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Kopfschmerz wochenlang nach HNO-OP

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Attila88  fragt am 22.10.2014
Sehr geehrter Herr Kastl,

gerne würde ich ihnen meine Krankgeschichte post-op schildern, da mich ihre Meinung dazu interessiert und ich mit meinen Nerven total am Ende bin.

Ich hatte vor 5 Wochen eine OP an den Nasennebenhöhlen, Siebbein und Nasenscheidewand. Die OP ist gut verlaufen und nach Angaben meines operierenden HNO Arztes auch sehr gut verheilt.

Nur leide ich seit der OP dh seit inzwischen 5 Wochen an dauerhaften Kopfschmerzen zw. meinen Augen, welche ihren Urspung von der rechten Augenhöhle aus nehmen ( da wo die Nerven sich bündeln ). Die Nachbehandlung diesbzgl. Bestand in Cortisontabletten, was jedoch keine dauerhafte Heilung bewirkte, sodass der Arzt nach 4 Wochen ein erneutes CT machte mit dem Ergebnis, dass die Schleimhaut rechts total geschwollen ist. Weitere Verabreichung von Cortison verbesserte die Sache nicht. Nachdem ich stattdessen feststellte, dass mir große Menge Eiter den Rachen runter lief, begab ich mich erneut zum Arzt mit dem Befund, dass rechts ein Polyp zur Stirnhöhle ist und es entzündet ist worauf ich Antibiotikum und Nasonex verschrieben bekam. Das Antibiotikum zeigt leider überhaupt keine Wirkung, bis auf die Tatsache, dass ich keinen Eiter mehr feststelle.

Die Kopfschmerzen sind inzwischen im Ruhezustand und über Nacht vollständig weg und werden erst schlimmer, wenn ich in die Bewegung gehe oder belaste. Ich werde ab morgen auch wieder arbeiten gehen.

Ich weiß leider überhaupt nicht mehr was ich machen soll und will endlich in den Alltag zurück- der Arzt hat außerdem einen sehr guten Ruf und gibt sich auch jetzt noch große Mühe mit mir, nur habe ich das Gefühl er weiß selbst nicht mehr was er machen soll.

Wie bewerten sie die ganze Angelegenheit? Ich würde mich über eine Nachricht von Ihnen sehr freuen!!!!!

Mit freundlichen Grüßen
Portrait Dr. med. Konrad Kastl, HNO-Praxis Gilching, Klinikum Starnberg, Gilching, HNO-Arzt
Dr. Kastl  sagt am 22.10.2014
Hallo Attila88,

insgesamt hört sich das so an, als ob Sie einen ordentlichen postoperativen Wundinfekt nach der Nasennebenhöhlen-OP bekommen haben. Hierfür spricht auf die Tatsache, dass im Kontroll-CT auf der Seite ihrer Beschwerden auch entsprechende Schleimhautschwellungen zu sehen sind. Gut ist auch, dass auf dem Kontroll-CT keine Verletzung der Augenhöhle bzw. der Schädelbasis zu erkennen ist. Sprechen Sie im Zweifelsfall den Kollegen nochmals direkt darauf an.
Die Tatsache, dass Sie auf ein Antibiotikum ansprechen (verminderter Schleim- bzw. Eiterfluss und zumindest in Ruhe Besserung der Situation) stimmt mich zuversichtlich, dass Sie so langsam über den Berg sind.
Sofern nicht bereits erfolgt sollte unbedingt auch ein mikrobiologischer Abstrich zur Erregerbestimmung erfolgen. Somit kann man die antibiotische Therapie überprüfen und ggf. noch gezielter vorgehen.
Der Einsatz von Kortison und Nasonex ist sicher ebenfalls sinnvoll, ebenso wie die Anwendung von entsprechenden Schmerzmitteln. Ggf. sind auch wiederholte „hohe Einlagen“ mit einem abschwellenden Medikament durch Ihren HNO-Arzt hilfreich.

In der Summe ist es zwar eine absolut unangenehme Situation, ich kann mir sehr gut Vorstellen, dass es Ihnen nicht gut geht. Dennoch hört sich das, was Ihr Operateur zur Klärung getan hat, absolut richtig an. Wie gesagt: ich erwarte eigentlich, dass es Ihnen in absehbarer Zeit deutlich besser gehen sollte!

Beste Grüße und gute Besserung,
Ihr Dr. Kastl
 
Attila88  sagt am 22.10.2014
Ich danke Ihnen für die schnelle Antwort. Ein entsprechender Abstrich wurde gemacht und ich bin auch sehr zu Frieden mit meinem Arzt. Dennoch war ich aus der Hilflosigkeit an einer zweiten professionellen Meinung interessiert. Es hat sich herausgestellt, dass einseitig Polypen nachgewachsen sind, welche zudem sehr ungünstig positioniert sind, was wohl Ursache für meine Beschwerden ist.
Eine weiterer Eingriff soll die Sache nun endgültig beheben.

Nochmals Danke für ihre schnelle und ausführliche Antwort.

Gruß
 
hhno  sagt am 11.11.2018
Guten Tag,

Ich hatte am Mittwoch eine OP ,wurde heute nachhause geschickt obwohl ich Beschwerden habe, wie Kopfschmerzen, sehpropleme und Nackenschmerzen so wie ein schwammiges Gefühl im Kopf. Was kann dann das sein jedes mal wenn ich aufstehe oder sitze fühlt sich das an als würde ich jeden Moment zusammen brechen.

Mit freundlichen grüßen

Frau Schlösser

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