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Symptome bei Feigwarzen (Genitalwarzen)

Lesezeit: 2 Min.

Feigwarzen (Kondylome) finden sich meist im Genitalbereich

Die Feigwarzen (Condylomata acuminata) treten bei Frauen an der Scheide und den Schamlippen, bei Männern am Penis auf. Sie können sich bis auf die Harnröhre oder bis zum Muttermund ausdehnen. Feigwarzen können ebenfalls den After befallen. Manchmal sind noch andere Schleimhäute betroffen, so etwa in Ausnahmefällen der Mund.

Die Inkubationszeit von Feigwarzen, also die Zeit zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen, dauert zwei bis vier Wochen, manchmal auch mehrere Monate. Die Feigwarzen beginnen als winzige Erhebungen an den betroffenen Stellen. Sie wachsen an und können sich beeren- oder beetartig miteinander verbinden. In ausgeprägten Fällen können die Kondylome zu blumenkohlartigen Auswüchsen werden. Oftmals bleiben die Feigwarzen aber relativ klein.

Weitere Beschwerden treten nur vereinzelt auf. So verspüren Betroffene in manchen Fällen einen Juckreiz oder ein Brennen. Ein verstärkter Ausfluss aus der Scheide kann vorkommen. Bisweilen können die Feigwarzen bluten, insbesondere nach einer Beanspruchung wie beispielsweise nach einem Geschlechtsverkehr.

Feigwarzen sind den Betroffenen meist sehr unangenehm und belasten sie mental. Betroffene können sich dafür schämen, haben Angst, sich jemandem anzuvertrauen und vermeiden Geschlechtsverkehr.

Diagnose

Der erfahrene Arzt kann oft bereits beim Anblick feststellen, dass es sich um Feigwarzen handelt. Wenn sie nicht ganz klein sind, dann handelt es sich um charakteristische Veränderungen. In dem Untersuchungsgespräch (Anamnese) erfragt der Arzt beim Patienten vor allem, wie die Ansteckung geschehen sein könnte. Stammen sie von einem anderen Menschen, z. B. dem Partner, dann sollte auch dieser behandelt werden. Die körperliche Untersuchung beinhaltet neben der Betrachtung der Befunde selbst auch die Kontrolle anderer Stellen, an denen Kondylome möglich sein können. Deshalb werden die Genitalien (bei Frauen inklusive Scheidenspiegelung), die Harnröhre, der After und ebenfalls der Mund und Rachen untersucht. Hier wird jeweils auch ein Stück weit in die Körperöffnungen hineingeschaut, um nichts zu übersehen. Damit auch Stellen sichtbar werden, in denen die Feigwarzen erst noch hervortreten werden, kann ein Essigsäuretest (Bestreichen mit Essigsäure) vorgenommen werden. Betroffene Stellen werden weißlich. Häufig wird eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie), die im Labor feingeweblich untersucht werden kann. Weiterhin kann auch der genaue Virustyp anhand der Virus-DNA bestimmt werden, so dass abgeschätzt werden kann, ob das Krebsrisiko erhöht ist. Das gehört jedoch nicht zu den Routineuntersuchungen.

Falls sich große Feigwarzen gebildet haben, sollte eine Untersuchung auf Allgemeinerkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes erfolgen.

Differenzialdiagnose

Feigwarzen sind charakteristische Gebilde, dennoch können manche anderen Hautkrankheiten (gutartige oder bösartige Wucherungen) als Diagnose bisweilen ebenfalls in Frage kommen. Die feingewebliche Diagnostik einer Gewebeprobe gibt im Zweifelsfall darüber Aufschluss. Des Weiteren ist es ratsam, den Typ von HPV zu bestimmen, um das spätere Risiko eines bösartigen Tumors abzuschätzen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 13.08.2015
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