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Symptome bei einer Fehlbildung der Gebärmutter

Lesezeit: 2 Min.

Fehlbildungen der Gebärmutter machen erst keine Beschwerden

Symptome, dass die Gebärmutter fehlgebildet ist, hat die Betroffene meist erst einmal nicht. Viele Patientinnen erfahren erst beim Frauenarzt, dass sie eine solche Veränderung haben. Unter Umständen kann es zu Abweichungen bei der Menstruationsblutung kommen, manchmal z. B. kann die Blutung ausbleiben. Selten entstehen Schmerzen.

Die Anomalien der Gebärmutter können aber Folgen für die Funktion haben. Unter anderem kann die Fehlbildung der Grund sein, warum eine Unfruchtbarkeit besteht. Meist können jedoch auch Frauen mit Gebärmutter-Anomalien Kinder austragen. Die Empfängnis kann erschwert sein, beispielsweise wenn nur ein einseitiger Uterus (Uterus unicornis) besteht. Außerdem kann das Risiko für eine Einnistung an falscher Stelle (z. B. Eileiterschwangerschaft) erhöht sein.

Bei den Fehlbildungen gibt es häufiger Schwierigkeiten in einer Schwangerschaft. Wenn sich die Frucht auf einem Uterusseptum (unnatürliche Scheidewand) einnistet statt in der normalen Gebärmutterwand, wird diese irgendwann nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Die Frucht bekommt zu wenige Nährstoffe und zu wenig Sauerstoff. Eine Fehlgeburt ist oft die Folge davon. Bei höhergradigen Fehlbildungen ist die Mittelwand dicker oder entspricht der typischen Gebärmutterwand, deshalb kann sich das Kind dort auch normal entwickeln.

Weitere Komplikationen bei einer Schwangerschaft sind ebenfalls häufiger, wenn eine Gebärmutterfehlbildung besteht. In vielen Fällen steht dem Kind weniger Platz zur Verfügung als in einer regelrechten Gebärmutter. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es durch den Druck auf die Gebärmutterwand zu vorzeitigen Wehen oder einer Frühgeburt kommt. Ebenfalls ist eine Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz) möglich. Weiterhin sind bei Uterus-Fehlbildungen häufiger ungünstige Geburtslagen (Steißlage, Querlage) anzutreffen als bei normalen Gebärmüttern. Hierdurch kann eine Geburt sehr erschwert sein.

Diagnose

Die Fehlbildung wird oft in einer gynäkologischen Untersuchung entdeckt, die aus anderem Grund durchgeführt wird. Wenn sich die Patientin mit Gebärmutterfehlbildung aufgrund von Beschwerden oder wegen eines unerfüllten Kinderwunsches zum Arzt begibt, wird zunächst ein Untersuchungsgespräch (Anamnese) durchgeführt. Manchmal fällt bei der körperlichen Untersuchung beziehungsweise der Beurteilung des Scheideninneren die Fehlbildung auf. In einer Ultraschalluntersuchung oder in einer Kernspintomographie (MRT, Magnetresonanztomographie) lassen sich oft Veränderungen erkennen. Unter Umständen empfiehlt sich eine Röntgenuntersuchung von Gebärmutter und Eileiter mit Kontrastmittel (Hysterosalpingographie). Der genaue Befund der Fehlbildung wird in einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) sichtbar, einer Untersuchung, bei der der Arzt mit einem optischen Gerät in die Gebärmutter hineinschauen kann. Kombiniert wird dies oft mit einer diagnostischen Bauchspiegelung (Laparoskopie, ein Eingriff über winzige Schnitte).

Differenzialdiagnose

Fruchtbarkeitsstörungen können vielfältige Ursachen haben. Sollte eine Frau trotz häufigen Geschlechtsverkehrs ohne Schutz nicht schwanger werden und sich ein Kind wünschen, so kann dies beim Arzt genau abgeklärt werden. Untersucht werden sollten sowohl die Frau als auch ihr Partner, da die Ursache auch beim Mann liegen kann.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 13.08.2015
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sagt bonitavb4   vor ~ 19 h  99416

bernicesz18

 
sagt Zystine   vor 5 Tage  110

Ergänzung zu meinem Schreiben: ich war gestern beim Frauenarzt, den das nicht weiter interessiert und vor 3 Wochen beim "Diagnostiker", der diesmal ... mehr

Portrait Dr. med. Wolfgang Hirsch, FRAUENÄRZTE AM POTSDAMER PLATZ DR. KIEWSKI / DR. HIRSCH, Mutterschaftsvorsorge - Intimchirurgie - Schamlippenverkleinerung, Berlin, Frauenarzt
sagt Dr. Hirsch   vor 7 Tage  146

Eine Geschlechtsbestimmung wäre an einer Eileiterschwangerschaft nur durch aufwendige Laboruntersuchungen möglich und wird nie!! gemacht.

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