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Tränenkanalstenose

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miaundelvis  fragt am 26.03.2014
Nach 4 maliger OP mit Schläuchlein-ohne Erfolg wurde ich 9/13 nach Toti operiert-ohne Erfolg es war nach Entfernung des Schläuchleins sofort wieder zu. Jetzt wurde ich nach Lester Jones operoert-und seit 16 Jahren tränendem Auge-endlich ein Erfolg. Ich war zuerst skeptisch da ich Angst vor dem Glasröhrchen hatte, aber es sind 3 Wochen vergangen und ich empfinde es nicht mehr so wie kurz nach der OP. Ich bin froh, das ich die OP habe durchführen lassen, ich bin ein ganz anderer Mensch. Meine Frage ist kommen vielleicht noch Komplikationen auf mich zu?
Portrait Dr. med. Konrad Kastl, Gilching, HNO-Arzt
Dr. Kastl  sagt am 26.03.2014
Hallo,
grundsätzlich spricht vieles in Ihrer Situation dafür, dass Ihr Problem in der Vergangenheit nicht korrekt erkannt wurde. Die OP nach Toti versucht ein Problem, dass innerhalb oder unterhalt des Tränensackes liegt zu beseitigen, die Schläuchlein verfolgen ein ähnliches Prinzip. Wenn sie jetzt nach Lester-Jones geschient wruden, und aktuell kein tränendes Auge mehr haben, lag das Problem vermutlich VOR dem Tränensack, also dem sog. Canaliculus comunis.
Wenn dieser nun korrekt therapiert ist haben Sie eine gute Prognose.
Ich bin hoffnungsvoll, dass keine weiteren Komplikationnen auf Sie zukommen.
Beste Grüße und alles Gute,
Ihr Dr. Kastl
 
Goldmarie  sagt am 25.09.2014
Hallo miaundelvis und Dr. Kastl,

mir steht evtl. auch noch eine OP nach Lester Jones bevor. Wie ist es, die Röhrchen im Auge zu haben? Fließen die Tränen automatisch ab? Ich habe gehört, man müßte die Nase aktiv hochziehen, damit die Tränen abfließen und das dies eben nicht automatisch passiert. Dabei muß man die Röhrchen von außen festhalten. Stimmt das? Wie oft pro Stunde/ Tag mußman das machen? Muß man die Röhrchen pflegen, z.B. spülen? Wie oft muß man zur Kontrolle zum Augenarzt? Bleiben die Röhrchen immer im Auge?
Portrait Dr. med. Konrad Kastl, Gilching, HNO-Arzt
Dr. Kastl  sagt am 26.09.2014
Hallo Goldmarie,

man kann das Röhrchen als kleinen Fremkörper im inneren Augenwinkel tasten. Wenn man nicht daran denkt oder aktiv tastet ist es nach kurzer Eingewöhnung nicht mehr zu bemerken.
Solange das Röhrchen selbst offen ist, sind keine fortwährenden aktiven Spülungen durch den Augenarzt erforderlich. Teilweise kann man den Abfluss etwas durch Hochziehen der Nase "anregen", das ist aber oft auch nicht erforderlich.
Wie lange das Röhrchen liegen bleiben muss hängt von der Grundsituation ab, die zur Einlage geführt hat. Bei Stenosen nach langwierigen Entzündungen oder ausgedehnten Vernarbungen tendenziell eher länger, aber keines falls dauerhaft.

Stellen Sie diese Fragen auf jeden Fall auch ihrem Operateur, der ihre individuelle Situation kennt und so berücksichtigen kann.

Gute Besserung und alles Gute,
Ihr Dr. Kastl
 
Goldmarie  sagt am 28.09.2014
Guten Tag Dr. Kastl,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe noch Fragen. Zur Beantwortung dieser Fragen hole ich etwas weiter aus:
Ich habe seit 11/2013 primär metastasierten Brustkrebs mit Leber- und Knochenmetastasen. Von November 2013 bis März 2014 habe ich eine Therapie mit Docetaxel, Trastuzumab, Pertuzumab und XGeva gemacht. Seit 04/2014 erhalte ich regelmäßig Trastuzumab, Pertuzumab, XGeva und Tamoxifen.
Die beidseitige Tränenwegstenose mit sehr starkem Tränenfluß habe ich als Nebenwirkung durch das Chemotherapeutikum Docetaxel bekommen. Ich hatte am 08.05.14 bereits eine endonasale Dacrocystorhinostomie bds. in ITN mit der Einbringung von Silikonfäden in die Tränenwege. Diese wurden 8 Wochen nach der OP wieder gezogen, die Stenose war jedoch immer noch vorhanden.
Nach der OP lief meine Nase ständig und tut es immer noch. Das war auch so, als die Silikonschläuche nach 8 Wochen nicht mehr in der Nase waren. vor der OP lief die Nase nicht.

Nun habe ich am 23.09.14 eine Lasercanaliculoplastik bei Canaliculus superior- und inferior-Stenose in ITN durchführen lassen. TW-Schläuche wurden eingesetzt. Der Arzt, der mich operiert hat, sagte, dass es eine 50%-Chance gibt, dass die Tränenwege wieder frei werden, die Schläuche aber 1 Jahr in den Augen verbleiben müßten. In 4 Wochen erfolgt eine Kontrolle. Er sagte, dass die Tränen auch an den Schläuchen vorbei in die Nase fliessen könnten. Das ist bei mir aber nicht so. Kann das noch besser werden? Falls die Methode nicht funktioniert, gäbe es noch die Möglichkeit die Wege von aussen durch einen Schnitt durch die Nase zu öffnen und falls auch das nicht klappen sollte, käme dann die Lester-Jones Methode in Betracht. Nun die Fragen: Warum läuft die Nase ständig? Liegt es an den Operationen? Vorher lief die Nase nicht. Oder liegt es an den vielen Medikamenten, die ich erhalte? Was kann ich dagegen tun? Mein HNO-Arzt hat keinen Tipp für mich. Und macht es Sinn, falls die letzte durchgeführte OP die Stenose nicht beseitigt, das Ganze noch mal durch einen Schnitt durch die Nase zu probieren oder lieber gleich die Lester-Jones Röhrchen einzusetzen? Wie ist Ihre Meinung?
Danke und beste Grüße
Goldmarie
Portrait Dr. med. Konrad Kastl, Gilching, HNO-Arzt
Dr. Kastl  sagt am 01.10.2014
Hallo Goldmarie,
ihre Situation ist tatsächlich relativ kompliziert. Wenn ich Sie richtig verstanden habe geht es Ihnen Schwerpunktmäßig um zwei Dinge.

Erstens: die laufende Nase. Prinzipiell ist durchaus an eine Reizung durch den operativen Eingriff zu denken, gegebenenfalls kommen aber auch Nebenwirkungen der Medikamente infrage. Insbesondere die Antikörper, die sie im Rahmen der Chemotherapie bekommen haben, sind bekannt für Reizungen von Epithel-Gewebe. Hierzu zählen die Nasenschleimhäute genauso wie die Innenauskleidung der Tränenwege selbst. Als einfachste Gegenmaßnahme würde ich zunächst die regelmäßige Spülung mit Salzwasser (z.B. Emser Nasendusche) sowie die Anwendung von einem oberflächlich wirksamen Cortison-Nasenspray (z.B. Mometason, rezeptpflichtig!) über mindestens 3-4 Wochen empfehlen. Sollte sich hierunter keine Besserung einstellen wäre ein Therapieversuch mit Atrovent nasal möglich. Hiermit sollte das Nase laufen in den Griff zu bekommen sein.

Zweitens: die Tränenwegstenose selbst. Da diese a) nach der Chemotherapie und b) beidseits zeitgleich aufgetreten ist, wiederholt Spülungen, operative Eingriffe mit Drainagen etc. erfolgt sind vermute ich letztlich eher den Sachverhalt, dass eben keine Lokale umschriebene Stenose an einer punktuellen Stelle vorliegt sondern dass vielmehr die ableitenden Tränenwege insgesamt – möglicherweise als Nebenwirkung der Chemotherapie, vgl. oben – gereizt und somit verengt sind. Hier einen durchschlagenden Erfolg mit einer operativen Therapie zu erzielen, die lediglich einen Teil der Tränenwege abdeckt, ist vermutlich nicht möglich. Diese Wertung stellt nebenbei bemerkt keine Kritik am bisherigen Vorgehen dar – hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. In diese Beurteilung fließt auch die bislang nicht ideal erfolgreiche Therapiestrategie ein.
Was das Weitertränen unter liegendem „Schläuchlein“ betrifft: das ist gerade bei gereizten Schleimhäuten typisch. Der kleine Schlauch füllt den Tränenweg aus, es ist nebenan kein Platz mehr für den Tränenfluss. In der Fachliteratur finden sich auch keinen zwingende Hinweise für die Verwendung der Sonden. Ich persönlich verzichte mittlerweile komplett auf diese und führe anstatt dessen in der ersten Heilungsphase wiederholte Spülungen durch. Auch die Anwendung von steroidhaltigen Augentropfen könnte ich mir in Ihrem Fall als Hilfreich vorstellen. Sollte das Entfernen der Sonde und steroidhaltige Augentropfen keinen Erfolg zeigen, wäre tatsächlich eine OP nach Lester-Jones mit einem länger liegenden Glasröhrchen zu diskutieren. Der Vorteil hier wäre, dass auch der augennahe Anteil der Tränenwege eröffnet wird. Die Überlegung dahinter ist folgende: durch die bisherigen Eingriffe sollte eine Drainage vom Tränensack zur Nase rel. sicher gewährleistet sein. Wenn es nun gelingt, auch den Abfluss zwischen Augen und Tränensack herzustellen, sollte sich Ihre Situation deutlich verbessern.

Ich hoffe Ihre Frage soweit beantwortet zu haben?

Beste Grüße und alles Gute,
Ihr Dr. Kastl
 
van cleef & a...  sagt am 19.08.2016
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