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Kann Marihuana Krebs bekämpfen?

Lesezeit: 1 Min.

Cannabis kann gegen agressive Krebsformen Abhilfe schaffen

Cannabis - auch Marihuana genannt – ist für seine positiven Wirkungen auf die Gesundheit bekannt. Nachweislich kann in einigen Fällen Angst gelindert werden. Auch Entzündungen werden gehemmt, Krämpfe gelindert und auch Übelkeit kann auf natürliche Weise bekämpft werden. Und es geht noch weiter: In langjährigen Studien haben Forscher herausgefunden, dass Marihuana sogar Krebs killen kann. Mit einem Cannabis-Pflanzenextrakt wurde die Ausbreitung von aggressiven Krebsarten gestoppt.

Marihuana als Krebskiller?
Marihuana als Krebskiller?
Cannabidiol (CBD) wirkt auf das Gen ID-1. Cannabidiol gilt als schwach psychoaktives Cannabinoid und ist im weiblichen Hanf enthalten. ID-1 ist für den Ausbruch von Krebs und die Ausbreitung der kranken Zellen verantwortlich. Laut der Wissenschaftler wurde die Ausbreitung von Krebszellen unter dem Einfluss von Cannabinoid gestoppt und die Krebszellen haben sich wieder zu normalen Zellen rückgebildet.

Erforscht wurde der Zusammenhang zuerst bei Brustkrebs. In weiteren Untersuchungen stellte sich dann heraus, dass Cannabidiol aber auch bei anderen aggressiven Krebsarten, wie beispielsweise bei Prostatakrebs und Gehirntumoren, wirkt. Sprich bei all jenen Krebsarten, bei denen das Gen ID-1 besonders häufig vorkommt.

Die erfolgreiche Wirkung von CBD auf aggressive Krebszellen wurde bisher aber nur in Labor- und Tierversuchen getestet. Klinische Studien mit Menschen werden aber kurzfristig folgen. Im letzten Jahr wurde eine Studie veröffentlicht, in der ein ähnlicher Effekt bei Mäusen bestätigt wurde. Die Wissenschaftler hoffen, irgendwann ein CBD-Medikament in Kombination mit aktuellen Chemotherapien verabreichen zu können.

Dr. Desprez und Dr. Sean McAllister vom California Pacific Medical Center in San Francisco haben mitgeteilt, dass ihre frühen Studienergebnisse sehr vielversprechend sind. Die beiden haben sich zusammengetan, um zu sehen, ob sie eine besonders aggressive Form von Brustkrebs (triple negative) behandeln können.

Andere potentiell behandelbare Krebsarten sind Formen der Leukämie, Lungen-, Eierstock- und Hirntumoren, die auch ein hohes Maß an ID-1 haben. Dr. Desprez hat einen besonderen Grund für den Wunsch, eine Behandlung so schnell wie möglich umzusetzen – bei seiner Schwester wurde vor kurzem der aggressive Brustkrebs im Alter von 41 Jahren diagnostiziert.
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