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Anzeichen einer Geburt

Lesezeit: 3 Min.

Woran lässt sich erkennen, dass die Geburt beginnt?

Vor allem Frauen in ihrer ersten Schwangerschaft sind sich unsicher, woran sie die beginnende Geburt erkennen. Doch auch in weiteren Schwangerschaften können die Anzeichen einer Geburt uneindeutig sein. Meist spüren Mütter instinktiv, wann es losgeht. Das wichtigste Merkmal sind die Geburtswehen, die sich von den Vorwehen unterscheiden. Die richtigen Geburtswehen (Eröffnungswehen) sind stärker, kommen regelmäßig und häufiger. Das Platzen der Fruchtblase ist auch eine Begebenheit, die erkennen lässt, dass die Geburt kurz bevorsteht. Weitere Anzeichen können Stunden, Tage oder manchmal auch Wochen zuvor bemerkt werden. Dazu gehört beispielsweise das Zeichnen (Abgang eines schleimigen Klumpens vom Muttermund).

Wie unterscheiden sich Geburtswehen von Vorwehen?

Bei den Wehen ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter zusammen. Mehrere Arten von Wehen lassen sich unterscheiden, die während der Schwangerschaft und während des Geburtsverlaufs auftreten. Von praktischer Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen Vorwehen im Allgemeinen und den eigentlichen Geburtswehen, genauer den Eröffnungswehen. Mit diesen Kenntnissen kann die Mutter ausmachen, ob die Geburt kurz bevorsteht. Die meisten Gebärenden spüren als erstes untrügliches Anzeichen die Geburtswehen. Viele Mütter fragen sich vorher, ob sie tatsächlich erkennen können, dass es sich um Geburtswehen handelt. Im Normalfall erahnt eine werdende Mutter bereits instinktiv, wann es so weit ist.

Geburtswehen kommen im Gegensatz zu den Vorwehen regelmäßig, sie kommen oft und sie haben einen zeitlichen Abstand, der allmählich kürzer wird. Erst kann es zwanzig Minuten zwischen den einzelnen Eröffnungswehen dauern, dann zehn oder fünf Minuten. Die einzelne Wehe dauert gewöhnlicherweise eine knappe halbe bis eine Minute. Zudem sind die Eröffnungswehen stärker als die Vorwehen. Sie können durch den gesamten Bauch bis zum Rücken ziehen und durchaus auch schmerzen. Wenn Wehen dreimal oder mehr in der Stunde kommen, dann sind es in aller Regel Geburtswehen. Sobald also regelmäßige, häufige und stärkere Wehen auftreten, dann sollte die Schwangere darauf vorbereitet sein, dass sie das Kind bald gebiert. Sie sollte ruhig atmen und die im Geburtsvorbereitungskurs erlernten Übungen anwenden.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der Wehenarten ist, dass die Vorwehen sich durch ein warmes Bad beruhigen lassen, wohingegen die Eröffnungswehen bleiben oder sogar stärker werden.

Eröffnungswehen sind dazu da, den Muttermund aufzuweiten. Der Gebärmutterhals wird weicher und kürzer und erweitert sich dabei auf etwa zehn Zentimeter. Der Vorgang ermöglicht, dass das Kind später diese Engstelle passieren kann. Im Verlauf der Geburt wandeln sich die Aktivitäten der Gebärmuttermuskeln von den Eröffnungswehen zu Presswehen, die das Kind durch den Geburtskanal drücken, und schließlich zu Nachgeburtswehen, die den Mutterkuchen abgehen lassen.

Vorwehen treten oft schon eine längere Zeit vor der Geburt auf, sie beginnen frühestens mit der 20. Schwangerschaftswoche. Zuerst handelt es sich um reine Übungswehen (manchmal auch wilde Wehen genannt), die die Gebärmuttermuskeln schon stärken. Zu den Vorwehen gehören aber auch noch die Senkwehen, die gegen Ende der Schwangerschaft das Kind langsam nach unten in Richtung Geburtskanal verfrachten. Vorwehen in diesen Formen sind normal und unbedenklich.

Vorwehen lassen sich meist gut von Geburtswehen abgrenzen. Sie treten im Gegensatz zu den Geburtswehen nur in unregelmäßigen Abständen in Erscheinung. Vorwehen verursachen wenn, dann nur geringe Schmerzen. Manchmal werden sie nur als kurzzeitige Verhärtung des Bauches wahrgenommen. Die Vorwehen können üblicherweise im Laufe der zweiten Schwangerschaftshälfte an Stärke und Häufigkeit zunehmen.

Was sind vorzeitige Wehen?

Wenn die Mutter regelmäßige und starke Wehen bis in der 35. Woche spürt, also schon weit vor dem Geburtstermin, dann kann dies eine vorzeitige Wehentätigkeit sein. Die Mutter sollte sich rasch zum Arzt begeben, denn dieser Zustand kann zur Früh- oder Fehlgeburt führen. Der Arzt kann die Auffälligkeiten genauer untersuchen und Maßnahmen durchführen, diese Wehen aufzuhalten. Die vorzeitigen Wehen sind wie die Geburtswehen durch mindestens dreimaliges Auftreten in einer Stunde gekennzeichnet, oder sie treten mehr als zehnmal an einem Tag auf. Weitere Anzeichen für eine gefährliche Wehentätigkeit an einem zu frühen Zeitpunkt sind Rücken- oder Bauchschmerzen, Blutungen oder Ausfluss.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 09.02.2016
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