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Nebenhöhlen-OP

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kitz_345  sagt am 20.01.2012
Seit etwa 10 Jahren gibt es den ImuProTest der Firma CTL.
(Adresse: CTL & Ortholabor GmbH, Postfach 1340, Wilhelm-Geiler-Str 4, 26643 Westerstede)
Die in diesem Test nachgewiesenen IgG-vermittelten Allergien entziehen sich in aller Regel dem Nachweis durch die sonst üblichen IgE-vermittelten Testverfahren. Deshalb kann es sein, dass ein Allergiker bescheinigt bekommt, er habe keine Allergien. Im Unterschied zu den "normalen" Allergien, die sich zumeist gegen Pollen und Hausstaubmilben richten, sind die IgG-vermittelten Allergien gegen alltägliche Nahrungsmittel wie Milch, Hühnerei, Brot, Nudeln und Hefe gerichtet. Und auch die Symptome weichen radikal von den "normalen" Allergien ab, denn sie bestehen zumeist in schleichenden Infekten, besonders des Rachens und der Nebenhöhlen. Die Vermeidung der im Imu Pro Test als Allergene ausgewiesenen Nahrungsmittel fällt den Patienten extrem schwer, aber bei chronicher Sinusitis ist es absolut sinnvoll, den o.g. Test und die erforderliche Nahrungsumstellung durchzuführen.
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 20.01.2012
Hallo, wenn Sie mir Ihre Adresse auf meine Email schicken, sende ich Ihnen gerne die Liste der Lebensmittel die Salicylate enthalten: Sie werden sich wundern! Honig, Tee, Trauben und vieles mehr ist reich an diesen Substanzen und sollten bei ASS-Intoleranz vermieden werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer sog. "Adaptionsbehandlung, wie ich sie gerade bei einem amerikanischen Patienten durchführe. Dabei wird anfangs unter stationären Bedingungen (3-5 Tage) und danach weiter ambulant, ASS (Acetyl-Salicylsäure = Aspirin) tgl. in einer Dosis von 100 - 300 mg verabfolgt. Nach einer gewissen Zeit tritt eine Gewöhnung ein und die Salicylate (auch aus der Nahrung!) werden toleriert.
Übrigens war die eigentliche Ursache Ihrer chronischen Mandelentzündung die chronische Nebenhöhlenentzündung und die daraus resultierende "postnasale Sekretion", die v.a. nachts und in Rückenlage auftritt. Durch das entzündliche und von Keimen durchsetzte Sekret wurden Ihre Mandeln chronisch entzündet. Bei diesen Personen kommt es natürlich bei fortbestehender Rhinosinusitis zu weiteren Racheninfekten: der sog. Seitenstrangangina!
Werden die NNH rechtzeitig saniert, hören die Mandelentzündungen in vielen Fällen auf und man kann auf die Tonsillektomie (Mandelentfernung) verzichten.
Alles Gute wünscht Dr.Michael Schedler
 
Juli_LE  sagt am 24.02.2012
Hallo liebe Mitstreiter,
habe die zweite NNH-OP vor mir. Diesmal mit der Diagnose Pansinusitis, alles vereitert. Da ich nun schon weiss, dass die Tamponaden etc. eine Tortur sind und nicht unbedingt erforderlich, will ich mich besser informieren und nicht so blauäugig dem ersten Chirurg hingeben. (Hab leider schlechte Erfahrung gemacht)
Ich suche daher dringend Empfehlungen für einen guten HNO-Chirurgen bzw. Klinik im Raum Leipzig.
Bitte, bitte helft mir mit Euren Erfahrungen weiter!
LG
 
marburger  sagt am 28.02.2012
Hallo,

ich hatte vor 5 Tagen eine "Komplettsanierung" aller Nebenhöhlen, eine Polypenentfernung, Verkleinerung der Nasenmuscheln und Verbreiterung der Zugänge zu den Stirnhöhlen.

Operiert wurde ich am Klinikum in Marburg von Prof. Weber. Er ist auf diesem Gebiet mit einer der besten in Deutschland. Und ich habe selbst jetzt nach 5 Tagen fast gar keine Probleme. Keine blauen Flecken, nicht ein einziges Mal Nachbluten und keine gravierenden Schmerzen! Kleinigkeiten wie Druckgefühl im Gesichtsbereich und der Stirn sind völlig normal, auch leichter Schwindel und Abgeschlagenheit, der Körper arbeitet jetzt ja nunmal auf Hochtouren.

Zur Vorgehensweise der OP. Ich war vor 1 Monat in der Poliklinik der HNO-Abteilung und dort wurde eine Bildgebung vom vorderen Kopf gemacht, der Assistenzarzt sagt mir gleich dass müssen wir höchstwahrscheinlich operieren. Denn ich hatte schon bis "obenhin" volle Nebenhöhlen. Die OP an sich merkt man ja sowieso nicht, Propofol rein und man fliegt weg ^^ Nach der OP ist das einzige was wirklich stört die Tamponade, aber die kommt schon am 1.Tag nach der OP raus und es ist eher ein Gefühl von Befreiung als von Schmerz. An diesem Tag fängt man dann auch an mit:

2-3 x Tag / Emser Nasendsuche
danach Cortisonnasenspray und dann wird die Nase mit Pflaster wieder zugeklebt (!), es soll sich eine feuchte Kammer bilden.
Abend vor dem Schlafen macht man vor dem Zukleben noch Salbe an den Nasenanfang, die zieht von selber hoch.

Abgesaugt wird bei seiner Methode nicht !!!! Es schont die komplette Nase und die Emser Nasendusche hat bei mir die Nase nach 3 Tagen sowieso schon wieder frei gemacht, es kommt kein Blut mehr raus und ich kann schon viel freier atmen !

Bin am 2. Tag nach OP schon entlassen worden, war schon spazieren gehen jeden Tag, esse normal, alles kein Problem. Mein einziger Fehler war eine Zigarette zu Rauchen, die hat aber so wiederlich geschmeckt dass ich gar keine Lust mehr drauf hab ^^

Jedenfalls bin ich sehr begeistert von der Operation.

LG
 
Berta851  sagt am 13.03.2012
Hallo docmick,

wo bekomme ich denn die Informationen über Komplikationen die bei Behandlungen bei einem bestimmten Arzt aufgetreten sind.
Wie Lange muss man in der Regel nach einer Septumplastik und einer NNH- Revision im KKH bleiben?
 
Marco007  sagt am 24.03.2012
Ich habe eine eher "bürokratische" Frage: Ich soll mich wegen Septumdeviation und Kieferhölenentzündung operieren lassen.

Nun: Es wurden mir Unterlagen ausgehändigt, in denen Infos über Verlauf und Risiken der Fensterung der Kieferhölen erklärt wurden.
Ich sollte dann solche Unterlagen unterschreiben, und damit meine schriftliche Zustimmung zur Fensterung-Operation abgeben.

So weit wo gut

Man hat mir aber weder ähnliche Unterlagen über die Operation am Septum gegeben, noch hat man von mir eine Unterschrift, d.h. eine schriftliche Zustimmung für diese OP (am Septum) verlangt.

Meine Frage an jene, die ebenso Septum und Nebenhölen operiert bekommen haben: Habt ihr BEIDE Op schriftlich zugestimmt oder, wie bei mir, nur einer ?

Ich bedanke mich bei jeder Rückmeldung !
Marco
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 24.03.2012
Hallo und sorry für verspätete Rückmeldung, war arbeitsmäßig etwas überlastet! Also, die Info über die Anzahl der durchgeführten Op's und die Komplikationsrate muss beim betreffenden HNO-Chirurgen erfragt werden und dieser muß wahrheitsgemäß Antwort geben! Im Zweifelsfall jemanden mitnehmen, wenn man sicher sein will, dass man die Wahrheit erfährt. Allerdings sollte man sich, wenn man das für notwendig erachtet fragen, ob man wirklich beim richtigen Chirurgen gelandet ist? Denn so eine Op ist Vertrauenssache ....!
 
yakima  sagt am 30.03.2012
guten abend,
ich bin zum hno gegangen weil ich seit dez. ein druckgefühl in der rechten kieferhöhle habe, also mal mehr mal weniger.
es läuft eigentlich immer sekret in den rachen ab und aus der nase kommt mal mehr mal weniger.
machnmal ist es auch wie ein pingpongball, dann hab ich auch meistens Kopfschmerzen.
habe am anfang viel inhaliert und alle möglichen frei verkäuflichen medikamente genommen.
nutzte aber alles nix, links alles supi, rechts dicht.
habe dann vom hno ein nasenspray bekommen was man eigentlich bei allergien gibt, und was soll ich sagen, am gleichen abend vieeeeeeeeeeeel besser!
nebenbefund, sehr schiefe nasenscheidewand.
soviel zum thema der mensch ist ein gewohnheitstier. ich bin ein mundatmer, schon mein ganzes leben, zumindest der teil an den ich mich erinnern kann.
soll heißen die schiefe nasenscheidewand hat mich nie gestört.
jetzt kommen wir langsam zu meiner frage, sorry das es etwas gedauert hat.
ich bin heute geröngt worden und die rechte kieferhöhle hat eine große verschattung.
würdet ihr wenn man da sowieso eine op machen muss das septum nasi direkt mit machen lassen?
 
Michal  sagt am 18.05.2012
Hallo allerseits! Ich hoffe in diesem Forum einen Ratschlag zu finden, denn mich plagen Zweifel ob die Beratung meines behandelnden HNO Arztes richtig war.

Zur Vorgeschichte:
Vor 3 Monaten fing Schnupfen an, der sich zunehmend hauptsächlich auf die rechte Seite verlagerte. Das Anfangs noch durchsichtige Sekrät wurde nach 1 Monat eitrig und wechselte von dunklen Farbe bis zu einer grellen Neonfarbigen.
Seit 3 Wochen befand sich auf ein mal noch zusätzlich dunkelbraunes, dickflüssiges Blut dabei, so dass ich vor 2 Wochen den Arzt auf gesucht hatte und direkt eine Tomographie gemacht wurde.

Befund:
Kieferhöhle, Nebenhöhlen bis hin zu der Stirnhöhle auf der rechten Seite komplett zu. Auf der linken Seite Alles frei. Starke Kopfschmerzen und Druckgefühl auf den Zähnen, der von den Kieferhöhlen kommt. Laut Arzt resultiert die Entzündung ebenfalls durch Polypen bzw. ?Folikel? die enfernt werden müssen.
Eine Antibiotiker Behandlung mit Doxy-CT 200Mg brachte kein Resultat.

An dieser Stelle kommen meine Zeifel:
Der Arzt schlägt 2 Operationen vor. Zum einen Nebenhöhlen OP zwecks Entfernung von dem Sekrät und möglichen Polypen, sowie eine operative Verkleinerung der Nasenmuscheln.
Dabei drängte er schon fast auf die Verwenundung von einem "speziellen, Op Gerät das mit Hilfe von "Plasma" Strahlen" die SChleimhäute zum schrunpfen bringt und die OP deutlich erleichtert. Dies ist ja schön und gut allerdings will er 500€ BAR am Vortag der OP von mir haben.
Laut seinen Aussagen zahlt die Krankenkasse "nur" eine Behandlung bei der er die Knochen zertrümmern muss zum an die Nebenhöhlen zu gelangen!! Stimmt das??

Den Vergleich von dem Arzt zwischen den OP Möglichkeiten hatte er folgender massen formuliert:
"Stellen Sie sich vor Ihr Ziel ist ein Urlaub und sie haben die Möglichkeit entweder Economy oder aber Business Class zu fliegen. Mit beiden kommen Sie an, allerdings ist es die Frage des Komforts."

Bitte helft mir denn ich möchte nicht die 500€ umsonst bezahlen.

Viele Grüsse
Michael
 
threadi  sagt am 17.08.2012
hallo zusammen,
ich hatte vor 2 Tagen eine Pansinus-OP. Ursprünglich hatte mein Arzt eine "einfache" chronische Nasennebenhöhlenentzündung erkannt, und das ganz ohne mir unnötige Medikamente zu verschreiben. Ein CT brachte auf anhieb mehr Infos. Dank dieser hat er mir dringend zu der OP geraten, aber nach meiner Allergie-Zeit - also jetzt. Ich hatte bisher noch nie eine OP gehabt, war daher auch etwas nervös. Es lief aber alles bestens. Es war eine ambulante OP, ich war nur insgesamt 3 Stunden dort (inkl. OP-Zeit) und wurde dann sofort mit Tamponade in beiden Nasenöächern nach Hause entlassen. Die erste Nacht war, was schlafen anging, grauenhaft - aber man übersteht es, auch mit etwas Kopfschmerzen. Ab und zu lief auch mal etwas an der Tamponade vorbei nach draußen, war aber sehr wenig. Gestern wurde die Tamponade entfernt - und ich muss sagen, das war bei weitem nicht das schlimmste an der Aktion, keineswegs. Heute (knapp 50 Stunden nach der OP) kann ich bereits wieder frei atmen, habe keinerlei Beschwerden mehr, muss nur noch 3 oder 4 Mal zum Absaugen.
Thomas
 
MI21  sagt am 10.10.2012
Hallo,
Habe schon seit ein Paar Jahren immer wieder mit Nasennebenhöhlenentzündungen zu tun.Habe im letzten Winter dreimal eine Nasennebenhöhlenentzündung gehabt und habe jetzt schon wieder eine. Mein HNO-Arzt sagt, daß es an meiner schiefen Nasenscheidwand liegt und man es mit einer OP gerade machen lassen kann und dann die beschwerden besser werden sollen.Jetzt habe ich aber von einigen Bekannten die auch das Problem hatten gehört das so eine OP ganz bringt, die Probleme mit den Nasennebenhöhlenentzündungen gehen davon nicht weg. Habe mich deshalb auch noch nicht zu so einer OP durchgeronnen. Jetzt meine Frage an andere Leidgeprüfte oder Fachleute, würdet Ihr mir zu so einer Op raten oder abraten? Vielen Dank für die Antworten!
 
volkmar  sagt am 11.10.2012
Na ja ob die NNH-Entzündung von einer ungeraden Nasenscheidewand kommt, mag ich mal bezweifeln. Vielleicht hat der Arzt es auch anders gemeint. Ich persönlich würde mich nur operieren lassen, ich habe es bereits hinter mir, wenn es sich hier um eine chronische Erkrankung in Vwerbindung mit Polypen handelt, so wie bei mir.

Dann würde ich den in fragekommenden Arzt fragen, ob er noch tamponiert oder eine andere Variante wählt, hier werden kleine Röhrchen in die Nase eingebracht. Hat die Vorteile, dass das leidige Ziehen der Tamponade entfällt und man nach der OP gleich schon relativ gut Luft bekommt. Sollte er noch die Tamponade-Variant wählen, würde ich mir einen anderen Arzt suchen. Ich kann nicht beurteilen, ob das eine oder andere besser oder schlechter ist, ich habe nur für mich bei meiner Methode die guten Erfahrungen gemacht.

Mein Gesicht war nicht geschwollen, ich hatte fast keine Schmerzen, Freitagmorgen 6:00h operiert, am Samstag nach dem Mittag entlassen, jedoch in Betreuung und Beobachtung durch Familie.

Auch ich habe vor der OP mich hier informiert und mir die ein oder andere Geschichte angehört, habe dann zum Glück meinen sehr guten Operateur gefunden.

Viel Glück bei der Arztsuche und viel Erfolg ebi einer eventuellen OP.

P.S.Das alles stellt lediglich meine persönliche Erfahrung dar und ist ggf. nicht reproduzierbar, da u.U. die Indikation einer andere ist.
 
desertfrau  sagt am 17.10.2012
halo dr.michael
ich bin Zahnaerztin aus jerusalem ,lebe auch dort ,bin aber schon 2 mal
an der stirnhoehle operiert worden ,das letzte mal vor 10 monaten und zwar (draf 3).seit der letzten op habe ich taeglich Schmerzen und der verdacht aud eine Schaedigung eines Nerven war da,ich nehme seit dem seit 1 monat habe ich ein ct machen lassen und ich habe wieder Polypen ,ich wurde wieder mit depo medrol injection behandelt.
es ist etwas besser,aber nicht ganz weg(der Schmerz).ich habe Ihren beirtag mit der aspirin intoleranz gelesen.empfehlen Sie mir taeglich 100 mg ASS zu nehmen ??gehen diese nervenSchmerzen Ihrer Erfahrung nach weg ??ein prof.in jerusalem will dass ich 3 monate lang antiobiotica nehme (clarithromycin 250 mg )nach einer anfaenglich hoeheren Dosis und dazu 5 mg cortison (auch nach einer hoehren anfangsdodis ).was halten sie davon ??Vielen dank
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 17.10.2012
@desertfrau,
also die Sache ist nicht so einfach mit einer Ferndiagnose zu beurteilen. Sie sollten vor allem mit Ihrem Operateur reden und ihn zu Ihren Beschwerden befragen. Er weiß am Besten, was und wie operiert wurde und kennt wahrscheinlich auch die vorangegangenen Op-Berichte. Ich kenne diese leider nicht und kann Ihnen auch deswegen nur allgemeine Ratschläge geben. Aber auch dazu brauche ich einige Informationen.
1. Wo sitzt der Schmerz? Strahlt er in die Stirn ein oder eher in den Oberkiefer?
2. Hatten Sie schon beim ersten Mal Polypen und wenn ja , war die NNH voll oder nur ein paar in den Siebbeinzellen?
3. Vertragen Sie Schmerzmittel, insbesondere Aspirin oder reagieren Sie darauf mit Schnupfen, verschlechterter Atmung oder sonstigen Symptomen?
4. Haben Sie eine aktuelle NNH-CT und wenn ja , wie sieht sie aus?
5. Ist der Zugang zu Ihrer Stirnhöhle vielleicht extrem weit (Draf3)? dann könnte nämlich ein "open sinus syndrom" der Stirnhöhle vorliegen!

Was Ihre genannten Therapieoptionen angeht, hier meine unverbindliche persönliche Meinung:
1. 100 mg Aspirin pro Tag ist nach neueren Studien zu wenig - 300mg wäre erfolgversprechender.
2. Wenn es sich lediglich um einen entzündlichen Reizzustand der Nebenhöhlen handelt (was ich bezweifle!), können die Schmerzen bei entsprechender Therapie natürlich besser werden. Falls es eine Neuralgie ist eher nicht!
3. Bis zu 70% der HNO-Keime sind Makrolid (Clarithromycin, Roxithromycin, Azithromycin, Erythromycin etc.) resistent. Im Internet unter Resistenzstatistiken nachzulesen!
3. Kortison hilft bei Entzündungen und Schmerzen fast immer - "so called big hammer"! Aber nur eine zeitlang, und dann ist das Problem häufig größer als vorher!
Ich würde diese Therapie ohne eine gesicherte Diagnose, die bekanntlich die Voraussetzung für jede sinnvolle Therapie sein sollte, weder bei mir, noch bei einem meiner Pat. durchführen! Das ist, wie gesagt meine ganz persönliche und absolut unverbindliche Meinung in dieser Angelegenheit!
Liebe Kollegin, ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute und gute Besserung Ihrer Beschwerden! Sollten sie an einer detaillierten Beurteilung Ihrer Krankengeschichte interessiert sein, so sollten Sie mir Ihre Op-Berichte und CT-Befunde zu kommen lassen.
Herzlichst Ihr
Dr. Michael Schedler
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 11.11.2012
Hallo Desertfrau,
haben Sie meinen Kommentar vom 17.10.12 gelesen? Für eine Rückmeldung, was sie gemacht haben und wie es Ihnen jetzt geht wäre ich sehr dankbar!
Herzliche Grüße und alles Gute
Ihr Michael Schedler
 
emse  sagt am 14.11.2012
Ich wurde vom HNO zum CT an den Siebbeinzellen rechs geschickt, da sie verschattet seien. Möchte CT wg. der hohen Strahlenbelastung nur machen lassen, wenn es unbedingt sein muss. Weiß jemand, ob man auch stattdessen ein MRT machen lassen kann?
 
mara_ela  sagt am 04.02.2013
Hallo,
ich hatte im Herbst 2012 eine Nasenscheidewandbegradigung sowie eine Entfernung einer Zyste aus der NNH. Nach der Operation ging es mir soweit auch wieder sehr gut.
An Silvester hatte ich dann aber wieder Halsschmerzen. Habe mir dabei aber nicht viel gedacht (Mandeln sind auch 2012 entfernt worden - nach 2 operationen...). Auch hatte ich ständig schmerzen an den Zähnen und so ein "benommenes" Gefühl (ständiger Druck im Kopf). Danach ging es mit einer NNH-, Bindehaut- und Mittelohrentzündung (beidseitig) weiter. Als die "Wanderung" der Entzündung aber bis heute nicht aufgehört hat, wurde ich wieder zu einen CT geschickt. Hier wurde nun eine doppelt so große Zyste in der NNH festgestellt, wie vor der OP.
Von meiner HNO-Ärztin habe ich nun wieder eine Überweisung in die Klinik bekommen. Ich habe mir für Mittwoch einen Termin, bei dem Arzt der mich operiert hatte, geben lassen.

Trotzdem wollte ich mal Fragen, wovon diese Zysten kommen und warum sie so schnell wiederkehren..?

Vielen Dank
 
TaJa  sagt am 10.07.2013
Ich wurde am 26.6 operiert, Pansinus-OP und Nasenseptum. Es wurde ambulant operiert, neueste Technik und selbstauflösende Tamponade. Ich konnte sofort nach der OP durch die nase atmen. Nicht einen Tag Schmerzen.Selbst die nachbehandlung ging schnell und schmerzlos. Würde es immer wieder machen lasse. Eine Magendarminfektion finde ich schlimmer. Nach drei Wochen darf ich langsam mit Sport beginnen.
 
colorful1968  sagt am 31.07.2013
Guten Morgen Dr. Schedler,

nächste Woche Mittwoch, am 07. August habe ich meine erste NNH-OP und hoffe, dass Sie mir bis dahin noch antworten können.

Ich habe lediglich einen CT-Befund von 2006 vorliegen:
"Bekannte Arachnoidalzyste rechts frontal. Keine wesentliche Kompression der angrenzenden Hirnstrukturen, jedoch Ausdünnung der Tabula interna der Schädelkalotte mit geringen Ausbuchtungen.
Sonst MR-morphologisch unauffälliger Befund des Hirnschädels.
Ausgedehnte Schleimhautschwellungen der NNH betont in den Ethmoidalzellen und in den Keilbeinhöhlen sowie in der li. Stirnhöhle."

Seit diesem Befund habe ich sämtliche Behandlungen mit Nasendusche, Inhalationen, Gelomyrtol, Sinupret, Nasonex - und Pulmicort Topinasal Spray, Decortin-Stoßtherapie,etc. hinter mir.
Vor 5 Jahren zusätzliche Polypenbildung.
Meinen Geruch und auch Geschmack habe ich vor 3 Jahren verloren, habe vielleicht noch alle 2 Monate durch Hochziehen der Nase für ca. 3 Sekunden Geruch.
Seit 1991 ist eine Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto) bekannt, nehme täglich T4 und T3 Hormone ein.
Da ich oft an rezidivierenden Sinustachykardien und vermehrt an Extrasystolen leide (lt. Kardiologe vermutlich durch die SD getriggert) und im Dezember letzten Jahres durch einen Lungenfacharzt die Diagnose COPD II bekam (für mich eine normal-akute Raucherbronchitis), mache ich mir natürlich große Sorgen....
Desweiteren habe ich einen massiven Bandscheibenvorfall in HWS mit Beteiligung des Liquorraums.

Nun aber zu meinen eigentlichen Fragen, ich bitte um Nachsicht, da ich wirklich seeeeehr große Angst vor der OP habe:
Geplant ist eine Infundibulotomie/FESS sowie eine Nasenseptum-OP.
1. Habe ich durch diese Arachnoidalzyste rechts frontal ein höheres Risiko oder hat dies keine Auswirkungen auf die OP?
2. Wie lange beträgt allgemeinen diese OP?
(Mein HNO meinte, er benötige etwa 30 min., oder diente diese Aussage lediglich meiner Beruhigung)?
3. Ich leide täglich unter Benommenheit und häufig an plötzlichen Schwindelattacken, wobei bisher die Ursache nicht geklärt werden konnte.
Kann das mit der chronischen Sinusitis/ Polyposis nasi zusammenhängen oder eher unwahrscheinlich?
Mit meinen Ohren habe ich bisher keine Probleme gehabt.
Lediglich beim Gähnen oder Kaubewegungen des Kiefers "knackst" es ständig im Kiefer-und Ohrenbereich.

Ich habe wirklich wahnsinnige Angst vor dieser OP und das in minem Alter :-(
Ich wäre Ihnen wirklich sehr dankbar, wenn Sie mir vor meiner OP meine Fragen beantworten würden.

Herzliche Grüße aus Rheinland-Pfalz,
colorful1968
 
colorful1968  sagt am 06.08.2013
Schade das ich keinerlei Antwort bekam :-(((

Da meine Blutwerte leider nicht die besten und meine Schilddrüsenprobleme etwas aus dem Ruder geraten sind, halte ich eine OP für morgen für unangebracht...

Ich bedauere es ausserordentlich, hier im Chirurgie-Portal keinerlei Antwort erhalten zu haben!

Ich wünsche allen anderen Leidgenossen alles Gute für die Zukunft.

Grüße von colorful1968
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 06.08.2013
Hallo colorful1968, ich verstehe Ihren Frust und entschuldige mich gerne bei Ihnen, aber ich habe leider bei der Vielzahl der Anfragen Ihre übersehen und daher nicht beantwortet. Ich befinde mich zwar auf Urlaub und habe daher prinzipiell mehr Zeit, aber ich bin halt auch nicht jeden Tag am Computer. Außerdem haben Sie Ihre Op richtierweise zunächst verschoben, was sinnvoll bei einer so komplexen Angelegenheit ist. So dass Ihnen durch meine leider verspätete Antwort auch hoffentlich kein Nachteil entsteht.
Also zu Ihren Fragen:
1. Eine Archnoidalzyste ist normalerweise kein Problem bei einer NNH-OP, sofern eine multiplanare Bildgebung (CT-NNH in mehreren Ebenen) vorliegt und somit eine vernünftige Risikoabschätzung möglich ist. Diese sollte durch einen wirklich erfahrenen Nebenhöhlenoperateur erfolgen, was Ihr HNO wahrscheinlich ist und je nach genauer Lage der Zyste, ggf. auch mit einem Neurochirurgen diskutiert werden. Um zu beurteilen, ob das notwendig wäre müsste ich die CT-Bilder ansehen.
2. Frage: ein erfahrener NNH-Operateur braucht tatsächlich nur 30-40 min für eine sorgfältige FESS (Endoskopische NNH-Op).
3. Frage: der Schwindel kann u.U. ( allerdings selten!) mit chron. Rhinosinusitis zusammenhängen. Nämlich dann, wenn es zu einem Mitbefall der Mittelohrschleimhaut gekommen ist (das ist nicht so selten) und durch eine bakterielle Infektion im Mittelhr Bakterientoxine über die sog. Mittelohrfenster (rundes und ovales Fenster) in das Innnenohr übertreten. Man spricht dann von einer "serösen Labyrinthitis". Diese ist aber, gottseidank sehr selten und wenige HNO-Ärzte haben eine solche in ihrem Berufsleben kennen gelernt. Ich glaube auch nicht, dass Sie daran leiden. Trotzem empfehle ich Ihnen Folgendes.
Lassen Sie sich eine Blutuntersuchung machen, mitfolgenden Werten: Großes Blutbild, ASL, CRP, "Leberwerte", Kreatinin, Harnstoff und eine Blutsenkung. Sind die Senkung, BB und CRP normal, so ist eine Labyrinthitis sogut wie ausgeschlossen.
Außerdem sollten Sie sich mit Vorlage Ihrer CT-Bilder eine zweite Meinung bei einem erfahrenen NNH-Operateur einholen.
Sicherheitshalber empfehle ich Ihnen außerdem eine antibiotische Behandlung z.B. mit Levofloxacin 500mg 1x1 Tab/ Tag, bis sie weitere Befunde haben. Zur Schleimlösung sollten sie 2x 600mg NAC (ACC, Fluimucil etc.) einnehmen, dazu einen abschwellenden Nasenspray, z.B: Infectoschnupf Spray.
Gerne können sie mich auch unter meiner privaten Emailadresse kontaktieren, die im Forum erhältlich ist.
Nochmals sorry, war keine böse Absicht Sie warten zu lassen und gute Besserung wünscht Ihnen Dr. Michael Schedler
 
colorful1968  sagt am 06.08.2013
Sehr geehrter Hr. Dr. Schedler,

dies sollte meinerseits keine persönliche Beschwerde an Sie sein, ich hatte gehofft, dass auch andere Betroffene mir ein wenig zur Seite stehen; gerade jene, die schon operiert wurden.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Sie unzählige Anfragen bekommen und ehrlich gesagt möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken :-(

Mein letztes MRT ist von 2011, hatte ich der HNO aber auch mitgeteilt.
In der Klinik, wo die OP stattfinden soll, wurde im Juni eine DVT-Aufnahme gemacht.
Laut Aussage eines Arztes könne man auf DVT jedoch nur "Nasentechnisches" sehen, Arachnoidalzysten lägen dafür zu weit oben.

Ich habe heute Morgen mit der Klinik bzw. HNO-Station tel., um meine Schilddrüsenwerte (gerade für die Narkose wichtig) zu erfahren.
Obwohl mir am Freitag Blut entnommen wurde, waren genau diese Werte noch nicht da :-(
Gestern wurde ich noch zum Lungenfunktionstest (COPD II) in die Klinik bestellt, doch diese wurden bis heute noch nicht ausgewertet.

Ich habe gestern auf eine Kopie meiner anderen Blutwerte bestanden, die mir schließlich auch ausgehändigt wurden.
Soll ich Ihnen diese per email zusenden?

Ich könnte Ihnen meine letzte MRT des Schädels von 2011 zur Ansicht einsannen und ebenfalls zusenden -vorausgesetzt, dass diese überhaupt noch aussagekräftig ist?
Unter welcher email kann ich Sie erreichen?

Sehr geehrter Hr. Dr. Schedler,
ich wollte Ihnen Ihren wohlverdienten Urlaub nicht vermiesen, würde mir gerne eine fachliche Zweitmeinung einholen und halte Sie für den richtigen Ansprechpartner.
Ich bin Privatpatient, daher dürfte es sicherlich keine Probleme geben?

Ich wünsche Ihnen noch einen erholsamen Urlaub.

Herzlichst, colorful1968
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 06.08.2013
Vielen Dank für Ihr Verständnis. Die alten MRTs bringen natürlich wenig für die Op-Indikation, allerdings werden sie die Zyste um so besser darstellen, denn die hatten Sie mit Sicherheit damals schon. Also schicken sie mir ruhig die Bilder zu. Meine Emailadresse ist dr.schedler@[Link anzeigen] .
Zur Beurteilung der Op-Indikation müsste ich mir Ihre hoffentlich multiplanaren (in 3 Raumebenen) aktuellen CT-Befunde anschauen. Auch diese kann man komprimieren und via Email schicken. Falls es mehr als 13 MB sein sollten müsste ich dann im Spamordner nachschauen. Sie können sich aber normalerweise durch die Radiologiepraxis auch eine CD von Ihrem CT-Befund brennen lassen und mir diese zu schicken. Ich bin ab WE wieder zu hause und kann mir dann in Ruhe die Bilder anschauen. Gerne befunde ich sie auch. Das kostet sie garnichts, obwohl sie Privatpatient sind. Meine Beratungstätigkeit im Forum mache ich prinzipiell kostenlos, so dass sie allen zugänglich ist.
Bitte beachten Sie, welche Laborwerte wirklich wichtig sind und dass Sie diese auch bekommen. Jeder Pat. hat übrigens Anrecht auf alle seine Befunde und behandlungsrelevanten Dokumente. Kontaktieren Sie mich auf der o.g. Emailadresse und schicken Sie auch dort Ihre Befunde hin.
Einstweilen alles Gute und gute Besserung
Ihr Dr. Michael Schedler
 
colorful1968  sagt am 07.08.2013
Sehr geehrter Hr. Dr. Schedler,

ich danke Ihnen herzlichst für Ihre schnelle Rückantwort.

Meine MRT-Aufnahmen und aktuelle Laborwerte habe ich Ihnen soeben per email zugeschickt.

Ich danke Ihnen herzlichst für Ihre Bemühungen.

Herzliche Grüße,
colorful1968
 
Mathi  sagt am 14.08.2013
Hallo,
ich wurde vor ca. 8 Wochen an den Nebenhöhlen operiert. Das Nasenbein begradigt und die Nasenmuscheln verkleinert. Ich habe chronische Entzündungen in den Nebenhöhlen. Nach der OP waren die Schmerzen erträglich aber jetzt nehmen sie Tag für Tag zu. Sie sind unerträglich. Ich spüre sie hauptsächlich hinter den oberen Schneidezähnen und sie strahlen aus in der Rachenraum und in die Nasenhöhlen. Ich war schon bei verschiedenen Ärzten und sie können mir nicht helfen. Ich bin verzweifelt.

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