielerlei Krankheiten des Herzens zeigen. Dazu gehören Herzrhythusstörungen wie beispielsweise Verschnellerung (Tachykardie) und Verlangsamung (Bradykardie) des Herzrhythmus, zusätzliche Schläge (Extrasystolen), Vorhofflimmern oder Kammerflimmern.
Weitere Herzerkrankungen, die im EKG sichtbar sein können, sind Herzinfarkte, Verengungen der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit, KHK) oder als Symptom Angina pectoris (Brustenge, Brustschmerzen), Herzschwäche beziehungsweise Herzmuskelverdickung durch Belastung, Mineralverlust oder Mineralüberschuss sowie Medikamentenwirkungen. Auch ist mit dem EKG eine Feststellung der Lage und Richtung der Herzachse möglich.
Letzte Aktualisierung am 22.07.2010.