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Scabies Befall

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AuchkeineAhnu...  fragt am 20.12.2018
Hallo.
Mir hat vermutlich meine Tochter die Scabies heim gebracht. Arbeite selbst in der Hautklinik und komme ganz gut zu stromectol.
Kinder und Schwangere Frau würden 3 mal mit infectioscabies 5% behandelt und ich behandelte mich 3 mal mit Stromectol. Wo übrigens die richtige Dosis 3mg pro 15 Kilo Gewicht ist. Also die Tablette für 15kilo.
Durfte meinen Arbeitsplatz nicht mehr betreten daher frage ich lieber hier im Forum. Juckreiz haben wir alle noch nach 2 Wochen nach der letzten Behandlung. Aber viel leichter und keine schmerzenden Krusten mehr. Allerdings bekomme ich nun wieder Genital diese Pusteln.Fühle mich eigentlich geheilt aber das macht mir schon wieder Sorgen. Kann dies auch nur eine Post Symptomatik sein wenn erst nach zwei Wochen wieder die gleichen Pusteln kommen?
Ich bin auf einer Uni Klinik auf einer der führenden Dermatologien. Trotzdem war Diagnose nur Verdacht da es alle bei mir Zuhause bekamen. Diagnose war auch richtig das habe ich nach der ersten Behandlung gespürt. Aber mir wurde gesagt das man s cabies nicht immer nachweisen kann. Oft wurde gefragt wie die Dosierung bei Stromectol sei. Hoffe hilft ein paar von euch weiter. Und wichtig ist danach Cortison wie nerisona schmieren. Habe ich hier bisher auch nicht gelesen. Einmal Cortison und einmal Pflegecreme tgl. Dies wäre lt Medizien die richtige Nachbehandlung.
Aber nochmals zu meiner Frage. Hat jemand obwohl geheilt nach symptomlosigkeit doch auch wieder Pusteln bekommen?
 
Scabresist  sagt am 07.01.2019
Hallo,
ja, sie können später noch auftreten nach gängiger Lehrmeinung, als postscabiöses Exanthem. Ich glaube daran jedoch inzwischen nicht mehr. Es gibt so viele wie mich, die eine lange Behandlungsphase hinter sich haben und dennoch nicht geheilt sind. Ich bin selbst Arzt und habe alles ausprobiert: Ivermectin, Permethrin, Benzylbenzoat, Crotamiton, wieder Ivermectin in Kombination mit Permethrin. Alles hilft nur kurz und dann ist es wieder da. 3-4 Tage nach Ivermectin geht es wieder los, weil die Larven schlüpfen, da nicht ovozyd. Weiß man. Aber dann kommt auch wieder das Beißen und neue Stellen, was ja nur Reife „Milbenweibchen“ verursachen können. Reif sollen sie erst nach 2 Wochen sein, aber das passt nicht zur Ausprägung, wenn man nach 7 Tagen das Ivermectin wiederholt und damit alle Nachgeschlüpften erradiziert und dennoch die Erkrankung fühlbar fortschreitet. Bei uns sind auch Gehörgang, Nasenlöcher und Kopfhaut betroffen. Auch dies sind Stellen, die laut Fachschaft ausgelassen werden.
Ich denke, wir müssen uns dem Problem stellen, dass es inzwischen Erreger gibt, die resistent gegen alle uns zur Verfügung stehenden Mittel sind. Es ist völlig unglaubhaft, dass so unsagbar viele Menschen nicht in der Lage sind, die Behandlung und Hygieneanweisungen richtig durchzuführen.
Wir haben sogar unsere Wohnung für 2 Wochen verlassen, weil wir dachten, es käme davon. Wäsche 90 Grad gewaschen, Schuhe und alles neu gekauft, Matratzen ausgetauscht. Kortisoncreme und Fenistil sind ein Witz gegen das, was einen da fertig macht. An ein normales Leben ist mit dieser Erkrankung nicht mehr zu denken. Selbst mir gelingt es nicht, einen Kollegen ausfindig zu machen, der hierbei noch irgendeinen Behandlungsansatz weiß, der nicht versagt. Kann man wohl nur nach Sibirien ziehen, wo man friert, aber die Viecher schlafen.
 
AuchkeineAhnu...  sagt am 07.01.2019
Hallo. Danke.
Aber genau so denke ich es mir auch. Kämpfen seit Monaten und immer wieder geht's los. Nie mehr so Akut aber doch. Waren jetzt in Heilungsphase. Jedoch juckt es immer wieder mit pustelbildung. Bin ebenso auf einem Heiklen Bereich an der Klinik tätig und kann unmöglich sagen das sie immer noch bei Verwandten und uns aktiv sind. Da wäre kein Verständnis da wir seit Jahrzehnten mit zwei Behandlungen erfolgreich therapiert.
Diese Milben sind nun aber montiert kommt mir vor. MrsS würd ich sie nennen bei mir. Viel Glück. Sie als Arzt könnten ja eine wissenschaftliche Studie führen für all uns unverstanden.
Mfg
 
lilzk  sagt am 09.01.2019
Eigentlich sind neue Ekzeme ein Anzeichen für den fehlschlage, tut mir leid.
 
Scabresist  sagt am 10.01.2019
Ich wäre dann doch eher das Studien-Opfer ☺️
Bin allerdings inzwischen zu allem bereit.
Haben uns inzwischen an das Tropeninstitut gewendet. Dort laufen jetzt viele Untersuchungen und Ende nächster Woche sind wir dann vielleicht etwas schlauer. Ich werde auf jeden Fall berichten, was dabei rauskommt. Eine Heilung muss doch irgendwie möglich sein. So kann man jedenfalls kein vernünftiges Leben führen
 
Scabresist  sagt am 10.01.2019
Eine Frage KeineAhnung,
wie behandelt ihr dass denn stationär? Und Habt ihr viele Therapie-Versager? Du sitzt ja quasi an der Quelle und kriegst alles mit... Und hast du jemals von dem französischen Schema Ivermectin am 1/3/5/8 Tag gehört? Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass es die Viecher nur betäubt. Wenn man sie also länger betäuben würde in durch diese kurzen Einnahmeabstände, dann müssten sie ja sterben, weil sie nichts mehr essen, so wie außerhalb des Wirtes.

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