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Vorzeitige Wehen

Lesezeit: 1 Min.

Zu frühe Wehen können eine Frühgeburt verursachen

In der Schwangerschaft kommt es natürlicherweise zu Vorwehen oder Übungswehen, die noch längst nicht so stark und gezielt sind, dass sie eine Geburt auslösen. Aber bei manchen werdenden Müttern kann es schon vorzeitig zu heftigeren Wehen kommen, die potenziell bereits das Kind heraustreiben können. Bei diesen vorzeitigen Wehen besteht die Gefahr, dass sich eine Frühgeburt ereignet. Besonders ist das Risiko der Frühgeburt dann gegeben, wenn der Muttermund zusätzlich weit ist (Zervixinsuffizienz). Da das Kind möglichst erst reif zur Welt kommen sollte, wird von ärtzlicher Seite aus versucht, die Schwangerschaft zu erhalten. Dies geschieht vor allem mit wehenhemmenden Mitteln (Tokolytika) und Bettruhe. Gegebenenfalls sind auch weitere medizinische Maßnahmen wie ein Verschluss des Muttermundes (Cerclage) nötig.

Mögliche Ursachen für vorzeitige Wehen

Die Ursachen für vorzeitige Wehen lassen sich in vielen Fällen nicht ermitteln. Einige unterschiedliche Faktoren können für die frühen Wehen sorgen oder sie begünstigen. So bekommen Mütter von weiteren Kindern oder Mütter, die zuvor Fehlgeburten oder Frühgeburten hatten, häufiger frühzeitige Wehen als andere Schwangere. Bei einer Mehrlingsschwangerschaft ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Wehen vorzeitig beginnen. Ebenfalls ist dies bei einer erhöhten Fruchtwassermenge der Fall.

Die vorzeitigen Wehen werden nicht selten von Infektionen von Vagina und Muttermund ausgelöst. Doch auch weitere Erkrankungen können der Grund sein. Veränderungen an der Plazenta (Mutterkuchen) wie eine Placenta praevia (zu tief sitzender Mutterkuchen) oder eine herabgesetzte Funktion des Organs können eine vorzeitige Wehentätigkeit bedingen. Die Wehen können auch bei Gebärmutter-Fehlbildungen oder bei Myomen (gutartigen Knoten in der Gebärmutter) vorzeitig auftreten. Hoher Blutdruck (Präeklampsie) oder Schwangerschaftsdiabetes können ebenfalls eine Rolle spielen.

Weitere Risikofaktoren für verfrühte Wehen sind eine schlechte soziale Lebenslage und das Fehlen eines festen Partners. Ebenso spielen körperlicher oder psychischer Stress, ein Alter von unter 18 Jahren oder über 35 Jahren sowie Rauchen eine Rolle. Vielfach ist es eine Kombination einer Reihe von körperlichen, psychischen und Umweltfaktoren, die die frühzeitigen Wehen bei der Schwangeren kommen lassen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 21.12.2015
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