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Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) - Komplikation Haariss im Schlund

3 Beiträge - 73 Aufrufe
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dondobro  fragt am 10.01.2019
Bei meinem Schwiegervater wurde im Dezember der kompl. Kehlkopf entfernt ( Karzinom ),
nach anfänglich überaus gutem Heilungsverlauf stellt sich nun nach einer weiteren Kontrolluntersuchung ( Entfernung der Magensonde- Umstellung auf feste Nahrung ) heraus, daß ein Haarriss im Schlund diese Umstellung verhindert.
Der behandelnde Arzt der Klinik in der mein Vater derzeit Patient ist ( UNI ) drängt auf eine schnelle Strahlentherapie um eine
Ausbreitung der Krebszellen ( Metastasen - z.Zt. nicht nachweisbar) zu verhindern.
Damit ( durch die Strahlentherapie ) wird jedoch das Verschließen des Haarisses unmöglich und mein Schwiegervater wird auf ständige Magensondenernährung mit allen negativen Begleiterscheinungen ( mitführen Urinbeutel) angewiesen sein.
Was ist Ihre Meinung bzw. gibt es Alternativen ?
Wir wären Ihnen für eine für baldige Rückantwort sehr dankbar
- die Strahlentherapie ist für nächste Woche geplant.
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 10.01.2019
Guten Morgen,

nach Ihrer Schilderung besteht nach meiner Einschätzung ein Konflikt zwischen Zuheilen der Fistel und dem Beginn der Strahlentherapie. Normalerweise heilt ein "Haarriss" bei einem nicht vorbestrahlten Patienten relativ rasch aus. Grundsätzlich macht es Sinn, die Bestrahlung zeitnah postoperativ durchzuführen. Letztlich ist es ein Abwägen zwischen Tumorbehandlung und Lebensqualität. Die Entscheidung darüber hängt m. E. von dem Risiko des Tumorrezidivs ab. Wenn dies hoch erscheint, würde ich bestrahlen.

Viele Grüße

P. R. Issing
 
dondobro  sagt am 14.01.2019
Hallo Herr Prof Issing,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Viele Grüße
A. Pavlin

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