MRT Nebenwirkung, ,bin ich der einzige damit ?

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Lena78  sagt am 02.08.2019
Hallo,
gestern hatte ich ein MRT der LWS ohne Konstrastmittel, Dauer 12 Minuten.
Es fühlte sich warm und kribbelig an. Bei den ganz tiefen dumpfen Klopfgeräuschen hatte ich das Gefühl das meine Atmung etwas schwerer ging und ich das Bedürfnis hatte tief in den Bauch zu atmen. Unter Platzangst leide ich nicht.

Ich hatte davor leichte Kopfschmerzen, währendessen worden sie schlimmer und heute morgen sind sie ohne Tabletten auszuhalten aber merklich störend, ein drückender Schmerz

Ich hatte mir ein Buch zum lesen mitgenommen, um die Wartezeiten dort zu überbrücken. Vor dem MRT konnte ich problemlos lesen, danach und jetzt am morgen danach habe ich Probleme mit dem Lesen, die Schrift ist verschwommen. Habe leichten Druck auf den Augen. Während des MRTs fand ich es als unangenehm die Augen zu öffnen.

Einige hier haben von verstärkten Tinitus berichtet, ich habe ein leichtes Rauschen auf den Ohren, auch leichtes drücken war vorher nicht da.

Ich fühle mich heute morgen matschig und unwohl, obwohl ich genug geschlafen habe.

Wer angst vor der Enge in der Röhre hat, könnte vorher im Solarium "üben" und eine Strategie für sich entwickeln, da hat man sogar freie Musikwahl, der "Hardcore-techno-bass" im MRT geht echt durch bis auf die Knochen ;-)
 
MonikaMichels...  sagt am 07.09.2019
Ich hatte in meinem Leben schon drei oder vier oder fünf MRT am Kopf. Die meißten ohne Kontrastmittel, aber mindestens einmal auch mit Kontrastmittel. Beim ersten Mal riet die Ärztin die Augen geschlossen zu halten bis sie mir sagt, dass ich sie aufmachen kann. Das tat ich, ich lag von Anfang an mit geschlossenen Augen in der Röhre. Das erste Mal hatte ich keine Kopfhörer bekommen. Am Ende der Untersuchung sollte ich die Augen öffnen und es war alles ok. Ich hatte also weder Platzangst noch sonst etwas doofes bemerkt.
Jedoch habe ich seit 1989 Metallklammern in der Lunge (Unfall) und die Uniklinik Gießen kann mir heutzutage nicht mehr sagen, ob das bereits MRT taugliches Stahl ist oder nicht. :-(
Das ist also immer mein Thema, wenn ich ins MRT muss.
Heute sollte ich zum ersten Mal MRT am Handgelenk gemacht bekommen. Die Frage wegen der Lungenklammern wurde vom zuständigen Arzt so beantwortet: Es kann schon sein, dass es zu Verbrennungen kommt, das ist eigenes Risiko.
Ich fragte dann die MRT-Frau/Schwester ob denn die Lunge überhaupt Nerven hat, die mir eine Verbrennung signalisieren könnten? Sie wusste es nicht, aber meinte, wenn der Arzt es doch sagt, wird das schon so sein, dass ich es spüren würde.
Also, ich war mega-angespannt. Bisher war ich immer ganz in den Röhren. Heute war ich in einer anderen Praxis und nur mein Oberkörper waren darin.
Und dann ging es los, die üblichen Geräuche. ABER diesmal merkte ich alle Wellen! Ernsthaft, am Kopf hatte ich nie etwas gespürt. Und heute merkte ich ein leichtes "hacken" auf meinem Arm, bzw. auf der Hand. Ich merkte die Schritte, von den Fingerkuppen bis in den Arm, vor und zurück, dann wieder vor, mal ganz schnell, mal langsam und mit größeren Abständen.
Ich spürte es ganz deutlich!
Aber mir war NICHT schwindelig und der Lunge geht es auch immer noch gut, Gott sei Dank.
Also es war nichts schlimmes, aber ich finde es sehr ungewöhnlich, dass ich am Kopf nie etwas spürte und an der Hand so deutliche Sachen merkte.
 
MonikaMichels...  sagt am 07.09.2019
Ich kann auch dazu sagen, Herzrasen und Druck auf der Brust sind ganz oft (harmlose) Panikattaken und kommen von einer Platzangst, die Viele nicht als solche wahrnehmen können.
 
sceptic  sagt am 27.10.2019
@alle hier: Geht doch einfach zu youtube und gebt 'MRI accidents' ein. Da seht ihr Verbrennungen in rauhen Mengen, Gliedmaßen, die amputiert werden mußten und verifizierte Todesfälle. Jeder Arzt und Mitarbeiter weiß das, es wird nur nichts gesagt.
Zu Verbrennungen kommt es, wenn Haut auf Haut liegt, das Gerät berührt wird oder ein loop mit einem Kabel gelegt wird. Es kommt bekanntermaßen zu Erwärmung des Gewebes (SAR-Wert). Es kommt durch die Gradientenfelder zu Nervenstimulationen, die sich in Druckgefühl und starken Schmerzen äußern können. Es kann durch Geschosse zu Verletzungen kommen und zu Ersticken oder Kälteverbrennungen, wenn das flüssige Helium freigesetzt wird. Das ist wissenschaftlich erwiesen, da muss man nicht spekulieren.
 
24062017  sagt am 28.10.2019
Hallo sceptic,
vielen Dank für deinen wertvollen Hinweis!
Aber ich hätte da noch Fragen zu der Erwärmung des Gewebes.
Man sagte mir in der Radiologie, dies wäre nicht möglich!
 
sceptic1  sagt am 08.11.2019
Eine Erwärmung des Gewebes findet bekanntermaßen statt. Die Gefahr sind Verbrennungen. Googelt doch einfach mri burns und seht euch die Bilder an.

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