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Erneute Cholesteatom-OP nach Komplikationen ?!

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Sanny08  fragt am 23.01.2019
Hallo. :-)
Im Alter von 10 Jahren wurde bei mir eine Tympanoplastik aufgrund eines zerstörten Trommelfells durchgeführt. Etwa 12 Jahre später hatte ich durch ein Schädel-Röntgen den Zufallsbefund eines Cholesteatoms. Während der OP stellte man fest,dass es sich um einen fortgeschrittenen Verlauf handelt. Es wurde u.a. eine Radikalhöhle angelegt und mit Titan-Implantaten gearbeitet. Im Aufwachraum bemerkte ich massig Flüssigkeit am Verband. Es war austretendes Liquor. Not-OP und Aufwachen in der Neurochirurgie eines anderen Krankenhauses. Kurzgefasst: Dura-Verletzung während der OP, Meningoenzephalitis, symptomatische Epilepsie, akute Psychose und einige Tage künstliches Koma. Es dauerte Wochen,bis ich aus dem KH entlassen wurde und Monate,um halbwegs wieder auf die Beine zu kommen und glücklicherweise nur mit "Lapalien" als Nachwirkungen zu leben.
Dieser Alptraum ist 11 Jahre her..
Nun hatte ich seit einigen Wochen ein Spannungsgefühl hinter dem operierten Ohr. Der HNO-Arzt verwies mich aufgrund meiner Anamnese lieber an die HNO-Klinik. Hier wurde aufgrund eines Felsenbein-CT's ein Rezidiv diagnostoziert und zur zeitnahen OP geraten. Im März ist der Termin...
Bei dem Gedanken wird mir immer wieder schlecht und ich erleide Panikattacken. Ich bin Mutter von 2 Kindern und auch wenn ich weiß, dass mein Verlauf äußerst selten ist und sicher kein 2. Mal passiert, ich sträube mich innerlich sehr gegen die OP und habe Angst,dass es nicht gut verläuft. Es wäre die gleiche Klinik, das Personal ist mittlerweile komplett neu. Ich überlege mir eine 2. Meinung einzuholen und mich fern vom Heimatsort operieren zu lassen. Aber das ist doch auch keine Lösung? Ein Risiko gibt es überall. Meinen Sie, die Diagnose könnte diskutabel sein? Das Trommelfell ist intakt, die Belüftung etc auch. Die Audiometrie wie immer schlecht auf dem Ohr. Kann die Diagnose aufgrund des CT's allein gestellt werden? Es ist viel "kaputt" in dem Ohr und Schädelbereich laut CT,aber können das auch nur Altschäden sein? Ich sah auf den Bildern nur die Radikalhöhle.... LG
 
WF123  sagt am 29.01.2019
Hi, ich haber bereits 3 Cholesteatom OPs hinter mir, die erste 1986, zwei weitere 2010 und 2013. Bei dem Befund gibt es keine Alternative zu einer OP. Wichtig ist dass Du Dich von einem Arzt operieren lässt der solche komplizierteren OP regelmäßig, am besten täglich, durchführt. Du brauchst einen Profi, keinen HNO Arzt mit Belegbetten der alle 2 Wochen mal einen Tag im OP steht. Ich kann Dir die HNO Klinik in München Pasing empfehlen. Es gibt auch eine Reihe von HNO Ärzten in München die Dir helfen und Dir die Angst nehmen können. Schreibe mir eine Mail, gerne gebe ich die Kontaktdaten weiter!

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