Youtube
Folgen Sie uns auf  

Hörverlust, Tinnitus, Schwindel

2 Beiträge - 760 Aufrufe
?
Leylaa91  fragt am 06.03.2013
Guten Tag liebes MioMedi-Team


meine Beschwerdengeschichte, die ich schildern möchte, ist leider ziemlich lang. Im Frühjahr 2008 (da war ich 16) ist mir öfters schwindlig gewesen. Ich bin dann im April auf einer Party gewesen, auf der es ziemlich laut war. Ich hatte vorher nie Probleme mit den Ohren gehabt. Ich habe von dieser Party einen Tinnitus links davongetragen. Zwei Tage später hat sich mein Hörempfinden links verändert, alles hörte sich blechern an. Nach zwei Tagen ist mir in der Schule schlecht geworden und ich bin umgekippt. daraufhin habe ich dei Tage lang mit Drehschwindel im Bett gelegen und habe währenddessen von meiner HNO-Ärztin Medikamente (ich meine, es wären Vomex und Betahistin gewesen) bekommen. Nach drei Tagen hat sie mich ins Krankenhaus überwiesen, wo ich drei Tage lang mit Infusionen aufgepäppelt wurde. Der Schwindel verabschiedete sich, der Tinnitus blieb. das wäre ja alles nicht so dramatisch gewesen, aber daraufhin hat sich mein Gehör links fast vollständig verabschiedet. Ich habe nur noch um die 30% Hörvermögen links. Rechts höre ich wie ein Luchs. Nervenerkrankungen wie MS, Tumore etc. wurden ausgeschlossen. ich bin seit dem Schwindelanfall vier mal in der Röhre gewesen (letztes Mal Oktober 2012), um diese gutartigen Hörnervtumörchen auszuschließen und um zu kontrollieren, ob mit meinem Hirn alles in Ordnung ist. Es konnte nichts festgestellt werden. Bei Schwindeltests wurde festgestellt, dass mein linkes Gleichgewichtsorgan nicht richtig funktioniert, rechts ist alles in Ordnung. Ich bin insgesamt drei mal stationär behandelt worden; das zweite und dritte mal mit einer hohen Dosis Trental- und Kortisoninfusionen. Nichts hat geholfen.
Ich habe mich mit dieser Einschränkung gut arrangiert; der Tinnitus belastet mich nicht (obwohl ich nach all dem Stress rechts auch noch einen bekam). Icvh habe auch keine schwerwiegenden Beschwerden mehr gehabt. Dass ich meinen Kopf nicht unnötig schnell hin und her bewege, ist für mich zur Gewohnheit geworden. Ich bin sehr vorsichtig, was mein Gehör angeht, habe immer Ohrstöpsel in der Tasche, gehe nicht übermäßig feiern und auf Konzerten trage ich permament Ohrschutz. ich bin Musikliebhaberin und singe selber in einer Band, aber ich passe wirklich sehr gut auf und habe auch nie Probleme gehabt.
Seit letztem Sommer war mir immer mal wieder schwindlig. Kein Drehschwindel nur so ein Schwummergefühl. Am 15.02. diesen jahres habe ich die Pille danach, plus zusätzlich zwei normale Pillen, alles an einem Tag genommen und die zwei Wochen danach hatte ich ziemlich mit Schwindel zu kämpfen. Hinzu kommt, dass ich links ein beständiges Knacken regelrecht physisch gefühlt habe und ich mich rechts sehr laut hörte (eustachische Röhre?). Die Nebenwirkungen der Pille danach können unter anderem Schwindel und Übelkeit sein. Samstag (ein Tag nach der Einnahme) war ein Konzert, auf dem ich singen musste, wo ich mich aber auch geschützt habe. Ich habe auch keinen stärkeren Tinnitus bekommen am Sonntag; alles normal. Nur schwummrig war mir, einen Tag nach dem Konzert und zwei Tage nach der Hormonbombe von drei Pillen. Eine Schwangerschaft ist ausgeschlossen (gestern noch beim Arzt gewesen) und die letzten Tage ging es mir nach 10 Infusionen (NaCl 3x mit Kortison, durchgehend mit einem pflanzlichen Vertigomittel) auch besser. Außerdem nehme ich drei mal täglich Betahistin und habe ca. 5 Tage lang Vomex-Zäpfchen genommen.
Die Infusionen sind seit Samstag vorbei. Heute geht es mir wieder schlechter, habe ich das Gefühl. Es wurden zwei Hörtests gemacht. Links alles unverändert, rechts höre ich wie ein Luchs; also alles gut.


Meine Frage nun an Sie: Muss ich mir Sorgen machen, dass ich rechts auch Probleme bekomme? Das wäre das Schlimmste für mich. Das würde ich nicht aushalten. Die Zeit, in der ich als 16/17-jährige mein Gehör linksseitig fast komplett verloren habe (ich trage nun ein Hörgerät) war wirklich unglaublich schrecklich für mich. :( Ich bin jetzt 21 und diese Angst ist wirklich ein großer Teil meines Lebens. Ich weiß, dass ich nun anfällig für Schwindel bin, aber dass das nun seit zwei Wochen sich so durchzieht, macht mich fertig. Ich bin schulmedizinisch austherapiert, auch im Uniklinikum Düsseldorf konnte man mir nicht helfen. Meine HNO-Ärztin sagte, sie wüsste auch nicht, was man im Krankenhaus mit mir machen würde. das wären dann wahrscheinlich auch wieder nur Infusionen.


Über eine Einschätzung der Situation von Ihrer Seite aus wäre ich sehr dankbar.


Leyla
 
spatzilein  sagt am 02.07.2013
Hallo Leyla,
ich habe gerade eine Innen/Mittelohr-OP hinter mir und zwar nach langsam schleichendem Hörverlust links, Zeitraum 3 Jahre.
Es folgten auch viele Untersuchungen,Test beim HNO, zusätzlich beim Hörakustiker usw. usw.
Zwischendrin hatte ich eine HWS-OP nachdem bei mir häufiger Schwindel auftrat, wo man vermutet hatte, das dies jedoch von meinem Ohr her käme.
Erneute Test folgten, Gleichgewichtsprüfungen, Hörtest, Sprachtests usw. Dann folgte die OP, die nicht umgangen werden konnte, da man ohne hinter das Trommelfell zu sehen, nicht rausfinden kann, was da los ist, bzw. da man auch dann besser therapieren kann, ob etwas zu machen wäre?! Gibt ja auch schon so viel ich gehört habe, einen Chip, der eingesetzt wird (Innenohr) und man dann wieder gut hören kann...wie gesagt, hab es nur gehört!
Bei mir stellte man eine Otosklerose fest, ein Knöchelchen wurde laut Aussage der Ärztin dazu gebrochen (bei der Krankheit handelt es sich um Verknöcherungen des Mittel/Innenohrs, meist Genbedingt,familiär, usw.)dann eine Stapesplastik (Titanium) eingesetzt.
Vielleicht solltest du, falls das noch nicht geschehen ist, diese Untersuchungen noch in Angriff nehmen um eventuell etwas mehr zu erfahren, oder dies dann auch ausschließen zu können.
Wie es jetzt bei mir weiter geht, ob ich danach hören kann, kann ich dir leider noch nicht sagen, da ich erst entlassen wurde und erst in ein paar Tagen die Fäden und die Tamponade entfernt wird.
Der Naachteil für mich jetzt nach der OP (vielleicht auch noch zu frisch) ist, das ich diesen andauernden Schwindel den ich vorher ab und an hatte, jetzt verstärkt habe und einfach umkippe, laut den Ärzten dies aber nicht von der OP am Ohr kommt....ob das noch andere haben, weiß ich nicht, hoffe aber trotzdem, dir ein bisschen geholfen zu haben
l.G. spatzilein

Jetzt antworten

War dieser Artikel hilfreich?