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Warum kann ein Blähbauch nach einer Bauchspiegelung entstehen und was kann man dagegen tun?

Lesezeit: 2 Min.

Verschiedene Maßnahmen und Präparate helfen gegen das unangenehme Gefühl

Eine Reihe von Patienten klagt nach einer Laparoskopie oder Bauchspiegelung über ein Gefühl des Aufgeblähtseins und über unangenehmen Druck im Unterbauch. Diese Missempfindung verschwindet normalerweise innerhalb von zwei Wochen. Verursacht sie stärkere Beschwerden, helfen übliche Präparate gegen Blähungen und Bauchschmerzen. Tritt keine Besserung ein, sollte der Arzt konsultiert werden. Im Regelfall sind die Blähungen harmlos, ihre Dauer absehbar.

Die Ursachen für die Blähungs-Gefühle

Zur Durchführung einer Bauchspiegelung wird CO2, Kohlendioxid, in den Bauchraum geleitet. Es füllt „Hohlräume“, dehnt den Bauchinnenraum und macht eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Gewebestrukturen und Organe möglich. Diese liegen normalerweise eng aneinander. Nach dem Abschluss der Operation in Laparoskopie - gleich ob es sich um eine rein diagnostische oder eine therapeutische Maßnahme handelt - wird das Gas nach Möglichkeit aus dem Bauchraum entfernt. Dennoch können Reste bleiben, die erst allmählich abgebaut werden. Bis dahin müssen Patienten mit Druck- und Blähungsgefühlen rechnen.

Auf den Kontakt mit den laparoskopischen Geräten und die Bewegung bei der Bauchspiegelung reagiert der Darm oftmals „beleidigt“ und arbeitet nicht wie vorgesehen. Auch der durch das eingefüllte CO2 erzeugte Druck trägt dazu bei. Die Folge sind gestörte Verdauungsvorgänge, mangelnde Darmbewegung oder Fehlgärungen.

Übermäßige Gasbildung bedeckt die Magen- und Darmwand mit einer blasigen, schaumigen Substanz. Dabei wird ihre natürliche Aufnahmefähigkeit blockiert. Ein unangenehmer kleiner Teufelskreis kommt in Gang: Die Patienten leiden an einem "Blähbauch".

Hilfe gegen Druck und Blähungen nach der Bauchspiegelung

Mehrere Möglichkeiten helfen, betroffene Patienten von einem unangenehm oder gar schmerzhaft aufgeblähten Bauch zu befreien:

  • Leichte, vorsichtige Bewegung sorgt für normale Darmbewegungen und fördert den Abbau überschüssiger Gase. Dabei gilt es, Rücksicht auf die frischen Narben des Eingriffs zu nehmen.
  • Eine nicht zu heiße Wärmflasche auf dem Unterbauch entspannt den Darm.
  • Eine ganze Reihe von Kräutertees versöhnt den Magen-Darmtrakt: Fenchel-, Anis- oder Kümmeltee, ebenso Aufgüsse mit Ingwer oder Koriander beispielsweise haben sich bewährt.
  • Bei stärkeren Bauchschmerzen tun handelsübliche schmerz- und krampflösende Mittel gute Dienste (beispielsweise Paracetamol oder Butylscopolamin)
  • Förderlich für den Abbau von Gasen und das Auflösen von Gasblasen im Darmtrakt ist die Einnahme eines Präparates mit dem Wirkstoff Simeticon. Häufig werden Tropfen oder Kautabletten dieses Medikaments vor oder nach einer Bauchspiegelung vorsorglich verabreicht. Das Präparat besteht aus einer organischen Silicium-Verbindung, ist harmlos und arm an Nebenwirkungen.

Insbesondere die Einnahme von Medikamenten vor oder nach einer Operation erfordert eine vorherige Rücksprache mit dem Arzt.

B. Langrehr
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 06.04.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Bauchspiegelung

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fragt rotepmal   vor > 4 Jahre  577

Bei einer Entfernung u.a. von Verwachsungen an den Eileiter wegen Sterilität, gehört es da auch zu den Sorfaltspflichten eines Chirurgen im Umfeld ... mehr

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bauchraum   Offene Frage
fragt franke   vor > 7 Jahre  672

wie heissen die im bauchraum befindlichen gefässe? die sich mit urin füllen können

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