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Bandscheibenvorfall HWS OP Neurochirurgie

13 Beiträge - 20851 Aufrufe
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Joes  fragt am 17.12.2010
Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier und habe noch keine Foren-Erfahrung, von daher Sorry wenn ich was nicht korrekt gemacht habe, bin aber lernfähig :-)

Ich weiß einfach nicht mehr weiter und habe nach einer nun fast 10-jährigen Arzt Odyssee keine Kraft mehr und bin sehr durcheinander. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Aus heutiger Sicht war der erster Bandscheibenvorfall war ca. 2000.
Es folgten:
immer wieder Spritzenbehandlungen, Diclofenac und Iboprofen bis 600, Novaminsulfon diverse Muskelrelaxate und einiges mehr.

Die Frage nach Röntgenaufnahmen wurde wie folgt beantwortet:
- sie sind noch so jung, das ist kein Bandscheibenvorfall
- beim Röntgen müsse man auch die Strahlenbelastung abwägen und
- außerdem was haben Sie den davon wenn sie wissen ob es ein Bandscheibenvorfall ist oder nicht? Diese und viele andere Antworten habe ich mir im laufe der Jahre anhören dürfen.

In Folge immer wieder Schmerzanfälle bis hin zu völliger Bewegungsunfähigkeit im LWS Bereich. Scherzen über Po bis in das rechte Bein. Diagnose: Lumbalichalgie

Seit Ende 2008:
- ständig Verspannungen im HWS-Bereich
- täglich starke Kopfschmerzen mit zunehmendem Schwindel und Gedächtnisstörungen (Vergesse vieles einfach)
- Ohrengeräusche, Piepen, Summen, Druckgefühl wie im Flugzeug
MRT Kopf ohne Befund, altersgerechte Verkalkungen laut Internist.
Ich soll Betablocker nehmen obwohl Blutdruck 140/70-150/80 ist - nehme ich nicht.

Mitte 2009:
-Eines Morgens mit ganz steifem und sehr schmerzhaften Hals aufgestanden.
-Fleißig Wärme und Rotlicht benutzt, Diclofenac, Ibuprofen 600
-Quaddel-Spritzen beim Orthopäden
-Irgendwann nach ca. 2-3 Wochen war es dann weg.

Ende 2009:
- einsetzende Probleme mit Magen-Darm, wechselweise Durchfall oder Verstopfung, ständig sehr schmerzhafte Blähungen, Magen/Darmspiegelung bei Internist ohne Befund

- fast zeitgleich einsetzen sexueller Unlust, Hitzewallungen oder wahlweise Kälteempfindungen auch innerlich, Haarausfall, Haut wird wabbeliger, Wassereinlagerungen, in Beinen und unter den Augen, massiven Hautreaktionen, rote Flecken im Gesicht, Hals und Brustbereich bei Stress und Aufregung, egal ob positiv oder negativ, Nervenkostüm wird merklich dünner.
Frauenarzt sagt: keine Wechseljahre, bin ich zu jung für!
Soll Entwässerungstabletten nehmen-nach einer Packung nehme ich nicht die Dinger nicht mehr.

Anfang 2010 habe ich nach erneuter massiver HWS-Blockade die Nase voll und mir auf Empfehlung einen neuen Orthopäden gesucht.

Heute Ende 2010:
- bei Schreib- oder Handarbeiten werden Hände kalt, schlafen ein, kribbeln
- bei Sport auf Laufband schlafen Füße ein und summen
- Empfindungsstörungen u Taubheitsgefühl in den Zehenspitzen
- oft kalte Füße und Hände
- das merkwürdigste aber sind diese komischen Empfindungen in den Armen, rechts und links, wenn ich z. B. den Arm ausstrecke und mich recke dann ist es ab und an ein wenig wie ein kleiner Stromschlag oder als ob eine Gitarrenseite in meinem Arm nachschwingt.
- kann keine 10 Minuten laufen oder Sitzen ohne Schmerzen
- massive Verspannungen im Schulter, Nackenbereich auch nach 2 Monaten mit Physiotherapie, Krankengymnastik und Wirbelsäulen-Yoga nicht besser

MS wurde durch Neurologen ausgeschlossen.
Messung an den Händen ergab beidseitiges Karpaltunnel-Syndrom.
Füße nicht untersucht: Einlagen bekommen, wg. Beginn Halux-Valgus


Es folgten 2 MRTs mit dem Ergebnis:

Hyperkyphosierung HWK3 bis 6

HWK 3/4 und 4/5:
Verschmälerung Zwischenwirbelraum, initiale Osteochondrose und Gelenkfacettenhypertrophie sowie linksbetonte Unvercovertebralarthrose bei HWK 4/5, Bandscheibendegeneration.

HWK 5/6:
Medialer nicht sequestierte Bandscheibenvorfall, massive Einengung des knöchernen Spinalkanals und Pelotierung des Myelons von zentral auf dieser Höhe. Kein Nachweis einer zervikalen Myelophatie, mäßige Osteochondrose, beginnende Unkovertebralarthrose und Gelenkfacettenhypertrophie.

LWS:
sieht ähnlich grausig aus, 5 von 7 Wirbeln mit Bandscheibenvorfall, auch Arthrose, aber keine so massiven Einengungen.


Orthopäde 1 sagt:
OP (macht er selbst) in einer Klinik die ich nicht genannt bekomme und in diesem Jahr auch keinen Termin mehr frei für Fragen zur OP. Erst Mitte Januar 2011.

Orthopäde 2 sagt:
zu jung (bin 41) für OP, minimal inversiv OP nicht möglich wg. Arthrose

Neurologe sagt: Karpal-Tunnel-Syndrom, sonst keine neurologischen Ausfälle feststellbar, Überweisung zu Neurochirurg 1.

Neurochirurg 1 (niedergelassen) sagt:
noch nicht OP, Bandscheibe zieht sich von allein zurück und trocknet aus, nimmt dann den Druck vom Rückenmark, zur Reha und weitere ambulante Maßnahmen, aber keine manuelle Therapie an HWS, Erschütterungen und Stürze, Ski fahren, Tanzen, Karussel fahren und andere ruckartige Bewegungen unbedingt meiden.

Orthopäde 1:
Teilt Meinung Neurochirurg 1 nicht.

Neurochirurg 2 in Klinik mit Ambulanz sagt:
schnellstmöglich OP, um weitere und evtl. schlimmere Schäden zu vermeiden und (weitere) neurologische Ausfälle zu vermeiden


Ich bin 41 und sehr agil, Schreibtischtäterin von Beruf. Bevor ich mich entscheide (OP Termin soll in Klink schon am 03.01.2011 sein) würde ich gern hören wie es anderen ergangen ist. Ich habe wirklich riesigen Respekt vor so einer OP. Ich denke für die Ärzte ist es Routine und alles geht schnell, schnell, aber als Patient habe ich immer das Gefühl zu stören und mit Fragen nur zu nerven.

Können meine ganzen Symptome wirklich mit der massiven Verengung in der HWS zusammenhängen?
An was sollte man unbedingt denken und was beachten, welche Fragen stellen?
Welche Risiken gibt es, welche die Ärzte ungern nennen?
Wie lange ist man bei so einer OP krankgeschrieben?
Wohin damit in Berlin? Gibt es Empfehlungen?
Gibt es Probleme mit der Kasse (gesetzlich versichert)?
Hat einer evtl. Erfahrungen mit alternativen Methoden?
Kann eine Bandscheibe wirklich austrocknen und damit den Druck nehmen?

Vielen lieben Dank für Eure Meinungen und Tips im Voraus.

Es grüßt Euch
Joes
 
sternchen77  sagt am 12.02.2011
Hallo
Ich kann nur empfehlen, eine Reise nach Muenchen zu machen und
dort Neurochirurgen Dr. O./Dr.F. aufzusuchen!!
Viel Glueck und alles Gute!
Simone

Bitte keine Werbung - Die Redaktion
 
Joschi72  sagt am 26.02.2012
Hallo Sternchen,

Bitte melde dich bei mir.
Meine Mailadresse; diplomali@[Link anzeigen]

Dank, im voraus
Gruss Joschi
 
Joschi72  sagt am 26.06.2012
Hallo Joes,

İch hatte exakt die selben Syntome wie bei dir.
Diagnose: Spinalkanalverengung c3-c6
İch habe mich vor 2 monaten operieren lassen, und bin froh das ss vorbei ist.

ich habe mir 4 Meinungen von Kliniken eingeholt, die in dem Bereich sehr gute Erfahrungen haben.
Eine Verengung im Rückenmark KANN nur operativ entfernt werden.
Wenn du mehr İnfos, Adressen etc benötigst, schreib mir einfac..

Alles gute!
 
bahanfar  sagt am 11.08.2012
Hallo Joes,

würde gern wissen, was mit dir passiert ist. Bist du inzwischen gesund?
Wäre nett, wenn du antworten würdes.
Viele Grüße
Bahanfar
 
123abc123  sagt am 11.08.2012
hallo joschi!,mir geht es ähnlich wie joes,würde gerne wissen in welcher klinik du warst,habe tierische angst vor einer op,was ist wenns hinterher noch schlimmer ist!?
lg conny
 
atze19  sagt am 10.12.2012
Hallo Conny,
wie ist Deine OP verlaufen ?

LG
 
atze19  sagt am 10.12.2012
Hallo zusammen,
meine Symtome sind die gleichen, wer kann mir weitere Informationen zum verlauf der OP geben, bzw. was kann noch so machen um die Symtome in den Griff zu bekommen?, in welcher Klinik habt Ihr die OP durchführen lassen, meldet euch bitte.

Email: atze19@[Link anzeigen]

LG
 
Vacca  sagt am 08.01.2013
Hallo Atze, ich bin schon operiert HWS c5/6 Versteifung. Ich bin froh das ich das gemacht habe! nach jahrelangen beschwerden der hws mit ständigem einrenken etc und krankengymnastik, muckibude zur stärkung der rückenmuskulatur.
die op lief sehr gut. hinterher keine beschwerden mehr..ausser der muskeln die sich wieder anpassen müssen. nach 4 tagen im krankenhaus war der spuk vorbei. op war in damp.
lg
 
Ullli  sagt am 04.02.2013
Halo Vacca,
bei mir soll die gleiche OP gemacht werden (Versteifung HWS C5/6).
Hat man bei dir auch eine Titanplatte aufgeschraubt. Wir lange mußt du eine Halskrause tragen. Krankenhausaufenthalt 4 Tage ist ja sehr wenig. Mir hat man 8 Tage gesagt. Wie ist der weitere Verlauf. Hast du Schmerzen nach der OP gehabt. Wann kannst du wieder arbeiten. Ich bin halbtags im Büro beschäftigt und muß so schnell es geht wieder arbeiten.
Ab wann darfst du dich wieder sportlich betätigen? Ich fahre Rennrad und möchte natürlich so schnell wie möglich wieder fahren. Wäre nett, von dir zu hören. LG Ulli
 
armes_nuck_nuck  sagt am 16.08.2013
Hi vielleicht lässt du dich zu sehr von den Ärzten beeinflussen. Bei mir sind ähnliche Symptome, bei kommt es von den heutigen Kommunikation Systemen. Ich habe etwas wie eine Antenne in mir sobald ich mich in w-LAN Bereiche bewege erhalte ich ähnliche Symptome. Prüfe ob du empfindlich bist auf:
Funktelefon
Handy die als Hotspot benutzt werden
und aktive W-LAN
Vielleicht hilft es dir weiter
 
ginan  sagt am 05.05.2014
liebe vacca
was meinst du damit, dass die muskeln sich anpassen muessen?
ich habe auch eine bandscheiben op inkl versteifung hintermir letzte woche...
nackenschmerzen sind zwar weg, hab aber immer noch ztt schulterschmerzen und missempfindungen...beidseitig.
hattest du das auch??
lg
halli
 
Michi2701  sagt am 08.05.2014
Hallo liebe Leute,

Zu dem Ursprungsfall anfangs beschrieben kann ich wenig sagen. Ich denke, dass aufgrund des Datums schon längst etwas passiert ist.

Zu meinem Fall:
Ich bin sehr jung, 29 und ausscheidender Soldat. Aufgrund der Erfahrung mit den Truppenärzten habe ich daran gezweifelt vollständige und qualitative Hilfe zu erhalten.
Ich klage seit 2009 über Nackenschmerzen. Erkannt wurden 2 Protusionen in C5/C6 und C64/C7. Durch EAP eine Therapiemaßnahme über ein halbes Jahr konnten die Schmerzen gelindert werden. Über die Jahre aber wurde es ständig schlimmer. Die steile BWS tut dazu ihr übriges, indem sie ständig einzurenken ist, da die Etagen höher immer gegen arbeiten.
Nun 2014 bekam ich schlimme Schmerzen in der linken Schulter und linkem Arm. Unerträglich, ich war für vier Wochen außer Gefecht gesetzt und habe teilweise Rotz und Wasser geheult.
Nun habe ich verschiedene Ärzte aufgesucht und bin im Endeffekt doch wieder in Berlin, dem Bundeswehrkrankenhaus gelandet. Ich habe mich nach Informationsgewinnung für den dortigen Operateur entschieden, da mir die Vorteile deutlich aufgezeigt wurden gegenüber Ortopäden und Neuros in der zivilen Welt.

Nun war am Montag dem 5.5.14 die Op. Die mittlerweile gerissene Bandscheibe C6/C7 wurde durch eine Prothese ersetzt. Morgen am Freutag komme ich raus und merke schon deutlich einen Unterschied.
Bei Fragen gern mailen... Michi2701@[Link anzeigen]

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