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Ballon-Dilatation

30 Beiträge - 9395 Aufrufe
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Nasigoreng  fragt am 13.04.2016
Liebes Forum,
nachdem ich endlich nach zwei NNH-Ops auf dem Weg der Besserung bin, bleibt leider ein weiteres Problem bestehen:
Ich spüre immer noch einen Druck auf beiden Ohren, Knistern/Knacken und das Gefühl, als befinde sich Sekret darin.

Eine klaffende Tube wurde ausgeschlossen. Im Liegen wird es bei mir nicht besser.
Der Druckausgleich durch Valsalva funktioniert jedoch komischerweise.
Nun kommen noch leichte Ohrenschmerzen hinzu.
Wer hat Erfahrung mit der Ballon-Methode gemacht?
Danke im Voraus für alle Antworten.
VG
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 15.04.2016
Guten Tag,

die Tubendilatation ist eine wenig invasive Methode, die über die Nase in Narkose durchgeführt wird. Über alle Fälle liegt die Erfolgsaussicht auf Verbesserung zwischen 60 und 70%. Gravierende Nebenwirkungen sind unüblich.
Wir haben - eine entsprechende Diagnose vorausgesetzt - recht positive Erfahrungen gemacht.

Viele Grüße

P. R. Issing
 
Nasigoreng  sagt am 16.04.2016
Vielen Dank für Ihre Antwort, Prof. Issing.
Würden Sie zusätzlich zur Ballon-Methode das Einsetzen von Paukenröhrchen empfehlen, um sicher zu gehen, dass die OP erfolgreich ist?

Bei einer Druckmessung kam heraus, dass die Kurve zu "flach" fällt. Ist dies schon ausreichend für eine Ballon-Dilatation? Weiterhin wurde mir gesagt, dass das Trommelfell bzw. der "Druck" beim Valsalva zu schnell wieder zurückschwingt. Genau erklären kann ich es allerdings nicht.

Viele Grüße!
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 18.04.2016
Guten Tag,

das zusätzliche Legen eines Paukenröhrchens schafft in jedem Fall einer Belüftungsstörung Besserung. Erkauft wird dies jedoch, dass man mit Wasser in das Ohr vorsichtig sein soll. Ein Paukenröhrchen kann auch in örtlicher Betäubung eingesetzt werden, falls man das Resultat der Tuboplastie abwarten möchte.

Die Schilderung Ihrer Beschwerden macht für mich den Rat zur Ballon-Methode nachvollziehbar.

Viele Grüße

P. R. Issing
 
Nasigoreng  sagt am 19.04.2016
Guten Tag Prof. Issing,

herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Zur Ballon-Dilatation hätte ich noch drei Fragen:

- Benötigt man für die Ballon-Dilatation ein CT oder wird ohne Bildgebung operiert?
- Wird die Ballon-Methode noch unter Röntgenstrahlung durchgeführt?
- Wann sollte sich eine Besserung der Beschwerden nach der OP einstellen?

Vorab vielen Dank für Ihre Mühe!
Viele Grüße!
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 20.04.2016
1. Früher war ein CT üblich. Wir benötigen meist keine Bildgebung bei sonst normalen Verhältnissen.
2. Nein.
3. Das ist unterschiedlich. Meist dauert es ein wenig (2-3 Wochen).
 
Nasigoreng  sagt am 21.04.2016
Vielen Dank!

Das hört sich recht vielversprechend an!
 
Nasigoreng  sagt am 30.04.2016
Sehr geehrter Prof. Issing,
die Ballon-Dilatation wurde bei mir durchgeführt. Leider habe ich seitdem Ohrenschmerzen, der Druckausgleich ist schlechter als vorher. Wann bilden sich die Schmerzen zurück? Hatten Sie auch Patienten mit diesen Beschwerden?
Der Arzt sagt, dass alles normal sei. Man brauche Geduld. Oder bleiben die Schmerzen nun länger bestehen?
DANKE für Ihre Antwort.
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 02.05.2016
Guten Tag,

durch eine postoperative Schwellung kann eine nach unserer Erfahrung vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden eintreten. Im Extremfall wäre eine abschwellende Behandlung evtl. mit Cortison denkbar. Eine dauerhafte Schmerzsymptomatik haben wir nicht gesehen.
Gute Besserung!

P. R. Issing
 
Nasigoreng  sagt am 24.05.2016
Lieber Prof. Issing,

leider muss ich noch einmal wegen der Tubendilatation nachfragen.

Meine OP ist nun fast vier Wochen her und ich habe immer noch Ohrenschmerzen (rechts mehr als links) und ähnliche Beschwerden wie vorher.
Ist das noch normal?

Woher kommen die Ohrenschmerzen? Vor dem Eingriff hatte ich nur ab und zu Schmerzen und nun täglich.

Ich habe große Angst, dass sich die Schleimhaut in der Euchastischen Röhre auch vernarben kann so wie in den Nebenhöhlen.

Man kann ja das Ohr nicht absaugen?

Was kann man gegen die Ohrenschmerzen tun? Cortison möchte ich nicht so gerne nehmen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

MfG
 
Nasigoreng  sagt am 24.05.2016
Lieber Prof. Issing,

leider muss ich noch einmal wegen der Tubendilatation nachfragen.

Meine OP ist nun fast vier Wochen her und ich habe immer noch Ohrenschmerzen (rechts mehr als links) und ähnliche Beschwerden wie vorher.
Ist das noch normal?

Woher kommen die Ohrenschmerzen? Vor dem Eingriff hatte ich nur ab und zu Schmerzen und nun täglich.

Ich habe große Angst, dass sich die Schleimhaut in der Euchastischen Röhre auch vernarben kann so wie in den Nebenhöhlen.

Man kann ja das Ohr nicht absaugen?

Was kann man gegen die Ohrenschmerzen tun? Cortison möchte ich nicht so gerne nehmen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

MfG
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 25.05.2016
Guten Tag,

es tut mir leid zu hören, dass Sie noch Probleme haben. Leider kann ich von hier aus keine Diagnose stellen. Ich kann Ihnen nur raten, sich beim Operateur vorzustellen und Ihre Beschwerden zu schildern. Evtl. ist auch eine Paukendrainage zu erwägen.
Gute Besserung!

P. R. Issing
 
Nasigoreng  sagt am 04.07.2016
Meine OP ist jetzt schon über zwei Monate her und es hat sich eher verschlimmert.
Jeden Tag Ohrenschmerzen, Knacksen und ein enormer Druck im Ohr.
Ich verliere langsam die Hoffnung, dass es noch besser wird.

Hatte jemand von den Forumteilnehmern diese OP?

Im MOment kann ich nur jedem davon abraten. Vorher hatte ich auch ab und an mal leichte Ohrenschmerzen, aber nun jeden Tag!
 
message01  sagt am 14.09.2016
Hallo,
ich habe die Op vor fünf Wochen durchführen lassen, da ich nach einer sehr langen und schweren Mittelohrentzündung eine Odysee an Arzten durchlaufen habe, weil ich permanent das gefühl hatte,meine ohren sind mit Watte oder Knisterpapier hinter dem Trommelfell verstopft. Das war eine fürchtrliche belastung,bis in der Uni Mainz eine Tubenfunktionsmessung ergab, dass die Tuben nicht arbeiten. die rechte Seite hat fast keinen Druck aufgebaut. Letzte woche war ich zur Nachuntersuchung,das ergebnis ar viel besser.Links arbeitet regelrecht,rechts noch nicht. ich habe aber trotzdem noch die Symptome,die Schleimhäute sind auch verändert. Mir wurde gesagt,dass es bis zu drei Monaten dauern kann, bis die Umbauprozesse abgeschlossen sind .Hat das jemand auch so gehört. Es ist wirklich sehr belastend...
 
Nasigoreng  sagt am 16.09.2016
Hallo Message,
meine OP ist jetzt schon fast ein halbes Jahr her. Ich habe keine guten Erfahrungen mit der Tubendilatation gemacht. Sie hat meine Beschwerden verschlimmert. Seit ich im Anschluss Paukenröhrchen bekommen habe, ist zumindest der heftige Druck weg. Aber meine Tubenprobleme sind immer noch die gleichen.
Knistern, Knacken, häufige Ohrenschmerzen.
Die Dilatation hatte bei mir einen ordentlichen Paukenerguss verursacht- vorher hatte ich nämlich keine Schmerzen.

Laut HNO soll die Dilatation wiederholt werden. Das lasse ich aber nicht mehr machen. Hat ja rein gar nichts geholfen!

Ich versuche es lieber auf heilpraktischem Wege.
Alles Gute und lass mal von dir hören, ob es besser geworden ist.

Viele Grüße, Nasi
 
message01  sagt am 17.09.2016
Hallo Nasi, Lieber Pfr.Issing
danke für die Antwort. Ich habe einige Fragen,hoffe das ist ok? Wieso ist das Problem bei dir entstanden? Klappt der Druckausgleich inzwischen und wurde bei dir auch in der Druckkammer eine Tubenfunktionsmessung gemacht? Ich kann den Druckausgleich gut machen, habe aber noch immer das Gefühl,dass meine Ohren oft wie mit Watte verstopft sind. Merke es beim Schlucken und auch oft beim Laufen. Ich soll noch drei Monate nach OP ,die ist jetzt funf Wochen her, 2xtäglich Cortisonnasenspray benutzen- kann das wegen der Schleimhäute sein??


Lieber Pfr. Issing,
mir wurde gesagt,dass es langere Zeit dauern kann,bis die Umbauprozesse nach der Op abgeschlossen sind un es zur Symtomminderung oder Befreiung kommt. Wie sind da Ihre Erfahrungen??
Die Tubenmessung nach vier Wochen (Ab OP) war links schon regelrecht, rechts noch nicht, aber deutlich besser als vor OP. Das ist doch ein gutes Zeichen,oder?Ich hoffe,dass die Symptome (oft auch rauschen und summen) noch von der Schleimhaut kommt, die wenn ich über die Nasenspülung etwas rausbekomme, sehr zäh und klebrig,aber klar ist.Schlimm, ist die lange psychische Belastung, da elf Ärzte das nicht erkannt haben und alles auf die Psyche geschoben haben, was es ja dann wirklich wurde. Ich habe über den massiven Leidensdruck eine schwere Depression entwickelt und war in einer Klinik. Die Diagnose wurde erst danach in der Uni Mainz gestellt, weil ich nicht aufgegeben habe und auch tatsächlich Recht hatte. Ich bin jetzt in der Wiedereingliederung und hoffe,ich schaffe es wieder zu arbeiten. Mir würde eine Antwort mit Ihrer Erfahrung sehr helfen.
Vielen Dank message01
 
message01  sagt am 17.09.2016
Hallo Nasi,
wieso hattest du einen Paukenerguss danach und wie lange nach der Op kam dieser?
Was machst du homöophatisch?
Für mich wäre interessant,in wie weit wir ähnliche Symptome haben-Schmerzen hatte ich überhaupt nicht
 
Nasigoreng  sagt am 18.09.2016
Hallo Message,
deine Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich war mit meinem Tubenkatarrh (nach Erkältung) ebenfalls bei über zehn HNO-Ärzten, die mir immer wieder versicherten "Da ist nichts!"
Durch die schlechte Belüftung war ich ständig abgeschlagen, die Ohrtube knistert und knackst bei jeder Bewegung (schlucken). Erst durch eine Tubenmanometrie wurde festgestellt, dass meine Tuben nicht funktionieren. Bis dato hatte ich kaum Schmerzen, nur Druck, Wattegefühl und Knacksen. Der Druckausgleich war vom Angang an möglich (wie bei dir).
Nach der Tubendilatation hatte ich jeden Tag Ohrenschmerzen. Und wieder das gleiche: Der Arzt meinte, von seiner OP könne das könne das nicht sein...
Nachdem sich immer mehr Druck und Schmerzen aufbauten, suchte ich weitere HNO-Ärzte auf. Mein Trommelfell sah angeblich super aus. Der Test ergab eine Besserung der Tubenfunktion, aber vom Gefühl her besserte sich gar nichts.
Und dann ließ ich mir Paukenröhrchen einsetzen. Endlich löste sich der heftige Druck. Ich hatte nämlich auf beiden Seiten einen Paukenerguss.
Nun ist der Druck auf dem Trommelfell besser, die Tubenprobleme allerdings nicht.
Wir können uns gerne privat austauschen. Es ist unheimlich schwer, einen guten und kompetenten HNO-Arzt zu finden. Aber meine negativen Erfahrungen gehören lieber nicht hier in dieses Forum.
Homöopathisch versuche ich nun die Nase zu pflegen und den Darm zu sanieren.
Gute Besserung
 
message01  sagt am 18.09.2016
Oh Gott,das ist jaa so gruselig. Ich will es gar nicht glauben, dass es so viel Fachärzte gibt,die da so wenig drüber wissen.
Ja, können uns gerne austauschen.driessling1964@[Link anzeigen]
Liebe grüße
 
message01  sagt am 18.09.2016
Ich wüßte gerne mal,ob wir da Rotlichbestrahlung machen dürfen,weißt du das ?
 
message01  sagt am 28.09.2016
Hallo Nasigoreng,
ich würde mich sehr freuen,wenn du dich bei mir zum austausch melden würdest
LG message01
 
Fux123  sagt am 13.04.2017
Hallo Prof. Dr. Issing

Ich hatte vor 10 Tagen eine Tubendilatation wegen eines Tinnitus, knistergeräusche beim hören und sprechen und manchmal Druckausgleichsprobelem.
Nun ist es so das es ständig knistert, auch beim stärkeren atmen. Leichte schmerzen habe ich auch, allerdings erst seit ca. 4 Tagen. Ist das normal ?
Wie lange soll ich das Druckausgleichsttaining noch machen ?
Vielen Dank
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 13.04.2017
Guten Tag,

die Tuboplastie wird bei Problemen des Druckausgleichs durchgeführt. Ein alleiniger Tinnitus ist hier nicht unbedingt ein Grund dazu.
Grundsätzlich ist nach so einer kurzen Zeit das Geschilderte nicht besorgniserregend. Das Knistern beim Atmen könnte auf eine sog. offene Tube hindeuten. Deshalb empfehle ich Ihnen, für einige Tage den aktiven Druckausgleich zu unterlassen. Bei stärkeren Schmerzen ist eine HNO-Untersuchung sicher zweckmäßig.

Gute Besserung!

P. R. Issing
 
Fux123  sagt am 13.04.2017
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort,
Ihre Empfehlung nehme ich gerne an.
Ich werde mich in ein paar Tagen nochmals melden um den Verlauf zu schildern...

Beste Grüße
 
MELLBY  sagt am 28.04.2018
Bitte um Meldung zwecks Erfahrungsaustausch!!

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