klopfen im ohr und überempfindlichkeit

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isa04  fragt am 01.03.2015
Hallo ! Ich bin ziemlich verzweifelt und suche dringend einen rat was ich noch machen kann.
ich leide unter hyperskusis im re ohr.
Ich merkte schon sehr lange das was nicht stimmt.
ich muss in meinen nachtschichten tabletten stellen und es hat immer sehr unangenejm im ohr geschallt wenn ich das gemacjt hab teilweise hatte ich wie Ohrenschmerzen im re ohr danach .
ok irgendwann wars weg .
dann habe ich letzten april luftballons für meinen sohn aufgeblasen .ich musste mich dabei sehr anstrengen und dann gab es ein komisches geräusch im re ohr .ich merkte sofort irgendwas ist passiert .seit dem bin ich überempfindlich auf eigentlich banale geräusche .besteck auf teller legen , plastebeutel , alufolie die raschelt ...alles ist total klirrend im re ohr .sogar wenn das wasser aus dem hahn läuft rauscht es unheimlich.
staubsaugen ist auch ganz schlimm.
ich höre entweder zu laut oder die geräusche hören sich verzerrt an .
steck ich mir watte oder ohropax ins ohr ist das wie ein puffer .
hno fand nix ich müsste damit leben .das einzige was war eine etwas abgeflachte kurve in einem test den er machte.
MRT ohne befund .
das einzige was etwas hilft ist Osteopathie.
aber leider kommt es immer wieder .
meist fängt es an im betroffenen ohr zu klopfen .als ob jemand ans trommelfell klopft .und dann hab ich wieder die geräuschempfindlichkeit und verzerrung
ich bin wirklich ein starker mensch aber das ist kaum auszuhalten .
ich wäre ihnen sehr sehr dankbar wenn sie mir antworten würden !
 
isa04  sagt am 08.03.2015
Kann keiner dazu was sagen ???
 
Kascha  sagt am 02.04.2015
Hallo,
habe gerade zufällig deinen Beitrag entdeckt.
Ich selbst wurde gerade heute aus dem KH entlassen, habe die stapediussehne durchgetrennt bekommen. Hatte das gleiche wie du. Nach paar Jahren wurde das klopfen aber wie ein Maschinengewehr und ohne jegliche Pausen, 24h, auch im Schlaf.
Habe lange für die op gekämpft und nicht aufgegeben. Ich hoffe nur, dass die auch was bringen wird...
Google mal nach: myoklonie des musculus Stapedius, oder Stapedius Tic.
Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen: NICHTS hat geholfen, ich habe ALLES ausprobiert vorher. Inkl. carbamazepim, antidepressiva. U.v.m. Das hat viel Geduld, Nerven,Ängste und auch Geld gekostet.
Kein Gerät hat irgendwas gemessen. Nach einem ratlosen Oberarzt, gab der mich an den Prof weiter und siehe da, man konnte es mit einem Stetoskop hören. Ein Wunder, ich bin nicht Psy!!
Ich wünsche dir alles Gute, lass dich nicht unterkriegen!
Ein Tipp von mir: lade dir die App relax melodies aufs Handy, mach dir tiefe Töne, wie Unterwassergeräusche an, gute weiche Ohrstöpsel ins Ohr, dann klappt es mit dem Schlaf besser.
Mfg
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 02.04.2015
Sorry , bin erst jetzt auf Urlaub und habe auch erst jetzt Zeit mich um das Forum zu kümmern! Muss zur Zeit die Arbeit von 3 Ärzten allein erledigen, da meine Kollegin krank ist und mein Assistent erst wieder ab Jahresmitte bei mir ist.
Also zu Ihrem Problem: ich glaube nicht, dass es in Ihrem Fall ein Myoklonus der Mittelohrmuskeln ist. Es könnte sich aber vielleicht um ein "Syndrom der offenen Tube" handeln. Dabei dringt der Schall sowohl über das Trommelfell, als auch über die Eustachische Röhre in das Mittelohr vor und erzeugt dabei "metallisch klingende" Verzerrungen, u.U. Hyperakusis (vermehrte Schallempfindlichkeit) und Ohrgeräusche wechselnden Ausmaßes. Das Problem kann gelöst werden, in dem man die normale Funktion der Eustachischen Röhre wieder herstellt. Zuerst muss aber die Diagnose gesichert werden! Dazu beugen Sie sich stark nach vorne (Kopf zwischen die Beine) oder machen , fallls Sie das können, einen Kopfstand (kein Witz!). Wenn die Beschwerden besser werden oder vollständig verschwinden, dann liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dieses Syndrom vor. Man kann den Effekt auch weniger spektakulär dadurch testen, dass man auf der betroffenen Seite auf den Kopfnickermuskel und damit auf die darunter liegende Jugularvene drückt. Wenn diese genügend komprimiert wird, dann verschliesst sich die Tube ebenfalls und man bemerkt eine Besserung. Bitte das einmal ausprobieren und dann nochmal melden. Falls diese Maßnahmen nichts bringen, so müsste nach anderen Mechanismen geforscht werden, bspw. eine "anrupturierte runde Fenstermembran", aber das sollte erst nach og Tests weiterverfolgt werden!
Frohe Ostern und alles Gute für Sie
Ihr Dr. Michael Schedler
 
isa04  sagt am 03.04.2015
Hallo!
war vorige woche im kh op der offenen tube !
Kein test ergab ein ergebniss aber die oberärztin der hno klinik schaute nach all den tests mit einem langen mikroskop durch die nase und entdeckte dabei das die tube offen steht ...gut sie sagte aber das sie durch die op nur den hall wegbekomme .
ich wusste gar nichts mehr ...konnte ich es hall nennen ?
Nein eher nicht es klirrt und hört sich alles verzerrt an .
ich lies es trotzdem machen und was soll ich sagen es ist zwar besser aber devenitiv nicht weg ! Der arzt der die tamponade entfernte sagte ich soll die hoffnung nicht aufgeben da sich das mittel noch in der tube verteilt .
ich lies es machen da sie auch sagte das es sich bei einrn valsalva manöver nur verschlimmert ,das war ebenfalls bei mir so .
ich dachte mir auch das durch dieses starke aufblasen der ballons villeicht die tube zu weit gedeht wurde , da ich es ja diesen langen "blub" gespürt habe .
kann dies passiert sein?
Ich muss aber sagen das ich nicht die typischen beschwerden der offenen tube hab , wie sich selber hören usw.
Wenn ich mich nach unten beuge blubberts leider auch im ohr ...als ob flüssigkeit im ohr ist .
was kann ich noch machen oder soll ich noch etwas warten , wobei ich denk das sich innerhalb der einer woche das medikament bestimmt schon verteilt hat .
verzerrtes hören herr dr. Ist das wirklich ein symptom der offenen tube ? Hab dieses symptom nie irgendwo gelesen !
Kann man villeicht zu ihnen in die sprechstunde kommen ? Oder können sie mir sagen wo man hinkönnte evtl. Um ein stapedius tic zu untersuchen?
Bin wirklich sehr sehr verzweifelt !
 
isa04  sagt am 03.04.2015
Noch eine kurze frage , was bedeutes das ein antruptierendes rundes fenstermembran?
 
isa04  sagt am 03.04.2015
Noch eine kurze frage , was bedeutes das ein antruptierendes rundes fenstermembran?
 
isa04  sagt am 03.04.2015
Noch eine kurze frage , was bedeutes das ein antruptierendes rundes fenstermembran?
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 03.04.2015
Zur Ruptur der runden Fenstermembran können Se sich hier informieren:
[Link anzeigen]

Es könnte bei Ihnen ein kleiner Einriss bestehen, der sich immer wieder schliesst und dadurch die wechselnde Symptomatik bedingt. Je nach aktueller Situation im Mittelohr kann dann auch noch ein Reizzustand der Mittelohrschleimhaut hinzukommen, der dann ihre Symptome erklären würde. Sie sollten eine Tympanoskopie und Obliteration (=Verschluss) der runden Fenstermembran ins Auge fassen!
Alles Gute, gute Besserung und hoffentlich ruhige Osterfeiertage
Ihr Dr. Michael Schedler
 
Hansiii  sagt am 23.01.2016
Hallo Dr. Schedler,

ich bin nach ein paar Recherchen auf Ihren Beitrag gestoßen. Auch ich leide seit 3 Jahren an einer Geräuschüberempfindlichkeit. Allerdings habe ich den Eindruck, dass das nur bei bestimmten Frequenzen ist. Das macht sich sofern bemerkbar, dass es zum einen im Ohr unangenehm ist und zum anderen es nach dem Geräusch kurz aufploppt in meinem Ohr.

Sie schrieben, dass man das Syndrom einer klaffenden Tube eindämmen kann, wenn man auf die Jugularvene drückt. Meine Frage lautet nun. Das Gegenteil von einer klaffenden Tube ist ja eine Tubenkatarrh. Kann eine Tubenkatarrh durch einen geschwollenen Lymphknoten, der an dieser Jugularvene sitzt, ausgelöst werden???

Gruß Johannes
 
Hamsiii  sagt am 27.12.2016
Hallo Isa, wie geht es dir mittlerweile?

Ich habe mittlerweile eine zweite Person gefunden, die genau das gleiche hat.

Also wenn du das hier liest, dann melde dich bitte!
 
inaaa  sagt am 24.07.2018
Hallo Hamsi,

ich habe soeben dein Beitrag gelesen mit dem Klopfen auf den Ohren. Ich habe das gleiche Problem. Hast du mittlerweile eine Lösung dafür?
 
innna  sagt am 24.07.2018
Hallo Isa,

ich habe genau das gleiche Problem. Seit 1 Jahr hast du eine Lösung dafür gefunden?
 
Issa  sagt am 24.07.2018
Ich denke die osteopathie hat geholfen ich hab es nicht mehr !
 
Hansiii  sagt am 25.07.2018
Hey...

Leider nicht. Das Flattern habe ich immer noch nach Geräuscheinwirkung :( und somit das Gefühl ich sei empfindlich auf den Ohren. Benommenheit kommt hinzu in Ruhephasen.

Beste Grüße

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