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Zangengeburt: Ablauf, mögliche Komplikationen

Lesezeit: 1 Min.

Ablauf und Technik einer Zangengeburt

Kurz vor der Zangengeburt erfolgt eine Untersuchung, um zu beurteilen, wie weit der Kopf des Babys schon nach unten getreten ist und wie er sich gedreht hat. Wenn die Situation nicht sehr dringlich ist, wird meist noch eine Betäubung angewendet. Oft verabreicht der Arzt eine örtliche Betäubung an der Scheide. Manchmal wird auch noch eine PDA (Periduralanästhesie) gegeben. In vielen Fällen ist zur Zangengeburt ein Dammschnitt erforderlich.

Zuerst führt der Arzt eine Seite der Zange sanft ein und legt den so genannten Löffel um die eine Hälfte des Kopfes. Dann wird die andere Zangenhälfte auf der Gegenseite eingeführt und die Geburtszange an der Mitte zusammengesetzt. Erst einmal zieht der Arzt probeweise. Behutsam befördert der Geburtsmediziner mit der Zange das Kind heraus. Er zieht normalerweise dann, wenn gerade eine Wehe läuft. Wenn es geht, presst die Mutter auch. Der Mediziner kann den Kopf auch drehen, wie es für den Geburtsablauf notwendig ist. Wenn der Kopf herausgekommen ist, kann der Arzt die Zange abnehmen und die Geburt auf normale Weise weiterführen.

Risiken und mögliche Komplikationen der Zangengeburt

Obwohl die Zangengeburt verhältnismäßig schonend erfolgen kann, so kommt es trotzdem nicht selten zu Verletzungen am Kopf des Babys. Meist sind diese nicht folgenschwer. Möglich sind Blutergüsse oder meist vorübergehende Nervenausfälle im Gesichtsbereich. Daneben zeigen sich Druckmarken, die nach einigen Tagen verschwinden.

Auch am Körper der Mutter kann es zu mechanischen Schäden kommen. Sie können den Muttermund betreffen, den Damm oder die Scheide. Auch Infektionen können so im Rahmen der Zangengeburt entstehen.

Welche Alternativen gibt es zur Zangengeburt?

Unter Umständen eignet sich auch eine Saugglockengeburt, um eine erschwerte, langwierige oder zum Stillstand kommende Geburt zu unterstützen. Dazu wird ein von der Größe her passender Saugnapf auf den Schädel des Kindes gebracht und ein Unterdruck erzeugt, um den Kopf herausziehen zu können. Eine weitere Alternative ist der Kaiserschnitt, wenn die Zangen- oder Saugglockengeburt nicht funktioniert oder nicht sinnvoll ist.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 16.02.2016
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Aktuelle Beiträge im Forum Frauenheilkunde

 
sagt bonitavb4   vor 1 Tag  99458

bernicesz18

 
sagt Zystine   vor 5 Tage  118

Ergänzung zu meinem Schreiben: ich war gestern beim Frauenarzt, den das nicht weiter interessiert und vor 3 Wochen beim "Diagnostiker", der diesmal ... mehr

Portrait Dr. med. Wolfgang Hirsch, FRAUENÄRZTE AM POTSDAMER PLATZ DR. KIEWSKI / DR. HIRSCH, Mutterschaftsvorsorge - Intimchirurgie - Schamlippenverkleinerung, Berlin, Frauenarzt
sagt Dr. Hirsch   vor 8 Tage  150

Eine Geschlechtsbestimmung wäre an einer Eileiterschwangerschaft nur durch aufwendige Laboruntersuchungen möglich und wird nie!! gemacht.

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