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Beschwerden nach der Tubendilatation bei meiner Tochter 12J

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Ginger71  fragt am 18.09.2017
Bei meiner Tocher wurde im April an dem linken Ohr eine Tubendilatation durchgeführt.
Vorgeschichte: seit Kleinkindalter hatte sie mehrfach Paukenröhrchen, das war eine zeitlang okay, sie hatte nur beim Überqueren von Alpenpässen sehr starke Schmerzen, so dass wir das nicht mehr machen konnten und auch beim tiefer Tauchen.
Sie ist seit 2 Jahren im Schwimmtraining und seit diesem Frühjahr hatte sie bereits so starke Schmerzen, wenn sie nur mit dem Ohr unterhalb des Wasserspiegels war. Der Trainer hat sie zum HNO geschickt. Sie könne erst wieder kommen, wenn das abgeklärt ist.
Unser HNO hat dann gleich gesagt, okay, Tubendilitation. Ist alles ansich gut gelaufen, hat nur nicht den Erfolg gebracht.
Druckausgleich kann sie keinen machen, nur unter sehr starken Schmerzen (auch eine Woche nach der OP, wo es als Therapie angeordnet wird)
Der Ohrenarzt hat gesagt, sie müsse sich da überwinden und auch unter Wasser beim Schwimmtraining solle sie das machen.
Meine Tochter ist echt hart im nehmen, aber das kann sie nicht machen. Sie weint vor Schmerz. Sie sagt schon, sie möchte den Eingriff wiederholen.
Ich war dann in der Apotheke wg Schmerzmittel damit wir über Pässe fahren können. Wir sind alle (Anfänger bis Könner) Kitesurfer und fahren hierfür an Comersee, da kommen wir um einen Pass nicht drum herum. Ich gab ihr auf der Hinfahrt gemäß Anweisung 2 Schmelztabletten Nurofen und sie hatte trotzdem wahnsinnige Schmerzen beim Abfahren. Auf der Rückfahrt gab ich ihr 3! Schmelztabletten und fuhr Tempo 40 hoch und Tempo 30 runter. Sie versuchte zu dösen. Alles war gut, nur als ich das Tempo auf der Schnellstraße erhöhen musste, gingen die Schmerzen los.
Heute haben wir wieder einen Ohrenarzttermin, das brachte mich drauf, auch noch andere Meinungen einzuholen, weil ich das Gefühl habe, unser HNO nimmt die Schmerzen nicht richtig ernst.

Kann mir jemand etwas raten, hier zu tun? Gehört sie vielleicht zu den 20%, bei denen es nicht geklappt hat? Soll sie den Druckausgleich trotz der starken Schmerzen, die sie kaum aushalten kann, machen? Ist das der Kasus-Knaktus? Würde es dann besser werden? Oder hat der Eingriff nicht funktioniert, weil sie nach der Woche nicht den Therapieplan mit Druckausgleich einhalten konnte?
Danke für mögliche Antworten. Viele Grüße
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 19.09.2017
Guten Morgen,

ich möchte Ihnen gerne Hoffnung machen und glaube, dass Sie noch nicht verzweifeln sollten, auch wenn Ihre Schilderung danach zu klingen scheint.
Offenbar kann Ihre Tochter - wenn auch erschwert - den Druckausgleich durchführen. Nach meiner Erfahrung ist hier eine Tuboplastie durchaus erfolgversprechend. Man könnte auch über eine Wiederholung nachdenken. In jedem Fall empfehle ich Ihrer Tochter, weiter das "Tubentraining" = Druckausgleich zu machen. Ein Cortison-Nasenspray hat sie sicher schon bekommen.
Alles Gute!

P. R. Issing
 
Ginger_71  sagt am 19.09.2017
Guten Morgen Herr Professor Issing,
herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Gestern beim Ohrenarzt sind wir so verblieben, einmal abzuwarten, bis die Entwicklung und Wachstum abgeschlossen sind. Bis dahin haben wir nun für Schmerzen wegen Druckausgleich Otalgantropfen, die sollen das Trommelfell betäuben. Über nochmaligen Einsatz von Paukenröhrchen sehen wir ab, weil das mit ihrem Schwimmtraining nicht kompatibel ist.
Ja, meine Tochter wird nun minimale Druckausgleichübungen machen/versuchen und dann schauen wir mal weiter.

Sie haben mir Hoffnung gemacht :-) Danke
Viele Grüße aus dem Allgäu
Claudia Perzl
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 19.09.2017
Sehr geehrte Frau Perzl,

das hört sich nach meiner Einschätzung sehr vernünftig an.
Alles Gute für Sie und Ihre Tochter!

P. R. Issing

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