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Musculus Peroneus Longus Längsruptur

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Yoshi46  fragt am 18.04.2019
Hallo,
Ich bin am 21.02.19 auf der Arbeit mit dem linken Fuß umgeknickt. Seit meinem ersten Bänderriss vor ca. 9 Jahre, bin ich nun zum 7. Mal richtig umgeknickt mit Verletzung und zwischendurch immer mal wieder leicht weggeknickt mit dem linken Fuß. Damals beim ersten mal wurde mein Knöchel doppelt so dick wie ein Tennisball und die Schmerzen waren kaum auszuhalten und ich musste Tramadol nehmen weil andere Schmerzmittel nicht geholfen haben.
Bei meinem erneuten umknicken am 21.02.19 hatte der Arzt erst auf Verstauchung getippt, da nach 2 Wochen die Schmerzen aber schlimmer wurden folgte eine Überweisung ins MRT. Dort kam folgendes raus:

Ursprungsnahe Distorsion des Ligamentum deltoidemus. Gering vermehrte Synovia im OSG. Narbig veränderte Darstellung der Ligamenta fibulotalare anterius und fibulocalcaneare bei Anatomiegerechter Verlaufsrichtung. Längsruptur der Sehne des Musculus Peroneus Longus im lateroplantaren Übergang. Leichtgradige Tendinose der Sehne des Musculus tibialis posterior.

Da mein erstbehandelnder Arzt bei dem Befund nicht weiter behandeln wollte, schickte man mich in die Fußchirugie. Dort hieß es zuerst es muss operiert werden, zuvor müsse von einem Neurologen jedoch noch abgeklärt werden ob die Nerven auch betroffen sind. Dies war nach einem Termin in der Neurologie untersucht worden und die Nerven sind in Ordnung. Nun meinte meine Ärztin ich solle erstmal für 4 Wochen eine Orthese tragen, danach würde wenn es nicht besser ist operiert werden. Mein Orthopäde hält dies für unnötig mit dem warten. Ich sehe es genauso, zumal meine Schmerzen schlimmer werden wenn ich diese trage. Nun, wäre es möglich das mir damals vor ca. 9 Jahren die Sehne gerissen ist und nicht zusammen gewachsen ist und ich deswegen seitdem keinen halt auf dem Fuß habe? Vielleicht weiß jemand Rat.
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 19.04.2019
Ich stelle es mir anders vor:
Sie haben wahrscheinlich eine chronische Instabilität im oberen Sprunggelenk (ALRI-OSG), und die Peronealsehne mit Ihrem Längsriss ist eher Opfer und weniger Täter. Der Längsriss tut weh, macht aber an sich keine Instabilität.
Unser Konzept wäre, das obere Sprunggelenk zu spiegeln (da sieht man die Instabilität und Gelenkschäden am besten), und anschließend ggf. mit einer Bandplastik so zu stabilisieren, das Sie nicht mehr umknicken.
Den Längsriss kann man in diesem Zusammenhang mit reparieren.
Grüße und frohe Ostern, tr

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