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Hirnblutung nach Sturz - was nun?

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feenkraut  fragt am 08.04.2019
Meine Cousine, 53 J., ist gestürzt, hat sich den Kopf angeschlagen und lag danach 12 Stunden bewusstlos in der Wohnung.
Nach Auffinden wurde sie sofort am Kopf opereirt mit Legung einer Drainage. Sie ist seit 1 Woche im Koma aufgr. von Medikamentengabe. Ohne Koma steigt der Hirndruck an, sie kann aber nicht selbständig atmen, dies wurde bereits probiert.
Auf was sollten wir uns einstellen? Ist es möglich, dass sie noch nach 1 Woche daran sterben kann? Und wie sieht es aus, wenn 12 Stunden niemand sie fand, mit den Hirnschäden?
Portrait Dr. med. Bettina Müller, Ganzheitliche Neurologie Frankfurt, Frankfurt, Neurologin
Dr. Müller  sagt am 09.04.2019
Ihre Cousine hat vermutlich eine durch den Sturz bedingte Blutung im Kopf erlitten. Das Blut kann sich je nach Verletzungsmechanismus an der Hirnoberfläche oder im Gehirn selbst angesammelt haben und hat zu einem stark erhöhten Druck innerhalb des Schädels geführt. Deshalb wurde sie nach Aufnahme sofort operiert. Es ist gut möglich, dass durch die Stunden mit erhöhtem Hirndruck eine Schädigung des Gehirns eingetreten ist.

Das künstliche Koma ist notwendig, um das Gehirn zu schützen und die Atmung von außen zu steuern. Dass momentan kein Atemantrieb vorliegt, ist zwar ein ernstes Zeichen. Es kann aber vorübergehend sein und sich im Verlauf der nächsten Tage schnell ändern.

Eine prognostische Einschätzung ist ohne den genauen Bildbefund nicht möglich. Ein enges Familienmitglied sollte den Kontakt zum behandelnden Ärzteteam suchen, um sich genau den Blutungsmechanismus und die durchgeführte Operation erklären zu lassen und Aussagen über die Prognose zu erhalten.

Alles Gute für Ihre Cousine!

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